Uckermärkische Musikwochen

Der leere ehemalige Pferdestall in Battin als Konzertsaal, Photo. R. Nickolausvergrößern
Ehemaliger Pferdestall in Battin, Photo: R. Nickolaus

1. – 23. August

Die Uckermärkischen Musikwochen sind ein Festival der Alten Musik mit klingenden Ausflügen zur Musik ferner Länder, zu Folklore und Musik vieler Epochen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie bieten seit 1992 alljährlich im Hochsommer mehr als zwanzig Konzerte im Landkreis Uckermark. Die Konzerte bieten nicht nur Musikgenuss, die Uckermärkischen Musikwochen präsentieren als Konzertstätten atmosphärisch attraktive Speicher, Ställe und Scheunen, sowie kulturhistorisch bedeutende Kirchen und Gutshäuser sowie Open-Air-Konzerte.

Erstmalig gastieren die Uckermärkischen Musikwochen in der denkmalgeschützten Hyparschale in Templin sowie im Gutshaus Woltersdorf. Drei Konzerte sind bei guter Witterung open air zu erleben, im Bürgergarten Angermünde, in der Burgruine Greiffenberg und im Garten des Jüdischen Museums in Schwedt.

Die Konzerte 2026

Alpha und Omega: Begegnung alter und neuer Musik

Hyparschale Templin Samstag, 1. August 2026, 19:00 UhrTickets
5 Männer in schwarzer Kleidung stehen v-förmig vor weißem Hintergrundvergrößern
Cappella Mariana, Photo: Alexandre Katsapov

Goeyvaerts String Trio (Belgien):
Fedra Coppens, Violine
Julie Michael, Viola
Pieter Stas, Violoncello

Cappella Mariana (Tschechien):
Pavla Radostová, Sopran
Filip Dámec, Countertenor
Vojtěch Semerád, Tomáš Lajtkep, Tenor
Martin Schicketanz, Bass
Vojtěch Semerád, künstlerische Leitung

Weinen über den Tod, singen über den Frieden
Werke von Magister Perotinus, G. de Machaut, J. Ockeghem, A. Pärt und M. Smolka

Das Konzert stellt belgische und tschechische Künstler in den Mittelpunkt, die sich für eine Begegnung zwischen alter und neuer Musik einsetzen. Die Cappella Mariana und das Goeyvaerts String Trio präsentieren ein vielfältiges Repertoire aus fast 1000 Jahren Musikgeschichte, das von den Ursprüngen der Polyphonie über die großen Namen der französisch-flämischen Renaissance und das Genie von Arvo Pärt bis hin zu einer neuen Komposition von Martin Smolka reicht. Sie lassen Sie die Schönheit bewegender Werke erleben, manchel eine Hommage an die Jungfrau Maria. Die Barmherzigkeit hat verschiedene Gesichter, die sich in Leid oder Trauer zeigen, aber auch in Hoffnung und Frieden.

Folklore in der Barockmusik

Gut Woltersdorf Sonntag, 2. August 2026, 16:00 UhrTickets
Filip Dvořák und Jiří Sycha  stehend in legerer Kleidung ohne Instrumentevergrößern
Filip Dvořák und Jiří Sycha, Photo: Radek Havlicek-Vivid

Jiří Sycha, Violine
Filip Dvořák, Cembalo

Werke von N. Matteis, H. Eccles, N. Gow, B. Montalbano, T. O'Carolan & T. Linley

Ein lebhaftes Programm mit viel Improvisation und virtuosen Klängen: Anonyme Melodien und Tänze aus Wales, Irland, Schottland, Slowakei und Ungarn sowie Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, die teils von der Volksmusik beeinflusst ist.

Filip Dvořák ist ein gefragter Basso-continuo-Spieler und Gründer des Barockorchesters «Hipocondria Ensemble». Darüber hinaus musiziert er regelmäßig mit Ensembles wie «Collegium 1704» und «Musica Florea» sowie mit verschiedenen Philharmonieorchestern. Als Pädagoge wirkt er seit 2014 am Konservatorium Teplice. Zudem gründete er das Ensemble «Musica Filipika» und die Jazz-Barock-Band «Transitus Irregularis». Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch dem Bau von Cembali.

Jiří Sycha ist Absolvent des Kirchenkonservatoriums in Kroměříž, wo er Violine, Komposition und Dirigieren studierte. Er war als Kammermusiker, Solist und Konzertmeister in zahlreichen renommierten Ensembles tätig und ist besonders für seine Interpretation mährischer Folklore bekannt. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet er Violine und Komposition und dirigiert seit 2001 in Tábor, seinem Wohnort.

Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Under der linden

Gutshof der deutschen Romantik Bülowssiege Sonntag, 2. August 2026, 16:00 UhrTickets
Ensemble Estampie, vor den Musikern liegen mittelalterliche Instrumentevergrößern
Ensemble Estampie, © Künstler

Ensemble Estampie:
Sigrid Hausen, Gesang, Flöten, indisches Harmonium
Michael Popp, historische Saiteninstrumente wie Fidel, Saz, Tar, persisches Hackbrett, Dilruba
Ernst Schwindl, Drehleier, Harmonium
Sascha Gotowtschikow, Percussion
Lisa Pawelke, Gesang und mittelalterliche Harfen
N.N., Drachenkopfzither

Rückblicke auf Crusaders, Secrets of the north, Marco Polo und die Seidenstraße

2026 feiert das Ensemble Estampie 40 Jahre Bühnenjubiläum und 30 Jahre Konzerte bei den Uckermärkischen Musikwochen.

Estampie deutet mit seiner unverwechselbaren Klangsprache den deutschen Minnegesang, Troubadour- und Pilgerlieder sowie schwungvoller Instrumentalmusik mit intensiver Percussion. Daneben gibt es Rückblicke auf legendäre Estampie-Programme wie „Crusaders“, „Secrets of the north“, „Marco Polo“ und die „Seidenstraße“…

Aufbruch

Das Orbis Quartett, vier Musiker stehend mitvihren Instrumentenvergrößern
Das Orbis Quartett, Photo: Zuzanna Specjal

Orbis Quartett:
Tilman Hussla, Violine
Julia Yoo Soon Gröning, Violine
Kundri Lu Emma Schäfer, Viola
Felix Thiemann, Violoncello

Musik von C. Monteverdi, R. Schumann, M. Legrand, B. Evans, A. Piazzolla u.a.

Im Konzert dreht sich alles um Neuanfang, Aufschwung und um den Zauber des Aufbruchs. Diese Magie klingt leise oder laut, zart oder trotzig, durch all die Musik hindurch. Sie ist der stille Begleiter jedes Neuanfangs – und vielleicht auch sein Ziel.

Verbunden wird das mit anderen musikalischen Perspektiven: von Monteverdis barockem Blühen über Kindheitserinnerungen bis hin zu argentinischem Tango und jazziger Melancholie aus Übersee – mit einem Hauch Hoffnung zwischen den Tönen.

Horizonte – 20 Jahre a cappella

Dorfkirche Berkholz Samstag, 8. August 2026, 16:00 UhrTickets
Octavians Vokaloktett, acht Männer stehen  auf einer Wiese, im Hintergrund Bäumevergrößern
Octavians Vokaloktett, © Künstler

Octavians Vokaloktett:
Matthias Mäurer, Countertenor
Nathanael Vorwergk, Clemens Risse & Christian Gaida, Tenor
Martin Kleekamp & Christian Korhammer, Bariton
Friedmar Hoppe & Daniel Motz, Bass

Werke von J. S. Bach «Singet dem Herrn», Samuel Barber «Agnus Dei», Billy Joel «Lullaby» bis Herbert Grönemeyer & Die Prinzen

Zu seinem 20. Jubiläum lädt das Vokalensemble Octavians zu einer außergewöhnlichen A-cappella-Reise ein. Unter dem Titel «Horizonte» erweitert das preisgekrönte Männeroktett aus Jena seine Besetzung um vier erfahrene Sängerinnen und entfaltet neue klangliche Farben. Zwölf Stimmen, vom tiefen Bass bis zum hohen Sopran, spannen einen Bogen von Schütz und Bach über romantische Lieder bis zu modernen Arrangements – ein Abend zwischen feiner Transparenz und kraftvollen Klangflächen. Das Publikum erlebt, wie sich musikalische Horizonte über fünf Jahrhunderte öffnen.

Fandango – Inspiración

Dorfkirche Polßen Samstag, 8. August 2026, 16:00 UhrTickets
Fünf Musiker auf einer Onststreuwiesevergrößern
Concierto Ibérico, Photo: Elisa Meyer

Concierto Ibérico:
Juan González Martínez, Barockposaune & künstlerische Leitung
Inés Pina Pérez, Barockblockflöten
Miguel Bellas, spanische Gitarren & Theorbe
Lea Suter, 16 Fuß-Cembalo
Peter Kuhnsch, Perkussion

Verführerisch und wollüstig

Der Fandango war der Nationaltanz Spaniens im 18. Jahrhundert – denn dieser Tanz war und ist schlicht getanzte Lebensfreude.

Und gewissermaßen auch getanzte Liebesfreude; selbst Giacomo Casanova rühmte den Fandango ausdrücklich als den «verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt». Und der sollte es ja wissen.

Cor Europae – Herz Europas

Marienkirche Prenzlau Samstag, 8. August 2026, 19:00 UhrTickets
Die Frauen stehen in der Kirche.vergrößern
Vokalensemble Tiburtina, Photo: Vojtěch Havlík

Vokalensemble Tiburtina (CZE)
Barbora Kabátková, künstlerische Leitung

Gregorianik und frühe Polyphonie aus der Prager Kathedrale

Das Ensemble Tiburtina widmet sich der Interpretation des gregorianischen Chorals, der mittelalterlichen Mehrstimmigkeit und der Musik der Gegenwart. Die künstlerische Leitung hat die Sängerin und Musikologin Barbora Kabátková. In kurzer Zeit erarbeitete sich das Ensemble einen hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der Interpretation der mittelalterlichen Musik und gehört zu den international erfolgreichen Spitzenensembles in diesem Bereich.

In den Konzerten können Sie ein von liturgischen mittelalterlichen Quellen ausgehendes vokales Repertoire hören, als auch ein vokal-instrumentales Repertoire, das mittelalterliche geistliche und profane Musik vorstellt.

Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Die lustige Feld-Musik – Die Kunst der Oboenbande

Burgruine Greiffenberg Sonntag, 9. August 2026, 16:00 UhrTickets
Burgruine Greiffenberg mit sitzenden Besuchern im Vordergrundvergrößern
Burgruine Greiffenberg, Photo: Uckermärkische Musikwochen e.V.

Die Oboenbande des Café International:
Friederike Köhncke, Taille
Judith Gerhardt, Oboe
Beáta Polonkai, Blockflöte
Enrico Toffano, Fagott
Peter Alexander Bauer, Schlagzeug

Werke von G.Ph. Telemann, A.D. Philidor, J. Paisible, Ph.H. Erlebach und J.Ph. Krieger

Die aufgeführten Werke lassen die farbenreiche Welt der Oboenbande lebendig werden – zwischen «Feld-Musik» und höfischer Kunst. In der Barockzeit waren Oboenbanden weit verbreitet und prägten das Klangbild von Hof, Militär und öffentlichem Leben. Zunächst bei militärischen Zeremonien und höfischen Anlässen eingesetzt, fanden sie bald auch Verwendung bei Hochzeiten, Festen, Tänzen und als Tafelmusik.

Pérola Barroca

Pferdestall Gutshof Battin Sonntag, 9. August 2026, 16:00 UhrTickets
junger Mann spielt Geigevergrößern
Semion Gurevich, © Ensemble Paradigma

Ensemble Paradigma:
Semion Gurevich & Javier Aguilar Bruno, Violine
Monika Grimm, Bratsche
Katharina Litschig, Violoncello
Agnieszka Skorupa, Cembalo

Musik von Spätrenaissance bis Frühklassik - Werke von A. Vivaldi, J.Ph. Kirnberger, A. Scarlatti, J.Ch. Bach & G.Ph. Telemann

Das internationale Kollektiv «Paradigma» mit Sitz in Berlin vereint Musikerinnen und Musiker, die eine Leidenschaft für Musik, künstlerische Neugier und Entdeckergeist teilen. Angetrieben von ihrer Experimentierfreude, ihrer Suche nach neuen Klängen und dem Wunsch, ihr Publikum zu berühren, schaffen sie einzigartige Musikerlebnisse. Das Ensemble spielt auf historischen Instrumenten und orientiert sich an den Prinzipien der historisch informierten Aufführungspraxis.

Ihr Repertoire reicht von der Spätrenaissance bis zum 20. Jahrhundert. Ziel ist es, Musik zu schaffen, die zugleich persönlich und transpersonal ist: individuell geprägt und doch tief verbunden – innerhalb des Ensembles wie auch mit dem Publikum.

Inferno

Scheune Jakobshagen (bei Laspe) Sonntag, 9. August 2026, 16:00 UhrTickets
Musica Sequenza, Musiker in der Luft schwebendvergrößern
Musica Sequenza, Photo: Daniel Mulder

Musica Sequenza:
Laura Barchetti, Sopran
David Agaiarov, Barockgeige
Monique Steffen, Barockbratsche
Charlie Zhang, Theorbe
Can Tüfekçioğlu, Schlagzeug
Burak Özdemir, Musikalische Leitung & Barockfagott

Eine Hommage an Dante Alighieri

Mit «Inferno» verwandelt Musica Sequenza «Dantes zeitlose Reise» durch die Dunkelheit in eine erweiterte Konzertperformance von intensiver musikalischer Ausdruckskraft.

Ich weiß nicht, was ich bin, ich bin nicht, was ich weiß

Kirchlein im Grünen Alt Placht Samstag, 15. August 2026, 15:00 UhrTickets
Claudia Mende, Barockvioline, und Nadja Robiné draußen stehendvergrößern
Claudia Mende und Nadja Robiné, © Künstler

Nadja Robiné, Schauspiel
Claudia Mende, Violine

Lyrik von M. Opitz, A. Gryphius & J.G. Herder ⁄  Musik von G.Ph. Telemann, B. Marini, J.G. Pisendel, H.I.F. Biber, J.S. Bach & J.J. Vilsmayr

Claudia Mende und Nadja Robiné spüren den großen Themen des 17. Jahrhunderts nach.

Ein poetisch-musikalischer Dialog zwischen Wort und Klang, ein atmosphärisches Zusammenspiel von Sprache und Musik lässt die emotionalen Klang- und Gedankenwelten des Barock wieder leben.

Der emotionale Eindruck der literarischen Werke über Vergänglichkeit, Krieg und Frieden, Liebe, Glaube und Genuss wird durch die Kompositionen für Violine verstärkt.

Piazzolla & mehr

Rusty Fox Country Club Kuhz Samstag, 15. August 2026, 16:00 UhrTickets
Noelia Tomassi stehend mit angewinkeltem linken Arm, Photo: Gustavo Piolavergrößern
Noelia Tomassi, Photo: Gustavo Piola

Cuarteto Rotterdam:
Michael Dolak, Bandoneón
Susanne Cordula Welsch, Violine
Pablo Woizinski, Klavier
Facundo Leónidas Di Pietro, Kontrabass
und Noelia Tomassi, Gesang

Tango & Tapas im Rusty Fox Country Club Kuhz

Tango, das ist alte Musik, die alt und verstaubt ist und die sich ständig selbst wiederholt. So ungefähr dachte Astor Piazzolla über die traditionelle Tangomusik, und deshalb schrieb er seinen Tango Nuevo. So entstand eine völlig neue Tangomusik –zum Leidwesen vieler Tangoliebhaber, die mit diesen neuen Klängen nichts anfangen konnten. Beim Cuarteto Rotterdam verhielt es sich genau umgekehrt: Durch Piazzollas Musik fanden sie erst ihren Weg zum Tango. Sie beweisen, dass die traditionelle Tangomusik keineswegs verstaubt ist, und zeigen, was die Musik Argentiniens dem Publikum im 21. Jahrhundert zu bieten hat. In Kuhz entfaltet die Sängerin Noelia Tomassi gemeinsam mit Bandoneón, Violine, Klavier und Kontrabass den ganzen Zauber des Tangos.

Clori mia, Clori bella

Kirche Biesenbrow Samstag, 15. August 2026, 18:00 UhrTickets
Johanna Kaldewei sitzt im roten Kleid auf einer Außentreppevergrößern
Johanna Kaldewei, Photo: Leonard Leesch

Johanna Kaldewei, Sopran
Corellis Cousinen:
Leila Schoeneich, Blockflöte
Sabine Erdmann, Cembalo

Werke von A. Scarlatti, G.Ph. Telemann, A. Vivaldi u.a.

Ein Abend voller barocker Klangpoesie: Sopranistin Johanna Kaldewei lädt gemeinsam mit dem Ensemble Corellis Cousinen zu einem stimmungsvollen Konzert in die Kirche Biesenbrow ein. Mit Leila Schoeneich und Sabine Erdmann erklingen Werke von Alessandro Scarlatti, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi u. a., voller Virtuosität, Ausdruck und barocker Eleganz.

Rahmenprogramm:
– 14:00 Uhr: Gottesdienst in der Dorfkirche, danach Brotfest im Pfarrgarten, vor und nach dem Konzert werden Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten.

The Image of Melancholy

Kunsthof Barna von Sartory Grimme Sonntag, 16. August 2026, 16:00 UhrTickets
Porträt einer Sängerinvergrößern
Ella Marshall Smith, Photo: Dorota Szczepańska

Musica getutscht:
Ella Marshall Smith, Sopran
Jaro Kirchgeßner, Alt
Martin Höhler, Tenor
Vincent Berger, Bass
Bernhard Reichel, Laute & Leitung

Ein Programm zum 400. Todesjahr John Dowlands

Erleben Sie die faszinierende Welt der Musik des Frühbarock und der Renaissance (1550–1650) mit «Musica getutscht»!

Das Ensemble «Musica getutscht» bietet nicht nur selten aufgeführtes Repertoire in historisch informierten Interpretationen, sondern präsentiert dieses auch in einem spannenden kunsthistorischen, politischen und philosophischen Kontext.

Gegründet im Jahr 2020 in Bremen, hat «Musica getutscht» seitdem unter der künstlerischen Leitung des Lautenisten Bernhard Reichel regelmäßig mit Solist:innen der Spitzenklasse zusammengearbeitet.

Mit seinen unterhaltsamen, kurzweiligen und dennoch musikwissenschaftlich fundierten Programmen kann das Ensemble bereits auf eine Vielzahl an Konzerten zurückblicken. Dazu gehören Auftritte in der Elbphilharmonie, dem Sendesaal Bremen, den Reihen «Alte Musik live» im Musikinstrumenten-Museum Berlin, den «Tagen Alter Musik Medingen», «Alte Musik im Schloss» in Linz/Österreich, den «Uckermärkischen Musikwochen» sowie regelmäßige Gastspiele in Berlin, Hamburg und München.

Rahmenprogramm:
– Ab 14 Uhr: Kaffee und Kuchen von der Volkssolidarität Brüssow
– 15 Uhr: Ausstellung des diesjährigen Stipendiaten

J.S. Bach: Die Kunst der Fuge

Schloss Mürow Sonntag, 16. August 2026, 16:00 UhrTickets
Porträt Inka Friedrichvergrößern
Inka Friedrich, Photo: P. Haas

Monika Knoblochová & Edita Keglerová, Cembalo
Inka Friedrich, Lesung

Lesung mit musikalischer Begleitung für zwei Cembali

Monika Knoblochová und Edita Keglerová sind die führenden tschechischen Cembalistinnen, die regelmäßig als Duo auftreten. Beide sind Expertinnen für die authentische Interpretation Alter Musik, widmen sich aber auch zeitgenössischen Kompositionen. Die Künstlerinnen stehen oft gemeinsam auf der Bühne und präsentieren Programme für zwei Cembali, mit einem Schwerpunkt auf die Musik Bachs.

Die «Kunst der Fuge» ist eines der großen Spätwerke Johann Sebastian Bachs, dass alle Möglichkeiten der kanonischen Fugenkunst aufzeigen. Sie ist Zusammenfassung und Lehrwerk der Polyphonie. Der Zyklus besteht aus 14 Fugen und 4 Kanons, die alle auf demselben einfachen Hauptthema basieren. Bach demonstriert darin systematisch die gesamte Bandbreite kontrapunktischer Techniken – von einfachen Fugen bis hin zu komplexen Spiegel- und Doppelfugen.

Die Schauspielerin Inka Friedrich ergänzt die Musik durch eine Lesung aus «Die kleine Chronik der Anna Magdalena Bach».

Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Alles Jauchzet, alles lacht

Dorfkirche Groß Fredenwalde Sonntag, 16. August 2026, 16:00 UhrTickets
Ensemble Arava, vier Musiker stehen draußen vor einem Backstein- und einem Fachwerkbauvergrößern
Ensemble Arava, Photo: Salar Baygan

Ensemble Arava:
Einat Aronstein, Sopran
Sophie Wedell, Violine
Nora Matthies, Violoncello
Avinoam Shalev, Cembalo

Musik von G.F. Händel und J.S. Bach

Dieses Programm ist Georg Friedrich Händel gewidmet. Als Kosmopolit überbrückte er nicht nur geografische Distanzen, sondern schuf auch ein Werk von beeindruckender Vielfalt.

In drei Sprachen erklingt geistliches und weltliches Repertoire: Die berühmten Neun deutsche Arien feiern die Schöpfung in poetischen Bildern, während Theodoras Verzweiflung aus dem Oratorium Theodora hörbar wird. Auch die Liebe kommt zu Wort, in der «Verliebten Seele», die von den Fallstricken einer Romanze erzählt. Eine Suite in B-Dur erinnert zudem an Händels Kunst als Tastenspieler.

Ein instrumentaler Kommentar seines Zeitgenossen Johann Sebastian Bach ergänzt das Programm zwischen Kontemplation und Dramatik.

Flöten und Pfeifen

Garten des jüdischen Museums Schwedt Samstag, 22. August 2026, 15:00 UhrTickets
Neža Torkar sitzt auf Balkon mit Akkordeonvergrößern
Neža Torkar, © Künstler

Slowenisches Flötentrio:
Brina Kafol Zust & Boris Bizjak, Flöten
Neža Torkar, Akkordeon

Musik von J.S. Bach, W.A. Mozart, F. Kuhlau & F. Doppler

Das Slowenische Flötentrio entführt das Publikum in die glanzvolle Welt höfischer Musik.

Im Garten des Jüdisches Museum Schwedt entfaltet sich ein klangvolles Programm. Mit feiner Abstimmung, technischer Brillanz und großer Ausdruckskraft lassen die Musikerinnen und Musiker die reiche Tradition der Flötenmusik lebendig werden. Virtuose Leichtigkeit und klangliche Tiefe verbinden sich zu einem Konzerterlebnis, das Eleganz, Spielfreude und musikalische Raffinesse auf besondere Weise vereint.

Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Zu Gast in einem Wiener Salon – Ein musikalischer Nachmittag um 1800

Dorfkirche Fergitz Samstag, 22. August 2026, 16:00 UhrTickets
Musikerin mit einer Viola d'amorevergrößern
Daniela Braun, © Künstler

Ensemble con (d')amore:
Daniela Braun, Viola d'amore und Viola
Stephan Katte und Margherita Lulli, Horn
Paweł Miczka, Violine
Sarah Flögel, Violine und Viola
Alexander Koderisch, Violoncello

Kammermusik von W.A. Mozart, L. v. Beethoven, F.A. Hoffmeister, C. Martinides und H.L. Vetter

Das Ensemble con (d’)amore lädt zu einem besonderen Kammermusiknachmittag in die Dorfkirche Fergitz ein. Im Mittelpunkt steht die selten zu hörende Viola d’amore, gespielt von Daniela Braun, deren warmer und schwebender Klang den Saloncharakter dieser Epoche besonders eindrucksvoll einfängt.

Die Musik dieser Zeit verbindet Eleganz, Virtuosität und intime Klangfarben, genau jene Atmosphäre, die einst die Wiener Salons prägte.

Barock vs. Neobarock

Kirche Klockow Samstag, 22. August 2026, 16:00 UhrTickets
Musiker stehen und sitzen im Grasvergrößern
Preußisches Kammerorchester, Photo: Soany Guigand

Preußisches Kammerorchester
Aiko Ogata, Leitung
Thomas Paffrath, Moderation

Musik von A. Vivaldi, G.F. Händel, O. Respighi, H. Górecki, K. Jenkins u.a.

Barock oder Neobarock – welche Musik berührt mehr?

In diesem besonderen Konzert tritt die Klangwelt des 18. Jahrhunderts in einen spannenden Dialog mit moderner Musik, die sich vom Barock inspirieren lässt.

Der Klangwettstreit – das Publikum entscheidet!

Spielraum

Dorfkirche Herzfelde Sonntag, 23. August 2026, 16:00 UhrTickets
Die voll besetzte Kirche beim Konzertvergrößern
Kirche in Herzfelde, Photo: Kulturfeste e.V.

Adrian Rovatkay, Fagott, Klavier & Toy piano
Claudia Mende, Violine & Trompetengeige
Ildiko Ludwig, Viola & Violine
Thor-Harald Johnsen, Theorbe & E-Gitarre
Laura Robles, Percussion & E-Bass
u.a.

Musik von J. Desprez, H. Purcell und J.S. Bach, dazu Improvisationen
Ein musikalisches Spektrum vom Hochbarock bis ins Zeitgenössische

Alte Musik trifft auf neue Klangideen: Das Programm Spielraum eröffnet ein weites musikalisches Feld zwischen Renaissance, Barock und Gegenwart. Mit ungewöhnlichen Instrumentenkombinationen entsteht ein spannendes musikalisches Spektrum vom Hochbarock bis ins Zeitgenössische.

Die gefallenen Engel des Doctor Faustus

Dorfkirche Altkünkendorf Sonntag, 23. August 2026, 16:00 UhrTickets
sitzende und stehende Musikervergrößern
astrophil & stella, Photo: Elza Loginova

astrophil & stella:
Charlotte Nachtsheim, Sopran
Cyril Escoffier, Tenor
Filipa Mota de Meneses, Viola da Gamba
Vincent Kibildis, gotische Harfen & Rezitation
Johanna Bartz, Renaissancetraversflöten & Rezitation

Kammerspiel mit Rezitationen

Ein musikalisches Kammerspiel mit Rezitationen aus J. Spiess’ «Historia von D. Johann Fausten» (1587) und Musik der deutschen Renaissance von Hans Newsidler, Georg Rhau, Caspar Othmayr, Hans Judenkönig u.a.

Ein musikalisches Kammerspiel zwischen Renaissanceklang und Literatur: Das Ensemble astrophil & stella verbindet Musik, Gesang und Rezitation zu einer eindrucksvollen Annäherung an die frühe Faust-Tradition.

Musik der deutschen Renaissance lässt die Welt des 16. Jahrhunderts lebendig werden.

Sehnsucht nach Arkadien

Schafstall Temmen Sonntag, 23. August 2026, 16:00 UhrTickets
1 Frau und zwei Männer (mit Trommel und Laute) sitzen an einem Caféhaus-Tischvergrößern
Ensemble «Sprezzatura 22», Photo: Chris Ruiz

sprezzatura 22:
June Telletxea, Gesang
Andreas Arend, Lyra Polyversalis und Laute
Wolfgang Eger, Percussion und Harmonium

Musik zum Thema Natur, mit Barockmusik und Einsprengseln aus Beatles, Jazz, Kantaten von G.H. Stölzel und A. Vivaldi, Flötenmusik von G.Ph. Telemann u.a.

Eine musikalische Reise in die imaginierte Naturidylle Arkadiens: Das Ensemble sprezzatura 22 verbindet Barockmusik mit überraschenden Klangwelten aus anderen Zeiten und Genres.

Mit «sprezzatura 22» entsteht ein farbenreiches Programm rund um Natur, Sehnsucht und pastorale Klangbilder. Ein Konzert zwischen barocker Eleganz und freier musikalischer Fantasie.

Service

Veranstalter

Uckermärkische Musikwochen e.V.
vorstand@uckermaerkische-musikwochen.de
Festivalorganisation
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Kartenservice und Informationen

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reservix - Tickets

Wegen der begrenzten Kapazitäten der Veranstaltungsorte, insbesondere bei den Konzerten in Gut Woltersdorf, Alt Placht & Mürow, sollten die Eintrittskarten spätestens 10 Minuten vor Beginn abgeholt und der Sitzplatz rechtzeitig eingenommen werden.

Anreise

RE3 nach Angermünde, Prenzlau oder Schwedt
RB12 nach Templin
Infos zum Uckermark-Bus-Shuttle: 030-25414141
Anfahrt zu weiteren Orten über den öffentlichen Verkehr auf www.vbb.de

Tourist Information

Tourismus Marketing Uckermark GmbH
Stettiner Str. 19
17291 Prenzlau
03984-835883
info@tourismus-uckermark.de
www.tourismus-uckermark.de

Bitte informieren Sie sich vorab bei den Veranstaltern über mögliche Programmänderungen. Dort erhalten Sie auch Informationen über die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte.