Uckermärkische Musikwochen

Der leere ehemalige Pferdestall in Battin als Konzertsaal, Photo. R. Nickolausvergrößern
Ehemaliger Pferdestall in Battin, Photo: R. Nickolaus

1. – 23. August

Die Uckermärkischen Musikwochen sind ein Festival der Alten Musik mit klingenden Ausflügen zur Musik ferner Länder, zu Folklore und Musik vieler Epochen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie bieten seit 1992 alljährlich im Hochsommer mehr als zwanzig Konzerte im Landkreis Uckermark. Die Konzerte bieten nicht nur Musikgenuss, die Uckermärkischen Musikwochen präsentieren als Konzertstätten atmosphärisch attraktive Speicher, Ställe und Scheunen, sowie kulturhistorisch bedeutende Kirchen und Gutshäuser sowie Open-Air-Konzerte.

Erstmalig gastieren die Uckermärkischen Musikwochen in der denkmalgeschützten Hyparschale in Templin sowie im Gutshaus Woltersdorf. Drei Konzerte sind bei guter Witterung open air zu erleben, im Bürgergarten Angermünde, in der Burgruine Greiffenberg und im Garten des Jüdischen Museums in Schwedt.

Die Konzerte 2026

Alpha und Omega: Begegnung alter und neuer Musik

Hyparschale Templin Samstag, 1. August 2026, 19:00 Uhr
5 Männer in schwarzer Kleidung stehen v-förmig vor weißem Hintergrundvergrößern
Cappella Mariana, Photo: Alexandre Katsapov

Goeyvaerts String Trio (Belgien):
Fedra Coppens, Violine
Julie Michael, Viola
Pieter Stas, Violoncello

Cappella Mariana (Tschechien):
Pavla Radostová, Sopran
Filip Dámec, Countertenor
Vojtěch Semerád, Tomáš Lajtkep, Tenor
Martin Schicketanz, Bass
Vojtěch Semerád, künstlerische Leitung

Weinen über den Tod, singen über den Frieden
Werke von Magister Perotinus, G. de Machaut, J. Ockeghem, A. Pärt und M. Smolka

Das Konzert stellt belgische und tschechische Künstler in den Mittelpunkt, die sich für eine Begegnung zwischen alter und neuer Musik einsetzen. Die Cappella Mariana und das Goeyvaerts String Trio präsentieren ein vielfältiges Repertoire aus fast 1000 Jahren Musikgeschichte, das von den Ursprüngen der Polyphonie über die großen Namen der französisch-flämischen Renaissance und das Genie von Arvo Pärt bis hin zu einer neuen Komposition von Martin Smolka reicht. Sie lassen Sie die Schönheit bewegender Werke erleben, manchel eine Hommage an die Jungfrau Maria. Die Barmherzigkeit hat verschiedene Gesichter, die sich in Leid oder Trauer zeigen, aber auch in Hoffnung und Frieden.

Folklore in der Barockmusik

Gut Woltersdorf Sonntag, 2. August 2026, 16:00 Uhr
Filip Dvořák und Jiří Sycha  stehend in legerer Kleidung ohne Instrumentevergrößern
Filip Dvořák und Jiří Sycha, Photo: Radek Havlicek-Vivid

Jiří Sycha, Violine
Filip Dvořák, Cembalo

Werke von N. Matteis, H. Eccles, N. Gow, B. Montalbano, T. O'Carolan & T. Linley

Ein lebhaftes Programm mit viel Improvisation und virtuosen Klängen: Anonyme Melodien und Tänze aus Wales, Irland, Schottland, Slowakei und Ungarn sowie Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, die teils von der Volksmusik beeinflusst ist.

Filip Dvořák ist ein gefragter Basso-continuo-Spieler und Gründer des Barockorchesters «Hipocondria Ensemble». Darüber hinaus musiziert er regelmäßig mit Ensembles wie «Collegium 1704» und «Musica Florea» sowie mit verschiedenen Philharmonieorchestern. Als Pädagoge wirkt er seit 2014 am Konservatorium Teplice. Zudem gründete er das Ensemble «Musica Filipika» und die Jazz-Barock-Band «Transitus Irregularis». Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch dem Bau von Cembali.

Jiří Sycha ist Absolvent des Kirchenkonservatoriums in Kroměříž, wo er Violine, Komposition und Dirigieren studierte. Er war als Kammermusiker, Solist und Konzertmeister in zahlreichen renommierten Ensembles tätig und ist besonders für seine Interpretation mährischer Folklore bekannt. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet er Violine und Komposition und dirigiert seit 2001 in Tábor, seinem Wohnort.

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Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Under der linden

Gutshof der deutschen Romantik Bülowssiege Sonntag, 2. August 2026, 16:00 Uhr
Ensemble Estampie, vor den Musikern liegen mittelalterliche Instrumentevergrößern
Ensemble Estampie, © Künstler

Ensemble Estampie:
Sigrid Hausen, Gesang, Flöten, indisches Harmonium
Michael Popp, historische Saiteninstrumente wie Fidel, Saz, Tar, persisches Hackbrett, Dilruba
Ernst Schwindl, Drehleier, Harmonium
Marika Falk, Percussion
Lisa Pawelke, Gesang und mittelalterliche Harfen

Rückblicke auf Crusaders, Secrets of the north, Marco Polo und die Seidenstraße

2026 feiert das Ensemble Estampie 40 Jahre Bühnenjubiläum und 30 Jahre Konzerte bei den Uckermärkischen Musikwochen.

Estampie deutet mit seiner unverwechselbaren Klangsprache den deutschen Minnegesang, Troubadour- und Pilgerlieder sowie schwungvoller Instrumentalmusik mit intensiver Percussion. Daneben gibt es Rückblicke auf legendäre Estampie-Programme wie „Crusaders“, „Marco Polo“ und die „Seidenstraße“…

Aufbruch

Das Orbis Quartett, vier Musiker stehend mitvihren Instrumentenvergrößern
Orbis Quartett, Photo: Zuzanna Specjal

Orbis Quartett:
Tilman Hussla, Violine
Julia Yoo Soon Gröning, Violine
Kundri Lu Emma Schäfer, Viola
Felix Thiemann, Violoncello

Musik von C. Monteverdi, R. Schumann, M. Legrand, B. Evans, A. Piazzolla u.a.

Im Konzert dreht sich alles um Neuanfang, Aufschwung und um den Zauber des Aufbruchs. Diese Magie klingt leise oder laut, zart oder trotzig, durch all die Musik hindurch. Sie ist der stille Begleiter jedes Neuanfangs – und vielleicht auch sein Ziel.

Verbunden wird das mit anderen musikalischen Perspektiven: von Monteverdis barockem Blühen über Kindheitserinnerungen bis hin zu argentinischem Tango und jazziger Melancholie aus Übersee – mit einem Hauch Hoffnung zwischen den Tönen.

Horizonte – 20 Jahre a cappella

Dorfkirche Berkholz Samstag, 8. August 2026, 16:00 Uhr
Octavians Vokaloktett, acht Männer stehen  auf einer Wiese, im Hintergrund Bäumevergrößern
Octavians Vokaloktett, © Künstler

Octavians Vokaloktett:
Matthias Mäurer, Countertenor
Nathanael Vorwergk, Clemens Risse & Christian Gaida, Tenor
Martin Kleekamp & Christian Korhammer, Bariton
Friedmar Hoppe & Daniel Motz, Bass

Werke von J. S. Bach «Singet dem Herrn», Samuel Barber «Agnus Dei», Billy Joel «Lullaby» bis Herbert Grönemeyer & Die Prinzen

Zu seinem 20. Jubiläum lädt das Vokalensemble Octavians zu einer außergewöhnlichen A-cappella-Reise ein. Unter dem Titel «Horizonte» erweitert das preisgekrönte Männeroktett aus Jena seine Besetzung um vier erfahrene Sängerinnen und entfaltet neue klangliche Farben. Zwölf Stimmen, vom tiefen Bass bis zum hohen Sopran, spannen einen Bogen von Schütz und Bach über romantische Lieder bis zu modernen Arrangements – ein Abend zwischen feiner Transparenz und kraftvollen Klangflächen. Das Publikum erlebt, wie sich musikalische Horizonte über fünf Jahrhunderte öffnen.

Fandango – Inspiración

Dorfkirche Polßen Samstag, 8. August 2026, 16:00 Uhr
Fünf Musiker auf einer Onststreuwiesevergrößern
Concierto Ibérico, Photo: Elisa Meyer

Concierto Ibérico:
Juan González Martínez, Barockposaune & künstlerische Leitung
Inés Pina Pérez, Barockblockflöten
Miguel Bellas, spanische Gitarren & Theorbe
Lea Suter, 16 Fuß-Cembalo
Peter Kuhnsch, Perkussion

Verführerisch und wollüstig

Der Fandango war der Nationaltanz Spaniens im 18. Jahrhundert – denn dieser Tanz war und ist schlicht getanzte Lebensfreude.

Und gewissermaßen auch getanzte Liebesfreude; selbst Giacomo Casanova rühmte den Fandango ausdrücklich als den «verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt». Und der sollte es ja wissen.

Cor Europae – Herz Europas

Marienkirche Prenzlau Samstag, 8. August 2026, 19:00 Uhr
Die Frauen stehen in der Kirche.vergrößern
Vokalensemble Tiburtina, Photo: Vojtěch Havlík

Vokalensemble Tiburtina (Tschechien):
Ivana Bilej Brouková und Hana Blažíková, Sopran
Daniela Čermáková, Anna Chadimová Havlíková & Kamila Mazalová, Alt
Barbora Kabátková, Sopran und künstlerische Leitung

Gregorianischer Choral und frühe Mehrstimmigkeit im mittelalterlichen Prag

Das Ensemble Tiburtina widmet sich der Interpretation des gregorianischen Chorals, der mittelalterlichen Mehrstimmigkeit und der Musik der Gegenwart. Die künstlerische Leitung hat die Sängerin und Musikologin Barbora Kabátková. In kurzer Zeit erarbeitete sich das Ensemble einen hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der Interpretation der mittelalterlichen Musik und gehört zu den international erfolgreichen Spitzenensembles in diesem Bereich.

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Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Inferno

Scheune Jakobshagen (bei Laspe) Sonntag, 9. August 2026, 16:00 Uhr
Musica Sequenza, Musiker in der Luft schwebendvergrößern
Musica Sequenza, Photo: Daniel Mulder

Musica Sequenza:
Laura Barchetti, Sopran
David Agaiarov, Barockgeige
Stefano Cucuzzella, Barockcello
Charlie Zhang, Theorbe
Borys Słowikowski, Schlagzeug
Burak Özdemir, Musikalische Leitung & Barockfagott

Eine Hommage an Dante Alighieri

Mit «Inferno» verwandelt Musica Sequenza «Dantes zeitlose Reise» durch die Dunkelheit in eine erweiterte Konzertperformance von intensiver musikalischer Ausdruckskraft.

Das Programm verbindet italienische Meisterwerke der Renaissance mit dem frühen Barock. Im Zentrum stehen die Musiker von Musica Sequenza, ergänzt durch eine Sängerin, die zugleich Dantes Stimme verkörpert und gesprochene Texte übernimmt.

Die musikalische Auswahl umfasst dramatische und außergewöhnliche Werke italienischer Komponisten wie Francesco Cavalli, Sigismondo d’India, Andrea Falconieri, Girolamo Frescobaldi, Benedetto Ferrari, Claudio Monteverdi und Stefano Landi, verwoben mit Textfragmenten aus Dantes Inferno. Die Dramaturgie entfaltet sich in drei Kapiteln: Abstieg, Konfrontation und Licht.

Die lustige Feld-Musik – Die Kunst der Oboenbande

Burgruine Greiffenberg Sonntag, 9. August 2026, 16:00 Uhr
Burgruine Greiffenberg mit sitzenden Besuchern im Vordergrundvergrößern
Burgruine Greiffenberg, Photo: Uckermärkische Musikwochen e.V.

Die Oboenbande des Café International:
Friederike Köhncke, Taille
Judith Gerhardt, Oboe
Beáta Polonkai, Blockflöte
Enrico Toffano, Fagott
Peter Alexander Bauer, Schlagzeug

Werke von G.Ph. Telemann, A.D. Philidor, J. Paisible, Ph.H. Erlebach und J.Ph. Krieger

Die aufgeführten Werke lassen die farbenreiche Welt der Oboenbande lebendig werden – zwischen «Feld-Musik» und höfischer Kunst. In der Barockzeit waren Oboenbanden weit verbreitet und prägten das Klangbild von Hof, Militär und öffentlichem Leben. Zunächst bei militärischen Zeremonien und höfischen Anlässen eingesetzt, fanden sie bald auch Verwendung bei Hochzeiten, Festen, Tänzen und als Tafelmusik.

Pérola Barroca

Pferdestall Gutshof Battin Sonntag, 9. August 2026, 16:00 Uhr
Die Mitglieder des Ensembles Paradigma auf Einzelphotosvergrößern
© Ensemble Paradigma

Ensemble Paradigma:
Semion Gurevich & Javier Aguilar Bruno, Violine
Monika Grimm, Bratsche
Katharina Litschig, Violoncello
Agnieszka Skorupa, Cembalo

Musik von Spätrenaissance bis Frühklassik - Werke von A. Vivaldi, J.Ph. Kirnberger, A. Scarlatti, J.Ch. Bach & G.Ph. Telemann

Pérola Barroca (aus dem Portugiesischen: „Barockperle“) bezieht sich auf den ursprünglichen Sinn des Wortes Barock: eine unregelmäßige, einzigartige Perle. Genauso verstehen das Ensemble die musikalische Auswahl – als Sammlung von individuellen Kostbarkeiten aus verschiedenen Epochen und Regionen des Barock. Werke, die die Vielfalt und Entwicklung des Barockzeitalters widerspiegeln, von der spätrenaissancehaften Polyphonie über die energiegeladene italienische Virtuosität bis hin zu den galanten Klängen der Frühklassik. Mit diesem farbenreichen musikalischen Panorama des Barocks lädt das Ensemble Paradigma das Publikum zu einer gemeinsamen Entdeckungsreise ein.

Ich weiß nicht, was ich bin, ich bin nicht, was ich weiß

Kirchlein im Grünen Alt Placht Samstag, 15. August 2026, 15:00 Uhr
Claudia Mende, Barockvioline, und Nadja Robiné draußen stehendvergrößern
Claudia Mende und Nadja Robiné, © Künstler

Nadja Robiné, Schauspiel
Claudia Mende, Violine

Lyrik von M. Opitz, A. Gryphius & J.G. Herder ⁄  Musik von G.Ph. Telemann, B. Marini, J.G. Pisendel, H.I.F. Biber, J.S. Bach & J.J. Vilsmayr

Claudia Mende und Nadja Robiné spüren den großen Themen des 17. Jahrhunderts nach.

Ein poetisch-musikalischer Dialog zwischen Wort und Klang, ein atmosphärisches Zusammenspiel von Sprache und Musik lässt die emotionalen Klang- und Gedankenwelten des Barock wieder leben.

Der emotionale Eindruck der literarischen Werke über Vergänglichkeit, Krieg und Frieden, Liebe, Glaube und Genuss wird durch die Kompositionen für Violine verstärkt.

Piazzolla & mehr

Rusty Fox Country Club Kuhz Samstag, 15. August 2026, 16:00 Uhr
Noelia Tomassi stehend mit angewinkeltem linken Arm, Photo: Gustavo Piolavergrößern
Noelia Tomassi, Photo: Gustavo Piola

Noelia Tomassi, Gesang
Cuarteto Rotterdam:
Michael Dolak, Bandoneón
Susanne Cordula Welsch, Violine
Pablo Woizinski, Klavier
Facundo Leónidas Di Pietro, Kontrabass

Melancholie – Sehnsucht – Leidenschaft
Tango & Tapas im Rusty Fox Country Club Kuhz

Tango, das ist alte Musik, die alt und verstaubt ist und die sich ständig selbst wiederholt. So ungefähr dachte Astor Piazzolla über die traditionelle Tangomusik, und deshalb schrieb er seinen Tango Nuevo. So entstand eine völlig neue Tangomusik –zum Leidwesen vieler Tangoliebhaber, die mit diesen neuen Klängen nichts anfangen konnten. Beim Cuarteto Rotterdam verhielt es sich genau umgekehrt: Durch Piazzollas Musik fanden sie erst ihren Weg zum Tango. Sie beweisen, dass die traditionelle Tangomusik keineswegs verstaubt ist, und zeigen, was die Musik Argentiniens dem Publikum im 21. Jahrhundert zu bieten hat.
Im Rusty Fox Country Club Kuhz entfaltet die Sängerin Noelia Tomassi gemeinsam mit Bandoneón, Violine, Klavier und Kontrabass den ganzen Zauber des Tangos.
Dazu werden Vitello Tonnato vom uckermärkischen Hofrind serviert und Weine aus den Anden – bei gutem Wetter unter freiem Himmel.

Clori mia, Clori bella

Kirche Biesenbrow Samstag, 15. August 2026, 18:00 Uhr
Johanna Kaldewei sitzt im roten Kleid auf einer Außentreppevergrößern
Johanna Kaldewei, Photo: Leonard Leesch

Johanna Kaldewei, Sopran
Corellis Cousinen:
Leila Schoeneich, Blockflöte
Sabine Erdmann, Cembalo

Werke von A. Scarlatti, G.Ph. Telemann, A. Vivaldi u.a.

Arcangelo Corelli gehört zu den populärsten Komponisten überhaupt. Schon zu Lebzeiten war er eine Legende und Vorbild vieler junger Musiker. In seiner Tradition spielen Corellis Cousinen Barockmusik mit Leidenschaft und Klangpracht als Unterhaltung im besten Sinne. Im Duo oder auch im Trio mit wechselnden Gästen präsentieren die beiden Virtuosinnen Schätze der Barockmusik in all ihren klanglichen Facetten.

Die Sopranistin Johanna Kaldewei hat durch ihr natürliches Timbre, ihre Strahlkraft und Wärme auf sich aufmerksam gemacht. Sie arbeitet mit Dirigenten wie u.a. Wolfgang Katschner, Ekkehard Klemm, Kai-Uwe Jirka, Gregor Meyer, Christoph Spering, Achim Zimmermann, Thomaskantor Andreas Reize, Antonius Adamske und Yuval Weinberg. Engagements führten sie u.a. zu den Händelfestspielen Halle, wo sie 2025 in der Titelpartie der Oper «Octavia» von Reinhard Keiser zu erleben war, dem Bachfest Leipzig, dem mdr Musiksommer, an die Oper Leipzig, das Staatstheater Cottbus, in die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, das Leipziger Gewandhaus, die Elbphilharmonie Hamburg oder den Gasteig München sowie quer durch Deutschland und Europa. 2026 gibt sie ihr Rollendebüt als Norina in Donizettis Oper «Don Pasquale». Johanna Kaldewei ist Gewinnerin des „Podiums Junger Gesangssolisten“ 2017 und Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe wie dem Telemann-Wettbewerb. Außerdem ist sie die Initiatorin und Künstlerische Leiterin des Musikfest Wannsee.

Rahmenprogramm: 14 Uhr Gottesdienst in der Dorfkirche, danach Brotfest im Pfarrgarten, vor und nach dem Konzert werden Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten.

The Image of Melancholy ­ «Zum 400. Todesjahr John Dowlands»

Kunsthof Barna von Sartory Grimme Sonntag, 16. August 2026, 16:00 Uhr
Porträt einer Sängerinvergrößern
Ella Marshall Smith, Photo: Dorota Szczepańska

Musica getutscht:
Ella Marshall Smith, Sopran
Jonathan Mayenschein, Alt
Martin Höhler, Tenor
Vincent Berger, Bass
Bernhard Reichel, Laute & Leitung

Werke von John Dowland, einer der größten Komponisten der englischen Renaissance

Das Ensemble «Musica getutscht» bietet selten aufgeführtes Repertoire in historisch informierten Interpretationen und präsentiert dieses in einem spannenden kunsthistorischen, politischen und philosophischen Kontext. Gegründet im Jahr 2020 in Bremen, hat «Musica getutscht» seitdem unter der künstlerischen Leitung des Lautenisten Bernhard Reichel regelmäßig mit Solist:innen der Spitzenklasse zusammengearbeitet.

1626 starb mit John Dowland einer der größten Komponisten der englischen Renaissance. Wie kaum ein anderer seiner Generation verstand es der Zeitgenosse William Shakespeares, die Verspieltheit, Melancholie und Eleganz seiner Epoche in Musik zu fassen. Lieder wie «Come Again» und «Flow My Tears» wurden zu wahren Hymnen der Renaissance – und berühren uns bis heute.
Anlässlich seines 400. Todestages widmet sich das Ensemble Musica Getutscht unter der Leitung des Lautenisten Bernhard Reichel den vielen Facetten von Dowlands bewegtem Leben: seinen Verbindungen zu Königin Elizabeth I. und den politischen Intrigen des englischen Hofes, seinem Ruhm als größter Lautenvirtuose seiner Zeit, seinen Reisen quer durch Europa – und schließlich der Einsamkeit und Bitterkeit seiner späten Jahre.

Rahmenprogramm:
- Ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen von der Volkssolidarität Brüssow
- 15 Uhr Ausstellung: «Kontinuitätslinien», Malerei und Zeichnungen von Lore Möhwald, Strasburg (UM)

J. S. Bach: Die Kunst der Fuge

Schloss Mürow in Angermünde Sonntag, 16. August 2026, 16:00 Uhr
Porträt Inka Friedrichvergrößern
Inka Friedrich, Photo: P. Haas

Monika Knoblochová & Edita Keglerová, Cembalo
Inka Friedrich, Lesung

Lesung mit musikalischer Begleitung für zwei Cembali

Monika Knoblochová und Edita Keglerová sind die führenden tschechischen Cembalistinnen, die regelmäßig als Duo auftreten. Beide sind Expertinnen für die authentische Interpretation Alter Musik, widmen sich aber auch zeitgenössischen Kompositionen. Die Künstlerinnen stehen oft gemeinsam auf der Bühne und präsentieren Programme für zwei Cembali, mit einem Schwerpunkt auf die Musik Bachs. Die «Kunst der Fuge» ist eines der großen Spätwerke Johann Sebastian Bachs, dass alle Möglichkeiten der kanonischen Fugenkunst aufzeigen. Sie ist Zusammenfassung und Lehrwerk der Polyphonie. Der Zyklus besteht aus 14 Fugen und 4 Kanons, die alle auf demselben einfachen Hauptthema basieren. Bach demonstriert darin systematisch die gesamte Bandbreite kontrapunktischer Techniken – von einfachen Fugen bis hin zu komplexen Spiegel- und Doppelfugen.

Ergänzend zur Musik liest die Film- und Fernseh-Schauspielerin Inka Friedrich aus dem 1925 in England erschienenen und seinerzeit sehr populären Buch «Die kleine Chronik der Anna Magdalena Bach» von Esther Hallam Moorhouse Meynell.

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Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Alles Jauchzet, alles lacht

Dorfkirche Groß Fredenwalde Sonntag, 16. August 2026, 16:00 Uhr
Ensemble Arava, vier Musiker stehen draußen vor einem Backstein- und einem Fachwerkbauvergrößern
Ensemble Arava, Photo: Salar Baygan

Ensemble Arava:
Einat Aronstein, Sopran
Sophie Wedell, Violine
Nora Matthies, Violoncello
Avinoam Shalev, Cembalo

Musik von G.F. Händel und J.S. Bach

Dieses Programm ist Georg Friedrich Händel gewidmet. Als Kosmopolit überbrückte er nicht nur geografische Distanzen, sondern schuf auch ein Werk von beeindruckender Vielfalt.

In drei Sprachen erklingt geistliches und weltliches Repertoire: Die berühmten Neun deutsche Arien feiern die Schöpfung in poetischen Bildern, während Theodoras Verzweiflung aus dem Oratorium Theodora hörbar wird. Auch die Liebe kommt zu Wort, in der «Verliebten Seele», die von den Fallstricken einer Romanze erzählt. Eine Suite in B-Dur erinnert zudem an Händels Kunst als Tastenspieler.

Ein instrumentaler Kommentar seines Zeitgenossen Johann Sebastian Bach ergänzt das Programm zwischen Kontemplation und Dramatik.

Flöten und Pfeifen

Garten des jüdischen Museums Schwedt Samstag, 22. August 2026, 15:00 Uhr
Drei MUsiker mit Instrumentenvergrößern
Slowenisches Flötentrio: Brina Kafol Zust & Boris Bizjak, Flöten; Neža Torkar, Akkordeon

Slowenisches Flötentrio:
Brina Kafol Zust & Boris Bizjak, Flöten
Neža Torkar, Akkordeon

Musik von J.S. Bach, W.A. Mozart, F. Kuhlau & F. Doppler

Das Slowenische Flötentrio entführt das Publikum in die glanzvolle Welt höfischer Musik.

Im Garten des Jüdisches Museum Schwedt entfaltet sich ein klangvolles Programm. Mit feiner Abstimmung, technischer Brillanz und großer Ausdruckskraft lassen die Musikerinnen und Musiker die reiche Tradition der Flötenmusik lebendig werden. Virtuose Leichtigkeit und klangliche Tiefe verbinden sich zu einem Konzerterlebnis, das Eleganz, Spielfreude und musikalische Raffinesse auf besondere Weise vereint.

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Kooperation mit Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.

Zu Gast in einem Wiener Salon – Ein musikalischer Nachmittag um 1800

Dorfkirche Fergitz Samstag, 22. August 2026, 16:00 Uhr
Musikerin mit einer Viola d'amorevergrößern
Daniela Braun, © Künstler

Ensemble con (d')amore:
Daniela Braun, Viola d'amore und Viola
Paweł Miczka, Violine
Sarah Flögel, Violine und Viola
Alexander Koderisch, Violoncello
Stephan Katte und Margherita Lulli, Horn

Kammermusik von W.A. Mozart, L. v. Beethoven, F.A. Hoffmeister, C. Martinides und H.L. Vetter.

Im Mittelpunkt stehen zwei besondere Instrumente: die Viola d’amore und das Horn. Obwohl diese beiden Instrumente auf den ersten Blick sehr verschieden wirken, wurden sie doch, besonders im späteren 18. Jahrhundert, gerne gemeinsam eingesetzt. Bemerkenswert ist dabei der volle und farbenreiche Klang dieser Instrumentenkombination. Durch die Verbindung von Viola d’amore und Horn mit einem Streichtrio erhält selbst diese relativ kleine Besetzung eine überraschende Klangfülle – schon mit sechs Musikern lässt sich so ein beinahe orchestraler Klang erzielen.

Barock vs. Neobarock

Kirche Klockow Samstag, 22. August 2026, 16:00 Uhr
Musiker stehen und sitzen im Grasvergrößern
Preußisches Kammerorchester, Photo: Soany Guigand

Preußisches Kammerorchester
Aiko Ogata, Leitung
Thomas Paffrath, Moderation

Musik von A. Vivaldi, G.F. Händel, O. Respighi, H. Górecki, K. Jenkins u.a.

Barock oder Neobarock – welche Musik berührt mehr? Der Klangwettstreit – das Publikum entscheidet!

In diesem Konzert tritt die Klangwelt des 18. Jahrhunderts in einen spannenden Dialog mit Musik des 20.Jahrhunderts, die sich vom Barock inspirieren ließ.

Die gefallenen Engel des Doctor Faustus

Dorfkirche Altkünkendorf Sonntag, 23. August 2026, 16:00 Uhr
sitzende und stehende Musikervergrößern
astrophil & stella, Photo: Elza Loginova

astrophil & stella:
Charlotte Nachtsheim, Sopran
Cyril Escoffier, Tenor
Filipa Mota de Meneses, Viola da Gamba
Vincent Kibildis, gotische Harfen & Rezitation
Johanna Bartz, Renaissancetraversflöten & Rezitation

Kammerspiel mit Rezitationen

Ein musikalisches Kammerspiel mit Rezitationen aus J. Spiess’ «Historia von D. Johann Fausten» (1587) und Musik der deutschen Renaissance von Hans Newsidler, Georg Rhau, Caspar Othmayr, Hans Judenkönig u.a.

Ein musikalisches Kammerspiel zwischen Renaissanceklang und Literatur: Das Ensemble astrophil & stella verbindet Musik, Gesang und Rezitation zu einer eindrucksvollen Annäherung an die frühe Faust-Tradition.

Musik der deutschen Renaissance lässt die Welt des 16. Jahrhunderts lebendig werden.

Sehnsucht nach Arkadien

Schafstall Temmen Sonntag, 23. August 2026, 16:00 Uhr
1 Frau und zwei Männer (mit Trommel und Laute) stehen neben einem Kloster.vergrößern
Ensemble «Sprezzatura 22», Photo: Chris Ruiz

sprezzatura 22:
June Telletxea, Gesang
Gergely Bodoki, Traversflöte
Andreas Arend, Lyra Polyversalis und Laute
Wolfgang Eger, Percussion und Harmonium

Musik zum Thema Natur, mit Barockmusik und Einsprengseln aus Beatles, Jazz, Kantaten von G.H. Stölzel und A. Vivaldi, Flötenmusik von G.Ph. Telemann u.a.

Auch wenn sie heutzutage manchmal drohen, durcheinander zu geraten, leiten sie durchs Programm: Die vier Jahreszeiten. Nicht die von Antonio Vivaldi, der übrigens prominent vertreten ist, sondern in Form von Haiku ­ japanischen Kurzgedichten, die sich mit dem Thema Natur auseinandersetzen. Diese fernöstliche Sicht korrespondiert mit der Sehnsucht der Barockzeit, die ihre Liebesgeschichten zwischen Hirten und Nymphen gern in der fiktiven griechischen Landschaft Arkadien ansiedelte. Neben einer Kantate von Vivaldi erklingt etwa Musik von Gottfried Heinrich Stölzel, Johann Sebastian Bach und Marc-Antoine Charpentier. Das Geschehen findet meist an einer Quelle oder einem Fluss statt, dessen Wasser oft mit den Tränen der Liebenden gleichgesetzt wird.

Der Beatles‘sche Natursohn hält sich auch an einem Fluss auf. Er singt dabei vergnügt - was wiederum dem Schilfrohr zwar örtlich aber nicht inhaltlich vergönnt ist. Die in ein solches verwandelte Nymphe Syrinx beklagt in Debussys berühmten Stück als Flöte ihr Schicksal. Nature Boy ist ein Liebeslied an das Leben: Das größte, was du jemals lernen wirst, ist zu lieben, und wieder geliebt zu werden. Heute stellt sich die Frage ­ Von Mutter Natur?

Den Conférencier spielt Georg Phillip Telemann, dessen Fantasien für Flöte zunächst streng den Rahmen setzen, um ihn später zu lockern für virtuoses Zusammenspiel der Musiker, die allesamt hervorragende Solisten sind.

Spielraum

Dorfkirche Herzfelde Sonntag, 23. August 2026, 16:00 Uhr
Claudia Mende spielt Trichtergeigevergrößern
Claudia Mende, © Künstler

Adrian Rovatkay, musikalische Leitung, Fagott/Dulzian, Klavier, Toy piano & Konzeption
Claudia Mende, Violine & Trichtergeige
Ildiko Ludwig, Viola, Violine & Gesang
Thor-Harald Johnsen, Theorbe & E-Gitarre
Laura Robles, Percussion & E-Bass
Die Sirenen, special guests

Musik von J. Desprez, H. Purcell und J.S. Bach, dazu Improvisationen
Ein musikalisches Spektrum vom Hochbarock bis ins Zeitgenössische

Alte Musik trifft auf neue Klangideen: Das Programm Spielraum eröffnet ein weites musikalisches Feld zwischen Renaissance, Barock und Gegenwart. Mit ungewöhnlichen Instrumentenkombinationen entsteht ein spannendes musikalisches Spektrum vom Hochbarock bis ins Zeitgenössische.

SPIELRAUM möchte große Fragen über Musik auf spielerische und subjektive Art verhandeln:
– Wo kann Musik uns hinführen und wo kommt sie her? … und wo hält sie sich gerne auf?
– Was ist es, dass wir uns so gerne der Musik Henry Purcells hingeben?
–> Vielleicht weil Purcell tiefe Emotion und Rhythmus auf oft improvisatorische Weise miteinander verband?

– Warum kann es daher folgerichtig sein, wenn eine Aria von Girolamo Frescobaldi in Take 5 von Dave Brubeck mündet?
– Was bedeutete das Absolute in der Musik und wie wurde es kompositorisch dargestellt?
– Warum wollte Anton Bruckner nach dem dritten Satz seiner 9. Symphonie nicht mehr weiter komponieren?
– Und was haben die kleine None, die Töne B-A-C-H und der frühbarocke Komponist Biagio Marini damit zu tun?

Service

Veranstalter

Uckermärkische Musikwochen e.V.
vorstand@uckermaerkische-musikwochen.de
Festivalorganisation
0331-9793301
info@uckermaerkische-musikwochen.de
uckermaerkische-musikwochen.de

Kartenservice und Informationen

0331-9793301
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reservix - Tickets
Ermäßigte Preise für Schüler, Auszubildende, Studierende, Schwerbehinderte, Arbeitslose

Wegen der begrenzten Kapazitäten der Veranstaltungsorte, insbesondere bei den Konzerten in Gut Woltersdorf, Alt Placht & Mürow, sollten die Eintrittskarten spätestens 10 Minuten vor Beginn abgeholt und der Sitzplatz rechtzeitig eingenommen werden.

Anreise

RE3 nach Angermünde, Prenzlau oder Schwedt
RB12 nach Templin
Infos zum Uckermark-Bus-Shuttle: 030-25414141
Anfahrt zu weiteren Orten über den öffentlichen Verkehr auf www.vbb.de

Tourist Information

Tourismus Marketing Uckermark GmbH
Stettiner Str. 19
17291 Prenzlau
03984-835883
info@tourismus-uckermark.de
www.tourismus-uckermark.de

Bitte informieren Sie sich vorab bei den Veranstaltern über mögliche Programmänderungen. Dort erhalten Sie auch Informationen über die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte.