Potsdamer Tanztage

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Tanztage «Every Minute Motherland - Maciej Kuźmiński», Photo: Dajana Lothert

TaTa! 2025: 13. bis 25. Mai
Internationales Festival für zeitgenössischen Tanz

Die Potsdamer Tanztage gehören zu den bekanntesten Tanzfestivals Deutschlands und ist einzigartig mit seiner Vielfalt an Tanzformaten, Aufführungen und Workshops. Alljährlich verbindet das Programm international erfolgreiche Choreograf:innen, lokale Künstler:innen, junge Talente und die Arbeit von Studierenden zu einem dichten Programm auf den Theaterbühnen Potsdams, in Parks oder an besonderen öffentlichen Orten der Stadt. In der Schiffbauergasse mit mehreren Theatern und den Tanzstudios der fabrik Potsdam entsteht so jedes Jahr im Mai eine spannende und internationale Atmosphäre rund um Tanz- und Körperkunst und mit Konzerten, Publikumsgesprächen und einem besonderen Angebot für Familien.

Programm 2025

Black - Festivaleröffnung

fabrik Potsdam Dienstag, 13. Mai 2025, 19:30 Uhr
Mittwoch, 14. Mai 2025, 20:00 Uhr
Oulouyvergrößern
Oulouy, Photo: Brava Studio, Hop Festival, Cadiz en Danza

Oulouy (Barcelona), Leitung, Choreografie & Performance
Africa moment 2020, Produktion

Festivaleröffnung - Empfohlen ab 13 Jahren
Musik von Jay-z x Pharrel Williams, Kendrick Lamar, Samthing Soweto u.a.

Black ist ein Tanz, eine visuelle und musikalische Chronik. Black ist ein Stück über Gewalt und Emanzipation – die Emanzipation eines schwarzen Körpers, der herausfordert und verstört, verletzt und gefeiert wird.

Symbolreich bezieht sich der Choreograf und Tänzer Oulouy auf Ereignisse der jüngsten Geschichte, wie den Mord an George Floyd und die Black-Lives-Matter-Bewegung. Dabei nutzt er verschiedene Medien – Musik, Texte und Videos – sowie eine vielfältige Bandbreite an Urban Dances des afrikanischen Kontinents und seiner Diaspora in den USA, darunter Coupé-Décalé, Ndomboló, Afrohouse und Krump. Er erschafft ein ergreifendes und kämpferisches Solo, das Rassismus und Ungerechtigkeiten anprangert – und so die Identität des schwarzafrikanischen Körpers neu denkt. Ein Stück, das bewegt, provoziert und tief berührt.

Vástádus Eana – The Answer is Land

Hans Otto Theater Potsdam Mittwoch, 14. Mai 2025, 19:30 Uhr
die Frauen tanzen.vergrößern
Vástádus Eana, Photo: Antero Hein, Lars Opstad, Darin Gregson, Michele Monasta-Maggio

Elle Sofe Sara (Guovdageaidnu/Norwegen), künstlerische Leitung & Choreografie
Kajsa Balto, Julie Moviken, Olga-Lise Holmen, Sara Marielle Gaup Beaska, Emilie Marie Karlsen, Nora Svenning & Grete Daling, Performance
Frode Fjellheim, Musikkomposition
Alexandra Wingate, Co-Choreografie
Thomas Schaupp, Dramaturgie
u.a.

Ein beseeltes Stück zwischen polyphonen Yoiks – samischen traditionellen Gesängen – spirituellen Praktiken und Tanz

Unter freiem Himmel erlebt das Publikum eine Demonstration: schwarz gekleidete Frauen mit traditionellen roten Mützen intonieren mit Megafonen Yoiks, samische Rituallieder, als Akt des Widerstands. Die Gruppe zieht anschließend in den Aufführungsraum, wo die Tänzerinnen die bewegenden Lieder fortführen und diese zum Leitfaden der Performance werden lassen. Gesang und Tanz verschmelzen zu intensiven Momenten zwischen Zurückhaltung, Explosion, Intimität und Trost. Inspiriert von dem gleichnamigen Gedicht ist Vástádus Eana – The Answer is Land ein kraftvolles Manifest, eine lebendige Hommage an das samische Volk, das in seinen einzigartigen Gesängen tiefe emotionale Ausdruckskraft in Verbindung mit Natur, Menschen und Spiritualität vereint.

Anschließend: Publikumsgespräch

Entre Deux

Schiffbauergasse (Tischtennisplatte beim Café Wiesel) Potsdam Donnerstag, 15. Mai 2025, 17:00 Uhr
Sonntag, 18. Mai 2025, 16:00 Uhr Stadtraum Potsdam
2 Männer lehnen nach hinten ineinandervergrößern
Entre Deux, Photo: Jonas Zeidler

101 concrete company, Tanz & Choreographie

Tanz im städtischen Raum

Wie gelingt das Miteinander? Welche Potenziale kann es freisetzen? In dem Stück Entre Deux folgt das Publikum zwei Protagonist:innen in einem akrobatischem Tanz beim Vermessen ihrer Möglichkeiten, beim Umarmen von Gelegenheiten, beim Ausloten ihrer Grenzen und beim Balancieren ihrer Wünsche. Dafür verwandeln sie eine Tischtennisplatte, ein omnipräsentes urbanes Objekt im öffentlichen Raum, zu ihrer 360-Grad-Bühne, und bespielen sie mit Elementen aus Art du Déplacement, Tanz, Partnering und Body Percussion.

Eintritt frei

Tuning

T-Werk Potsdam Donnerstag, 15. Mai 2025, 20:00 Uhr
Freitag, 16. Mai 2025, 21:00 Uhr
2 Menschen tanzen.vergrößern
Ted Littlemore & Alexis Fletcher, Photo: David Cooper

Vanessa Goodman, Choreografie, Musik & Bühnendesign
Alexis Fletcher & Ted Littlemore, Performance
Ken Fletcher & Sylvain Senez, Bühnenbau
u.a.

Action at a distance (Vancouver): Texte, auf die in dem Werk Bezug genommen wird, geschrieben von Ben E. King, Jerry Leiber und Mike Stoller

Tuning lädt das Publikum in eine sensible atmosphärische Umgebung ein. Die Performer:innen weben ihre Stimmen zu einem Klangteppich, der ihre Choreografie begleitet und die stillen Gespräche des Körpers verstärkt.

Mit Vertrauen und Achtsamkeit begeben sich die Tänzer:innen in einen fließenden Wechsel zwischen Gemeinsamkeit und Individualität, in einen Tanz geprägt von Langsamkeit und Anmut. Die beruhigende Atmosphäre schärft die Sinne und öffnet die Imagination – eine innere Reise, die von jeder minutiös koordinierten Geste der Tänzer:innen getragen wird. Mit Tuning setzt die kanadische Choreografin Vanessa Goodman ihre Suche nach einem physischen, visuellen und klanglichen Raum der Intimität fort – und erschafft ein feinsinnliches Werk, das die Sprache der Seele durch Stimme und Körper zu offenbaren scheint.

Anschließend am Do 15. Mai: Publikumsgespräch

Präsenz – Ein Echo aus dem Süden der Welt

Kunsthaus sans titre Potsdam Freitag, 16. Mai 2025, 17:00 Uhr
Sonntag, 18. Mai 2025, 16:00 Uhr
1 Mann mit langen Haarenvergrößern
Felipe Fizkal, Photo: Atis Jakobson

Felipe Fizkal, Choreographie

Tanz im städtischen Raum

Cumbia ist eine Mischung aus vorkolonialer indigener Musik und rhythmischen Elementen, die von afrikanischen Sklaven während der Kolonialisierung nach Südamerika mitgebracht wurden. Heute ist Cumbia auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent verbreitet und nimmt in den Festen verschiedener Generationen der Unterschicht unterschiedliche Gestalt an.

In diesem Solo präsentiert der südamerikanische Choreograf Felipe Fizkal eine Interpretation der Cumbia als Musikgenre und Tanzpraxis.

Eintritt frei

Even Strong Winds Can’t Destroy My Hair

Schiffbauergasse, Potsdam Freitag, 16. Mai 2025, 18:00 Uhr
Sonntag, 18. Mai 2025, 17:00 Uhr
1 Mädchen mit weißem T-Shirt tanzt.vergrößern
Johanna Jörns, Photo: Johannes Schuchardt

Johanna Jörns, Choreographie

Tanz im städtischen Raum

«Ich mache weiter. Halte stand. Noch ein bisschen geht noch. Bin ich zu stur?»
In ihrer Performance untersucht Choreografin Johanna Jörns die Vielschichtigkeit von Beharrlichkeit – zwischen Kraft und Leichtigkeit, Widerstand und Hingabe. Sie thematisiert, wie sich das Durchhalten im Körper verändert, wann es zur Kraftquelle wird und wann zur Last. Die Arbeit befasst sich mit Ausdauer, Grenzen und dem Wechsel zwischen Spannung und Lösung.

Eintritt frei

Gulasch

Schiffbauergasse, Potsdam Freitag, 16. Mai 2025, 18:00 Uhr
1 Frau & 1 Mann boxenvergrößern
Zsombor Szabo, Photo: Katya Zayats

Zsombor Szabo, Choreographie

Tanz im städtischen Raum

Zsombor Szabo untersucht in dieser choreografischen Recherche Selbstmitleid. Aus den Erfahrungen der Tänzer:innen entstehen zunächst Soli, die später in einem Raum im Raum miteinander interagieren, unterstützt von einem Schlagzeuger. Ziel ist es, eine Komposition zu schaffen, die zeigt, wie ein Mangel an Empathie eine Endlosschleife erzeugt. Der Titel «Gulasch» bezieht sich auf Szabos ungarisches Erbe und symbolisiert eine Haltung der Verantwortungslosigkeit, bei der auf die Lösung durch andere gewartet wird.

Eintritt frei

Fugaces

fabrik Potsdam Freitag, 16. Mai 2025, 19:30 Uhr
Samstag, 17. Mai 2025, 19:30 Uhr
Die TänzerInnen tanzen.vergrößern
Fugaces, Photo: Martin Argyroglo

Aina Alegre (Grenoble), Kostüme, Konzeption & künstlerische Leitung
Adèle Bonduelle, Maria Cofan, Cosima Grand, Hanna Hedman, Hugo Hagen, Yannick Hugron & Gwendal Raymond, Kreation & Tanz
Jan Fedinger, Lichtdesign
Vanessa Court, Tondesign
Andrea Otín, Kostüme
u.a.

Eine Liebeserklärung an die emblematische Figur des Flamencos Carmen Amaya

Mit einer atypischen Karriere, die sie vom Roma-Viertel Barcelonas bis nach Hollywood führte, stellte Carmen Amaya die Codes des Genres auf den Kopf, indem sie sich die den Männern zugeschriebene Technik des «Zapateado» aneignete. Aina Alegre belebt ihre kreative Energie und ihre Geschichte wieder, indem sie sich von ihren Archiven inspirieren lässt. Das Stück, das aus kollektiven Momenten, Solos und Duos besteht, verschmilzt Rhythmen und Gesten zu einem zeitgenössischen Stoff, der vom Geist Carmen Amayas heimgesucht wird. Eine Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in der die Seele der Künstlerin flüchtig in einer kraftvollen und perkussiven Körpersprache reaktiviert wird. Ein Tanz, der zugleich laut und leise ist und diese Figur durch eine freie und lebendige Interpretation heraufbeschwört.

Anschließend am Fr 16. Mai: Publikumsgespräch

Tiziana

fabrikgarten Potsdam Freitag, 16. Mai 2025, 22:00 Uhr
Tiziana vorm blauen Hintergrundvergrößern
Tiziana, ©Künstler

Tiziana, Gesang
u.a.

Open Air Konzert: Verbindung vom Jazz mit Pop

Schöne Dissonanzen erzeugt Tiziana in ihrer Musik. In ihren Songs verbindet sie Jazz mit Pop, arbeitet mit Odd Meter und schreibt eigene Texte. Sie singt, spielt Klavier und experimentiert mit elektronischen Beats. Mal scattend, mal lautmalerisch bringt sie deutsche und englische Texte zum Leben. Nach ihrem Schulabschluss zog es sie in die Niederlande, wo sie ihr Jazz-Studium begann und die Internationalität Maastrichts für sich entdeckte. Nun ist sie an die Musikhochschule in Köln gewechselt, um noch tiefer in die Welt des Jazz einzutauchen.

Eintritt frei

U:RI – 우리 (Wir / uns)

Schiffbauergasse (Treffpunkt: T-Werk) Potsdam Samstag, 17. Mai 2025, 15:00 Uhr
2 Asiatevergrößern
ZINADA, Photo: Jonas Zeidler

ZINADA (München/Seoul):
Jin Lee & Jihun Choi, Tanz & Choreographie

Tanz im städtischen Raum

Bewegungen zu entdecken und eine Performance zu entwickeln ist wie ein Gedicht zu schreiben. Es ist eine Suche nach verschiedenen Gefühlen, Farben, Rhythmen, Texturen, Gerüchen und Klängen. Jin Lee und Jihun Choi erforschen über drei Tage gemeinsam mit Jugendlichen Bewegungsmaterial, tanzen und schreiben ein physisches Gedicht über «wir/uns» und «ich». Sie erkunden die eigenen physischen Grenzen, sehen, was alles in ihnen und anderen steckt und übertragen diese Energie als Einzelperson und Gruppe in eine kraftvolle, kreative Performance.

Eintritt frei

WUW – Wind und Wand

fabrik Vorplatz, Potsdam Samstag, 17. Mai 2025, 17:00 Uhr
ZINADA, Photo: Christina Gergvergrößern
ZINADA, Photo: Christina Gerg

Benny Omerzell, Musik
Soli Jang, Kostümbild & Wanddesign
ZINADA (München/Seoul):
Jin Lee & Jihun Choi, Tanz & Choreographie

explore dance – Tanz für junges Publikum (10+)

WUW steht für Wind und Wand, zwei Metaphern für ein Tanzstück über die Zeit des Übergangs zur Pubertät. Kein Kind mehr und noch nicht jugendlich – diese Zeit ist eine prägende und zugleich herausfordernde Phase.

Die Tänzerin beginnt solo, später tritt ein Partner hinzu – getrennt und verbunden durch eine mobile Wand. Diese bewegliche Barriere wird zum Ausdruck ihrer Auseinandersetzungen mit der komplexen Gefühlswelt und für die Kluft, die sich zwischen den eigenen Vorstellungen und der Realität ergeben kann. Der Wind hingegen ist unberechenbar: mal ein sanftes Lüftchen, mal ein heftiger Sturm, seine wechselnde Natur gleicht der emotionalen Dynamik am Beginn der Pubertät. WUW ist eine spielerische Reise voller Überraschungen, Abenteuer und unerwarteten Veränderungen – ein Stück über kreative Wege, um Mauern zu überwinden.

Anschließend an allen Tagen: Workshop und Gespräch für die ganze Familie

René

fabrik Vorplatz Potsdam Samstag, 17. Mai 2025, 21:00 Uhr
Sonntag, 18. Mai 2025, 18:00 Uhr
Sinking Sideways: 1 Frau mit turkischen Klamotten und 1 Mann mit gelben Klamotten tanzen.vergrößern
Sinking Sideways, Photo: Heroen Bollaert

Sinking Sideways (Gent/Münchberg):
Xenia Bannuscher & Dries Vanwalle, Performance & Projektkoordinierung
Thomas Falk, Axel Guérin & Dagmar Dachauer, künstlerische Beratung
Jonas Bolliger, Musikkomposition
Rinus Samyn, Lichtdesign
u.a.

Empfohlen für die ganze Familie ab 10 Jahren

In René sitzt das Publikum um eine rechteckige Bühne, auf der zwei Tänzer:innen die Freiheit innerhalb eines engen Rahmen erkunden. Im Spiel mit der Geometrie der Körper und der Schwerkraft schwingen sie auf und ab und verschmelzen zu einem perfekt synchronisierten Duo, das eine hypnotische Spiegel-Illusion erzeugt. Ihre präzise, fließende Koordination erinnert an die regelmäßige Bewegung eines Newtonschen Pendels und zieht das Publikum in eine Performance hinein, in der sich die Darsteller:innen einer raffinierten, höchst physischen Choreografie hingeben. Die serielle Musik mit ihren sich wiederholenden Motiven und subtilen Veränderungen erzeugt eine Faszination, die mit den fließenden Übergängen der Bewegung in diesem kleinen Raum harmoniert.

Blue Carousel

T-Werk Potsdam Samstag, 17. Mai 2025, 21:00 Uhr
Sonntag, 18. Mai 2025, 19:00 Uhr
Lisa Colette Bysheim und Edith Strand Askeland tanzen.vergrößern
Lisa Colette Bysheim und Edith Strand Askeland, Photo: Tale Hendnes

Lisa Colette Bysheim & Katrine Patry (Oslo), Konzept, Choreografie & Tanz
Edith Strand Askeland, Tanz
asiangirlsonly (Thea & Miriam Michelsen), Sounddesign & Live DJ
Eirik Lie Hegre, Lichtdesign
Janne-Camilla Lyster, Dramaturgie
u.a.

Eine satirische Auseinandersetzung mit der Versachlichung des weiblichen Körpers

Lisa Colette Bysheim und Edith Strand Askeland sind in Top-Form. Sportlich gekleidet zeigen sie zu pulsierendem Live-Techno, was sie alles können: wiederholte, fast rastlose Bewegungen, mit den Armen, den Beinen, den Augenlidern. Zuerst emotionslos entwickelt das Duett nach und nach eine fesselnde Kraft – die Erforschung der Anderen wird zu einer intimen Begegnung, die Posen werden zu Umarmungen.

Inspiriert von Balzritualen der Vogelwelt und menschlichen Codes des Flirtens, schaffen die beiden Frauen ein kraftvolles Spiel aus Macht und Verwandlung. Zwei «Paradiesvögel» in einer ernsten Parade, in der Verführung, Anziehung und Neugier zu unerwarteten Konfrontationen führen. Blue Carousel ist ein verspieltes, suggestives Stück, das die gesellschaftliche Norm humorvoll hinterfragt und die Absurdität des Unerwarteten herausfordert.

MADANII

fabrikgarten Potsdam Samstag, 17. Mai 2025, 22:00 Uhr
MADANII in Rotvergrößern
MADANII, Photo: Andjani Autumn

MADANII, Musik & Installation

Open Air Konzert: Stil aus Avant-Pop, Alternative R&B und Trap

MADANII ist eine Genre-Rebellin, die Grenzen verwischt. Tief in der persischen Kultur verwurzelt und geprägt von ihrer Kindheit als Tochter politischer Geflüchtete in Deutschland, verwebt sie Rhythmen, Sprachen, Politik, Formen und Klänge zu einem neuartigen musikalischen und visuellen Mosaik. In ihrer Musik erzählt MADANII ihre Geschichte des Andersseins, des Nicht-Dazugehörens und der Zerrissenheit zwischen Kulturen. Generationenübergreifende Träume, politische Absurditäten und queere Liebe – all das spiegelt sich in ihrem einzigartigen Stil wider.

Eintritt frei

All’arme

fabrik Potsdam Mittwoch, 21. Mai 2025, 19:30 Uhr
Donnerstag, 22. Mai 2025, 20:00 Uhr
All’armevergrößern
All’arme, Photo: Nina Đurđević

Ginevra Panzetti & Enrico Ticconi (Turin/Berlin), Choreografie
Martina Tomić, Ida Jolić / Ema Crnić, Viktoria Bubalo, Marta Krešić, Filipa Bavčević & Nastasja Štefanić-Kralj, Tanz
Tina Spahija, Kostüme
Hrvoje Nikšić, Musik
Tomislav Maglečić, Licht
u.a.

Die feine Grenze zwischen Schutz und Aggression, Stärke und Verletzlichkeit

Macht offenbart sich nicht nur in Worten, sondern auch in Gesten, Bewegungen und kollektiven Formationen.

Dunkle Kleidung, strenge Schritte – sechs Frauen bewegen sich synchron über die Bühne. Nach Harleking und ARA! ARA! setzen Panzetti und Ticconi ihre Auseinandersetzung mit der Darstellung von Macht fort. Statt zum Kampf zu rufen, entlarvt All’arme - zu den Waffen die Zweischneidigkeit von Machtdemonstrationen. Wann wird die Suche nach kollektivem Schutz zur Verletzung, und wann kippt die Angst in Aggression? Meisterhaft wandelt das Stück auf dem schmalen Grat zwischen Gruppe und Individuum, Ermächtigung und Unterdrückung – und lässt zugleich die entwaffnende Menschlichkeit der Schwäche aufleuchten.

Anschließend an beiden Tagen: Publikumsgespräch

Los Inescalables Alpes, Buscando a Currito

T-Werk Potsdam Mittwoch, 21. Mai 2025, 19:30 Uhr
Donnerstag, 22. Mai 2025, 20:00 Uhr
1 Frau springt. Auf dem Boden liegen Rosenvergrößern
«Los Inescalables Alpes, Buscando a Currito», © 99páginas

Maria del Mar Suárez «La Chachi» (Málaga), Konzept, Leitung & Performance
Lola Dolores, Gesang
Francisco Martín, Gitarre
Isaac García, Perkussion
Azael Ferrer, Lichtdesign
Pablo Contreras, Ton
u.a.

Eine Art «Rociero-Exorzismus», eine «Reinigung» von allen Übeln

Inspiriert von der Wallfahrt El Rocío in Spanien ist Los Inescalables Alpes eine buchstäbliche Reise, die wie ein Abenteuer, eine Tragödie mitreißt. Begleitet von Livemusik und Gesang entfaltet La Chachi ihr unverwechselbares Talent für einen radikal zeitgenössischen Flamenco – theatralisch, rebellisch und kompromisslos.

Auf dem Weg zu den «unerreichbaren Alpen» verwandelt sich der Körper durch Sühne: Er fleht, windet sich, stürzt zu Boden. Eindringlich singen drei Musiker:innen das Gebet «Todo Empezó una Mañana» während La Chachi in einem kraftvollen und betörenden Solo den gesamten Bühnenraum einnimmt.

zu.zweit

Französische Kirche Potsdam Mittwoch, 21. Mai 2025, 21:00 Uhr
2 Menschen tanzen.vergrößern
tanzkompanie Golde g, Photo: Christiane Schleifenbaum

Peter Wingrich, Orgel
tanzkompanie Golde g.:
Ronja Häring, Marco Rizzi & Tanz
Golde Grunske, Choreografie

Tanz auf Musik von J.S. Bach bis Arvo Pärt

Eine Kirche als Bühne, Livemusik von der Orgel und ein Tanzduett – die Cottbuser Choreografin Golde Grunske sucht stets außergewöhnliche Rahmen für ihre Arbeiten. Ihre Produktionen hat sie bereits auf Marktplätzen, in Museen, auf Brücken und in Fabrikhallen präsentiert. Im Zentrum ihrer Choreografien stehen Themen wie Heimat, Identität und die Geschichte ihrer Region.

In ihrer neuesten Produktion geht es um die vielschichtigen Aspekte des Zusammenlebens in Zweisamkeit. Immer wieder stellt sich die Frage: Wie können wir respektvoll miteinander umgehen und in Kommunikation treten?

Everyone here is a bit of a horse

Schiffbauergasse Potsdam Donnerstag, 22. Mai 2025, 18:00 Uhr
Freitag, 23. Mai 2025, 17:00 Uhr
Schatten: 1 Mann mit Kopf von einem Pferdvergrößern
Everyone here is a bit of a horse, © Vera Shchelkina

Vera Shchelkina, Choreographie

Tanz im städtischen Raum
Ein choreographisches Tutorial des Widerstands

In diesem Tutorial geht es um den Bruch, der entsteht, wenn das warme und zarte innere Tier in den Spiegel schaut und seinen eigenen Peiniger erkennt: ein Hund sieht eine Leine, ein Pferd eine Peitsche, ein Teenager sieht einen zukünftigen Erwachsenen. In diesem Tutorial versucht Vera Schchelkina mit den Zuschauer:innen zusammen, wie man diesem Peiniger widerstehen kann: schnurren, spielen, beißen, gerade stehen, auf vier Beinen laufen, auf Augenhöhe wechseln. Wie kann man sich dagegen wehren, Mensch zu werden.

Eintritt frei

SKIN

T-Werk Potsdam Freitag, 23. Mai 2025, 19:00 Uhr
Samstag, 24. Mai 2025, 19:00 Uhr
1 junge Frau & 1 alter Mannvergrößern
Renae Shadler & Roland Walter, Photo: Beat-pix with Heart

Renae Shadler, künstlerische Leitung, Choreografie, Konzept & Performance
Roland Walter, Konzept & Performance
Samuel Hertz, Sounddesign
Judith Förster, Bühne & Kostümdesign
Emese Csornai, Lichtdesign
Mirjam Sögner, künstlerische Begleitung
u.a.

Eine Welt - sowohl Grenze als auch Berührungspunkt - Ab 10 Jahren

Wo beginnt dein Körper? Wo endet meiner? In diesem intimen und spielerischen Duett erforschen Renae Shadler und Roland Walter unsere körperliche Oberfläche, die Haut, als durchlässige Barriere zwischen dem Innen und dem Außen – sowohl Grenze als auch Berührungspunkt.

In SKIN finden die beiden Performer:innen eine gemeinsame Bewegungssprache, die die üblichen Vorstellungen einer «mixed-abled» Choreografie in Frage stellt. Mit ihren Körpern und den Objekten im Raum schaffen sie ungewöhnliche Skulpturen, die dem Publikum eine neue Wahrnehmung eröffnen.

Le Sacre du Printemps

Schinkelhalle Potsdam Freitag, 23. Mai 2025, 20:30 Uhr
Samstag, 24. Mai 2025, 19:00 Uhr
Schwarz-weiß-Bild: Menschen tanzen mit Kopfhörern.vergrößern
Le Sacre du Printemps, © BLENDA

Roger Bernat (Barcelona), Inszenierung
Igor Stravinsky, Musik
Txalo Toloza, technische Leitung
Rodrigo Espinosa, Tontechnik
Juan Cristóbal Saavedra Vial, Editing
u.a.

Ein kollektiver Tanztraum und ein wahres Frühlingsopfer
Nach der Choreografie von Pina Bausch - ab 12 Jahren

Anlässlich des 50. Jubiläums der bahnbrechenden Choreografie von Pina Bausch laden die Potsdamer Tanztage zu diesem einzigartigen, immersiven Stück ein. Das Publikum erlebt hier eine ganz besondere Gelegenheit, sich mitten in der Choreografie wiederzufinden.

Zwischen Theater, Tanz, Performance und Workshop begeistert die Inszenierung von Roger Bernat durch ihre erstaunliche Intensität und packende Kraft. Mit Kopfhörern ausgestattet, lauschen die Zuschauer:innen der Musik. Plötzlich wenden sich einige entschlossen ab, schreiten zu einer Tafel, andere bewegen sich zu einem neuen Ort, während wiederum andere einfach beobachten.

Anschließend am Fr 23. Mai: Publikumsgespräch

Busy Dreams

fabrikgarten Potsdam Freitag, 23. Mai 2025, 22:00 Uhr
4 Jugendlichenvergrößern
Busy Dreams, Photo: Jona Freigang

Busy Dreams:
David, Gesang & Keyboard
Aaron, Gitarre
Carla, Bass
Jona, Schlagzeug

Open Air Konzert: Funky Indie Pop

Ein pumpender Groove, ausschweifende Sounds und verträumt-eingängige Melodien: Das kombinieren Busy Dreams zu ihrem Funky Indie Pop. Mit ihrer energiegeladenen Musik und freundlich-warmen Art verführen sie die Ohren und Herzen des Publikums. Bestehend aus Drums, Bass, Gitarre, Keyboard und Gesang ruft die Potsdamer Band seit Mitte 2023 die «Tanznotwendigkeit» aus.

Eintritt frei

Portrait

fabrik Potsdam Samstag, 24. Mai 2025, 20:30 Uhr
jugendliche tanzen.vergrößern
Portrait, Photo: Julien Benhamou

Mehdi Kerkouche (Créteil), Choreografie
Alexandra Trovato, Choreografie-Assistenz
Lucie Antunes, Musikdesign
Judith Leray, Lichtdesign
u.a.
Tanz (im Wechsel):
Micheline Desguin, Matteo Gheza, Jaouen Gouevic, Lisa Ingrand Loustau, Brieuc Le Gall, Matteo Lochu, Sacha Néel, Paul Redier, Eric Stieffatre, Amy Swanson, Nina Vernin, Titouan Wiener Durupt & Timothée Zig

Ein überraschender Schnappschuss der heutigen Familie - ab 10 Jahren

Mit mehr als 100 Aufführungen in Frankreich ist Portrait ein unverzichtbares Stück in der jungen Karriere von Mehdi Kerkouche. Kind des Fernsehens, des Bildes und der Werbung, das mit großen Namen der Popmusik wie Christine and the Queens zusammengearbeitet hat, präsentiert er zum ersten Mal in Deutschland dieses tanzvirtuose und berührende Familienporträt.

Zunächst erblickt das Publikum eine scheinbar harmonische Gruppe, die an ein schwarz-weißes Familienfoto erinnert. Doch bald wird das Bild lebendig und offenbart die komplexe Realität der Charaktere. Hinter der Fassade leben alle mit den gleichen Unsicherheiten, Freuden, Sorgen und Verlusten.

Anschließend: Publikumsgespräch

Golden Diskó Ship

fabrikgarten Potsdam Samstag, 24. Mai 2025, 22:00 Uhr
1 Blondin unter Sonnevergrößern
Golden Diskó Ship, Photo: Sara Perovic

Theresa Stroetges als Golden Diskó Ship, Multiinstrument & Gesang

Open Air Konzert: Clubkultur, E-Musik und Pop

Theresa Stroetges kehrt mit ihrer fünften Solo-Veröffentlichung als Golden Diskó Ship zurück und arbeitet mehr denn je mit Einflüssen aus der Clubkultur, der avancierten elektronischen Musik und dem Pop. Das Projekt Golden Diskó Ship diente der in Berlin lebenden Multi-Instrumentalistin in den vergangenen 15 Jahren als Vehikel, mit dem sie eine Vielzahl von Genres durchquerte und dabei um alle Konventionen herum navigierte. Mit Oval Sun Patch bricht Stroetges nun mit ihrem vielleicht eingängigsten Album erneut in unbekannte Gewässer auf. Es ist beatgetrieben, verspielt, atmosphärisch und voller hymnischer Passagen.

Eintritt frei

Le Petit B

fabrik Potsdam Sonntag, 25. Mai 2025, 16:00 Uhr
1 Mann springt, 1 Mann liegtvergrößern
Le Petit B, Photo: Frédéric Iovino

Marion Muzac (Toulouse), Konzeption & Choreografie
Aimée-Rose Rich, Valentin Mériot, Mostafa Ahbourrou & Maxime Guillon Roi-Sans-Sac, Ko-Kreation & Tanz (im Wechsel)
Florent Brun & Évane Duguet, Tanz (im Wechsel)
Mathilde Olivares, Choreografische Zusammenarbeit
Émilie Faïf, Bühnenbild
Johanna Luz & Vincent Barrau - Jell-oO, Musik
u.a.

Eine poetische Welt zum Eintauchen (1+)

Le Petit B ist ein Sinneserlebnis, das Menschen ab einem Jahr einlädt, ein Abenteuer für die Wahrnehmung zu erleben. Speziell für ein sehr junges Publikum entwickelt, regt das Stück zum Träumen, räumlichen Erkunden und Entspannen an.

Das Publikum, zu Beginn um die Installation aus Kissen, Materialien und Klängen sitzend, beobachtet, wie die Tänzer:innen den Raum betreten und eine subtile Choreografie entwickeln. Die unterschiedlich großen, weichen Objekte werden durch die Impulse der Bewegung geschoben, gezogen und gestapelt. Ein Universum aus Musik und Klängen umhüllt die sinnliche Reise, der Tanz verschmilzt mit dem dynamischen Bühnenbild.

Anschließend: Workshop für die ganze Familie

Weitere Performances im fabrik Potsdam 2025

Tomorrow we dreamed of yesterday

Große Bühne, fabrik Potsdam Donnerstag, 2. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Freitag, 3. Oktober 2025, 19:30 Uhr
1 Frau mit 4 Händen singt.vergrößern
Tomorrow we dreamed of yesterday, Foto: Jörg Landsberg

Theater Bremen "Unusual Symptoms":
Michikazu Matsune, Konzept, Regie, Choreografie, Bühne & Kostüme
Julia Zastava, Bühne & Kostüme
Janis Elias Müller, Musik
Michael Filter, Licht
Gregor Runge, Dramaturgie
u.a.

Tanz & Performance: in englischer Sprache mit deutscher Übertitelung

In Tomorrow we dreamed of yesterday bringen Unusual Symptoms und der japanisch-österreichische Künstler und Choreograf Michikazu Matsune eine Landschaft der geteilten Erinnerungen und kollektiven Fantasie auf die Bühne. Ein poetischer Tanz über das, was war – oder gewesen sein könnte.

Acht Tänzer:innen teilen persönliche Geschichten aufscheinen: vom ersten Schnee, dem Ballettunterricht, vom Weg auf die Bühne. Ein „Geist“ wandert zwischen ihnen, komische Momente brechen das Intime, Nähe und Distanz tanzen ineinander. Es öffnen sich instabile Welten, in denen jede Begegnung, jedes Wiedersehen und jede Erinnerung neu ausgehandelt werden. Zwischen Tanz und Erzählung, Songs und Bühnentricks entsteht ein Raum, in dem Heute, Gestern und Morgen zusammenfallen – und für einen kurzen Moment alles möglich scheint.

Rahmenprogramm:

    1. Okt: Anschließend Publikumsgespräch
    1. Okt, 18.00 im Studiohaus: Physische Einführung für alle mit Alexandra Morales Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich

Tiziana

fabrik Club Potsdam Freitag, 3. Oktober 2025, 21:30 Uhr
1 hübsches Mädchen.vergrößern
Tiziana, © Künstler

Tiziana, Gesang

Konzert: Jazz & Pop

Schöne Dissonanzen erzeugt Tiziana in ihrer Musik. In ihren Songs verbindet sie Jazz mit Pop, arbeitet mit Odd Meter und schreibt eigene Texte. Sie singt, spielt Klavier und experimentiert mit elektronischen Beats. Mal scattend, mal lautmalerisch bringt sie deutsche und englische Texte zum Leben.

Nach ihrem Schulabschluss zog es sie in die Niederlande, wo sie ihr Jazz-Studium begann und die Internationalität Maastrichts für sich entdeckte. Nun ist sie an die Musikhochschule in Köln gewechselt, um noch tiefer in die Welt des Jazz einzutauchen.

Eintritt frei

Studio Québec: A Hard Garment

Große Bühne, fabrik Potsdam Mittwoch, 8. Oktober 2025, 18:00 Uhr
Nate Yaffe  tanzt.vergrößern
Nate Yaffe, © Künstler

Nate Yaffe (Montréal), Tanz & Performance

Offenes Studio / Work in progress

Nate Yaffe ist Artists in residence in der fabrik Potsdam vom 04. August bis 12. Oktober 2025 im Rahmen des Residenzprogramms Studio Québec. In einem Offenen Studio präsentiert er erste Ergebnisse seines neuen Projekts A Hard Garment.

A Hard Garment (Arbeitstitel) ist ein Werk performativer Archäologie, eine Ausgrabung der persönlichen jüdischen Geschichte von Nate Yaffe im Kontext der politischen Instrumentalisierung archäologischer Grabungen zur Legitimierung von Landansprüchen und nationalen Mythen. Durch Gebetsgedichte (Piyyut), experimentellen Geräusche und Tanz kehrt er zur jüdischen Volkserzählung des Golems zurück, eines mythischen Helden/Antihelden aus Lehm.

Gemeinsam mit Gambletron, Thea Patterson, Maxine Segalowitz, Yoav Admoni und Daph Bendavid V’yosef erkundet er die kabbalistische Philosophie der heiligen Häresie sowie Gematria-Meditationen, um verkrustete kulturelle Artefakte zu zerschlagen, in Erinnerung daran, dass Kultur vor allem in Menschen lebt – und stirbt, wenn sie vereinnahmt wird, um dem Nationalstaat zu dienen.

Eintritt frei. Anmeldung wird gebeten unter: tickets@fabrikpotsdam.de

Festival Designing Voices: Vom Sinn zum Klang

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 10. Oktober 2025, 19:00 Uhr
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Das Internationale Festival für vokale Performancekunst, Klang & Musik DESIGNING VOICES findet zum dritten Mal in Potsdam vom 09. bis 12. Okt 2025 statt. Unter dem diesjährigen Motto „Klangsinne“ beleuchtet das Festival die sinnlichen Aspekte von Stimmklängen und erkundet gleichzeitig den Sinn von Klang im Spiel mit und ohne Sprache. Die menschliche Stimme als Kunstobjekt wird mit Live-Technologien erweitert oder tritt in Dialog mit Instrumenten oder Objekten.

Internationales Festival für vokale Performancekunst, Klang & Musik

19.00 Uhr: Ensemble KLANGPAKT

Alex Nowitz, Stimme, gestenkontrollierte Live-Elektronik (Strophonion) & E-Bass
Matthias Badczong, Klarinette, Bassklarinette & Stimme
Christine Paté, Vierteltonakkordeon & Stimme
Matthias Bauer, Kontrabass & Stimme

Mit Werken von Sara Abazari, Matthias Bauer, Alex Nowitz & Kollektivkompositionen. Texte von Georg Trakl & Alex Nowitz.

21.00 Uhr: Meinrad Kneers PHOSPHOROS Ensemble

Angela Postweiler, Sopran
Uli Pleßmann, Sprecher
Frank Gratkowski, Klarinette & Bassklarinette
Ulrike Brand, Violoncello
Meinrad Kneer, Kontrabass, Komposition & Leitung

Mit Werken von Meinrad Kneer & Kollektivkompositionen. Texte von Kurt Schwitters, Emmy Hennings, Elsa von Freytag-Loringhoven, Daniil Charms, Uljana Wolf, Hugo Ball

Tickets

Festival Designing Voices: Die lange Nacht der kuriosen Stimmen

Große Bühne, fabrik Potsdam Samstag, 11. Oktober 2025, 19:00 Uhr
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v.o.n.u.: VIVA VOCAL Ensemble, Foto: Ingeborg Zachariassen; Natalia Pschenitschnikova, Foto: Margarita Denisova; Guylaine Cosseron, Foto: Ivan Mrsic; v.l.n.r. Klaus Janek, Foto: David Blackburn; Alex Nowitz, Foto: Sebastian Rausch; Sofia Borges, David Blackburn

Mit den Themen Vom Sinn zum Klang und Die lange Nacht der kuriosen Stimmen sind DESIGNING VOICES zwei Tage lang in der fabrik Potsdam zu Gast, wo sich 19 Performer:innen aus dem In- und Ausland in sechs Konzertperformances in verschiedenen Konstellationen vorstellen. Das Festival vergibt zwei Kompositionsaufträge, die zur Uraufführung gelangen. Zusätzlich bietet das Festival einen dreitägigen Workshop unter Leitung von Mark van Tongeren an, der allen Interessierten offensteht.

Internationales Festival für vokale Performancekunst, Klang & Musik

19.00 Uhr: VIVA VOCAL Ensemble

Casey Moir, Klara Ahlersten, Maria Palmqvist, Amanda Törngren & Hannah Tolf, Stimme & Objekte

Mit Werken von Casey Moir. Texte von Gertrude Stein & Elsa von Freytag-Loringhoven.

20.30 Uhr: Natalia Pschenitschnikova

Natalia Pschenitschnikova, Stimme, Elektronik, Objekte & Komposition

Stimmperformance nach einem Bild von Paul Klee und einem Text von Walter Benjamin (Uraufführung)

21.15 Uhr: In My Water

Guylaine Cosseron, Stimme
Diemo Schwarz, Live-Elektronik (Computer)

Mit Werken von Guylaine Cosseron & Diemo Schwarz

22.30 Uhr: SONIC ALCHEMY meets Alex Nowitz

Sofia Borges, Schlagzeug, Perkussion & Live-Elektronik
Klaus Janek, Kontrabass & Live-Elektronik
Alex Nowitz, Stimme & gestenkontrollierte Live-Elektronik (Strophonion)

Mit Werken von Sofia Borges, Klaus Janek & Alex Nowitz. Texte von Alex Nowitz

Tickets

The dog days are over 2.0

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 17. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Die Leute stehen in der Reihe.vergrößern
Eine Szene vom "The dog days are over 2.0", Foto: Piet Goethals

Global Bodies:
Jan Martens, Choreografie
Naomi Gibson, künstlerische Assistenz
Steven Michel & Piet Defrancq, Coaching
Pierre Bastin, Camilla Bundel, Jim Buskens, Zoë Chungong, Simon Lelièvre, Florence Lenon, Elisha Mercelina, Dan Mussett, Pierre Adrien Touret, Zora Westbroek, Maisie Woodford & Paolo Yao, Tanz & Performance
u.a.

Tanz & Performance

Acht Tänzer:innen springen in strenger Wiederholung – ein physisches Extrem, das an die Substanz geht. Inspiriert von Philippe Halsmans Idee, dass beim Sprung die Maske fällt, zeigt Martens eine Choreografie zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Was als technische Perfektion beginnt, offenbart allmählich das Menschliche im Mechanischen: Müdigkeit, Widerstand, Aufbegehren.

THE DOG DAYS ARE OVER 2.0 macht körperliche Leistung zur Bühne für ein Porträt der Verletzlichkeit – ein kraftvolles Stück über Disziplin, Erschöpfung und die Grenzen des Körpers. 2015 war THE DOG DAYS ARE OVER bei den Potsdamer Tanztagen zu erleben. Mit mehr als weltweit 100 Aufführungen markierte dieses Stück den internationalen Durchbruch von Jan Martens. In 2.0 kehrt er mit einer neuen Besetzung und geschärftem Blick zurück: präzise, unnachgiebig, körperlich radikal.

JazzLab – Clash of choirs

fabrik Club Potsdam Freitag, 17. Oktober 2025, 21:00 Uhr
Gospelchor "Shabach"vergrößern
Gospelchor "Shabach", © Zubin Sethna

Nicolas Schulze, Klavier, Komposition u.a.
Zubin Sethna, Dirigieren
Joanna Waluszko, Gesang
Gospelchor "Shabach"
Vokalensemble VERZ

JazzLab 2025: Singen, atmen, schnaufen, reden, singen, schreien, hüsteln, flüstern, summen, singen, pfeifen, atmen, stöhnen, stampfen, klatschen, quatschen!

Shabach, der Gospelchor (nicht nur) für Schüchterne trifft Vokalensemble VERZ. Zwei Potsdamer Chöre, die auf den ersten Ton unterschiedlicher nicht sein können, treffen aufeinander. Shabach zelebriert zeitgenössischen Gospel mit der eruptiven Energie eines Vulkans- in bunter Vielfalt: Gläubige, Atheisten, Amateure und erfahrene Sänger:innen, dirigert von Zubin Sethna, einem deutsch-indischen Zarathustrier. VERZ, das Vokalensemble des Rechenzentrum tönt sich durch die Geschichte der Datenverarbeitung, von der Renaissance bis heute. Joanna Waluszko, Komponistin und Vokalkünstlerin, steuert dieses hochspezielle A Capella Ensemble durch ein Kalaidoskop der Stimmungen. Dabei lotet VERZ aus, welche Grenzen der menschlichen Stimme gesetzt sind- und wie diese verschoben werden können.

Nach dem Konzert wird es die erste reine Vokal Open Stage in der Geschichte des JazzLab geben!

Eintritt frei

Den Westen gibt es nicht

Große Bühne, fabrik Potsdam Donnerstag, 23. Oktober 2025, 19:00 Uhr
Freitag, 24. Oktober 2025, 19:00 Uhr Sonntag, 26. Oktober 2025, 18:00 Uhr
1 Mann und 1 Frau liegen auf den Kirschenvergrößern
Den Westen gibt es nicht, Foto: Daria Malygina

Theaterkollektiv Tarántula:
Philip Baumgarten und Daria Malygina, Regie
Jürg Andreas Meister, Dramaturgie
Natalia Chernova, Ausstattung

Ein Kirschgarten von Anton Tschechow

Was ist wirklich wichtig?
Was bedeutet uns mehr als Geld?
Anton Tschechows Stück "Der Kirschgarten" handelt vom aufhaltbaren Verlust dieser unermesslichen Werte und davon, dass alle Versuche, die Zerstörung aufzuhalten, entweder scheitern oder gar nicht erst unternommen werden.

Das Theaterkollektiv Tarántula verschlingt einen Giganten der Weltliteratur und fragt: Lässt sich die Katastrophe, in der wir leben, als Komödie erzählen?

Solo for Boy

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 14. November 2025, 19:30 Uhr
Samstag, 15. November 2025, 19:30 Uhr
Trainierter junger Mann mit nacktem Oberkörper von hinten auf einer Bühnevergrößern
Félix Deepen, Photo: Peter Oliver Wolff

Félix Deepen und Sasha Amaya (Berlin/Kanada), Performance
Bühnenbild, Requisiten, Konzept und Choreografie: Sasha Amaya
u.a.

Reihe Global Bodies: Tanzgastspiele aus aller Welt

Ein junger Mann steht allein auf der Bühne. Kein Wort, kein Bühnenbild – nur der Körper spricht. In Solo for Boyentfaltet sich aus dieser Reduktion ein stilles, intensives Porträt. Wie bewegen sich weiße, westlich geprägte männliche Körper? Welche historischen Bilder von männlicher Schönheit tragen wir in uns?

Sasha Amaya lässt sich von Bildtraditionen aus der Kunstgeschichte und Mode von 1800 bis zur Gegenwart inspirieren. Zwischen Anmut und Anspannung, Kontrolle und Befreiung lotet der Tänzer seine Grenzen aus. Von Sinnlichkeit über Zärtlichkeit bis hin zu Exzessen – es entsteht ein vielseitiges Portrait voller Widersprüche. Solo for Boy ist ein poetischer und zugleich politischer Blick auf Männlichkeit, Identität und Verlangen.

Mit Global Bodies öffnet die fabrik Potsdam ihre Türen für Perspektiven und Ausdrucksformen des Tanzes aus aller Welt. Pulsierende Rhythmen, politische Choreografien oder poetische Bilder zeigen Tanz als universelle Sprache, die verbindet und aktuelle Fragen verhandelt.

Anschließend am Fr 14. Nov: Publikumsgespräch

KAPellina spielt Fangen

Große Bühne, fabrik Potsdam Sonntag, 16. November 2025, 15:00 Uhr
1 Mann mit Anzug von einem blauen Geige.vergrößern
KAPellina, Foto: Stefan Gloede

Mitglieder der Kammerakademie Potsdam

Anspruchsvolle Kammermusik in fantasievoller Stimmung

In diesem Konzert wird KAPellina sehr aktiv, denn sie hat große Lust zu springen, Fangen zu spielen und sich überall zu verstecken. Gemeinsam mit MusikerInnen der Kammerakademie Potsdam lädt sie wieder zum Mitmachen ein und nimmt Kinder und Familien zu musikalischen Bewegungsspielen mit.

In der KAPellina-Konzertreihe erklingt anspruchsvolle Kammermusik in fantasievoller Stimmung querbeet durch alle musikalischen Epochen. Gemeinsam mit KAPellina tauchen die Kinder in vielen Mitmachaktionen in die Welt der klassischen Musik ein, spielerisch werden Wahrnehmung, Motorik und ein musikalisch-kulturelles Verständnis entwickelt.

Ready to Show!

Große Bühne, fabrik Potsdam Premiere, Samstag, 22. November 2025, 18:00 Uhr
Sonntag, 23. November 2025, 16:00 Uhr
Die TänzerInnen tanzen.vergrößern
Ready to Show!, Photo: Urban Lys

Die Kursteilnehmer:innen zeigen kurze Stücke | Showings

Es ist wieder soweit!

Die Tanzkurse präsentieren ihre neuen Choreografien. Kreativität kennt keine Grenzen, und so öffnet das Programm einen Raum für Tanz, der unterschiedliche Tempi, Stile und kulturellen Bilder vereint.

Auf der Bühne präsentieren sich Tänzerinnen und Tänzer aus verschiedenen Klassen und alters Gruppen sowie die JugendTanzCompany und laden uns zu einem abwechslungsreichen Programm ein, das sowohl Jung als auch Alt begeistert.

RARE BIRDS 2025: Eröffnungskonzerte

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 28. November 2025, 20:00 Uhr (Einlass 19:30)
4 Männer vom Nik Bärtsch's RONINvergrößern
Nik Bärtsch's RONIN, Foto: Christian Senti

Internationales Musikfestival Potsdam: Konzerte

RARE BIRDS – Internationales Musikfestival Potsdam spricht ein neugieriges Publikum an, seltene musikalische Kostbarkeiten und Schätze zu entdecken. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Rhythmus, Grooves und Schlagwerken und bringt KünstlerInnen aus der Schweiz, Elfenbeinküste, Brasilien, Belgien, Deutschland und den USA zusammen.

Nik Bärtsch's RONIN

Nik Bärtsch's RONIN:
Nik Bärtsch, Piano
Kaspar Rast, Schlagzeug
Jeremias Keller, E-Bass
Sha, Altsaxophon, Bass und Contrabassklarinette

Nik Bärtsch's RONIN (Schweiz) sind seit 2001 weltweit auf Tour und nennen ihre Musik Zen Funk oder Ritual Groove Music. RONIN folgt einer glasklaren ästhetischen Vision: mit minimalen Mitteln maximale Wirkung zu erzielen, die tranceähnliche Zustände beim Publikum bewirkt.

1 Mann spielt DJ.vergrößern
DJ Illvibe, Foto: Jan Voss

Els Vandeweyer & DJ Illvibe (aka Vincent von Schlippenbach)

Els Vandeweyer, Vibraphon
DJ Illvibe, Turntables

DJ Illvibe (aka Vincent von Schlippenbach) aus Berlin wird auf seinen Turntables ein groovendes Tête-à-tête mit der belgischen Vibraphonistin Els Vandeweyer zaubern. Schallplatte und Vibraphon, eine sehr besondere Kombination, die über das Erwartbare hinausgeht!

RARE BIRDS 2025: Wettbewerb Jugend jazzt

Große Bühne, fabrik Potsdam Samstag, 29. November 2025, 14:00 Uhr
Plakat "Rare Birds 2025"vergrößern
Plakat "Rare Birds 2025", © Veranstalter

Internationales Musikfestival Potsdam: Wettbewerb

Seit 2015 sind beim Potsdamer Jazzfestival internationale und regionale SpitzenmusikerInnen auf die Bühne der fabrik zu Gast. Mit der 11. Ausgabe ändert das Festival seinen Namen und heißt künftig RARE BIRDS (Rare Birds – engl. für seltene Vögel)!

Der Name RARE BIRDS ist eine auch eine Verneigung vor dem legendären Saxophonisten Charlie Parker. Sein Spiel erinnerte an den freien und rasanten Flug eines Vogels. Wie ein seltener Vogel mit seinem wunderbaren Gesang, nimmt Jazz eine Sonderrolle ein: wenig gehört und unbedingt schützenswert. Das Programm von RARE BIRDS 2025 verspricht einen Kosmos voll bunter und ganz unterschiedlicher Sprachen und Stile, vielfältig und aufregend!

RARE BIRDS bietet auch der jüngeren Generation eine Bühne: Mit dem Jugend jazzt-Wettbewerb kooperiert das Festival bereits zum zweiten Mal mit dem Landesmusikrat Brandenburg. Jugend jazzt wird im Rahmen des Festivals ausgetragen, die GewinnerInnen werden den Abend am Samstag eröffnen.

Eintritt frei

RARE BIRDS 2025: Gewinnerband Jugend jazzt

Große Bühne, fabrik Potsdam Samstag, 29. November 2025, 19:30 Uhr (Einlass 19:00)
1 afrikanischer Mann sitzt auf Treppen.vergrößern
Aly Keїta, Foto: Urban Lys

Internationales Musikfestival Potsdam: Konzerte

Aly Keїta & Mariá Portugal

Aly Keїta, Balafon
Mariá Portugal, Schlagzeug, Percussion & Stimme

Der Balafonspieler Aly Keїta (Elfenbeinküste), Gewinner des Deutschen Jazzpreises 2022 und frisch zurück vom Martha Argerich Festival, trifft in einem Blind Date Konzert die Schlagzeugerin und Percussionistin Mariá Portugal (Brasilien). Eine spontane Begegnung zweier Musikkulturen, in denen Rhythmus die prägende Kraft ist.

3 Manner sitzen an einem Tisch.vergrößern
Das Kondensat, Foto: Dovile Sermokas

Das Kondensat feat. Liz Kosack

Gebhard Ullmann, Sopran- & Tenorsaxophon, Looper & Sampler
Oliver Potratz, E-Bass & Analoge Effekte
Eric Schaefer, Schlagzeug & Modular Synthesizer
Liz Kosack, Keyboards

Das Kondensat aus Berlin spielt eine wilde Mischung aus groovenden Dub-Soundscapes und hat sich mit der US-amerikanischen Keyboarderin, Grafikerin und Maskenbildnerin Liz Kosack zum Quartett erweitert.

Der ewige Tanz

Fabrikcafé Potsdam Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19:30 Uhr
Buchcover "Der ewige Tanz"vergrößern
Buchcover "Der ewige Tanz", © Veranstalter

Steffen Schroeder, Lesung

Wort(g)arten 2025: ein packendes Panorama mit einer glühenden Heldin

Sommer 1928: Anita Berber liegt geschwächt in einem Berliner Krankenhaus. Gerade noch war sie ein Star, verkörperte die neue Zeit, auf der Bühne, in Dutzenden Filmen, lebte und liebte exzessiv. Sie denkt zurück an ihren Weg zum göttlichen Tanz, an den großen Fritz Lang und die ehrgeizige Marlene Dietrich, die bald Anitas Stil kopierte. Sie wollte den Tanz zur Kunst, zur Feier des Lebens machen – andere sahen nur den Skandal.

Steffen Schroeder erzählt Anita Berbers aufregendes Leben, das diese Epoche verkörpert – zwischen Selbstbestimmung, größter Freiheit und Risiko. Sie starb mit nur neunundzwanzig Jahren.

Siehe auch Anita Berber – Rekonstruktionen

Anita Berber – Rekonstruktionen

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 5. Dezember 2025, 19:30 Uhr
1 Frau tanztvergrößern
Anita Berber – Rekonstruktionen, Foto: Gerald Ulmann

Martin Stiefermann, Choreografie, Recherche & Rekonstruktion
Brit Rodemund, Recherche, Rekonstruktion, Tanz
David Schwarz, Klavier
Hartmut Schrewe, Recherche & Dramaturgie
Anike Sedello, Ausstattung
u.a.

Lecture-Performance mit Musik von P.I. Tschaikowsky, C. Saint-Saëns, F. Chopin, R. Strauss, C. Debussy / MS Schrittmacher (Berlin) "Ein Tanzfonds Erbe-Projekt"

Provokant, radikal, kompromisslos: Anita Berber (1899–1928) war eine der faszinierendsten Künstlerinnen der Weimarer Republik. Als Tänzerin, Choreografin und Ikone ihrer Zeit prägte sie mit ihrem expressiven Stil und ihrer kompromisslosen Körperlichkeit die Tanzmoderne. Sie wurde zum Mythos zwischen Kunst und Exzess und zugleich zu einer frühen Ikone feministischer Selbstinszenierung und künstlerischer Freiheit.

In der Lecture Performance von Martin Stiefermann und Brit Rodemund werden Leben und Werk Berbers jenseits der Skandale neu beleuchtet. Begleitet von dem Pianisten David Schwarz werden rekonstruierte Soli getanzt und mit seltenem Archivmaterial, tanzwissenschaftlichen Erkenntnissen lebendig verwoben. Grundlage ist u.a. das von MS Schrittmacher auf Deutsch veröffentlichte Werk Anita Berberová –Studie des Choreografen Joe Jenčík von 1930 – eine eindrucksvolle Quelle vergessener Tanzgeschichte.

Siehe auch Der ewige Tanz / Lesung mit Steffen Schroeder

Ritournelles. Oder: Um das Kreisen kreisen

Große Bühne, fabrik Potsdam Sonntag, 14. Dezember 2025, 11:00 UhrTickets
3 Menschen mit 3 Masken. Auf Maske sind die Augenvergrößern
Ritournelles. Oder: Um das Kreisen kreisen, Foto: Dajana Lothert

Johanna Ackva & Laura Gary, Konzept, Choreografie & Performance
Yuko Matsuyama, Komposition & Performance
Odile Seitz-Walser, Outside Eye & dramaturgische Beratung
Martin Sieweke (tbc), Kostüm & Szenografie

Explore dance - Tanz für Junges Publikum (3+) - Uraufführung

In Ritournelles dreht sich alles um das Kreisen. Tanzend, summend und singend spannen drei Performerinnen mit ihren Körpern und Kostümen einen magischen Kreis. In diesem Kreis erfinden sie neue Wörter, Rhythmen, Reime und Bewegungen. Mal wird ihr Kreis riesengroß, mal winzig klein, mal nimmt er die Form einer Höhle an.

Die Performerinnen experimentieren, sind überrascht oder scheitern auch mal – und schaffen so einen Zauber, der den kleinen und großen ZuschauerInnen Mut macht und Lust auf Abenteuer weckt!

JazzLab – Musik ist Tanz ist Musik ist Tanz

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 19. Dezember 2025, 20:00 UhrTickets
1 Raumvergrößern
JazzLab Tanz, Foto: Nicolas Schulze

Nicolas Schulze & Guests, Klavier u.a.

JazzLab 2025: Konzert

JazzLab ist eine Konzertbühne für Improvisation und Musik und ein Ort der Begegnung. Hier treffen verschiedene Disziplinen aufeinander, auf der Suche nach Gemeinsamkeiten. Seit 2013 hat JazzLab sein Zuhause in der fabrik, dem Ort für Tanz in Potsdam. Zum Jahresabschluss verwandeln eine Gruppe von MusikerInnen und TänzerInnen die Bühne des Hauses in eine Spielwiese für eine Feier der Improvisation- die Sprache der Verhandlung, des Zuhörens, des sich Einlassens auf den Augenblick.

Nach der Performance heisst dann zum letzten Mal 2025: Bühne frei für das Publikum!

Eintritt frei

EXIT. Circumstances (Löwen)

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 26. Dezember 2025, 19:30 Uhr
Samstag, 27. Dezember 2025, 19:30 Uhr Sonntag, 28. Dezember 2025, 16:00 Uhr
Tickets
4 Männervergrößern
EXIT, Foto: Jona Harnischmacher

Piet Van Dycke, Konzept & Choreografie
Christopher Mc Auley / Alejandro García Bustos, Luuk Brantjes / Benedikt Löffler, Samuel Rhyner / Raff Pringuet und William Blenkin / Harrison Claxton, Performance
Bastiaan van Vuuren / Bastian Benjamin, Musik
Marie Peeters, Dramaturgie
Arjan Kruidhof und Arjen Schoneveld, Installation
Edwin Van Steenberghen, Lichtdesign
Menno Boerdam, szenografische Beratung
Casper Van Overschee, Technik

Neuer Circus: Shows & Performances

Vier Akrobaten und Tänzer bewegen sich im und durch den Raum in einer beeindruckenden Installation mit drehbaren Wänden und schwebenden Türen. Diese werden zu Spielpartnern in einem körperlich präzisen Spiel voller Balance, Bewegung und Risiko. Zwischen Nähe und Distanz, individueller Freiheit und kollektiver Verantwortung entsteht ein dynamisches Miteinander, das sich stetig verändert und neue Räume erschließt.

Mit einer Verbindung aus Zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Akrobatik erschafft Choreograf Piet Van Dycke eine poetische Reflexion über Zusammenarbeit, Gleichgewicht und das ständige Suchen nach Auswegen. EXIT ist humorvoll, bildstark und energiegeladen – und eine Einladung, Grenzen zu verschieben, Türen zu öffnen und gemeinsam neue Wege zu beschreiten.

Sound(g)arten | Open Air Konzert 2025

Fungo One x Jamz

fabrikgarten Potsdam Freitag, 27. Juni 2025, 19:00 Uhr
1 Mann sitzt.vergrößern
Fungo One x Jamz, © Künstler

Jamz und Fungo One, Rap

Protz und Platte, Boombap Beats und Jazz Samples

Die Rapper Jamz und Fungo One (prod. by Kudos) aus Potsdam (Rechenzentrum) beleuchten in ihren Texten die Sorgen und Hoffnungen über und in ihrer Heimatstadt.

Vom Kiezleben in Potsdam West, nächtlichem zusammenkommen am Bassinplatz bis ans Corner in Babelsberg.

Rap sollte verbinden und nachdenken lassen.

Eintritt frei

Fittich

fabrikgarten Potsdam Freitag, 4. Juli 2025, 19:00 Uhr
Trio Fittichvergrößern
Trio Fittich, © Künstler

Trio Fittich, Gitarre & Gesang, Bass und Schlagzeug

Indie, Pop & Rock

Das Trio Fittich kommt aus der Gegend.

Sie bringen Gitarre & Gesang, Bass und Schlagzeug mit.

Sie machen damit ein wenig Indie, ein wenig Grunge, mal rockig, mal sperrig, und immer wieder poppig.

Eintritt frei

Lowgrown

fabrikgarten Potsdam Freitag, 11. Juli 2025, 20:30 Uhr
3 Männervergrößern
Band «Lowgrown», © Künstler

Lowgrown:
Andreas B., Schlagzeug
Andreas F., Gitarre
Mathias Reichelt, Gesang & Bass

Rock & Metal

In klassischer Besetzung (Git, Bass, Drums) setzt das Quartett aus Potsdam auf Druck und Pathos, die es als Soundwand in den Bauch und um die Ohren gibt. Ruhige, elegische Momente finden dabei ebenso ihren Platz wie fette treibende Rock- und Metalriffs. Über allem liegt die eindringliche Stimme von Bassist Mathias Reichelt, der deutsche und englische Texte über die Abgründe, Leidenschaften und Sehnsüchte, die jedem durch die Gehörgänge spült.

Nicht zuletzt die ins aktuelle Programm aufgenommene Coverversion des Massive Attack-Klassikers Teardrop zeigt die Bandbreite musikalischer Einflüsse der Band. Aber am Ende geht es immer darum, einen Song zu machen, der... rockt!

Eintritt frei

The Maze Cab

fabrikgarten Potsdam Freitag, 18. Juli 2025, 20:30 Uhr
Schwarz-Weiß-Bild: 4 Musikervergrößern
The Maze Cab, © Künstler

The Maze Cab:
Gernot Pohle, Gesang & Gitarre
Katharina Lange/Reiber, Gesang, Keyboard & Posaune
Ralf Liebchen, Bass & Organisation
Tilman Berg, Schlagzeug & Perkussion

Post-punk & new wave

The Maze Cab ist eine vier-köpfige Post-Punk-Band aus Berlin und Potsdam. Hypnotisch grinsende Gitarrenriffs und energetisch treibende Krautrock-Beats verzahnen sich mit permanent verzerrten Basslinien. Dominiert wird dieser kontrollierte Flächenbrand von den abwechselnden, zum Teil zweistimmigen Gesangslinien von Katharina und Gernot – der perfekte Mix zum Mitgehen und Abdrehen. Liebe und Revolte und die allseits bekannten menschlichen Abgründe, das moderne Leben, das autobiographische... das alles sind Themen der meist metaphorisch geschriebenen Texte von The Maze Cab.

In gewissem Sinne ein Spiegelbild ihrer Musik: die Grenzen der üblichen Genres sind fließend. The Maze Cab erschaffen weiterhin ihre eigene Welt.

Eintritt frei

Konvolut

fabrikgarten Potsdam Freitag, 25. Juli 2025, 22:00 Uhr
4 MusikerInnen vom Konvolutvergrößern
Konvolut, Photo: Kristina Tschesch

Konvolut:
Lisa, Gitarre
Robin, Schlagzeug
Conrad, Bass
Sophia, Gesang

Progressiv Punk, Rock, Poesie

Zusammengerollt und rollend aus Progressiv Punk, Rock und Poesie.
Ein My Metall, ein Hauch Mathe und eine Möwe kommen auch vor.
Hochfrequente Leichtigkeit und Traurigkeit gleichzeitig, wenn's geht bitte.
Genre-halbdurchlässig.

Konzerte zur späten Stunde! Eintritt frei

Strange Feathers

fabrikgarten Potsdam Freitag, 1. August 2025, 21:30 Uhr
4 Musikervergrößern
Strange Feathers, Photo: Ronald Gottschling

Band «Strange Feathers», Ukulele, Saxophon, Gitarre, Bass & Gesang

Groove, Jazz, Pop

Mit Ukulele, Saxophon, Gitarre, Bass und einer warmen Gesangsstimme interpretiert Strange Feathers bekannte Songs von Künstlern wie U2, The Cure, Cardigans, Nirvana, White Stripes, Bob Marley, Jack Johnsen, Portugal The Men und den BeeGees auf ihre eigene leichte Art.

Mal melancholisch, mal beschwingt lädt die Musik im Reggea & Bossa Stil vielleicht sogar tanzen ein.

Konzerte zur späten Stunde! Eintritt frei

Auralis

fabrikgarten Potsdam Freitag, 8. August 2025, 20:00 Uhr
Malerei: Planetenvergrößern
© Künstler

Auralis:
Conrad, Bass & Gesang
Pike, Gitarre
Enrique, Schlagzeug

Musikalische Pataphysik

Unbekannt, unkartiert, unkariert, rasterfrei aber balanciert, das sind AURALIS. Dies ist das Debüt um die drei Musiker Conrad, Pike und Enrique, die vor einem halben Jahr die Karten der Genres neu gemischt haben, um ihr Inneres nach Außen zu kehren, ihre innere Pataphysik in Linien und Kästchen zu schieben, sie zerknüllen und in die Lautsprecher zu drücken!

Gebt dem Style einen Namen, wenn ihr wollt!!!

Eintritt frei

Fake Bombs

fabrik Potsdam Freitag, 22. August 2025, 20:00 Uhr
Schwarz-Weiß-Bild: Menschen mit Masken im Autovergrößern
Fake Bombs, © Künstler

Fake Bombs:
Tiny, Herzi & Martin, Gesang
Renaldo, Yeti & KayE, Gitarre
Theo & Martin, Bass
Markus, Saxophon Killian, Schlagzeug

Deutscher Poprock, Punk

Die Fake Bombs wurden Ende der 80er als Schülerband gegründet – zunächst mit Schlager und Dieter Thomas Heck als Manager. Nach Chaos und Trennung wechselten sie zum Mainstream-Punk und feierten Erfolge mit wilden Eskapaden. Anfang der 90er flohen sie wegen Steuerhinterziehung ins Ausland, spielten weiter im Untergrund und landeten später mit «Oben ohne» ein Comeback. Ein Gerichtsverfahren löschte ihre Online-Präsenz, doch in der Coronazeit formierten sie sich neu – mit depressivem Roboter am Schlagzeug.

Nun kehren sie am 2. August mit einem spektakulären Konzert zurück. Die Fake Bombs sind wieder da – skurriler, lauter und absurder denn je.

Eintritt frei

BV.R

fabrikgarten Potsdam Freitag, 29. August 2025, 20:00 Uhr
Band «BV.R»vergrößern
Band «BV.R», © Künstler

Band «BV.R»

Punk, Pop, Rock

BV.R vereint alte und neue Freunde, Lebensfreude und den Spaß an der Musik.

In diesem Jahr haben BV.R ihre erste LP Surferboy veröffentlicht. Alternative, Mainstream…? Egal, Schubladen interessieren BV.R nicht, die Mitglieder spielen sonst in Bands wie Sandow, The Maze Cab und Varganova.

«They say you never know the mystery of life. Someday we all must die. There’s no need for you to cry!» (BV.R – We’re All Gonna Die)

Eintritt frei

TRIP – Henn Miller's MusicVan

fabrikgarten Potsdam Freitag, 29. August 2025, 22:00 Uhr
vergrößern
Henn Miller's MusicVan, © Künstler

Henn Miller’s MusicVan:
Henn Miller und Gast, Konzept & Performance
Oscar Loeser & Clemens Kowalski, Video
Barbara Steinitz & Henn Miller, Musik

Multimediales Konzert

Im hinteren Teil dieses Vans ist Platz für einige Fahrgäste. Sobald die Autotür geschlossen ist, beginnt ein Roadtrip der besonderen Art. Henn Miller’s MusicVan nutzt das Auto als Klangraum, Instrument, Projektionsfläche und Bühne. Im Van läuft ein improvisierter Soundtrack aus elektronischen und akustischen Instrumenten und Live-Loops von perkussiven Klängen. Motorengeräusche, Schläge auf Fensterscheiben, Vibrationen und Klänge von Metall und Blech lassen den Eindruck einer musikalischen Reise entstehen, die sich wie eine rasante Fahrt auf der Autobahn anfühlt. Es riecht nach Freiheit!

Bei Henn Miller’s MusicVan fährt jeder seinen eigenen Film. Vom individuellen TRIP-Genuss, bei dem man sich verläuft und erst verträumt erwacht, wenn sich die Tür zur Realität wieder öffnet, bis hin zum kollektiven Erlebnis des wahnsinnigen Roadtrips. Immer neue Konstellationen, eine neue Crew, viel Platz für Improvisation in Bild und Ton; nicht nur jeder einzelne TRIP, sondern auch jeder TRIP-Abend entwickelt seine eigene Dynamik.

Konzerte zur späten Stunde! Eintritt frei

DéRIVE

fabrikgarten Potsdam Freitag, 5. September 2025, 22:00 Uhr
4 Musiker vom «DéRIVE»vergrößern
Band «DéRIVE», © Künstler

Band «DéRIVE», Schlagzeug, Bass, Gitarre & Keyboard

Postpunk noir

DéRIVE liebt musikalische Stilbrüche mit einer Leidenschaft zur Dynamik und melancholischen Melodien.

Das Quartett besteht aus Drums, Bass, Gitarre und Keys. Lautiert wird auch.

Ein musikalisch gut durchgerührter Frappé à la Postpunk Noir.

Konzerte zur späten Stunde! Eintritt frei

Ska-T

fabrikgarten Potsdam Freitag, 12. September 2025, 20:00 Uhr
Ska-Tvergrößern
Ska-T, © Künstler

Ska-T:
Hagen & Tille, Gesang
Otto, Gitarre & Bass
Martin, Bass
Alex, Schlagzeug

Ska, Punk, Ragga

Um die Jahrtausendwende gehörten Ska-T zu den bekanntesten und innovativsten Ska-Punk-Bands Deutschlands. Aus dem Harz ging es nach Leipzig, Berlin und Potsdam und in die Welt. «Dit is doch keen Ska», meckerten damals die Einen. «Dit is doch keen Punk», monierten die Anderen. «Sie setzen sich zwischen die Stühle und landen bequem im Sessel», stellte die Fachpresse fest. Die Stühle, das waren vor allem Ska, Punk, Ragga. Aber auch Nu Metal, Hip Hop und Reggae boten Sitzgelegenheiten, gereicht in einer energetischen Bühnenshow rund um die beiden Sänger. Seit 2021 wiedervereint sind sie älter, erfahrener, anders, aber die Chemie stimmt noch immer. Ska-T haben sich entschlackt und sind frischer den je.

Eintritt frei

Maggie's Farm unplugged

fabrikgarten Potsdam Freitag, 19. September 2025, 21:00 Uhr
4 Männervergrößern
Maggie's Farm, © Künstler

Maggie's Farm:
Benno, Schlagzeug
Knork, Bass
Pike, Gitarre
Kalli, Gesang

Rock: Brücke zwischen kreativer Sprengkraft und politischem Engagement

Seit über einem Jahrzehnt ist die Band vereint, verschwitzt, nicht müde, hat unendlich viel Energie und weiterhin gute Ideen für soziale Projekte… Die Fußstapfen der Vorbilder sind groß – Rage Against The Machine – Musikikonen und politische Aktivisten. Sie betreten die Bühnen nicht als Stars, sondern als Visionäre und Sprachrohr der Gerechtigkeit. Diese musikalisch-moralische Instanz ist die Motivation für Maggie’s Farm, sich immer wieder neuen sozialen Projekten zu widmen, und die Musik von RATM mit all ihrer Energie auf die Bühne zu bringen. Seit einigen Jahren erweitern Maggie’s Farm ihr Repertoire, für etwas versöhnlichere Töne abseits von RATM, um ein umfangreiches Unplugged-Programm, welches ihnen nicht weniger aus der Seele spricht. Sie spielen seit über zehn Jahren mit Leidenschaft und Energie, die ihren Vorbildern in nichts nachstehen.

Konzerte zur späten Stunde! Eintritt frei

Made in Potsdam – Festival aktueller Kunst 2025

TRANSPORÖS

Kunstraum & Waschhaus Potsdam Vernissage: Samstag, 11. Januar 2025, 16:00 Uhr
Sonntag, 19. Januar 2025, 11:00 Uhr Finissage: Sonntag, 16. Februar 2025, 13:00 Uhr
TRANSPORÖS, © YUNG FERNvergrößern
TRANSPORÖS, © YUNG FERN

Mike Geßner, künstlerische Leitung & Kuration von Kunstraums
YUNG FERN (Potsdam):
Jenny Alten, Lou Hoyer, Susanne Ramolla und Cécile Wesolowski, Kunstwerk

Ausstellung: 11. Jan – 16. Feb 2025 / Mi–So, 13:00–18:00

In der Ausstellung TRANSPORÖS schaffen Künstlerinnen, Frauen und Mütter eine Welt aus großen Installationen. Jeder Raum zeigt einen Teil der modernen Weiblichkeit. Die Gruppe YUNG FERN stellt die Grenzen zwischen Privat und Öffentlich, Realem und Digitalem, Selbst und Anderen infrage. Jedes Element von TRANSPORÖS oszilliert zwischen Sanftheit und Schmerz, zwischen Freiheit und Zwang. Ein lebens- und kunsterhaltendes Netz gegenseitiger Unterstützung durchscheint den Zustand der Porosität und bildet eine unvermeidliche Verbundenheit.

Eintritt frei

Feierlichkeiten zur Beerdigung des Kapitalismus

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 17. Januar 2025, 18:30 Uhr
Samstag, 18. Januar 2025, 18:30 Uhr
Menschen mit Gitarren singen und tanzen leidenschaftlich auf der Bühnevergrößern
Feierlichkeiten zur Beendigung..., Foto: Nico Baumgarten

Laura Heinecke, künstlerische Leitung, Choreografie & Performance
Gareth Clark, Text & Performance
Carla Wierer, Musik & Performance
Lubi Kimpanov, Performance
Lena Gätjens, Bühne
Miriam Mario, Kostüm
Ralf Grüneberg, Lichtdesign
Sophia Schützler, Technik
u.a.

Performance/Musik

«Der Kapitalismus ist tot. Nach langer Zeit nehmen wir Abschied von einem System, das viel Streit ausgelöst hat. Jetzt ist es Zeit, neu anzufangen – für uns, unsere Kinder und die Erde.»

In dem Stück geht es um Abschied und Neuanfang. Der Abend hat Theater, Tanz und Musik. Das Publikum macht manchmal mit – zum Beispiel bei Fragen, Gesprächen und Diskussionen über unsere Gesellschaft. Das Stück ist humorvoll und zeigt, wie wichtig Gemeinschaft ist. Am Ende essen alle zusammen.

KOSMOKÖRPER

Kunstraum & Waschhaus Potsdam Samstag, 18. Januar 2025, 17:30 Uhr
Sonntag, 19. Januar 2025, 11:00 Uhr
KOSMOKÖRPERvergrößern
KOSMOKÖRPER, © Elisabete Finger

Elisabete Finger, Leitung und Choreografie
MxM (Mirella Brandi X Muep Etmo), Licht und Ton
Guilherme Morais & Caroline Alves, Tanz und Kreation
Corpo a Fora, Produktion

Junger Tanz: Stück für junges Publikum ab 6 Jahre und Familien

KOSMOKÖRPER ist eine kosmisch-anatomische Reise durch das Innere des menschlichen Körpers. Das Stück ist wie eine Reise durch den menschlichen Körper. Zwei Personen stehen auf der Bühne und hinter ihnen werden bunte Bilder gezeigt: So reisen sie durch schöne und überraschende Landschaften. Was werden sie im Körper finden? Das Stück lädt ein, die kleine Welt in uns selbst neu zu entdecken.

Nach der Aufführung am 19.01. findet ein Workshop für Familien statt (Teilnahme kostenlos).

Relationshifts

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 24. Januar 2025, 19:00 Uhr
Freitag, 24. Januar 2025, 20:00 Uhr Samstag, 25. Januar 2025, 19:00 Uhr Samstag, 25. Januar 2025, 20:00 Uhr
Jin Lee & Jaroslav Ondruš, © Ceren Oran & Moving Bordersvergrößern
Jin Lee & Jaroslav Ondruš, © Ceren Oran & Moving Borders

Ceren Oran & Moving Borders (München):
Ceren Oran, Künstlerische Leitung & Choreographie
Jin Lee, Choreografie & Tanz
Uwe Brauns, Choreografie
Jaroslav Ondruš, Tanz
Magna Pia & Nihan Devecioglu, Musik
Sigrid Wurzinger, Bühne und Kostüm
Dennis Kopp, Lichtgestaltung
u. a.

Tanz & Performance

Die Zuschauer/-innen sitzen um den durchsichtigen Kubus. In dem Kubus sind zwei Personen. Sie zeigen mit Tanz, wie sich eine Beziehung verändert – vom Anfang der Liebe bis zum Wunsch nach mehr Freiheit. Das Stück dauert eine Stunde und wird zweimal hintereinander gespielt. Das Publikum kann sich einen oder beide Teile ansehen. Wenn man beide Teile sieht entdeckt man auch leichte Veränderungen. Relationshifts zeigt verschiedene Seiten des Lebens als Paar und wie sich die Gefühle und Körper in einer Beziehung verändern.

Anschließend am 24. Januar: Publikumsgespräch

Auralis / Knast (Potsdam/Berlin)

fabrik Club Potsdam Samstag, 25. Januar 2025, 21:30 Uhr
Auralisvergrößern
Auralis, © Künstler

Knast, Tanz
Auralis:
Conrad, Bass & Gesang
Pike, Gitarre
Enrique, Schlagzeug

Musikalische Pataphysik / Grunge, Garage

Unbekannt, unkartiert, unkariert, rasterfrei aber balanciert, das sind AURALIS. Dies ist das Debüt um die drei Musiker Conrad, Pike und Enrique (Drums), die vor einem halben Jahr die Karten der Genres neu gemischt haben, um ihr Inneres nach Außen zu kehren, ihre innere Pataphysik in Linien und Kästchen zu schieben, sie zerknüllen und in die Lautsprecher zu drücken! Gebt dem Style einen Namen, wenn ihr wollt!!!

KNAST – das ist Aufbrechen, Nachfragen, Kritisieren, während die Ratten tanzen. Garage, Gaze und Psychedelic Fuzz sind die Werkzeuge. Eifrig, aber eindeutig, denn es gilt, keine Zeit zu verlieren. KNAST: ein Garage, Grunge, Alternative Duo aus Berlin.

Eintritt frei.

Verlassene Nester

fabrikcafé Potsdam Sonntag, 26. Januar 2025, 11:00 Uhr
Cover «Verlassene Nester»vergrößern
Cover «Verlassene Nester», © Patricia Hempel

Patricia Hempel, Lesung

Wort(g)arten

Patricia Hempel liest einen Auschnitt aus ihrem neuen Roman Verlassene Nester. Der Roman erzählt die Geschichte von Pilly, die 13 Jahre alt ist. Die Handlung findet im Sommer 1992 in Ost-Deutschland statt. Zwei Jahre nach dem Fall der Mauer kann die Familie von Pilly nicht so gut mit der neuen Situation umgehen. Pilly fühlt sich allein und sucht nach Freunde und Liebe.

Verlassene Nester wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit dem Stipendium für deutschsprachige Literatur gefördert und für den Alfred-Döblin-Preis 2023 nominiert.

Patricia Hempel studierte erst Ur- und Frühgeschichte, bis es sie von der Archäologie zum Studium Literarisches Schreiben/Lektorat an die Universität Hildesheim zog.

HavelHop 2025

Warm-Up Party

fabrikgarten Potsdam Donnerstag, 1. Mai 2025, 20:00 Uhr
Logo «HavelHop»vergrößern
Logo «HavelHop», ©Veranstalter

DJ Mr. HavelHop
Workshop-Teilnehmer:innen & Potsdamer Lindy Hopper:innen, Tanz

Party

Die erste Party zum diesjährigen Potsdamer HavelHop. Die ersten Workshop-Teilnehmer:innen sind angereist und wollen sich unter die Potsdamer Lindy Hopper:innen mischen und sich für das lange Tanz-Wochenende eintanzen. DJ Mr.

HavelHop sorgt mit feinem Swing dafür, dass das auch gelingt!

Der Eintritt ist frei!

HavelHop 2025: Welcome Ball

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 2. Mai 2025, 20:00 Uhr
The Schwings Band springtvergrößern
The Schwings Band, © Künstler

The Schwings Band (Litauen):
Chester A. Whitmore, Gesang & Stepptanz
Remis Rancys, Saxophon & Komposition
Richardas Banys, Klavier
Denis Murašov, Kontrabass
Gediminas Stankevičius, Schlagzeug

Party mit Livemusik

Der erste große Swing-Ball im Rahmen des diesjährigen HavelHops. Lindy Hopper aus ganz Deutschland werden erwartet. The Schwings Band spielt! Die Schwings sind eine Vintage-Swing- und New-Orleans-Jazzband, die aus der litauischen Hauptstadt Vilnius stammt. Sie wurden 2011 von dem legendären Jazzmusiker und Multiinstrumentalisten Remis Rančys gegründet. Die Schwings wurden auf litauischen Jazzfestivals, in Clubs und bei Lindy-Hop-Tanzveranstaltungen schnell populär. Mit ihrer Musik, die so vielfältig ist wie die Jahreszeiten, können die Schwings wie der Sommer brennen, nostalgisch wie der Herbst, rein wie der Winter und erhebend wie der Frühling sein – und das alles an einem einzigen Abend.

Großer HavelHop Ball

Große Bühne, fabrik Potsdam Samstag, 3. Mai 2025, 20:00 Uhr
Party mit Livemusikvergrößern
Party mit Livemusik, Photo: Th. Hohlbein

DJ Mr. HavelHop
The Schwings Band
Über 200 Teilnehmer:innen des HavelHop-Workshops
Internationale Top-Tanzlehrer:innen

Party mit Livemusik mit Showprogramm

Der Große HavelHop Ball ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis. Die über 200 Teilnehmer:innen des HavelHop-Workshops sind schon bestens eingetanzt und unsere internationalen Top-Lehrer:innen zeigen in einer kleinen Show ihr Können.

Dazu spielt nochmal unsere grandiose Live-Band The Schwings Band und in den Band-Pausen sorgt DJ Mr. HavelHop für eine volle Tanzfläche. Swing ist die Musik der 30er und 40er Jahre, als Jazz noch Pop, als der Film schwarz-weiß, und das Leben bunt war.

Swingtee Spezial

OPEN AIR, fabrik Potsdam Sonntag, 4. Mai 2025, 16:30 Uhr
Swingtee Spezialvergrößern
Swingtee Spezial, ©Veranstalter

DJ Impulse
Talea & Holger Niesel, Tanz

Farewell Party OPEN AIR

Der Swingtee ist die monatliche Swing-Party im Café der fabrik Potsdam. Diesmal ist er zusätlich die Abschlussparty des diesjährigen HavelHops. Es gibt Swing-Musik von gestern und heute, so dass alle Tanzwütigen auf ihre Kosten kommen.

Talea und Holger lieben es, Lindy Hop zu tanzen. Sobald sie irgendwo Musik hören, die «swingt», «groovt» oder einfach schön ist, fangen sie an, zu bouncen und mit den Fingern zu schnippen.

Vergangene Performances im fabrik Potsdam 2025

Warten

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 21. März 2025, 19:30 Uhr
Samstag, 22. März 2025, 19:30 Uhr
1 Frau mit Koffervergrößern
Maren Strack, Photo: Uwe Arens

Maren Strack, Performance
Johan Lorbeer, künstlerische Leitung
Kerstin Lücker, Tonregie & Komposition
Peter Friedrich, Bühnenbild
Molly Raak, Co-Kostüm
Fabian Bleisch, Lichtkonzept

Tanz / Performance: Szenen aus der Zwischenwelt

In der Performance WARTEN nutzt Maren Strack ungewöhnliche Alltagsgegenstände. Im Mittelpunkt steht eine Bahnhofssitzbank mit einem großen Pendel darüber. Das Stück zeigt vier Arten des Wartens – von still und ruhig bis hektisch und nervös. Dabei entstehen sanfte Klangbilder oder explosive Bewegungen. Strack ist bekannt dafür, Alltagsmaterialien kreativ einzusetzen, deren Klänge den Ablauf der Performance prägen.

DU BIST DRAN!

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 28. März 2025, 10:30 Uhr, Schulaufführung
Samstag, 29. März 2025, 18:00 Uhr
Eine Szene von «DU BIST DRAN!»vergrößern
Eine Szene von «DU BIST DRAN!», Photo: Christina Gotz

Regina Rossi, Konzept, künstlerische Leitung & Choreografie

Junger Tanz (11+)

Ein Quartett von Spieler:innen und ein Publikum: Die Regeln werden auf den Kopf gestellt. Das Publikum macht mit, schaut zu, beantwortet Fragen und entscheidet, auf welcher Seite es steht. Aber Achtung: Es wird nicht immer fair gespielt, manchmal werden die Regeln verändert. Dabei wird gefragt: Wer gehört dazu? Was ist fair?

«DU BIST DRAN!» ist eine Einladung, pures Entertainment gemeinsam zu genießen, und gleichzeitig die Erinnerung daran, dass wir nie alleine im Spiel sind…

Grünes Licht

fabrik Club Potsdam Freitag, 4. April 2025, 20:00 Uhr
Grünes Lichtvergrößern
Grünes Licht, ©Veranstalter

velcro sync-Team:
Ricardo Block, Benno Frevert, Ralf Grüneberg, Conrad Katzer, Lars Lamprecht, Nora Meinhold, Sophia Schützler & Josch Siewert, Installation & Sound- und Geräuschcollagen

Audiovisuelles Konzert

Das velcro sync-Team hat zuletzt 2019 mit einem Multimedia-Konzert die Bühne der fabrik bespielt. 2025 kommt ein Teil der Formation unter dem Namen Grünes Licht mit einem neuen Konzept zurück, bei dem Texte auf Musik und Live-Bilder treffen. Klänge und Töne werden zum Sound-Teppich, gebrochen durch Gitarrenriffs und Melodien. Elektronische und akustische Grooves runden alles ab.

Der Abend ist offen für musikalische und bildliche Experimente, unterstützt von einer Mischung aus Sound- und Geräuschcollagen, Pop bis hin zu Electro-Beats.

Was geht, Erdling?

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 11. April 2025, 18:00 Uhr
Was geht, Erdling?vergrößern
Was geht, Erdling?, Photo: Stephan Floss

Caroline Beach & Saida Makhmudzade, Tanz

Explore dance – Tanz für Junges Publikum (8+)

Zwei Reisende aus dem Weltraum machen Halt auf der Erde und haben eine Mission: zu erfahren, was es bedeutet, Mensch zu sein. Ein paar Fakten haben sie schon zusammengetragen: zum Beispiel, dass es Dinge wie Zeit und Geld gibt. Aus Zeichentrickserien haben sie gelernt, wie sich Menschen wohl bewegen. Aber all die Dinge, die sie tun, wirken seltsam; wie sie sprechen klingt ein bisschen falsch und die Art und Weise, wie sie sich kleiden, irgendwie komisch. Ein paar Fragen bleiben noch offen und nicht nur für die Außerirdischen. Was geht, Erdling? ist ein humorvoller, spielerischer Versuch der Choreografinnen und Tänzerinnen Caroline Beach und Saida Makhmudzade, sich mit menschlichen Gewohnheiten auseinanderzusetzen.

Reihe Global Bodies: Brasilien «Borda»

fabrik große Bühne Potsdam Donnerstag, 12. Juni 2025, 19:30 Uhr
Freitag, 13. Juni 2025, 19:30 Uhr
Schwarz-Weiß-Bild: 1 Frau sitzt.vergrößern
Lia Rodrigues, Photo: Sammi Landweer

Lia Rodrigues Companhia de Danças (Rio de Janeiro):
Lia Rodrigues, Kreation & Choreografie Leonardo Nunes, Valentina Fittipaldi, Andrey da Silva, Larissa Lima, David Abreu, Raquel Alexandre, Daline Ribeiro, Sanguessuga, Cayo Almeida & Vitor de Abreu Oliveira, Tanz und Ko-Kreation
Silvia Soter, Dramaturgie
Nicolas Boudier, Lichtdesign
u.a.

Tanz & Performance

Mit Global Bodies öffnet die fabrik Potsdam ihre Türen für Perspektiven und Ausdrucksformen des Tanzes aus aller Welt. Die Gastspielreihe setzt thematische und geografische Schwerpunkte – immer ausgehend von Körper, Bewegung und Identität. Pulsierende Rhythmen, politische Choreografien oder poetische Bilder zeigen Tanz als universelle Sprache, die verbindet und aktuelle Fragen verhandelt. Die eingeladenen KünstlerInnen bringen ihre Stücke, Hintergründe und Bewegungsphilosophien mit und laden zum Austausch ein.

Die brasilianische Choreografin Lia Rodrigues beeindruckt immer wieder mit der Dringlichkeit ihrer Werke. Diese sind unmittelbar körperlich, sprechen die Sprache einer tiefen Menschlichkeit und gehen grundsätzliche Themen des Zusammenlebens und der Umwelt an. Mit ihrem neuen Stück Borda entwirft sie das Bild einer gemeinsamen Zukunft, in der die Ränder weniger Grenze als vielmehr Übergang sind.

Anschließend am Do 12. Juni: Publikumsgespräch

Bilder einer Klangquelle

fabrik Club Potsdam Freitag, 13. Juni 2025, 21:00 Uhr
2 Musikervergrößern
Matti Thölert & Marcel Siegel, © Künstler

Matti Thölert, Drums-FX
Marcel Siegel, Bass-FX & Visuals

Sound im Stillen

Matti Thölert & Marcel Siegel entwickeln seit einigen Jahren ihren gemeinsamen Sound im Stillen in Potsdam. Nun bringen sie das vorläufige Ergebnis auf die Bühne der fabrik Potsdam. In Ihren freien Improvisationen versuchen Sie immer etwas Neues zu entdecken. Das führt von leisen Geräuschen und seichten Texturen über melodiöse Spontan-Kompositionen bis hin zu dröhnendem, rauschendem Krach. Wohin die Reise führt, ist vorher nie klar. Nebenher reagiert auf die Musik eine Projektion, die sich aus verschiedenen Fotografien und Videosequenzen der eigenen Sammlung zusammensetzt.

Eintritt frei

Reihe Global Bodies: Mexiko «LEIB – What does a body desire?»

fabrik große Bühne Potsdam Donnerstag, 19. Juni 2025, 19:30 Uhr
Freitag, 20. Juni 2025, 19:30 Uhr
Eine Szene vom «LEIB – What does a body desire?»vergrößern
Eine Szene vom «LEIB – What does a body desire?», Photo: Paulina Cervantes / Maremoto Producciones

Shantí Vera, Performance, Tanz, Kreation, Konzept, Forschung, Choreografie und Bühnenleitung
Sendic Vázquez, Performance, Tanz & Sounddramaturgie
Jésica Elizondo, Performance, Tanz, Kreation & Lichtdramaturgie
Melissa Herrada, Performance, Tanz, Kreation & Produktionsmanagement
Manuel Estrella & Fermín Martínez, Kreation & Sounddramaturgie
Arturo Lugo, Kreation, Kostüm & Bühnenbild
Sabine Chwalisz & Hebzoariba Hernández, Dramaturgie
u.a.

Deutschlandpremiere - Tanz & Performance

Mit Global Bodies öffnet die fabrik Potsdam ihre Türen für Perspektiven und Ausdrucksformen des Tanzes aus aller Welt. Die Gastspielreihe setzt thematische und geografische Schwerpunkte – immer ausgehend von Körper, Bewegung und Identität. Pulsierende Rhythmen, politische Choreografien oder poetische Bilder zeigen Tanz als universelle Sprache, die verbindet und aktuelle Fragen verhandelt. Die eingeladenen KünstlerInnen bringen ihre Stücke, Hintergründe und Bewegungsphilosophien mit und laden zum Austausch ein.

Zu Beginn in Dunkelheit gehüllt, entfaltet LEIB – What does a body desire? ein akustisches Erlebnis aus Knistern und sanften Klängen, die den Raum erfüllen. Allmählich taucht eine Feuerstelle im Licht auf, und die Bühne wird zu einem Ort sinnlich-poetischer Beschwörung. Mit Stimme, Musik, Objekten und Bewegung wird nicht etwa ein Geist beschworen, sondern der Körper selbst – als erster Raum des Fühlens und der Begegnung.

Anschließend am Do 12. Juni: Publikumsgespräch

JazzLab – Intuition

fabrik Club Potsdam Freitag, 20. Juni 2025, 21:00 Uhr
Fermín Martínez spielt elektrische Musikvergrößern
Fermín Martínez, Photo: Lluna Gago

Line-Up:
Fermín Martínez, Live Electronics
Sendic Vázquez, Bewegung
Nicolas Schulze, Piano & Effekt Pedale

Konzertperformance

Das erste JazzLab 2025 startet mit internationalen Gästen! Eingeladen sind der Sounddesigner Fermín Martínez, sowie der Tänzer Sendic Vázquez. Beide mexikanischen Künstler sind zuvor in dem Stück LEIB – What does a body desire? auf der großen Bühne der fabrik zu sehen. Im Anschluss treffen sie für eine spontane Konzertperformance im Jazzlab auf Nicolas Schulze.

Die drei Künstler zelebrieren die Neugier auf das Unbekannte, das Geheimnis einer ersten Begegnung. Sie vertrauen auf ihre Intuition, über die Musik und den Körper eine gemeinsame Sprache zu finden. Nach dem Konzert öffnet sich die Bühne des Labs für das Publikum und mutiert zur Spielwiese der kollektiven Improvisation!

Eintritt frei

ZwischenSpiel

fabrik Potsdam Premiere, Samstag, 5. Juli 2025, 19:00 Uhr
Sonntag, 6. Juli 2025, 16:00 Uhr
Stück «Surprise»vergrößern
Stück «Surprise», © Jonas Zeidler

Mit Stücken von Carolin Luise Frauhammer, Linda Gieres & Caroline Lehners, Nina Ihlenfeld, fabrik JugendTanzCompany, Elli Laacke, Roberta Ricci, Hannah Schürgut, Lisa Voelckel und Christoph Octavio Zimmer.

Kurze Tanzstücke

Der Aufführungsabend ZwischenSpiel präsentiert sich als Kaleidoskop unterschiedlicher tänzerischer Ausdrucksformen. Die Bühne wirft ihr Licht auf Semi-Professionelle und Amateure aus Potsdam und Umgebung, die mit unbändiger Begeisterung Experimente wagen und Choreografien zeigen. In fesselnden Soli, leidenschaftlichen Duetten oder kraft vollen Gruppenkreationen werden Inhalte verhandelt, die die Vielfalt des Tanzes nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar machen.

Die AkteurInnen tauchen mutig in Themen wie Freundschaft und Einsamkeit, Gewicht und Zeit, Emotionen und Form – und laden ein, die strahlende Kraft und den Zauber des Tanzes gemeinsam zu erleben.

WhatsArt – Workshopwoche in der Schiffbauergasse

fabrik Potsdam Montag, 28. Juli 2025, 10:00 - 16:00 Uhr
Dienstag, 29. Juli 2025, 10:00 - 16:00 UhrMittwoch, 30. Juli 2025, 10:00 -16:00 UhrDonnerstag, 31. Juli 2025, 10:00 -16:00 UhrFreitag, 1. August 2025, 10:00 -16:00 Uhr
2 Kinder spielen.vergrößern
Tanz – Stadt – Raum, Photo: Eleni Prestel

Mit WhatsArt präsentieren die fabrik Potsdam, das Waschhaus, das museum FLUXUS+ und das T-Werk ein gemeinsames Workshopangebot für Kinder und Jugendliche in der Schiffbauergasse Potsdam. Ab sofort können Anmeldungen gern über das Anmeldeformular eingereicht werden.

vergrößern

Tanz – Stadt – Raum

Eva Burghardt & Susanne Soldan, Tanz & Choreografie

Eigene Stadt-Choreografie - für Kinder ab 8 Jahren

Hast du Freude an Bewegung, tanzt gern frei zu deinem eigenen Rhythmus und erkundest neugierig deinen Kiez? In diesem Workshop der fabrik Potsdam werden die Außenbereiche der Schiffbauergasse entdeckt und bespielt, wodurch aktiv die Stadt kennengelernt und inspiriert werden lassen. Die Erlebnisse, die gesammelt werden, werden anschließend im Tanzstudio mithilfe von (Land-)Karten in Geschichten umgewandelt und tänzerisch umgesetzt, sodass am Ende die eigene Stadt-Choreografie geschaffen worden sein wird.

Eva Burghardt ist Tänzerin und Tanzvermittlerin und liebt das gemeinsame Improvisieren. Susanne Soldan ist Performance- und Tanzschaffende und Teil des Sudden Starlings Collective, das Tanz und Video in Auseinandersetzung mit öffentlichen Räumen verbindet.

Videokunst

Oscar Loeser, Schnittmeister
Clemens Kowalski, Bühnenbildner

Die faszinierende Welt der bewegten Bilder - für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren

Bunt, knallig, laut und leise – in diesem Workshop der fabrik Potsdam hast du die Möglichkeit, mithilfe verschiedener Videotechniken Geschichten über Rhythmus und Farbe, über Schrift und Klang zu erzählen. Die Objekte, Dinge, Zeichnungen, Texte, Fotos und Töne werden recycelt und erhalten neues Leben eingehauchen. Von einfachen Stopptrick-Animationen bis hin zu Mapping-Techniken werden sowohl analoge als auch digitale Möglichkeiten erforscht. Wenn du etwas zu erzählen hast, Musik liebst und der Überzeugung bist, dass Bilder mehr als tausend Worte sagen können, dann ist dieser Workshop genau das Richtige für dich!

Oscar Loeser und Clemens Kowalski arbeiten seit Jahren an der Schnittstelle zwischen Leinwand und Theaterraum.

Étape Danse: Offenes Studio

fabrik Potsdam Freitag, 29. August 2025, 11:00 Uhr
Stefania Tansini tanztvergrößern
Stefania Tansini, Photo: Giulia Lenzi

1 Frauvergrößern
Dalila Belaza, © Künstler
Étape Danse ist ein trilaterales, europäisches Residenzprogramm, das jedes Jahr drei ausgewählte, neue Tanz-Produktionen aus Frankreich, Deutschland und Italien unterstützt. In einem Offenen Studio präsentiert die fabrik Potsdam dieses Jahr Ausschnitte und Works-in-progress. Ein Bus-Shuttle zw. Berlin und Potsdam steht zur Verfügung (mit Anmeldung unter etapedanse@fabrikpotsdam.de).

In Kooperation mit dem Festival Tanz im August

UN PEU POUR MON COEUR...
Dalila Belaza (Paris), Tanz & Performance

Dalila Belaza interessiert sich seit langem für Algerien und sein Lied- und Tanzerbe. In der Überzeugung, dass Tanz auf die gleiche Weise gehört werden kann wie Musik, interessiert sie sich für die „Choralität“ von Körper und Stimme. In Un peu pour mon cœur…, ihr Ziel ist es, eine Erfahrung zu schaffen, die auf dem Bedürfnis basiert, eine gemeinsame Frequenz zwischen Körper, Stimme und Klang zu nutzen.

MADELEINE
Stefania Tansini (Turin), Tanz & Performance

Madeleine ist ein choreografisches Projekt, das die Beziehung zwischen Orten und der menschlichen Figur erforscht. Indem es einem Körper folgt, der sich durch alltägliche Landschaften und Räume bewegt, entwickelt es eine Sensibilität für das, was den Körper umgibt und ihn aufnimmt, und schafft Verbindungen zwischen scheinbar getrennten Grenzen.

1 Mannvergrößern
Yotam Peled, Photo: Merlin Ettore
1 hübsche Frauvergrößern
Nitzan Moshe, Künstler

ONE STRIKE SALVATION
Yotam Peled & Nitzan Moshe (Berlin), Tanz & Performance

One Strike Salvation ist eine zeitgenössische Gedenkzeremonie mit einer Mischung aus Tanz, Text und Gesang. Sie wird von zwei migrantischen KünstlerInnen aufgeführt und erkundet die Spannung zwischen Zugehörigkeit und Vertreibung, Nostalgie und Identität. Durch die Verwendung von Objekten, die mit kollektivem Gedächtnis aufgeladen sind, dekonstruiert sie Tradition, Heldentum und die Rolle des Körpers in Trauer und Feier.

Tie Break

Große Bühne, fabrik Potsdam Freitag, 26. September 2025, 10:00 Uhr
Samstag, 27. September 2025, 19:00 Uhr
3 Jugendlichen tanzen.vergrößern
Marino Arizo, Alanna Reimpell Bravo & Victor Karwath, © Constantin Trommlitz

Constantin Trommlitz, Choreografie, Konzept & Musik
Marino Arizo, Alanna Reimpell Bravo & Victor Karwath, Co-Choreografie & Performance
Ole Kaufmann, Konstruktion Rahmen (Bühne)

Festival explore dance #7 & Tanz für Junges Publikum

In einem urbanen Tanz-Battle treten Tänzer:innen gegeneinander an, das Publikum oder eine Jury entscheidet über den Sieg. Ursprünglich entstanden diese Battles aus Gangrivalitäten, die tanzend statt mit Gewalt ausgetragen wurden. Battles sind unvorhersehbar: Musik, Boden, Platz und Gegner:innen stehen nicht fest. Die Herausforderung liegt darin, spontan zu reagieren und alles zu geben. Doch es geht um mehr als den Sieg – um Selbstbild, Potenzial, Selbstzweifel, Originalität und den Umgang mit Druck und Niederlagen.

Tie Break erforscht, wie Tanz-Battles als Übersetzung für persönliche Kämpfe dienen. Ängste, überhöhte Selbstansprüche und der Wunsch nach Akzeptanz sind tägliche Begleiter. Wie können diese Herausforderungen überwunden werden? Wann wird der Kampf zum Moment der Befreiung, in dem man sowohl bei sich selbst als auch Teil der Crew ist?

Dialog und Begegnung: über das Kreisen

fabrik Potsdam Freitag, 26. September 2025, 11:00 Uhr
Workshop "Wie es wirklich war": Tanz von den Kindernvergrößern
Workshop "Wie es wirklich war", Foto: Angelique Preau

Festival explore dance #7 / Diskurs
Tanz entdecken, Fragen stellen, selbst Mitmachen – das Festival ist Ort für Begegnung und Austausch. Das Vermittlungsprogramm lädt Schulklassen, Lehrerinnen, Kinder, Jugendliche und Familien dazu ein, Tanz vielschichtig zu erleben. Das Team des Festivals steht bei allen Fragen zu den Angeboten und Workshops gern zur Verfügung unter: info@explore-dance.de oder 0331 – 2800314.

Highlights:

- ÜBER DAS KREISEN – EIN WORKSHOP FÜR ALLE
17:00–18:00, fabrik Studiohaus
Mit den Choreografinnen Johanna Ackva und Laura Gary
Kreisen, Summen, Tanzen – ein offener Bewegungsworkshop für alle von Groß bis Klein

- IMPROVISATION
18:15, outdoor vor dem fabrikCafé
Eine Performance der fabrik JugendTanzCompany

Dialog und Begegnung: Tanz - Rhythmus

abrik Potsdam Samstag, 27. September 2025, 14:30 Uhr
Die Leute sprechenvergrößern
Dialog und Begegnung, Foto: Peter Adamik

Festival explore dance #7 / Diskurs
Tanz entdecken, Fragen stellen, selbst Mitmachen – das Festival ist Ort für Begegnung und Austausch. Das Vermittlungsprogramm lädt Schulklassen, Lehrerinnen, Kinder, Jugendliche und Familien dazu ein, Tanz vielschichtig zu erleben. Das Team des Festivals steht bei allen Fragen zu den Angeboten und Workshops gern zur Verfügung unter: info@explore-dance.de oder 0331 – 2800314.

Highlights:

TANZ – RHYTHMUS – MITEINANDER
WORKSHOP FÜR PÄDAGOG:INNEN
16:00 – 18:00, fabrik Studiohaus
Mit Nina Ihlenfeld
Ein Workshop für Lehrer:innen aller Schulformen und Fächer, die zeitgenössischen Tanz kennenlernen und selbst praktisch ausprobieren und erleben möchten.

WEITERTANZEN!
20:30, fabrik Café
Festivalparty mit Tilmeister

Schön Anders

Große Bühne, fabrik Potsdam Sonntag, 28. September 2025, 16:00 Uhr
Montag, 29. September 2025, 10:00 Uhr
4 Frauen und 1 Mann tanzen.vergrößern
Eine Bewegung vom «Schön Anders», Foto: Maciej Zakrzewski

Ceren Oran, künstlerische Leitung, Choreografie & Tanz
Maria Casares González, Jovana Zelenović, Rotem Weissman & Roni Sagi, Tanz
Benny Omerzell, Musik & Komposition
Sigrid Wurzinger, Kostüm
Dennis Dieter Kopp, Licht
Moos van den Broek, dramaturgische Begleitung
u.a.

Festival explore dance #7: Bühnenstück

Gruppenverhalten prägt uns. Menschen sind Herdentiere, sie schützen und organisieren sich in Klassenverbänden, Freizeitvereinen, in Staatengemeinschaften und Unionen. Wie erfährt man diese Gemeinschaft? Was muss jede:r tun, um dazu zugehören? Und was passiert, wenn man eine Gruppe verlässt? Wer möchte dazugehören oder wer möchte einen eigenen Trend setzen? Denn es ist auch ganz schön anders zu sein!

In Schön Anders bringen fünf Performer:innen und ein Musiker ihre eigenen Erfahrungen vom Anderssein und von Zugehörigkeit ein. Sie begeben sich spielerisch, humorvoll und berührend auf eine Reise in unterschiedliche Gefühlswelten und zeigen, wie man sein Anderssein ausleben und gerade dadurch der Gruppe eine neue Qualität verleihen kann.