Theatersommer Sanssouci

Stühle in einem Park vor einer Bühne
Heckentheater am Neuen Palais

Open-Air-Festival im historischen Heckentheater am Neuen Palais
27. Juni bis 4. August

Jedes Jahr im Sommer erweckt das Theater Poetenpack das historische Heckentheater im Potsdamer Park Sanssouci zum Leben. Mit der Premiere von «Der Raub der Sabinerinnen» am 27. Juni im historischen Heckentheater feiert das Theater Poetenpack zugleich sein 25-jähriges Bestehen. Mit amüsanten Missverständnissen und zahlreichen Verwechslungen gilt die berühmte Komödie über die Truppe des reisenden Theaterdirektors Emanuel Striese bis heute als eine einzige Liebeserklärung an das Theater. Mit Pierre Carlet de Marivaux' heiterem Verwirrspiel «Das Spiel von Liebe und Zufall» und Woody Allens turbulenten «Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie» kommen zwei weitere große Sommerkomödien auf die idyllisch gelegene Bühne im Park Sanssouci.

Nördlich des Neuen Palais gelegen, wurde die Freilichtbühne 2012 aufwändig rekonstruiert, nachdem der historische Spielort mehr als 150 Jahre versteckt im Park Sanssouci im Dornröschenschlaf lag. Friedrich der Große ließ von 1763 bis 1769, nach Ende des Siebenjährigen Krieges, das Neue Palais erbauen und die umgebenden Gartenpartien von seinem Hofgärtner Heinrich Christian Eckstein neugestalten. In dieser Zeit entstand auch das Heckentheater für die Lustbarkeiten des Monarchen und seiner Gäste.

Programm 2024

Hans im Glück

Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Samstag, 1. Juni 2024, 15:00 Uhr
Sonntag, 2. Juni 2024, 15:00 Uhr Q-Hof am Park Sanssouci Donnerstag, 6. Juni 2024, 10:00 Uhr Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Freitag, 7. Juni 2024, 10:00 Uhr Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Samstag, 8. Juni 2024, 14:30 Uhr Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Samstag, 8. Juni 2024, 16:30 Uhr Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Sonntag, 9. Juni 2024, 15:00 Uhr Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Donnerstag, 8. August 2024, 09:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 9. August 2024, 09:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 9. August 2024, 15:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Samstag, 10. August 2024, 15:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Sonntag, 11. August 2024, 14:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Mittwoch, 14. August 2024, 09:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Donnerstag, 15. August 2024, 09:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 16. August 2024, 09:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 16. August 2024, 15:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Samstag, 17. August 2024, 15:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg
Zeichentrick Hans im Glückvergrößern
Hans im Glück, Motiv: Teo Vadersen

Janet Kirsten, Regie
Felix Isenbügel, Bühnenfassung
N.N. & Arne Assmann (Musik), Besetzung

Nach dem Märchen der Gebrüder Grimm / Altersempfehlung: ab 4 Jahren

Da hat der fleißige Hans in sieben langen Jahren mehr verdient als er braucht. Und nun macht er sich mit seinem kleinen Freund Tipi auf den Heimweg. Die Sonne brennt vom Himmel und schlimmer als die Arbeit plagt ihn jetzt der Goldklumpen auf dem Buckel. Den hatte er als Lohn bekommen und der Weg nach Hause ist noch lang. Ein Reiter kommt daher. Die glänzende Last auf der Schulter des Wanderers blendet ihn: «Wollen wir tauschen? Mein Pferd gegen den schweren Klumpen?»

Wir und die meisten Kinder kennen die Geschichte und wie sie weitergeht. Doch weil Tipi bei jedem Tauschgeschäft ein Wörtchen mitzureden hat, muss gemeinsam überlegt werden, ob Hans auf den Handel eingehen soll. So stellt sich immer wieder die Frage nach den Wünschen und nach dem Glück. Erfüllen der Besitz des Pferdes, des Schweins, der Gans und des Schleifsteins, die Sehnsucht glücklich zu sein?

Am Austausch der Überlegungen von Hans und Tipi können die kleinen Zuschauer durchaus teilnehmen und so den Verlauf der Geschichte beeinflussen.

An der Arche um Acht

Q-Hof am Park Sanssouci, Potsdam Dienstag, 4. Juni 2024, 10:00 Uhr
Mittwoch, 5. Juni 2024, 10:00 Uhr
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Eine Szene von «An der Arche um Acht», Photo: Holger Schibilski

Gislén Engelmann, Regie & Ausstattung

Besetzung:
Georg Peetz, Felix Isenbügel & Hendrikje van de Ven - 3 Pinguine
Marianna Linden - Taube // Arne Assmann - Alter Mann & Musiker

Familienstück von Ulrich Hub

Drei Pinguine in der Antarktis sind ganz dicke Freunde, die sich aber auch mal richtig in die Haare kriegen können. Dabei merken sie gar nicht, dass eine Sintflut über sie hereinbricht. Bis eine weiße Taube mit der Nachricht vorbeikommt, dass Noah eine Arche schickt. Für zwei der Pinguine gibt es Tickets für die Arche, um Acht soll es losgehen. Doch wer bekommt die Tickets? Und was passiert mit dem dritten Pinguin? Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der man nebenbei erfährt, dass Giraffen seekrank werden können und Gott gern Käsekuchen isst.

Das Erfolgsstück «An der Arche um Acht» für Kinder ab 5 Jahren wurde im Jahr seiner Uraufführung 2006 mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet. Zu Recht, denn die Komödie mit vielen zauberhaften Songs ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Auf das Theaterstück folgte noch im gleichen Jahr eine Hörbuchfassung und bereits 2007 das preisgekrönte Kinderbuch mit den wunderbar komischen Abenteuern der drei Pinguine.

Der Raub der Sabinerinnen

Heckentheater am Neuen Palais Donnerstag, 27. Juni 2024, 19:30 Uhr
Freitag, 28. Juni 2024, 19:30 Uhr Samstag, 29. Juni 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 30. Juni 2024, 17:00 Uhr Donnerstag, 11. Juli 2024, 19:30 Uhr Freitag, 12. Juli 2024, 19:30 Uhr Samstag, 13. Juli 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 14. Juli 2024, 17:00 Uhr Donnerstag, 1. August 2024, 19:30 Uhr Freitag, 2. August 2024, 19:30 Uhr Samstag, 3. August 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 4. August 2024, 17:00 Uhr Mittwoch, 7. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Donnerstag, 8. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 9. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Samstag, 10. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Sonntag, 11. August 2024, 17:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Mittwoch, 21. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Donnerstag, 22. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 23. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Samstag, 24. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Sonntag, 25. August 2024, 17:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg
Malerei von einer südlichen Frauvergrößern
Der Raub der Sabinerinnen, Motiv: Rayk Goetze

Andreas Hueck, Regie

Komödie von Franz und Paul von Schönthan

Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert zeigt das Theater Poetenpack seine Schauspielinszenierungen in Potsdam, Magdeburg und auf zahlreichen Gastspielreisen im gesamten deutschsprachigen Raum. Das Jubiläum gibt Anlass, die berühmte Komödie über die Truppe des reisenden Theaterdirektors Emanuel Striese ins Programm aufzunehmen. Dieser kann ebenfalls auf 25 ereignisreiche Jahre zurückblicken. Gerade hat er sich für ein Gastspiel im Schützenhaus einer kleinen Stadt irgendwo in der Provinz eingemietet, da lernt er auf einer Promotionstour durch die Stadt den Gymnasialprofessor Gollwitz kennen. Verschämt bekennt dieser sich zu einer «Jugendsünde». Er habe als Student ein Römerdrama um den Heerführer Titus Tatius mit dem Titel «Der Raub der Sabinerinnen» geschrieben, ein Stück, das aber bis auf das Dienstmädchen niemand kennengelernt habe. Emanuel Striese wittert einen großen künstlerischen und natürlich auch geschäftlichen Erfolg. Das Drama soll umgehend auf der Bühne des Schützenhauses uraufgeführt werden. Nur unter der Bedingung, dass er als Autor anonym bleibt, willigt der Professor ein. Doch dann kommt, wie soll es in einer guten Komödie auch anders sein, alles anders als geplant.

Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie

Heckentheater am Neuen Palais Donnerstag, 4. Juli 2024, 19:30 Uhr
Freitag, 5. Juli 2024, 19:30 Uhr Samstag, 6. Juli 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 7. Juli 2024, 17:00 Uhr Donnerstag, 18. Juli 2024, 19:30 Uhr Freitag, 19. Juli 2024, 19:30 Uhr Samstag, 20. Juli 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 21. Juli 2024, 17:00 Uhr
Eine Mittsommernachts-Sex-Komödievergrößern
Eine Szene von «Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie», Photo: Andreas Hueck

Andreas Hueck, Regie
Janet Kirsten, Ausstattung
Bardo Henning, Komposition

Besetzung:
Julia Borgmeier - Ariel Weymouth (B-Besetzung) // Jörg Vogel - Andrew Hobbs
Gislén Engelmann - Adrian Hobbs // Reiner Gabriel - Maxwell Jordan
Willi Händler - Leopold Sturgis // Clara Schoeller - Dulcy Ford
Nadine Rosemann - Ariel Weymouth // Arne Assmann - Puck & Musik

Komödie von Woody Allen

Die temporeiche Komödie entstand nach dem gleichnamigen Film und verwendet Motive aus Shakespeares Sommernachtstraum. Drei Paare, eines davon kurz vor der Hochzeit, verbringen das Wochenende auf dem Land und geraten mit sich und den anderen ins Konkurrieren, Begehren, Hinterfragen. Wer liebt wen? Wie lange hält die Liebe? Kann man Liebe und Sex voneinander trennen? Woody Allen erzählt von den verschiedensten Spielarten der Liebe: Verführung, Ängste, Missverständnisse und Begierden, versäumte Gelegenheiten und schale Erfüllungen. Braut und Bräutigam sagen «Ja, ich will» zu jedem, nur nicht zueinander – zum Brüllen komisch und zum Heulen schräg.

Das Spiel von Liebe und Zufall

Heckentheater am Neuen Palais Donnerstag, 25. Juli 2024, 19:30 Uhr
Freitag, 26. Juli 2024, 19:30 Uhr Samstag, 27. Juli 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 28. Juli 2024, 17:00 Uhr Mittwoch, 14. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Donnerstag, 15. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Freitag, 16. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Samstag, 17. August 2024, 19:00 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg Sonntag, 18. August 2024, 17:30 Uhr Möllenvogteigarten am Dom | Magdeburg
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Eine Szene von «Das Spiel von Liebe und Zufall», © Theater Poetenpack

Andreas Hueck, Regie
Janet Kirsten, Ausstattung
Gislén Engelmann, Regieassistenz

Besetzung:
Jan Gugel - Arlequin & Diener des Dorante (B-Besetzung) // Willi Händler - Monsieur Orgon
Felix Isenbügel - Mario & sein Sohn // Clara Schoeller - Silvia & seine Tochter
Andreas Klopp - Dorante // Julia Borgmeier, Lisette & Kammerzofe der Silvia
Jörg Vogel - Arlequin & Diener des Dorante (A-Besetzung) // Martin Ludwig - Musiker

Komödie von Pierre Carlet de Marivaux

Silvia und Dorante, von ihren Vätern füreinander bestimmt, verfallen beide auf die gleiche List, um den potentiellen Partner inkognito zu beobachten und überhaupt erst einmal kennenzulernen. Sie tauschen jeweils mit ihren Dienern die Rollen.

Entsetzt blicken sie dann aus der Dienstbotenperspektive auf die ihnen zugedachten Partner, als sich Lisette und Arlequin, die die Herrschaft spielen, einander vorstellen. Lisette und Arlequin allerdings finden sich unwiderstehlich und verlieben sich prompt ineinander. Das vergnügliche Verwirrspiel mit tempo- und geistreichen Dialogen nimmt seinen Lauf.

Dialogbühne Extra 2024

Ein Blick zurück nach vorn - 25 Jahre Theater Poetenpack

Zimmerbühne | Potsdam Donnerstag, 15. Februar 2024, 19:30 Uhr
Ensemble Foto aus dem Stück, die eingebildete Kranke.vergrößern
Der eingebildete Kranke, Ensemble Foto (Photo: Constanze Henning)

Kerstin Walter & Freundeskreis Theater Poetenpack, Moderation
Gäste: Frau Dr. Birgit Seemann, Leiterin Fachbereich Kultur und Museum LHP (angefragt), Frau Dr. Sarah Zalfen, SPD Potsdam (angefragt), Nicole Nikutowski, Landesverband Freie Darstellende Künste Berlin-Brandenburg, Klaus Büstrin, Journalist, Schauspieler:innen des Theater Poetenpack

Langjährige Besucher, Freunde und Mitglieder des Ensembles im Gespräch über Vergangenheit und Zukunft des Theaters Poetenpack

Das unter den Freien Theatern nicht so häufig zu feiernde Jubiläum ist eine gute Gelegenheit, die Entwicklung und Beständigkeit unseres Theaters von innen wie von außen zu befragen. Vom Sommertheater im Q-Hof, über Inszenierungen an markanten Orten Potsdams, über die regelmäßige Bespielung des historischen Heckentheaters und Gastspielen deutschlandweit bis zur Einrichtung einer festen Spielstätte in der Zimmerstraße: Wohin soll dieser bisher erfolgreich zurückgelegte Weg führen?

Der Eintritt ist frei.

Auf der Suche nach dem Glück

Zimmerbühne Potsdam Donnerstag, 21. März 2024, 19:30 Uhr
Ensemble Foto aus dem Stück, die eingebildete Kranke.vergrößern
Der eingebildete Kranke, Ensemble Foto (Photo: Constanze Henning)

Felix Isenbügel, Schauspieler und Autor, Moderation
Gast: Ellen Scheiter, Geschäftsführerin Sethasa gGmbH (angefragt)

Thema «Glück» ins Gespräch»

Was ist Glück? Bedeutet Glück für jeden etwas anderes? Finden wir Glück in Dingen oder in Handlungen? In der neuen Inszenierung «Hans im Glück» vom Theater Poetenpack für Kinder ab vier Jahren beschäftigen wir uns genau mit diesem Thema.

Das Glück ist nicht nur für die Erwachsenen wichtig. Auch für die Kinder ist es essentiell. So gibt es seit kurzem an einigen Schulen in Deutschland das Unterrichtsfach «Glück» und an der Technischen Universität Berlin können sich Student:innen als Glückslehrkraft ausbilden lassen. Zu diesem Thema möchte Theater Poetenpack gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Der Eintritt ist frei.

«Zwischen Welten» von Juli Zeh und Simon Urban

Zimmerbühne Potsdam Donnerstag, 2. Mai 2024, 19:30 Uhr
Ensemble Foto aus dem Stück, die eingebildete Kranke.vergrößern
Der eingebildete Kranke, Ensemble Foto (Photo: Constanze Henning)

Simone Kabst und Peter Wagner, szenische Lesung
Michael Neuwirth, Einrichtung
Annette Weiss und Freie Journalistin, Moderation
Gast: Uve Teschner, Schauspieler und Synchronsprecher

Lesung: Briefroman «Zwischen Welten»

Juli Zeh und Simon Urban gelingt es in ihrem gemeinsam geschriebenen Briefroman «Zwischen Welten» die fundamentale Krise in der Debattenkultur in unserer Gesellschaft auf den Punkt zu bringen. Es scheint, als ob die Protagonisten die Entfremdung zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West, zwischen Akademikern und Arbeitern überwinden können, als gelänge es durch eine langjährige Verbundenheit die Gräben zu überwinden und Verständnis für das Gegenüber zu entwickeln. Letztendlich bleibt aber nur das Schweigen.

Weitere Theaterstücke 2024

Franziska Linkerhand

Zimmerbühne | Potsdam Freitag, 26. Januar 2024, 19:30 Uhr
Samstag, 27. Januar 2024, 19:30 Uhr Freitag, 5. April 2024, 19:30 Uhr Samstag, 6. April 2024, 19:30 Uhr
2 Männer und 1 Frau stehen vor einem Beamervergrößern
Eine Szene von «Franziska Linkerhand», Photo: Valeska Graffe

Gislén Engelmann, Bühnenfassung und Regie
Martin Wolf, Video
Dorothea Miriam Endfellner, Regieassistenz
Marianna Linden, André Kudella und Peter Wagner, Spiel

Nach dem Roman von Brigitte Reimann

Die in den 60er Jahren der DDR vom Sozialismus träumt, aber erleben muss, wie ihre Visionen mit ökonomischen Zwängen kollidieren und an den Mauern der Bürokratie zerspringen. Die zugleich von der Liebe träumt, aber auch hier enttäuscht wird. Und die trotz aller Rückschläge das Träumen nicht aufgibt.

Die Geschichte der Architektin Franziska Linkerhand ist zugleich eine Erzählung von gesellschaftlichen Utopien und Aufbauträumen. Sie lädt das Publikum ein, das Bauen erneut als Instrument, als Ausdrucksform zur Gestaltung des Sozialen wahrzunehmen und einzufordern.

Netboy

Zimmerbühne | Potsdam Donnerstag, 1. Februar 2024, 10:00 Uhr
Donnerstag, 1. Februar 2024, 13:00 Uhr Freitag, 2. Februar 2024, 10:00 Uhr
Eine Szene von «Netboy», Photo: Constanze Henningvergrößern
Eine Szene von «Netboy», Photo: Constanze Henning

Michael Neuwirth, Regie
Janet Kirsten, Ausstattung
Kim Köster, (Animation)Bühnenbild
Niklas Engelbrecht, Komposition
Yannik Mersch, Regieassistenz
Julia Borgmeier, Clara Schoeller, Markus Braun und Andrea Seitz, Spiel

Die unverfängliche Geschichten lebensbedrohliches Cybermobbing

Es gibt Tage, an denen alles nervt, die geschiedenen Eltern, die Lehrer und manchmal sogar die besten Freunde. Dann braucht nur noch eine Kleinigkeit dazu zu kommen und man fühlt sich so richtig beschissen. In solchen Momenten zieht sich Marie in den Chatraum MeetYou zurück. Dort lernt sie Netboy kennen. Er ist charmant, hört zu und hat Verständnis für Maries Probleme, jedoch rät er ihr zu einem üblen Streich, der für sie böse Konsequenzen hat...

Die Inszenierung von Michael Neuwirth spürt der Sehnsucht nach, sich der Realität zu entziehen, anonym und scheinbar ungefährdet seine Fantasien auszuleben. Es geht um Macht, das Gefühl Dinge verändern zu können, es geht um Bestätigung, Anerkennung und die Verlorenheit in einer Welt, der die verlässlichen Systeme abhandengekommen sind.

Achterbahn

Zimmerbühne | Potsdam Freitag, 2. Februar 2024, 19:30 Uhr
Samstag, 3. Februar 2024, 19:30 Uhr
Eine Szene von «Achterbahn»vergrößern
Eine Szene von «Achterbahn», Photo: Andreas Hück

Andreas Hueck, Regie
Janet Kirsten, Ausstattung
Arne Assmann, Toneinspielung
Stephan Schill & Julia Borgmeier, Spiel

Komödie von Éric Assous

Ein älterer Mann begegnet einer jungen, hübschen Frau in einer Bar. Sie flirten, unterhalten sich und sind sich auf Anhieb sympathisch. Schnell ist klar, dass der Abend in seinem Appartement enden wird. Seine Frau, die mit dem gemeinsamen Sohn verreist ist, verschweigt er natürlich.

«Achterbahn» hat alles, was französische Komödien so einzigartig macht: genau gezeichnete Charaktere, einen raffinierten Handlungsaufbau, brillanten Stil und umwerfenden Wortwitz.

Mozart & Casanova

Zimmerbühne | Potsdam Freitag, 1. März 2024, 19:30 Uhr
Samstag, 2. März 2024, 19:30 Uhr Sonntag, 3. März 2024, 17:00 Uhr
Eine Szene von «Mozart & Casanova»vergrößern
Eine Szene von «Mozart & Casanova», Photo: Constanze Henning

Benjamin Kernen, Regie
Janet Kirsten, Ausstattung
Arne Assmann, Musik

Clara Schoeller - Caterina, eine junge Sängerin)
Ismael Volk - Wolfgang Amadeus Mozart
Andreas Hueck - Casanova

Komödie von Kerstin Tomiak mit Musik aus «Don Giovanni» | 2006

Prag im Jahr 1787.

Mozart befindet sich in der Endphase seiner Arbeit an «Don Giovanni». Da Ponte, sein Librettist, hat ihn im Stich gelassen, die Premiere muss verschoben werden. Mozart ringt mit seinen Figuren, vor allem dem Don Giovanni selbst. Catarina, ein hübsches, temperamentvolles Chormädchen, möchte eine Rolle im neuen Werk Mozarts bekommen, dessen ‚Figaro’ bereits auf den Straßen gepfiffen wird. Sie lernt in einem Cafe einen eleganten Unbekannten kennen, dem sie von ihrer Bekanntschaft mit Mozart erzählt.

Ein tragikomisches Theaterstück entspinnt sich über die Kunst und den Zweck der Verführung. Musikalisch wird die Inszenierung auf einem Akkordeon begleitet. In einer eigenen Bearbeitung erklingt Musik aus «Don Giovanni».

Die Tür nebenan (La porte à côté)

Zimmerbühne Potsdam Donnerstag, 14. März 2024, 19:30 Uhr
Samstag, 16. März 2024, 19:30 Uhr Freitag, 22. März 2024, 19:30 Uhr Samstag, 23. März 2024, 19:30 Uhr Freitag, 26. April 2024, 19:30 Uhr Samstag, 27. April 2024, 19:30 Uhr
Ensemble Foto aus dem Stück, die eingebildete Kranke.vergrößern
Der eingebildete Kranke, Ensemble Foto (Photo: Constanze Henning)

Marianna Linden und Peter Wagner, Darstellung
Alexander Schröder, Regie

Von Fabrice Roger-Lacan / Deutsch von Pamela Knaack

Sie ist Psychologin, die eigentlich selbst Unterstützung bräuchte. Er verkauft Joghurt und dröhnt sich gerne mit klassischer Musik zu. Sie wohnen auf demselben Stockwerk – und hassen sich inbrünstig. Jede flüchtige Begegnung artet in eine beherzte Diskussion voller Anschuldigungen und Unterstellungen aus, bei der auch schon mal die Türen knallen. Doch wie all die anderen einsamen Seelen der Stadt machen sich auch diese beiden heimlich im Internet auf die Suche nach der Liebe. Sie oder er sollte auf jeden Fall das Gegenteil von diesem bekloppten Nachbarn sein, so viel ist sicher!

Als sie schließlich glauben, ihren Seelenverwandten gefunden zu haben, können sie nicht anders, als dieses romantische Glück sofort dem Nachbarn unter die Nase zu reiben. Natürlich nur, um die wechselseitige Abneigung zu bekräftigen und sich gegenseitig eins auszuwischen ... oder?

Kunst

Zimmerbühne | Potsdam Freitag, 12. April 2024, 19:30 Uhr
Samstag, 13. April 2024, 19:30 Uhr
1 Männer sitzen auf dem Sofavergrößern
Eine Szene von «Kunst», Photo: Constanze Henning

Carl-Hermann Risse, Regie
Janet Kirsten, Ausstattung
Gislén Engelmann, Regieassistenz
Martin Molitor, Andreas Hueck und Justus Carrière, Spiel

Komödie von Yasmina Reza aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Serge hat sich ein monochromes Ölgemälde gekauft, weiß mit weißen Streifen. Und teuer, richtig teuer. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden. Serge ist begeistert von dem Gemälde, sein Freund Marc findet es einfach «Scheiße», Yvan will keine Stellung beziehen, um es sich mit seinen Freunden nicht zu verderben. Zwischen den Männern tun sich tiefe Gräben auf und die langjährige, enge Beziehung steht auf einmal zur Disposition.

Das Bild dient als Katalysator, mit dessen Hilfe die Autorin auf sehr subtile und psychologisch fein gezeichnete Weise wortgewandt und komisch eine Situation analysiert, die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft und ihr bisheriges Dasein auf den Prüfstand und infrage stellt.