Uckermärkischer Orgelfrühling

vergrößern
Uckermärkischer Orgelfrühling

14. Mai – 6. Juni

Der 15. Uckermärkische Orgelfrühling präsentiert in diesem Jahr die Festtage zur Einweihung der Hill-Orgel in der St. Marien-Kirche Prenzlau. Zu diesem Event haben sich Besucher aus Europa und darüber hinaus angesagt. Gäste mit internationaler Reputation sowie Künstler und Kantoren der Region gestalten das vielfältige Programm. Das Musikfestival lässt die Orgelmusik in kleinen und großen Kirchen der Region lebendig werden und begeistert Musikliebhaber jeden Alters.

Programm 2026

Festtage zur Einweihung der Hill-Orgel 2026

Festgottesdienst zur Orgelweihe

Kirche St. Marien Prenzlau Donnerstag, 14. Mai 2026, 10:30 UhrTickets
1 Orgelvergrößern
Hill-Orgel aus Schottland, © Patrick Pleul/dpa

Kreiskantor Hannes Ludwig (Prenzlau), Orgel

Werke von Marcel Dupré, Percy Fletcher und Sir William Walton

Der Gottesdienst wird musikalisch besonders gestaltet durch Kreiskantor Hannes Ludwig (Prenzlau), der als Organist Werke von Marcel Dupré, Percy Fletcher und Sir William Walton zu Gehör bringt.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein festlicher Anlass, bei dem die klangliche Vielfalt und Ausdruckskraft des Instruments im Mittelpunkt stehen.

Highland-Games

Marktplatz Prenzlau Donnerstag, 14. Mai 2026, 13:00 UhrTickets
Schotte spielen Tauziehen.vergrößern
Highland-Games, Foto: Bettina Jäggle

Highland-Games auf dem Marktberg

Die Highland Games in Prenzlau sind ein geplantes, schottisch angehauchtes Sport- und Kulturevent, das anlässlich einer Orgelweihe stattfinden soll.

Starke Männer und Frauen sind aufgerufen, sich in traditionellen Disziplinen wie Baumstammwerfen oder Steinwurf zu messen.

Das Event verspricht ein buntes Rahmenprogramm in der Uckermark.

Eintritt frei

God save the King!

Kirche St. Marien Prenzlau Donnerstag, 14. Mai 2026, 19:30 UhrTickets
St. Marien in Prenzlau , Foto: Anja Warningvergrößern
St. Marien in Prenzlau , Foto: Anja Warning

Organisten:
City Organist Thomas Trotter (Birmingham)
LKMD Prof. Dr. Kennel (Berlin)
Martin Rost (St. Marien, Stralsund)
Kreiskantor Hannes Ludwig (Prenzlau)

Eröffnungskonzert mit Werken von:

  • Edgar Elgar
  • Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Johann Sebastian Bach
  • Max Reger
  • Marcel Dupré

und zwei Uraufführungen

Barocke Schätze

Abfahrt & Ankunft: Kirche St. Marien Prenzlau Freitag, 15. Mai 2026, 10:00 - 17:00 UhrTickets
1 Orgelvergrößern
Orgel in der Dorfkirche Sternhagen, © privat

Orgelreise durch die Uckermark

  • 10:00 Uhr – Abfahrt St. Marien Prenzlau
  • 10:15 Uhr – Ankunft in Sternhagen
  • 11:00 Uhr – Abfahrt nach Gerswalde
  • 11:30 Uhr – Ankunft in Gerswalde
  • 12:30 Uhr – Mittagessen in Gerswalde
  • 13:15 Uhr – Abfahrt nach Angermünde
  • 14:00 Uhr – Ankunft in Angermünde
  • 15:00 Uhr – Abfahrt nach Gramzow
  • 15:30 Uhr – Ankunft in Gramzow
  • 16:30 Uhr – Abfahrt nach Prenzlau
  • 17:00 Uhr – Ankunft St. Marien Prenzlau

Die Reise wird ins Leben gerufen, um die nun fertigen Orgeln in ihrer neuen Pracht zu präsentieren. Orgeln haben ihren festen Standort und sind daher auch an die sie umgebende Landschaft gebunden. Beides ist in der Uckermark unverwechselbar und besonders reizvoll.

Pipe watch - Orgelführung

Kirche St. Marien Prenzlau Freitag, 15. Mai 2026, 12:00 UhrTickets
Pipe vom Orgelvergrößern
Pipe watch, © Veranstalter

Tom Fergusson (Glasgow), Hill-Orgel

Orgel von der renommierten Londoner Firma Hill & Son

2026 wird die größte, völlig original erhaltene Orgel des englischen Orgelbaus in Mittel-europa in der Prenzlauer St. Marien- Kirche eingeweiht werden. Erbaut wurde das Werk im Jahre 1904 von der renommierten Londoner Firma Hill & Son. Das Instrument verfügt über 40 Register verteilt auf drei Manuale und Pedal.

Der Prinzipalchor ist insbesondere von deutschen und niederländischen Orgeln des 18. Jahrhunderts inspiriert. Durch Hinzufügung von etlichen fein abgestuften Streichern und rund klingenden Zungenregistern wurde ein eigenständiger, englischer Klangstil etabliert.

Virtuose Transkriptionen

Kirche St. Marien Prenzlau Freitag, 15. Mai 2026, 19:30 UhrTickets
Jonathan Scott sitzt vor der Hill-Orgel.vergrößern
Jonathan Scott, © privat

Jonathan Scott (Manchester), Hill-Orgel

Werke von W.A. Mozart, L.v. Beethoven, G.F. Händel, G. Holst & N. Rimski-Korsakow

Klassiker für die Orgel eingerichtet von einem der besten Organisten der Welt.

Jonathan Scott blickt auf eine äußerst vielseitige internationale Karriere als Orgelspieler an einer Vielzahl von Tasteninstrumenten zurück und ist weltweit bekannt für seine virtuosen Arrangements bedeutender Orchesterwerke. Als assoziierter Künstler der Bridgewater Hall in Manchester gibt er regelmäßig Orgelkonzerte zur Mittagszeit, die ein großes Publikum anziehen. Gemeinsam mit seinem Bruder Tom haben ihre Konzertvideos auf dem YouTube-Kanal «Scott Brother Duo» über 100 Millionen Aufrufe erzielt und gehören damit zu den meistgesehenen Videos weltweit.

Jonathan hat einen vollen internationalen Konzertkalender mit seinem Bruder, dem Pianisten Tom Scott, als Scott Brothers Duo. Das Scott Brothers Duo gewann den ECHO-Wettbewerb (European Cities of Historical Organs), bei dem es darum ging, ein Projekt zu entwickeln, das jungen Zuhörern die Orgel näherbringt. Ihr Projekt verbindet Animation und Orgelmusik und wird auf bedeutenden Festivals in ganz Europa aufgeführt. Sie wurden vom Royal Canadian College of Organists (Launchpad Series) eingeladen, in Montreal, Kanada, eine spezielle Online-Präsentation über ihre Karriere zu drehen.

Dokumentarfilm zur Hill-Orgel

St. Jacobi‑Kirche Prenzlau Samstag, 16. Mai 2026, 13:00 UhrTickets
1 Mann sitzt in der Baustelle der Orgel.vergrößern
Dokumentarfilm zur Hill-Orgel, © Riccardo Wittig

Riccardo Wittig, Regie

Die größte erhaltene historische Orgel aus England ist zurzeit in Prenzlau.

Gebaut wurde die Orgel 1904 von der Londoner Firma Hill & Son und leistete lange Dienst nahe Glasgow in Schottland. Als die Kirche dort 2015 schließt, blieb die Orgel mit den 40 Registern zunächst lange ungenutzt. Die Prenzlauer waren bereits lange auf der Suche und erhalten den Zuschlag, da dort ein Aufbau eins zu eins wieder möglich ist. 2018 beginnt dann erst am alten Standort der Abbau und die Reise des außergewöhnlichen Instruments nach Brandenburg.

Rund 2.400 Holz- und Metallpfeifen gehören zu dem Instrument. Die größten sind bis zu sechs Meter lang und wiegen fast 50 Kilogramm. Orgelbauer aus Eberswalde haben in den vergangenen Jahren alle Teile anhand zahlreicher Fotos und Unterlagen umfangreich restauriert. Derzeit läuft nun die Endmontage am künftigen Einsatzort.

Orgeln in Schottland und den Orgelbauern Hill

St. Jacobi‑Kirche Prenzlau Samstag, 16. Mai 2026, 14:00 UhrTickets
vergrößern

Lesung & Gespräch:
Chris Bragg (St. Andrew’s University Schottland)
John Maidment (Melbourne)

Vortrag

Schottland beherbergt eine vielfältige Orgellandschaft, geprägt von historischen britischen Instrumenten, wie der 1904 erbauten Hill & Son-Orgel (ehemals nahe Glasgow), sowie speziellen Instrumenten in den Highlands. Bedeutende Orgeln befinden sich in der Caird Hall, Dundee (1923, Arthur Harrison) und der St Giles' Cathedral in Edinburgh (1992, Rieger Orgelbau).

Viele dieser Instrumente sind in der Church of Scotland beheimatet. Aufgrund von Kirchenschließungen wurden in den letzten Jahren einige historische Orgeln restauriert und teils nach Deutschland überführt.

Buchpräsentation «Hill & Son- Orgelbauer des britischen Königshauses»

St. Jacobi‑Kirche Prenzlau Samstag, 16. Mai 2026, 15:30 UhrTickets
Buchcoververgrößern
Buchcover «Hill & Son- Orgelbauer des britischen Königshauses», © Hannes Ludwig

Kreiskantor Hannes Ludwig, Gespräch & Präsentation

Buch in Deutsch oder Englisch verfügbar

Am 1. Dezember 2025 erscheint die erste Umfangreiche Darstellung zum Wirken der Firma Hill & Son, gleichzeitig die erste extensive Veröffentlichung zum englischen Orgelbau in deutscher Sprache. Hardcover / 530 Seiten / zahlreiche farbige Abbildungen.

Die erste ausführliche Publikation zum Wirken der berühmten Orgelbauer Hill, die in drei Generationen Orgeln für viele bedeutende Kathedralen, Abteien, Dorf- und Stadtkirchen sowie Konzertsääle des British Empire schufen.

Mit Beiträgen von Nicholas Thistlethwaite, John Maidment, Paul Hale, Hannes Ludwig u.a.

Last night of the Proms

Kirche St. Marien Prenzlau Samstag, 16. Mai 2026, 19:30 UhrTickets
Preußisches Kammerorchester & Jürgen Bischof in der Kirche St. Marien Prenzlauvergrößern
Preußisches Kammerorchester & Jürgen Bischof in der Kirche St. Marien Prenzlau, © Preußisches Kammerorchester

Henry Fairs (Berlin/Birmingham), Hill-Orgel
Hannes Ludwig, Emil-Nielsen-Orgel
Kantorei Prenzlau
Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau
Akademischer Chor der Technischen Universität Szczecin
Preußisches Kammerorchester
Jürgen Bischof, Dirigent

Werke für 2 Orgeln, Chor und Orchester von F. Liszt, L. Vierne, J. Rutter & E. Elgar
180 Mitwirkende beim Konzert

Seit Wochen bereiten sich die Kantorei Prenzlau, der Uckermärkische Konzertchor Prenzlau, der Chor der Technischen Universität Szczecin auf das große Chor-Orgel-Orchesterkonzert unter dem Dirigat von Jürgen Bischof vor. Mitte April sind gemeinsame Proben der Chöre geplant. Das Preußische Kammerorchester wird in sinfonischer Besetzung die Sänger und den Organisten an der großen Hill-Orgel begleiten. Fast 180 Mitwirkende gestalten das Konzert auf der Empore und im Altarraum von Prenzlaus Wahrzeichen.

Orgel-Matinee

Kirche St. Marien Prenzlau Sonntag, 17. Mai 2026, 11:00 UhrTickets
1 Mann spielt Orgel.vergrößern
Orgelkonzert mit Chris Bragg, © Künstler

Chris Bragg (University of St. Andrews, Schottland), Hill-Orgel

Vormittagskonzert

Chris Bragg wurde in Stirling geboren und war Orgelstipendiat an der Kathedrale von Dunblane, bevor er an der ehemaligen Royal Scottish Academy of Music and Drama studierte. Anschließend absolvierte er ein Masterstudium im Fach Orgelspiel am Amsterdamer Konservatorium bei Pieter van Dijk. Darüber hinaus studierte er Kirchenmusik am Konservatorium von Utrecht und Clavichord bei Menno van Delft. Er gab Konzerte in sechs europäischen Ländern und in den USA. Chris Bragg ist Programmdirektor am Musikzentrum der Universität St. Andrews, Organist der St. Salvador’s Church in Dundee und arbeitet als Lehrer, Übersetzer und Autor. Er ist Mitglied der Society of Antiquaries.

Open Stage

Kirche St. Marien Prenzlau Sonntag, 17. Mai 2026, 12:00 UhrTickets
1 Orgelvergrößern
Hill-Orgel in Kirche St. Marien Prenzlau, Foto: Heiko Schulze

Selber die Hill-Orgel spielen

Haben Sie schon einmal davon geträumt, eine große Kirchenorgel zu spielen?

An diesem Tag haben Sie die Gelegenheit dazu: Wer möchte und es sich zutraut, darf die Hill-Orgel selbst ausprobieren und ihre beeindruckenden Klänge erleben.

Gottesdienst «Choral Evensong»

Kirche St. Marien Prenzlau Sonntag, 17. Mai 2026, 15:30 UhrTickets
The English Choir Berlinvergrößern
The English Choir Berlin, © Künstler

Kreiskantor Hannes Ludwig, Orgel
The English Choir Berlin
William Peart, Leitung

Verbindung von Musik und Spiritualität

Erleben Sie einen festlichen «Choral Evensong» in der besonderen Atmosphäre der Kirche St. Marien Prenzlau. Diese aus der anglikanischen Tradition stammende Form des Abendgebets verbindet eindrucksvolle Chormusik, liturgische Gesänge und geistliche Texte zu einem stimmungsvollen Gesamtklang.

Die musikalische Gestaltung übernimmt The English Choir Berlin unter der Leitung von William Peart. Mit seinem charakteristischen Klang und stilistischen Feingefühl bringt das Ensemble die englische Kathedraltradition authentisch zum Klingen.

Weitere Orgelveranstaltungen 2026

Schlummert ein, ihr matten Augen

Kirchlein im Grünen Alt Placht Templin Sonntag, 17. Mai 2026, 15:00 UhrTickets
Orgel in dem Kirchlein im Grünen Alt Placht Templinvergrößern
Orgel in dem Kirchlein im Grünen Alt Placht Templin

Insa Bernds, Alexander-Schuke-Orgel
Christian Oldenburg, Bariton

Eine klangliche Vielfalt

Die schlichte Orgel von Alexander Schuke in der Kirche Alt Placht bereichert seit ihrer Weihe am 26. April 2004 das musikalische Leben der Gemeinde. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung von Gottesdiensten und ist zugleich bei ausgewählten Konzerten ein unverzichtbares Instrument, das sowohl die Liturgie als auch das musikalische Erlebnis nachhaltig unterstützt.

Der Uckermärkische Orgelfrühling zu Gast in Polen

Kirche St. Nikolaus Wolin Sonntag, 17. Mai 2026, 16:00 UhrTickets
Die Barnim-Grüneberg-Orgel der Kirche  in Wolinvergrößern
Die Barnim-Grüneberg-Orgel der Kirche in Wolin. Foto: Pfarrer Marcin Miczkuła

Bogdan Narloch (Szczecin), Barnim-Grüneberg-Orgel
Blechbläserquartett Academia Brass

Pneumatische Traktur und einen Klang im Stil der Spätromantik

Die Barnim-Grüneberg-Orgel in der St.-Nikolaus-Kirche in Wolin ist ein historisches Instrument aus dem 19. Jahrhundert und ein typisches Beispiel der Stettiner Orgelschule. Sie wurde von der renommierten Firma Barnim Grüneberg aus Stettin gebaut und ist ein wertvolles Element des musikalischen und kulturellen Erbes Westpommerns. Um ihren Klang zu erhalten, wurde sie regelmäßig restauriert. Grüneberg-Orgeln aus dieser Zeit (um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert) zeichnen sich durch ihre robuste pneumatische oder mechanische Bauweise und ihren romantischen Klang aus.

Die Orgel wird erhalten, um ihren Einsatz in Gottesdiensten und Orgelkonzerten zu gewährleisten. Sie ist eines von vielen erhaltenen Beispielen der Orgelbaukunst der Familie Grüneberg in der Region. Grüneberg zählte zu den führenden Orgelbauern Pommerns.

OrgelSax

Dorfkirche Wilsickow (Uckerland) Freitag, 22. Mai 2026, 19:00 UhrTickets
1 Orgelvergrößern
August-Ferdinand-Dinse-Orgel von der Dorfkirche Wilsickow, © Uckerland

Jens Goldhardt, August-Ferdinand-Dinse-Orgel
Ralf Benschu, Saxophon

Jazz, Klassik & Orgel

Die Dorfkirche Wilsickow selbst ist eine gotische Saalkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die sich im Landkreis Uckermark befindet. Der spätgotische Flügel- Schnitzaltar bekam im 16. Jahrhundert einen Aufsatz und eine Predella. Von 1991 – 1992 wurde die Kirche renoviert, die Dinse–Orgel von 1868 ist noch sehr gut erhalten und wurde von der Firma Schuke aus Potsdam überholt.

Die Orgel in der Kirche ist ein historisches Instrument von hohem Wert. Sie wurde 1865 von August Ferdinand Dinse aus Berlin erbaut.

Vorwärts in die Vergangenheit

Dorfkirche Ringenwalde Freitag, 22. Mai 2026, 19:00 UhrTickets
1 Orgel in der Kirche.vergrößern
Peter-Migendt-Orgel der Dorfkirche Ringenwalde, © Veranstalter

Helge Pfläging, Peter-Migendt-Orgel

Orgelmusik verschiedener Epochen

Die Orgel in der Kirche Ringenwalde gilt neben der Amalien-Orgel in Berlin-Karlshorst als eines von zwei erhaltenen Werken des Orgelbauers Johann Peter Migendt und als seine einzige erhaltene Kirchenorgel mit einem umfangreichen Originalbestand. Sie verfügte ursprünglich über acht (eventuell neun) Register auf einem Manual.

Albert Kienscherf ergänzte im Jahr 1913 ein zweites Manual und selbstständiges Pedal, sodass die Orgel nun 15 Register besaß. Zudem veränderte er das Gehäuse und baute eine pneumatische Traktur ein. 1985 identifizierte Wolf Bergelt das Instrument als ein Migendt-Werk. Im Jahr 2006 wurde die Orgel von Orgelbau Rühle restauriert und weitgehend in den Originalzustand von 1760 zurückversetzt.

Tanz und Fantasie

Kirche St. Marien Angermünde Sonntag, 24. Mai 2026, 16:00 UhrTickets
Orchester «Concert Royal Köln»vergrößern
Orchester «Concert Royal Köln», © privat

Orchester «Concert Royal Köln»
Nelson Lee, Joachim-Wagner-Orgel
Karla Schröter, Barockoboe

Eine Reise von Spanien nach Deutschland

CONCERT ROYAL Köln bemüht sich ständig, Handschriften oder Erstdrucke «neuer» Werke, die seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr zur Aufführung gekommen sind, in Archiven und Bibliotheken ausfindig zu machen, um sie wieder zum Erklingen zu bringen.

Die Stammbesetzung des Ensembles besteht aus Oboen, Fagott und Cembalo. Ergänzt wird sie je nach Programm von Naturhörnern, Naturtrompete und Viola d'amore; in klassischer Besetzung durch Klarinetten und Englischhörner. Besonders großer Beliebtheit beim Publikum erfreut sich unser Duoprogramm mit Barockoboe und Cembalo, mit Orgel oder mit Truhenorgel.

Der Uckermärkische Orgelfrühling zu Gast in Polen

Kirche St. Marien Stargard Sonntag, 24. Mai 2026, 16:00 UhrTickets
1 Orgelvergrößern
ZYCH-Orgel der Kirche St. Marien Stargard (Polen), © Veranstalter

Damian Grabowski (Stargard), ZYCH-Orgel
Preußisches Kammerorchester
Aiko Ogata, Violine & Leitung

Werke bedeutender Orgelkomponisten

Die Orgeln in der Kollegiatkirche der Heiligsten Jungfrau Maria, Königin der Welt, in Stargard wurden 2023 von der Firma «Zych» erbaut. Das Instrument entstand im Rahmen einer umfassenden Restaurierung und Modernisierung und zählt heute zu den modernsten und leistungsstärksten Orgeln der Region.

Gebaut vom Orgelbauunternehmen Zych, verfügt die Orgel über eine umfangreiche Disposition sowie einen modernen Spieltisch, der die Aufführung eines vielseitigen Repertoires ermöglicht. Sie wird sowohl für liturgische Zwecke als auch für Orgelkonzerte genutzt.

Der Wiederaufbau der Orgel war Teil größerer Restaurierungsarbeiten im Innenraum der Stargarder Kollegiatkirche.

Pfingstbrausen

Maria-Magdalenen-Kirche Templin Montag, 25. Mai 2026, 17:00 UhrTickets
1 grüne Orgelvergrößern
Schuke-Orgel der Maria-Magdalenen-Kirche, Foto: F. Roge

Jörg Reddin, Alexander-Schuke-Orgel

Frieden, Liebe und göttliche Inspiration

Die heutige Orgel (Opus 596) wurde 1994 von Alexander Schuke in Potsdam erbaut. Ihre Geschichte reicht jedoch weit zurück: Bereits um 1500 ist erstmals eine Orgel an diesem Ort belegt. Im Jahr 1730 errichtete Joachim Wagner aus Berlin ein neues Instrument, das jedoch 1735 durch einen Brand zerstört wurde. Dieses Instrument wurde 1855 von Carl August Buchholz aus Berlin erweitert und umgebaut, wobei es auf 37 Register anwuchs. 1921 entstand schließlich eine neue Orgel durch die Firma Gebrüder Jehmlich aus Dresden; 1936 wurde sie neobarock umgestaltet , wobei der Spieltisch erhalten blieb.

Die Orgel verfügt über drei Manuale und Pedal sowie insgesamt 38 Register. Sowohl Spiel- als auch Registertraktur sind mechanisch ausgeführt, die Windladen sind als Schleifladen konstruiert. Zur Ausstattung gehören mehrere Koppeln (III–II, III–I, II–I sowie Verbindungen zum Pedal) und zwei Zimbelsterne, die zusätzliche klangliche Effekte ermöglichen.

Klangrede Part 1

Dorfkirche Kerkow Freitag, 29. Mai 2026, 19:00 UhrTickets
Wilhelm-Sauer-Orgel in der Dorfkirche Kerkowvergrößern
Wilhelm-Sauer-Orgel in der Dorfkirche Kerkow, © Veranstalter

Anastasia Suvorov, Wilhelm-Sauer-Orgel
Andrea Mack und Thomas Roehlinger, Autoren

Lesung mit Musik

Die Dorfkirche in Kerkow (Angermünde) ist ein bedeutender kultureller Ort und beherbergt eine wertvolle zweimanualige mechanische Orgel, die 1887 von Wilhelm Sauer aus Frankfurt (Oder) erbaut wurde. Die Kirche ist regelmäßig Veranstaltungsort des «Uckermärkischen Orgelfrühlings», der mit Konzerten und Andachten zum Erhalt historischer Instrumente beiträgt. Auch Formate wie die «Kerkower Orgelandacht – Orgel und Literatur» bereichern das kulturelle Leben vor Ort. Nachdem ein Blitzschlag im Jahr 1974 den Kirchturm beschädigte, wurde die Kirche umfassend saniert, wobei sich auch der Förderkreis Alte Kirchen engagierte. Die Kirche befindet sich im Ortsteil Kerkow der Stadt Angermünde (Bauernweg 16278).

Eröffnung der Templiner Orgelmusik zur Marktzeit

Maria-Magdalenen-Kirche Templin Dienstag, 2. Juni 2026, 12:00 UhrTickets
Maria-Magdalenen-Kirche Templinvergrößern
Maria-Magdalenen-Kirche Templin, © Templin

Markus Pfeiffer, Alexander-Schuke-Orgel

Eine kulturelle Auszeit zur Mittagszeit

Die traditionsreiche Reihe «Orgelmusik zur Marktzeit» wird feierlich in der historischen Stadtkirche von Templin eröffnet. Die Maria-Magdalenen-Kirche Templin bietet mit ihrer besonderen Akustik und Atmosphäre den idealen Rahmen für ein mittägliches Konzert, das Musik und Besinnung miteinander verbindet.

An der Orgel spielt Markus Pfeiffer auf der renommierten Alexander-Schuke-Orgel, einem Instrument mit klanglicher Vielfalt und großer Ausdruckskraft. Das Programm umfasst voraussichtlich Werke aus verschiedenen Epochen der Orgelmusik – von barocken Kompositionen bis hin zu romantischen und modernen Stücken.

Orgelführungen für Kinder und Jugendliche

Kirche St. Marien Angermünde Mittwoch, 3. Juni 2026, 09:00 Uhr
Mittwoch, 3. Juni 2026, 10:30 Uhr Mittwoch, 3. Juni 2026, 12:00 Uhr Freitag, 5. Juni 2026, 09:00 Uhr Freitag, 5. Juni 2026, 10:30 Uhr Freitag, 5. Juni 2026, 12:00 Uhr
Tickets
Joachim-Wagner-Orgel der Kirche St. Marien Angermündevergrößern
Joachim-Wagner-Orgel der Kirche St. Marien Angermünde, Foto: Anja Warning

Dorothea Janowski, Joachim-Wagner-Orgel

Historische Schatz der Orgellandschaft Brandenburgs

Der größte und bedeutendste historische Schatz der Orgellandschaft Brandenburgs steht in Angermünde. Mit 30 klingenden Stimmen, verteilt auf zwei Manualen und Pedal und der sehr großen historischen Substanz, gehört sie zu den wertvollsten klingenden Kulturgütern im internationalen Maßstab.

Die Pauken, von zwei auf den Eckgesimsen thronenden Engeln gespielt, verleihen dem Instrument Einzigartigkeit und eine besondere Anziehungskraft.

Französische und mitteldeutsche Klangfarben, die zarte Flöten-stimmen, terzhaltige Mixturen, lassen die Verwandschaft mit den Orgeln Silbermanns erkennen. Sie verschmelzen zu einem wunderbaren, prächtigen Gesamtklang, mit dem dieses Instrument aus der Blütezeit des Barock beeindruckt.

Klangrede Part 2

Dorfkirche Felchow Freitag, 5. Juni 2026, 19:00 UhrTickets
Joachim-Wagner-Orgel in der Dorfkirche Felchowvergrößern
Joachim-Wagner-Orgel in der Dorfkirche Felchow, © altekirchen.de

Andreas Kessler, Joachim-Wagner-Orgel
Andrea Mack und Thomas Roehlinger, Autoren

Lesung in den Klängen der Orgel

Die Orgel in der Dorfkirche Felchow wurde 1745 von Joachim Wagner in Berlin erbaut. 1899 erfolgte ein Umbau durch Paul Bütow, bei dem ein Pedalwerk ergänzt wurde. 1917 mussten die Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken abgegeben werden. Weitere Arbeiten fanden 1970 (Reparatur und Umbau durch Ulrich Fahlberg), 1998 (Überholung durch Rönnecke & Beyer) sowie 2023/24 (Restaurierung durch Kristian Wegscheider) statt.

Die Orgel verfügt über eine mechanische Spiel- und Registertraktur sowie Schleifladen. Sie besitzt ein Manual (Tonumfang CD–c3) und ein Pedal (C–c1) mit insgesamt 8½ Registern. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Pedalkoppel, ein Cymbelstern und ein Engelszug.

Abschlusskonzert

Kirche St. Sophia Brüssow Samstag, 6. Juni 2026, 16:00 UhrTickets
Alexander-Schuke-Orgel der Kirche St. Sophia Brüssowvergrößern
Alexander-Schuke-Orgel der Kirche St. Sophia Brüssow, © Veranstalter

Bogdan Narloch, Alexander-Schuke-Orgel
Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau
Preußisches Kammerorchester
Jakub Rabizo, Dirigent

Orgel, Vokal, Instrumental: Alle Instrumente sind da.

Die Stadtkirche St. Sophia in Brüssow (Uckermark) beherbergt eine bemerkenswerte Orgel aus der Werkstatt von Alexander Schuke Potsdam Orgelbau. Das Instrument wurde 1941 (Opus 196) kurz vor einem kriegsbedingten Baustopp errichtet, wobei auch ältere Teile verwendet wurden. Trotz dieser Umstände gilt die Orgel als handwerklich solide und ist bis heute Teil der musikalischen Ausstattung der Kirche. Ein Förderverein engagiert sich für ihren Erhalt. Insgesamt spiegelt die Orgel die bewegte Geschichte der bedeutenden Stadtkirche wider.