Festival Für Freunde Dahnsdorf

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Festival Für Freunde Dahnsdorf, Foto: Elisa Langanke

31. Juli – 2. August: Festival für Freunde – Kultur in stetiger Verwandlung

Das Festival für Freunde ist mehr als ein Kunst- und Kulturfestival in Dahnsdorf, es ist eine Möglichkeit sich immer wieder neu zu erfinden.

Eine Zeit und ein Ort der konstanten Transformation und des Nachfragens der eigenen Position und der Gesellschaft, in der gelebt wird.
Ein Ort, an dem gemeinsam neue Wege beschritten und Grenzen hinter sich gelassen werden und wo der frische Wind neuer Ideen spürbar wird.
Erlebe ein vielseitiges Programm aus Tanz, Theater, Musik, Ausstellungen, Workshops und vielem mehr.
Hier entsteht eine Plattform für Austausch und Inspiration, die kulturelle Vielfalt nicht nur zeigt, sondern lebt.

Das Festival für Freunde schafft einen Raum für Transfer, Impulse und Experimente, um die Wechselwirkungen von Kunst und Gesellschaft neu zu denken. Losgelöst von Zwängen und Schubladendenken begegnen sich Freunde, real und digital.

Gemacht von Freunden, für Freunde, mit Freunden.
Der gemeinsame Blick weitet sich und neue Perspektiven werden entdeckt.

Termine 2026

Who Repairs?!

Hof Dahnsdorf Donnerstag, 30. Juli 2026, 20:00 Uhr
Flyer «Who Repairs?!», © ARTHOKvergrößern
Flyer «Who Repairs?!», © ARTHOK

Gruppe «ok.wow», Leitung & szenische Forschung

Film: Pre Event Dorfkino

Repair Bears ist ein dokumentarisch-fiktionaler Roadtrip durch das Ruhrgebiet, der Nachhaltigkeit und Care-Arbeit miteinander verknüpft.

Ausgangspunkt ist die bekannte Erzählung der Care Bears: Cheer, Grumpy und Bedtime kommen mit ihrer Mission, die Welt ein bisschen besser zu machen, nicht mehr weiter – ihr Leuchten ist verschwunden. Weder Selbstoptimierung noch medizinische Hilfe bringen eine Lösung. Erst eine unerwartete Idee öffnet einen neuen Weg: Vielleicht hilft ein Repaircafé.

Auf ihrer Reise durch das «Reparaturgebiet» begegnen die Figuren Menschen, die in Repaircafés, Unverpacktläden und offenen Werkstätten andere Formen des Miteinanders praktizieren. Zwischen Schraubenziehern, Nähmaschinen, Lötkolben und Kaffee entdecken sie Reparieren als soziale Praxis: als Kümmern um Dinge, Ressourcen und Menschen.

Der Film zeigt eine Kultur des Teilens und der Solidarität jenseits von Leistungsdruck und Wegwerfmentalität und versteht Reparatur nicht nur technisch, sondern als zeitgemäße Form von Care-Arbeit.

Gemacht von Freunden, für Freunde, mit Freunden

Hof Dahnsdorf Freitag, 31. Juli 2026, ab 13:00 Uhr
Samstag, 1. August 2026, ab 13:00 UhrSonntag, 2. August 2026, 13:00 - 18:00 Uhr
Ganzheitliche Wahrnehmung zwischen Leben und Tod, Foto: Kerstin Kaupatvergrößern
Ganzheitliche Wahrnehmung zwischen Leben und Tod, Foto: Kerstin Kaupat

Die ganze Zeit

Ausstellungen

Ganzheitliche Wahrnehmung zwischen Leben und Tod

Kerstin Kaupat, Kunstwerk

Ausstellung & die Performances «Anders Sein von Licht»

Der Tod ist eine Urerfahrung des Menschen, die uns alle betrifft. Eingebettet in die Atmosphäre des Bilder-Ausstellungsraumes wird dreimal pro Veranstaltungstag eine musikalisch-dichterische Performance zu dem Thema ‚Leben und Sterben‘ durchgeführt.

Im Anschluss gibt es in Erweiterung der Performance die Gelegenheit, durch Euer Einsprechen, durch Gesang, Tanz, musikalischer Improvisation interaktiv sogar die Quellen Eurer Kreativität ganz auszuschöpfen, so dass Gedanken und Gefühle zu diesem tiefen Themenkreis in Gemeinschaft anderer Mitteilung finden können.

Heide Schönefeld, © Künstlrer
Heide Schönefeld, © Künstlrer

Brandenburg Reihe «Florale Experimente»

Heide Schönefeld, Kunstwerk

Blumen in Farbe

Heide Schönefeld, 54jährige Hobbymalerin aus Dahnsdorf, hat vor 3 Jahren wieder begonnen, mit Acryl zu malen, nachdem beide Kinder ausgezogen waren. Sie arbeitet als Krankenschwester und nutzt die Kunst, vom Arbeitsalltag abzuschalten. Ihre Motive findet sie in ihrem Garten und auf Reisen. Besonders Blumenmotive inspirieren sie kreativ zu werden mit Farbe, Paste und Gel.

Installation

Der Gottkomplex

Trockene Abreibung, © Kerstin Reicheltvergrößern
Trockene Abreibung, © Kerstin Reichelt

Adam, Installation

TEXT_Adam

siehe oben

Trockene Abreibung – Teil I

Kerstin Reichelt, Installation

"Mit Bleistift, Papier und der Technik der Frottage nehme ich dem Gelände des Festivals für Freunde seine Oberfläche ab. Fläche für Fläche, Spur für Spur. Ortsspezifisches Grafik-Recording, das einem Ort näherkommt, indem es ihn berührt statt ihn abzubilden."

Kerstin Reichelt ... Geologin, 15 Jahre Regisseurin in der freien Theaterszene und heute Mediengestalterin.

"Was bleibt: der Blick fürs Material: ob Gestein, Bühne oder Papier. Ich habe Spaß, Oberflächen zum Sprechen zu bringen."

ALEX Talkbox, © Veranstaltervergrößern
ALEX Talkbox, © Veranstalter

ALEX Talkbox

PassantInnen & InterviewgästInnen, Gespräch & Diskussion

Eine mobile Interviewkabine

Die ALEX Talkbox ist eine mobile Interviewkabine, die PassantInnen dazu einlädt InterviewgästInnen zu sein. Die Talkbox nimmt sich für jede einzelne Person Zeit, geht in die Tiefe und schafft mithilfe technischer Mittel eine spielerische und neue Art der Partizipation. Die BesucherInnen haben in der Talkbox die Möglichkeit, ihre Meinungen und Perspektiven zu verschiedenen Themengebieten zu äußern. Das aufgezeichnete Material wird im Rahmen der dazugehörigen ALEX Talkbox-TV-Sendungen mit ausgewählten ExpertInnen besprochen und als Basis für Diskussionen zu den jeweiligen Themengebieten genutzt.

Vom Dachboden ins Digitale, © Festival für Freunde e.V.vergrößern
Vom Dachboden ins Digitale, © Festival für Freunde e.V.

Vom Dachboden ins Digitale

Festival für Freunde e.V. und Berlin School of VR, Idee & Installation

Wir scannen Dorfgeschichte - Interaktive VR-Installation

Zum 800-jährigen Dorfjubiläum entsteht gemeinsam mit euch ein virtuelles Dorfmuseum. Dafür werden Erinnerungsstücke aus dem Dorf gesammelt und direkt vor Ort ganz einfach mit dem eigenen Smartphone digitalisiert. Ob Werkzeug, Spielzeug, Foto oder persönlicher Gegenstand – jedes Objekt erzählt eine Geschichte.

Beim Scannen werden der Herkunftsort des Objekts – zum Beispiel Straße und Hausnummer – sowie die damit verbundenen Erinnerungen erfasst. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Archiv, das die Geschichte des Dorfes nicht nur bewahrt, sondern gemeinsam mit seinen Bewohner weiterschreibt.

Die Berlin School of Virtual Reality entwickelt Projekte an der Schnittstelle von digitalen Medien, Raum und gemeinschaftlichen Prozessen. Im Austausch mit Menschen vor Ort erforscht sie, wie Technologien Erinnerungen und Geschichten sammeln und sichtbar machen können.

Festival Für Freunde: Eröffnungstag

Hof Dahnsdorf Theaterworkshop/Kampagnenvorbereitungen: Freitag, 31. Juli 2026, 13:00 Uhr
Spiel(t)raum: Freitag, 31. Juli 2026, 15:00 UhrDistouched: Freitag, 31. Juli 2026, 17:00 UhrVertrauen und Macht: Freitag, 31. Juli 2026, 18:00 UhrSoma: Freitag, 31. Juli 2026, 20:30 UhrMein Herz ist ein dunkler Kontinent: Freitag, 31. Juli 2026, 22:00 Uhr
Kampagnenvorbereitungen, © Polaritäten Kabinettvergrößern
Kampagnenvorbereitungen, © Polaritäten Kabinett

Brandenburg Reihe «Theaterworkshop»

Gesina Restel, Leitung

Ein offener, kreativer Prozess für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Im Mittelpunkt steht die Frage: «In welcher Welt wollen wir heute leben?"und «Wie wir können unser Miteinander neu denken und gestalten?». Dabei geht es nicht um klassisches Schauspiel oder festgelegte Rollen, sondern um das spielerische Erkunden von Ausdrucksmöglichkeiten, Perspektiven und Beziehungen. Die Teilnehmenden erwartet eine vielfältige Mischung aus praxisnahen Übungen, Improvisation und szenischer Arbeit.

Weiterer Termin: Sa 13 Uhr

Workshop «Kampagnenvorbereitungen»

Polaritäten Kabinett

Abenteuer mit offenem Ausgang, klarem Ziel

Für das Festival wurde ein interaktives Workshop-Format entwickelt, das Einblicke in die Projektentwicklung gibt und zur situativen Mitgestaltung eines anti-dystopischen Theaters einlädt.

Weitere Termine: Sa 13 Uhr & So 14 Uhr

Spiel(t)raum

Ying Yue & Sascha Melina Hoffmann, Performance

Spiel(t)raum, Foto: Sandra Singhvergrößern
Spiel(t)raum, Foto: Sandra Singh

Spielwelten der Vergangenheit und Gegenwart

Jede/-r hat eine Kindheit: Vom Spielen auf der Straße, in Sandkästen und postsowjetischen Stadträumen über Stahlspielplätze in Mittelamerika, jahrhundertealte Steintreppen in der verbotenen Stadt, Wasserrutschen und Spielefabriken aus Plastik bis hin zu ersten Zigaretten und Küssen auf Dorfspielplätzen.

Ying Yue und Sascha Malina Hoffmann verarbeiten Geschichten über Spielplätze und Kindheit und erzählen dabei von Größen- und Machtverhältnissen, Migration und Transition, vom Aufwachsen an verschiedenen Orten, Verschieben von Perspektiven und vom Sich- Begegnen. Dokumentarisches und Fiktion verschmelzen zu einem von den Performer/-innen live bedienten Spielplatz der Theatermagie.

Stelzentanz «Distouched»

Danzankó, Performance

Tanzgruppe «Danzankó», Foto: Stefaan Van Bockstaelvergrößern
Tanzgruppe «Danzankó», Foto: Stefaan Van Bockstael
Drei Frauen, drei Nationalitäten, drei Geschichten, die zu einer gemeinsamen werden

DisTouched ist eine berührende und facettenreiche Stelzen-Tanz-Performance im öffentlichen Raum, die mit Leichtigkeit und Poesie von den Höhen und Tiefen des Lebens erzählt. DisTouched handelt von Freundschaft und Einsamkeit sowie der Suche nach unserem Platz in der Gesellschaft. Im Erkunden von Berührung, Nähe und Distanz bewegen sich die drei Tänzerinnen spielerisch, grazil und temperamentvoll auf ihren Stelzen über die 360°-Bühne und nehmen das Publikum dabei mit auf eine emotionale Reise.

Vertrauen und Macht 2 – Die Sehnsucht nach dem starken Staat, © Jetzt jetzt! Trafo!vergrößern
Vertrauen und Macht 2 – Die Sehnsucht nach dem starken Staat, © Jetzt jetzt! Trafo!

Vertrauen und Macht 2 – Die Sehnsucht nach dem starken Staat

Gruppe «Jetzt jetzt! Trafo!», Performance

Eine diskursive Performance über Macht, Misstrauen und die langen Schatten der Staatssicherheit

Während die DDR-Führung ihren Bürger:innen misstraute, existierte gleichzeitig bei vielen Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Stabilität, Ordnung und staatlicher Führung. Dieses Spannungsverhältnis wirkt bis heute nach: Wie prägen Erfahrungen von Kontrolle, Überwachung und Bevormundung unser Verhältnis zum Staat? Warum entsteht gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit das Bedürfnis nach «Sicherheit durch Kontrolle»?

Warum gewinnt die Sehnsucht nach einem «starken Staat» wieder an Kraft, obwohl 1989 für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung gekämpft wurde?

Die Veranstaltung «Vertrauen und Macht – Die Sehnsucht nach dem starken Staat» eröffnet einen performativen Diskursraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Soma

Philine Stich, Performance

Berlin in naher Zukunft

Wirtschaftskriege, autoritäre Regime und ausgehöhlte Sozialsysteme prägen den Alltag. Die 17-jährige Soma lebt nach der Flucht vor ihrem Vater, einem Techunternehmer, mit Mercedes, einem umprogrammierten KI-Sexroboter, am Rand der Gesellschaft. Zwischen Kindheit und Erwachsensein träumt sie von Revolution und einer friedlichen Utopie.

SOMA, Foto: Mohammed Halbounivergrößern
SOMA, Foto: Mohammed Halbouni

SOMA #1 RE ist eine 30–40-minütige immersive Performance für den öffentlichen Raum. Eine junge Frau und ein weiblicher Android untersuchen den weiblichen Körper als umkämpftes Terrain zwischen Kontrolle, Männerfantasien und Selbstbestimmung. In fragmentierten Szenen verweben sich historische und aktuelle feministische Stimmen zu einer Praxis von Frieden, Erinnerung und Fürsorge. Der jeweilige Spielort wird zum Resonanzraum, in den PassantInnen und Publikum unmittelbar einbezogen werden. Mit Körper, Stimme, Licht und Sound entsteht ein vielschichtiger Erfahrungsraum, der Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft miteinander verbindet. Die Performance nutzt den öffentlichen Raum als Plattform für Begegnung, Reflexion und utopisches Denken.

Malonda, © Künstlervergrößern
Malonda, © Künstler

Musik «Mein Herz ist ein dunkler Kontinent»

Malonda, Gesang & E-Musik

Deutliche Worte und große Melodien

Malonda ist eine der vielseitigsten und haltungsstärksten Künstlerinnen der aktuellen Musikszene. Die in Berlin lebende Sängerin und «Elektrik-Diva», die eigene Songs schreibt und auch auf Theaterbühnen brilliert, brennt für antirassistische und queer-feministische Themen. Indem sie über Geschlechterrollen, Sex und Diversität singt und spricht, machte sich Malonda als politische Künstlerin einen Namen.

Sie tourte mit Laing, Großstadtgeflüster und Moka Efti Orchestra quer durch Deutschland und bespielte große deutsche Showcase-Festivals wie c/o pop, Pop-Kultur Berlin oder das Reeperbahnfestival. Mit der Anmut einer Hildegard Knef und der Wucht einer Grace Jones zelebriert Malonda auf der Bühne - und man kann weder wegschauen noch -hören.

Festival Für Freunde: Haupttag

Hof Dahnsdorf Theaterworkshop/Kampagnenvorbereitungen: Samstag, 1. August 2026, 13:00 Uhr
Parcours der Experimente: Samstag, 1. August 2026, 15:00 UhrPapiertiger: Samstag, 1. August 2026, 16:30 UhrWater’s States: Samstag, 1. August 2026, 18:00 UhrBauchtanz: Samstag, 1. August 2026, 19:30 UhrEDM Fusion: Samstag, 1. August 2026, 21:30 UhrMusik «Secret Act»: Samstag, 1. August 2026, 23:00 Uhr
Band «freuth»vergrößern
Band «freuth», © Künstler

Brandenburg Reihe «Theaterworkshop»

Gesina Restel, Leitung

Theater als Raum für gemeinsames Forschen und Experimentieren

Gesina Restel, © Künstlervergrößern
Gesina Restel, © Künstler
Durch offene Improvisationsformate, kreative Ansätze und gemeinsames Entwickeln entstehen neue Blickwinkel auf persönliche und gesellschaftliche Themen. Der Workshop versteht sich als künstlerisches Labor, in dem ausprobiert, reflektiert und gemeinsam gestaltet wird. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich – im Vordergrund stehen Neugier, Offenheit und die Freude am gemeinsamen Schaffen.

Weiterer Termin: Fr 13 Uhr

Workshop «Kampagnenvorbereitungen»

Polaritäten Kabinett

Abenteuer mit offenem Ausgang, klarem Ziel

Zwischen Performance und Gesellschaftsspiel, Bühnensituation und öffentlichem Raum werden Formen des Theaters erforscht, bei denen das Publikum eingreifen und mitspielen kann – aber nicht muss. Ob Gespräch oder Spiel entsteht, entscheidet das Publikum selbst.

Weitere Termine: Fr 13 Uhr & So 14 Uhr

Parcours der Experimente, © Franz-Josef Schmittvergrößern
Parcours der Experimente, © Franz-Josef Schmitt

Parcours der Experimente

Franz-Josef Schmitt, Installation

Licht, Leben und Materie miteinander zu flüstern

Willkommen im Reich der fliegenden Kräfte, tanzenden Magnetfelder und widerspenstigen Naturgesetze! Hier wird nicht nur zugeschaut – hier wird gedrückt, gedreht, getestet und experimentiert. Erlebt den Parcours der physikalischen Phänomene, entdeckt verblüffende Effekte und erlebt, wie aus Wissenschaft pures Festivalstaunen wird. Für kleine Entdecker:innen, große Tüftler:innen und alle, die sich gern von der Wirklichkeit überraschen lassen.

Franz-Josef Schmitt ist nicht einfach Physiker. Er ist einer, der Physik nicht im Elfenbeinturm einsperrt, sondern sie auf Tische stellt, zum Blinken bringt, durch Hände wandern lässt und mitten ins Festivalleben katapultiert.

Papiertiger, © Figuren- und Objekttheater «Andreú Andreú»vergrößern
Papiertiger, © Figuren- und Objekttheater «Andreú Andreú»

Kindertheater «Papiertiger»

Figuren- und Objekttheater «Andreú Andreú», Konzept, Spiel & Musik
Martin Heesch & Robert Richter, External Eye

Für Kinder ab 3 Jahren

Das kleine Knüllpapier hat große Träume. Die Welt will es entdecken. Abenteuer erleben. Auf Reisen gehen! Da kann der Mülleimer nur lachen. Niemals wirst du die Welt entdecken! Du bist Müll! Du gehörst weggeschmissen. Doch das kleine Knüllpapier hört nicht drauf. Es macht sich auf den Weg und findet Freunde. Die einohrige Katze, die netten Sterne und den Zirkusdirektor. Aber ist er wirklich so nett wie er tut? Das kleine Knüllpapier muss jede Menge Abenteuer bestehen und am Ende – tja, das wird noch nicht verraten. Nur so viel: Ein Freund, ein guter Freund, das ist das beste was es gibt auf der Welt.

Water’s States, © La Peschvergrößern
Water’s States, © La Pesch

Water’s States

La Pesch, Performance

Menschliche Beziehung zum Wasser in all seinen Formen

La Pesch untersucht in ihrer Live-Performance «Water's States» die Klanglichkeiten des Elements Wasser vom Feststoff über die Flüssigkeit hin zum Gaszustand. Dabei kombiniert sie in drei Kapiteln live erzeugte Eis-, Wasser- und Dampfklänge mit hochwertigen Field Recordings und Stimme. Sie nimmt das Publikum mit vom Eisblock, in die Arktis, in Tiefschnee, an gefrorene Seen, schmelzende Gletscher bis der Eisblock auf der Bühne zu tropfen beginnt, sich zum reißenden Fluss entwickelt und in den Ozean stürzt, dann der Tropfen auf dem heißen Stein zischend verdampft, Geysire Wasserdampf in die Höhe schleudern, Dampfer auf dem Meer und Kessel auf der Bühne tuten und singen. Dabei verwischt sie bewusst Grenzen zwischen live-erzeugten, sichtbaren Klängen und längst vergangenen, aufgenommenen Klängen sowie zwischen sogenannten natürlichen und menschengemachten Klängen. Das Konzert endet in einer Tasse Tee, das Wasser endet im Körper der Klangkünstlerin.

Taies Farzan, © Künstlervergrößern
Taies Farzan, © Künstler

Bauchtänzerin

Taies Farzan, Tanz

Frau in einer Welt aus patriarchalen Projektionen

Das Monodrama «Bauchtänzerin» des türkischen Autors Şamil Yılmaz ist ein radikales Stück über die Suche nach Identität und den Kampf gegen die Objektifizierung der Frau. Es erzählt die berührende und zugleich verstörende Lebensgeschichte von Meryem, einer Frau, die ihre eigene Existenz erst durch den Tanz entdeckt, nur um festzustellen, dass die Welt sie dennoch nicht wirklich sieht.

Der Kern des Stücks liegt in der schmerzhaften Diskrepanz zwischen Meryems innerem Erleben und der Wahrnehmung durch ihr Publikum. Während der Tanz für Meryem ein Akt der Befreiung und des tiefen Ausdrucks ihrer Seele ist, wird sie von den (meist männlichen) Zuschauern auf ein exotisches, erotisiertes Objekt reduziert. Yılmaz dekonstruiert hier den westlichen und patriarchalen Mythos der «verführerischen Bauchtänzerin». Er zeigt, dass die glitzernde Fassade oft ein Schlachtfeld ist, auf dem Meryem um ihre Würde kämpft. Der Tanz wird zur Metapher für die Frau, die versucht, in dem «Male Gaze» (dem männlichen Blick) ihre Autonomie zu bewahren.

EDM Fusion

Band «freuth»:
Emiely Grubert, Gesang
Daniel Richter, Bass & Schlagzeug

E-Musik: von treibendem Techno bis hin zu Drum and Bass

freuth ist ein EDM-Projekt, das elektronische Musik konsequent live denkt. Im Mittelpunkt stehen energiegeladene Performances mit Live-Vocals. Produzent und Sängerin vereinen ihre unterschiedlichen musikalischen Hintergründe zu einem Sound, der Genregrenzen sprengt. Auf der Bühne entstehen Tracks immer wieder neu: geremixt, erweitert, improvisiert.

So verschmilzt rohe Club-Energie mit tiefgründigen Texten und macht jedes Live-Set zu einem Erlebnis, das über bloßes Tanzen und Raven hinausgeht.

Logo «Träum weiter», © Träum weitervergrößern
Logo «Träum weiter», © Träum weiter

Secret Act

Band «Träum weiter»

Musik

Ein Sound, der uns mitreißt und zum Tanzen bringt, der das Horizontale mit dem Vertikalen verbindet, weite Räume öffnet und uns eins werden lässt

Festival Für Freunde: Abschlusstag

Hof Dahnsdorf Der Zauberer von Oz: Sonntag, 2. August 2026, 13:00 Uhr
Kampagnenvorbereitungen: Sonntag, 2. August 2026, 14:00 UhrKlangspuren in Dahnsdorf: Sonntag, 2. August 2026, 14:30 UhrPiano Solo: Sonntag, 2. August 2026, 16:30 Uhr
Kindertheater «Der Zauberer von Oz», © Tur Tur Theatervergrößern
Kindertheater «Der Zauberer von Oz», © Tur Tur Theater

Kindertheater «Der Zauberer von Oz»

Tur Tur Theater

Der Musical-Klassiker in einer modernen Adaption

Dorothy flieht aus ihrer Heimat und findet sich im Land über dem Regenbogen wieder. Eine gute Fee schickt sie in die Smaragdstadt, zu dem mächtigen Zauberer von Oz. Auf ihrer Reise findet sie die seltsamsten Freunde: Eine Vogelscheuche, die sich mehr Verstand wünscht, einen Blechmann, der sein Herz verloren hat und einen Löwen, der sich vor allem fürchtet. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer, doch als sie schließlich ihr Ziel erreichen, muss Dorothy feststellen, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint ...

Workshop «Kampagnenvorbereitungen»

Polaritäten Kabinett

Abenteuer mit offenem Ausgang, klarem Ziel

Der aktuelle Stand des Projekts wird vorgestellt und zur Diskussion gestellt: Wie lässt sich das utopische Potenzial des Spielens nutzen, um neue Handlungsmöglichkeiten in Zeiten der Polykrise zu entdecken? Wie kann eine Theaterpraxis aussehen, die den Weg wichtiger nimmt als das Ergebnis?

Weitere Termine: Fr 13 Uhr & Sa 13 Uhr

Installation «Klangspuren in Dahnsdorf»

Geräuschkulisse e.V.

Klangspuren in Dahnsdorf, © Geräuschkulisse e.V.vergrößern
Klangspuren in Dahnsdorf, © Geräuschkulisse e.V.

Hörend, gehend, gemeinsam

Wie klingt eine Wiese? Wie klingt ein Dorf? Wie klingt die Weite rund um Dahnsdorf? Klänge begleiten den Alltag meist unbemerkt. Dieser Soundwalk lädt dazu ein, die Umgebung rund um den alten Hof und das ehemalige LPG-Gelände bewusst hörend zu erkunden.

Nach einer kurzen Fokusübung führt ein etwa 45-minütiger Spaziergang in stillem Gehen über Wiesen, durch die offene Landschaft und ins Dorf. Im Mittelpunkt stehen die Geräusche der Umgebung: leise und laute, natürliche und menschengemachte, vertraute und überraschende Klänge. So wird der Weg durch Dahnsdorf zur begehbaren Komposition.

Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Austausch über das Erlebte und Gehörte.

Empfohlen werden bequeme Kleidung und festes Schuhwerk. Die Teilnahme mit Rollstuhl oder Gehhilfe ist auf Anfrage möglich.

1 Mann spielt Klaviervergrößern
Johannes Wasikowski, Foto: Marco Couto

Taumorgen

Johannes Wasikowski, Klavier

Piano Solo

Johannes Wasikowski ist eine aufstrebende Figur der zeitgenössischen Klaviermusik, auch bekannt als Neo-Klassik, die irgendwo zwischen Klassik, Jazz und Ambient-Pop liegt. Inspiriert von Musikern wie Nils Frahm, Hania Rani und Tigran Hamasyan sind seine Kompositionen voller Klarheit, introvertierte Schätze und Landschaften zum Hören. Wasikowski bringt mit seiner herausragenden Technik, Spielfreude und Kompositionstiefe eine neue Dimension in das Soloklavier-Genre und zeigt, dass durchaus noch Einiges hinzuzufügen ist.

Auf «Taumorgen», seinem Albumdebut, spielt Wasikowski nicht nur atemberaubend schöne Klavierstücke, er schafft es Geschichten zu erzählen, Bilder zu malen. Das gefühlvolle und perfekt austarierte Spiel bildet die Basis für Stücke, die zwar in Melancholie schweben, aber immer dem Licht folgen. Stücke voller Klarheit, introvertierte Schätze, Landschaften zum Hören.

Weitere Veranstaltungen vom ARTHOK 2026

Auf den Kopf gehen

ARTHOK in Dahnsdorf Freitag, 24. Juli 2026, 20:00 Uhr
Samstag, 25. Juli 2026, 20:00 Uhr
Eine Szene von «Auf dem Kopf gehen», Foto: Richard A. Schmidtvergrößern
Eine Szene von «Auf dem Kopf gehen», Foto: Richard A. Schmidt

Johanna Franke & Pit Prager, Spiel
Ada Meret Helene Brack, Musik & Dramaturgie
Teresa Heiß, Bühne & Kostüme
Jakob Spiegler, Ko-Regie & Produktion
Jan Moritz Müller, Regie

Ein Therapieversuch nach Georg Büchner

«Den 20. ging Lenz durchs Gebirg.» So beginnt Georg Büchners berühmte Novelle «Lenz». Büchner greift dabei den realen Fall des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz auf, der sich in der Abgeschiedenheit eines Bergdorfes beim Pfarrer Oberlin in eine Art «Therapie» begeben hat, um seine Wahnvorstellungen, seine manischen Schübe und Anfälle zu heilen. Doch: Die Therapie scheint nicht anzuschlagen. Lenz durchlebt eine Achterbahnfahrt an psychischen Extrem-Zuständen und driftet zunehmend in den Wahnsinn ab.

Tickets: arthok@posteo.net oder an der Abendkasse

Basismotivationen: Erotism

ARTHOK in Dahnsdorf Samstag, 19. September 2026, 19:00 UhrTickets
Eine Szene vom «Erotism»vergrößern
Eine Szene vom «Erotism», Foto: D. Nissen

Marie Golüke, Performance
Kathe Tiemann, Regie

Ein Paradox aus Schönheit und Zerstörung

Erotik wird in der Regel mit Sexualität und Pornographie in Verbindung gebracht. Medial erfolgt eine starke Präsenz sexualisierter Bilder, Intimität wird sichtbar gemacht, verhandelt und analysiert. Die vermeintliche Offenheit kaschiert die nach wie vor bestehende große Unsicherheit und auch das Unwissen in Bezug auf Sexualität und Erotik. Eigene Phantasien finden kaum Raum, sich zu entwickeln.

Doch was ist Erotik eigentlich und welche Rolle spielt sie? Marie Golüke versucht dieser Frage in ihrer installativen Performance THE EROTISM nachzugehen und erstellt eine erotische Momentaufnahme aus intellektueller, medialer und vor allem persönlicher und individueller Sichtweisen. Ausgehend von Erotik als ein Paradox aus Schönheit und Zerstörung wird sie in erster Linie als eine innere Erfahrung verstanden, die zuerst bei sich selbst gesucht werden muss, bevor sie mit anderen geteilt werden kann.

Tickets: arthok@posteo.net oder an der Abendkasse

Basismotivationen: Shame

ARTHOK in Dahnsdorf Samstag, 26. September 2026, 19:00 UhrTickets
Motivbild «Shame», © Veranstaltervergrößern
Poster «Shame», Foto: Thomas Rusch

Marie Golüke, Performance & künstlerische Leitung
Kathe Tiemann, Regie
Jesus Fernández de Castro, künstlerische Leitung
Laura Paulina Kulks, Dramaturgie
Marc Dorendorf, Sounddesign
Julia Arbeiter, Bühnenbild & Technik
u.a.

Einvernehmliches Tabu-Verhalten

Scham wurde konstruiert, aufgezogen und zum Wachsen gebracht. Und seither werden ihre Regeln befolgt – seit Jahrhunderten. Die Gesellschaft sagt, man solle sich schämen, sie legt fest, wofür Scham gilt, und diese Vorgaben werden häufig unhinterfragt übernommen, während diejenigen verfolgt werden, die sich ihnen entziehen. Scham kann Sicherheit bedeuten. Aber ist sie auch Freiheit? Schamlosigkeit ist Provokation. Aber ist sie auch Freiheit? Scham kann das Leben bestimmen und das alltägliche Handeln prägen. In SHAME wird Scham als wesentliches Kriterium moralischer Vorstellungen hinterfragt und die Auswirkungen von Fremd- und Selbstzwängen untersucht. Das Stück wirft Fragen auf, ohne den Anspruch zu erheben, Antworten zu liefern.

Nach EROTISM versucht Marie Golüke mit SHAME, sich einer neuen «Basisemotion» zu nähern. Die Frage nach dem Ursprung von Scham und Schamlosigkeit führt dabei zu peinlichen Situationen und schamlosen Gedanken.

Tickets: arthok@posteo.net oder an der Abendkasse

Basismotivationen: Instinct

ARTHOK in Dahnsdorf Freitag, 2. Oktober 2026, 19:00 UhrTickets
Eine Szene vom «Instinct», © Schallkörper Fotografievergrößern
Eine Szene vom «Instinct», © Schallkörper Fotografie

Marie Golüke, Performance
Kathe Tiemann, Regie

Eines der größten Probleme der postmodernen Gesellschaft

Auch im dritten und letzten Teil der Trilogie «Basismotivationen» lotet die Body-Art Performance Künstlerin Marie Golüke Grenzen aus, vor denen viele zurückschrecken und begibt sich auf die Suche nach der ursprünglichsten aller Motivationen, dem Instinkt.

Der Annahme, der Mensch sei ein reines Vernunftwesen, stellt die Künstlerin ein sinnliches Medienspektakel entgegen. In einer multimedialen Arena entsteht ein Zusammenspiel aus Performance, Sound und Video, in dessen Zentrum der Körper als Ausdruck innerer Instinkte steht.

Moral und Instinkt treten dabei in ein Spannungsfeld zwischen bewusstem und unbewusstem, erlerntem und angeborenem Verhalten. Das Publikum ist eingeladen, das Geschehen aus nächster Nähe zu verfolgen und die Wirkung von Instinkt und Kontrolle zu reflektieren.

Teil der Recherche sind Interviews mit Personen zwischen 18 und 60 Jahren, die zeigen, dass «Instinkt» im Tierreich klar beschrieben werden kann, beim Menschen jedoch weiterhin Klärungsbedarf besteht. In künstlerischen Interventionen entsteht ein Rahmen, der Austausch und Diskussion anregt und über das Stück hinaus weiterwirkt.

Tickets: arthok@posteo.net oder an der Abendkasse

Service

Veranstalter

Festival Für Freunde e.V.
Haupstraße 31
14806 Planetal OT Dahnsdorf
0172-3906224
festival@festivalfuerfreunde.de
www.festivalfuerfreunde.de

Veranstaltungsorte

Hof Dahnsdorf
Hauptstraße 33–34
14806 Planetal OT Dahnsdorf

Kartenservice

www.pretix.eu/fuef/
pretix - Tickets

Anreise

Bahn: RE7 (Dessau) bis Bad Belzig, weiter mit Bus 582 (Treuenbrietzen) bis Dahnsdorf und zu ca. 5 min. zu Fuß
Auto: A9 bis Ausfahrt Niemegk, Richtung Bad Belzig, erste Kreuzung links Richtung Dahnsdorf
Fahrrad: 7,5 Kilometer ab Bad Belzig

Touristinformation

Tourismusverband Fläming e.V.
Zum Bahnhof 9
14547 Beelitz
033204-6287-63 / -64
www.reiseregion-flaeming.de

Bitte informieren Sie sich vorab bei den Veranstaltern über mögliche Programmänderungen. Dort erhalten Sie auch Informationen über die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte.