T-Werk Potsdam

Rot beleuchteter Flachbau bei Nachtvergrößern
T-Werk, Photo: T-Werk

30. Internationales Theaterfestival Potsdam
5. bis 9. November

Veranstalter des Festivals ist der Theaterverein T-Werk, der seit 2004 über eine eigene Spielstätte auf dem Gelände des Kulturstandortes Schiffbauergasse Potsdam verfügt. Musiktheater, Schauspiel, Masken- und Figurentheater gehören ebenso zum Programmangebot wie Konzerte, Lesungen und Workshops. Mit seiner Spielplangestaltung verfolgt das T-Werk ein generationsübergreifendes Konzept.

Neben Aufführungen eigener Produktionen bietet das T-Werk auch anderen freien Theatergruppen Möglichkeiten für Probe und Präsentation. Regelmäßige gegenseitige Gastspiele im nationalen und internationalen Raum dienen dabei der künstlerischen Anregung und fördern einen länderübergreifenden Austausch.

Herausragende Bestandteile des Programms sind die jährlich wiederkehrenden Festivals und Veranstaltungen. Dazu gehören neben dem Theaterfestival «Unidram» die «Lange Nacht der Freien Theater» und die 2014 initiierten «Schirrhofnächte» sowie die Workshopwoche «WhatsArt».

Programm 2024

VERLIEBT! VERLOBT! VERHINDERT?

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Dienstag, 16. Januar 2024, 15:00 Uhr
Theater MITEINANDERsvergrößern
Theater MITEINANDERs, © Künstler

Theater MITEINANDERs der Oberlin Werkstätten:
Hans-Albrecht Weber, Regie
Bettina Görgens, Regieassistenz
Judith Mähler & Tanja Kämmer, Ausstattung
Dagmar Windl, Ausstattungsassistenz
Robert Göber, musikalische Leitung
Madeleine Meyer, Organisationsleitung
Gutfilm/Olaf Gutowski, technische Leitung

Ein inklusives Musical von Hans-Albrecht Weber und Robert Göber (12+)

Wird Sonja endlich ihren Traumpartner finden? Und welche Chancen hat Ronny aus der Werkstatt für behinderte Menschen beim Speed Dating? In dem Musical „VERLIEBT! VERLOBT! VERHINDERT?“ zeigt das inklusive Ensemble der Oberlin Werkstätten sechs Singles in einer Dating-Show. Da geht es beschwingt zu, humorvoll und bisweilen tragikomisch. Mit jeder Menge Musik, live gesungen und eingespielt von der MITEINANDERs-Band. Das Ensemble aus Beschäftigten der Oberlin Werkstätten und Auszubildenden der Beruflichen Schulen Hermannswerder setzt sich auf unterhaltsame Weise mit der Frage nach Normalität im Umgang mit Menschen mit Behinderungen und deren Wünschen nach Liebe und Partnerschaft auseinander.

Herr Eichhorn und der erste Schnee

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 21. Januar 2024, 16:00 Uhr
Montag, 22. Januar 2024, 10:00 Uhr Dienstag, 23. Januar 2024, 10:00 Uhr
ein Teddyvergrößern
Figur von «Herr Eichhorn und der erste Schnee», © Künstler

puppen.etc:
Laura Frey & Christiane Klatt, Spiel
Silvia Eisele, Figuren
Susanne Henke, Regie
Sven Otto, Musik
Sebastian Meschenmoser, Rechte

Figurentheater nach dem Kinderbuch von Sebastian Meschenmoser (3+)

Schnee ist toll, für eine Weile sieht die Welt ganz anders aus. Aber was, wenn man noch nie Schnee gesehen hat? Herr Eichhorn, der Igel und der Bär verschlafen ja den Winter, sie wissen nicht, wie Schnee aussieht. Der Bock hat gesagt, Schnee ist weiß, nass und kalt – also machen sich die Drei auf die Suche, das kann ja nicht so schwer sein. Herr Eichhorn, der Igel und der Bär suchen das Gleiche, finden aber alle drei etwas anderes. Als sie nicht mehr weiterwissen, fällt der erste Schnee. Sie brauchen ihn gar nicht zu suchen, er fällt ihnen vor die Nase. Sie müssen nur wach bleiben. Müssen wir immer erst mühsam suchen, was wir finden möchten? Oder findet es uns von ganz allein?

Christiane Klatt hat nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften verschiedene Dramaturgieaufträge und Regieassistenzen übernommen und im Anschluss in London Puppenspiel studiert. In dem von ihr gegründeten Theater puppen.etc arbeitet sie regelmäßig mit anderen KünstlerInnen zusammen.

Ecstatic Dance Potsdam

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Dienstag, 23. Januar 2024, 20:00 Uhr
Dienstag, 20. Februar 2024, 20:00 Uhr Dienstag, 19. März 2024, 20:00 Uhr
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Ecstatic Dance Potsdam, © Veranstalter

Kristina Tschesch, Spaceholding
Ben Pavlidis/Chichi Banana, Resident DJ

Workshop: Tanzen ohne Substanzen, Handys und Gequatsche. Mit viel Bass, Beats und Her(t)z!

«Ecstatic Dance Potsdam» ist seit 2019 im T-Werk zuhause und lädt zur gemeinsamen Tanzreise ein. Das etwa zweistündige DJ-Set ist in musikalischen Wellen aufgebaut und wird eingerahmt durch ein Warm-Up und eine meditative Endentspannung.

Wichtig zu wissen:
Dies ist ein Dance-Workshop ohne Alkohol und andere Drogen, ohne Smartphones, Kameras, Schuhe und Reden. Um teilzunehmen, braucht ihr keinerlei Vorerfahrung. Auch alle Altersklassen sind willkommen. Tragt am besten bequeme Klamotten und bringt gern eine Decke für die Entspannungsphasen mit. Eure eigene verschließbare Wasserflasche könnt ihr jederzeit nachfüllen. Alkoholfreie Getränke gibt es außerdem im T-Werk zu kaufen. Bitte kommt pünktlich, denn wir beginnen den Workshop gemeinsam, damit es ein echtes Gruppenerlebnis werden kann.

  • 19:00 Uhr: Einlass und freies Warmup zu Musik
  • 20:00 Uhr: Gemeinsamer Beginn mit Bewegungsübung und DJ-Set
    Achtung! Kein Nacheinlass. Um 20 Uhr bitte spätestens im Raum sein.
  • 22:15 Uhr: Chillout mit Meditation
  • 22:45 Uhr: Ende

Ein Frühstück geht auf Reisen

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 28. Januar 2024, 16:00 Uhr
Montag, 29. Januar 2024, 10:00 Uhr
1 Frau sitzt mit einem Löffelvergrößern
Eine Szene vom «Ein Frühstück geht auf Reisen», © Veranstalter

Eva Kaufmann, Stückentwicklung & Regie
Christiane Kampwirth, Stückentwicklung & Spiel
Tanja Kämmer & Judith Mähler, Ausstattung
Beo Brockhausen, Musik
Werner Wallner, Lichtgestaltung

Figurentheater (4+)

Ein Morgen wie jeder andere? Auf keinen Fall, denn Teller und Becher entfalten ein Eigenleben. Ja, der ganze Frühstückstisch verwandelt sich in eine Berglandschaft mit rodelnden und jodelnden Cornflakes, die in einer Seilbahn zu Sambarhythmen tanzen. Doch wer hätte gedacht, dass die Geräusche von Cornflakes direkt an die Brandung des Meeres führen, wo Tiefseewesen verblüffende Ähnlichkeiten mit Müslischale und Kehrblech haben. In dieser mit Witz und Phantasie gespielten Guten-Morgen-Geschichte nehmen alltägliche Objekte und Klänge vom Frühstückstisch das Publikum mit auf eine phantasievolle Reise.

Christiane Kampwirth studierte nach einer Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut Berlin an der HfS Ernst Busch Puppenspielkunst. Seit 2007 arbeitet sie als Schauspielerin und Puppenspielerin, dabei führten sie eine Vielzahl von Gastspielen und Engagements an verschiedene Stadt- und Staatstheater. Aber vor allem tourt sie mit ihren Inszenierungen, in denen die Möglichkeiten des Schauspiels und des Figurentheaters fantasievoll miteinander verknüpft werden, quer durch die Lande.

Das kleine Licht bin ich

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 11. Februar 2024, 16:00 Uhr
Montag, 12. Februar 2024, 10:00 Uhr
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Eine Szene von «Das kleine Licht bin ich», © Veranstalter

T-Werk:
Jens-Uwe Sprengel, Regie
Laura Heinecke, Tanz
Heide Schollähn, Bühne & Live-Projektionen
Nicolas Schulze, Musik
Heather MacCrimmon, Kostüm
Stephanie Scheubeck, Paula E. Paul, choreographische Mitarbeit
Wolf Dieckmann, Mitarbeit Bühne
Henning Günther, Technik

Ein Lichtspiel-Tanztheater (3+)

Licht und Schatten machen sich auf, im großen Universum eine Welt aus Hell und Dunkel zu erschaffen. Zwei Wesen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber in ihrem Zusammenspiel wunderschöne Bilder entstehen lassen. Doch so schnell wie die Lichtbilder erscheinen, entschwinden sie auch wieder und verwandeln sich in immer neue Fantasiegebilde. Im Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit, von Tönen, Klängen und Stille, von Stillstand und Bewegung entsteht ein Traumtheater voller Zauberei und schönem Schein.

Die T-Werk-Produktion «Das kleine Licht bin ich» ist die erste gemeinsame Inszenierung mit der bildenden Künstlerin Heide Schollähn, der Tänzerin Laura Heinecke und dem Musiker Nicolas Schulze. Dank der assoziativen Bildersprache wird in dem Stück das gesprochene Wort außer Acht gelassen. So entsteht in der Kombination von Tanz, Musik und Live-Projektionen eine märchenhafte Welt, die die kreative Fantasie der Kinder herausfordert und zeigt, wie sich mit einfachsten Mitteln immer neue Bilderwelten erschaffen lassen.

Ich habe König!

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 18. Februar 2024, 16:00 Uhr
Montag, 19. Februar 2024, 10:00 Uhr
Schäfer-Thieme-Produktion mit Figur von einem großen Schaf und einem kleinen Löwevergrößern
Schäfer-Thieme-Produktion, © Künstler

Schäfer-Thieme-Produktion:
Pierre Schäfer & Veronika Thieme, Spiel
Tristan Vogt, Regie
Team, Regie & Ausstattung
Giovanni Reber, Musik

Figurentheater (4+)

König und Königin zu spielen, macht Spaß! Eine Königs-Krone aufzusetzen und ein Königin-Kleid anzuziehen, ist lustig. Aber wie ist es, ein König oder eine Königin zu sein? Stellen sie ihre eigenen Regeln auf und müssen selbst keine befolgen? Das wäre toll: ein Leben in Saus und Braus – man kann machen, was man will und alle anderen müssen mitmachen! Aber wie ist das für die, die nicht König oder Königin sind? Mit Gegenständen, Objekten und Dingen werden kleine Geschichten über Königreiche erzählt, wie sie entstehen und wie sie wieder verschwinden. Dabei plaudert der König der Teddybären über seinen Alltag, ein Löwe versucht gefährlich zu sein und ein Schaf ist auch dabei.

Pierre Schäfer, Puppenspieler und Gründungsmitglied des Theaters Handgemenge, zählt zu den kreativsten und interessantesten Künstlern dieses Genres und gastierte im T-Werk bereits mehrfach in unterschiedlichen Konstellationen. «Ich habe König!» ist die zweite Kindertheater-Produktion, die Pierre Schäfer gemeinsam mit der Figurenspielerin Veronika Thieme entwickelt hat.

Der kleine Eisbär

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 25. Februar 2024, 16:00 Uhr
Montag, 26. Februar 2024, 10:00 Uhr Dienstag, 27. Februar 2024, 10:00 Uhr
1 weißer Teddybärvergrößern
Der kleine Eisbär, © Künstler

Figurentheater Ute Kahmann:
Ute Kahmann, Spiel
Tilmann Harte, Regie
Peter Röders/fabula theater, Bühne
Kai Leinweber, Musik

Puppenspiel nach einer Geschichte von Hans de Beer (4+)

Lars, der kleine Eisbär, sehnt sich nach den Abenteuern in der weiten Welt. Als er neugierig eine Kiste erkunden will, ist er plötzlich gefangen. Im Bauch eines Flugzeuges gelingt es ihm, sich zu befreien, und er findet in den anderen Kisten seinen Freund, das Walross, und auch Lea, das Braunbärenmädchen. Bei einer Zwischenlandung können sie fliehen und gelangen auf abenteuerliche Weise wieder an den Nordpol zurück. Und Lars hat nun eine neue Bärenfreundin.

Ute Kahmann spielt seit 1987 professionell Figurentheater für Kinder und Erwachsene. Neben verschiedenen Regieaufträgen ist sie Gastdozentin an der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin. Mit ihrer unverwechselbaren Art zu spielen hat sie nicht nur in Berlin, sondern auch bundesweit, sowie auf Festivals begeisterte Freunde gefunden. Im T-Werk ist Ute Kahmann seit vielen Jahren ein regelmäßiger und gern gesehener Gast.

Staub – Dust – אבק

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 1. März 2024, 20:00 Uhr
Samstag, 2. März 2024, 20:00 Uhr
Ein Mann spielt mit Tüte und 1 Frau spielt Geigevergrößern
Eine Szene von «Staub – Dust - אבק», Photo: Christian Jager

Figurentheater Wilde & Vogel/Golden Delicious:
Ari Teperberg, Michael Vogel, Inbal Yomtovian & Charlotte Wilde, Spiel & Livemusik
Michael Vogel, Figuren
Jonas Klinkenberg, Dramaturgie
Antonia Christl & Hendrik Mannes, Regie

Figurentheater mit Livemusik

Ausgehend von persönlichen Erinnerungen und Familiengeschichten beleuchten die beiden Kollektive Golden Delicious und Wilde & Vogel Momente, die uns allen gemeinsam sind oder uns vereinzeln. Wie bin ich geworden, wer ich bin und wer sind die anderen? Vier KünstlerInnen unterschiedlicher Disziplinen beleuchten ausgehend von persönlichen Erinnerungen, Familiengeschichten und Träumen schwarze Löcher in persönlichen und kollektiven Geschichte(n). Aus einer Sammlung von Motiven, gemeinsamen Liedern, persönlichen Geschichten wird ein Theaterabend, der Zeit und Raum aufhebt. Figuren- und Objekttheater, Bewegung und Erzählung werden von Musik begleitet und zusammengeführt durch Gesang.

Das Figurentheater Wilde & Vogel wurde 1997 von Michael Vogel und Charlotte Wilde gegründet. Mit ihren vielfach ausgezeichneten Inszenierungen u. a. in Kooperation mit Frank Soehnle, Christoph Bochdansky, Florian Feisel und der Kompania Doomsday gehören Wilde & Vogel zu den europaweit erfolgreichsten Figurentheater-Ensembles. Gastspiele führten das Theater in über 30 verschiedene Länder in Europa, Amerika und Asien. «Dust» ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem Leipziger Duo und der ursprünglich aus Israel stammenden Company Golden Delicious, die inzwischen ihren Sitz in Frankreich hat.

Nils Karlsson Däumling

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 3. März 2024, 16:00 Uhr
Montag, 4. März 2024, 10:00 Uhr
Figur von einem Junge, er hat grüne Hose und roten Shirtvergrößern
Figur von «Nils Karlsson Däumling», Photo: Petra Albersmann

Theater Couturier:
Martina Couturier, Spiel
Stephan Wunsch, Regie
Dirk Riethmüller, Bühne
Petra Albersmann, Figuren

Puppentheater nach dem Märchen von Astrid Lindgren (4+)

Bertil ist allein zu Hause, doch das ist ziemlich langweilig. Plötzlich knirscht und rumpelt da etwas. Kommt das aus dem Radio? Und tatsächlich, da wohnt jemand – ein Däumling! Er lädt Bertil ein, mit ihm in seine winzige Wohnung zu kommen. Und schon beginnt das Abenteuer. Ganz einfach mit dem Zauberwort «Killevipps»! Das Märchen von Astrid Lindgren ist eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Abenteuer und Erfindungsgeist.

Martina Couturier hat nach ihrem Studium der Philosophie, Biologie und Theologie und ihrem Staatsexamen eine Schauspielausbildung in München absolviert. Verschiedenen Engagements in der ganzen Bundesrepublik sowie diversen internationalen Gastspielen folgte 2008 die Gründung vom Theater Couturier als mobile Bühne. Inzwischen hat das Theater zahlreiche Stücke im Repertoire, die in Kooperation mit diversen KünstlerInnen entstanden sind.

«Die Möglichkeit von Glück» – Auf Spurensuche mit Anne Rabe

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 8. März 2024, 19:00 Uhr
1 Frau mit TShirt schaut sanft ins Kamera anvergrößern
Anne Rabe, Photo: Annette Hauschild

Autonomes Frauenzentrum:
Anne Rabe, Lesung

Lesung zum internationalen Frauentag

Das Autonome Frauenzentrum Potsdam begeht den internationalen Frauentag mit einer Lesung von Anne Rabe. Sie trifft mit ihrem Buch «Die Möglichkeit von Glück» den Nerv der Zeit: Der aktuelle Rechtsruck lässt Erinnerungen an die frühen 90er Jahre aufkommen. Ganz nach dem Motto der 34. Brandenburgischen Frauenwoche, «Dit könn‘ wa besser!» möchte das Autonome Frauenzentrum mit der Lesung und einer anschließenden Gesprächsrunde den gesellschaftlichen Ursprüngen von rechter und familiärer Gewalt auf den Grund gehen.

Anne Rabe, geboren 1986 in Wismar, ist Schriftstellerin, Dichterin, Drehbuch-, Theater- und Hörspielautorin, Musikerin und lebt mit zwei Kindern in Berlin. Ihr Buch «Die Möglichkeit von Glück» wurde für den deutschen Buchpreis nominiert.

⁝⁝⁝⁝⁝Hinweis: In Anne Rabes Buch werden verschiedene Formen von körperlicher und psychischer Gewalt geschildert. ⁝⁝⁝⁝⁝

Das Autonome Frauenzentrum Potsdam ist ein Zusammenschluss von Frauen mit dem Ziel, Frauen und Mädchen auf individueller, zwischenmenschlicher und gesellschaftlicher Ebene zu stärken. Der Verein engagiert sich seit 1990 für Bildung, Kommunikation, Beratung und Vernetzung von Fraueninteressen sowie gegen Gewalt. Er ist politisch und konfessionell unabhängig.

Neeweißnich und Rosenrot

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 10. März 2024, 16:00 Uhr
Montag, 11. März 2024, 10:00 Uhr
Figuren von «Neeweißnich und Rosenrot»vergrößern
Figuren von «Neeweißnich und Rosenrot», © Veranstalter

Theater Anna Rampe/Theater Zitadelle:
Daniel Wagner, Regie
Anna Wagner-Fregin, Spiel
Regina Wagner, Dramaturgie
Mechtild Nienaber, Puppen
Ralf Wagner, Bühne & Ausstattung
Ira Storch-Hausmann, Kostüm & Stoffliches

Puppentheater nach dem Märchen der Brüder Grimm (5+)

Die eine Schwester weiß nicht recht, dafür weiß die andere umso mehr. Rosenrot erzählt die Geschichte ihrer Kindheit und warum ein Zwerg in ihrem Garten wohnt. Natürlich erzählt sie auch, warum Neeweißnich am Ende doch mehr weiß, als sie gedacht hat. Sie heiratet den Prinzen Bärtram, der wirklich noch viel lernen muss. Eine spannende Geschichte, in der es immer wieder um die Frage geht: Wem gehört die Welt und wer ist denn jetzt eigentlich der Bär? Mit viel Sprachwitz und originellen Figuren erzählt das Theater Anna Rampe das Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot so überraschend neu, dass sich das Gefühl einstellt, diese Geschichte zum ersten Mal zu hören.

Anna Wagner-Fregin alias Anna Rampe arbeitete nach Abschluss des Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin mehrere Jahre am theater junge generation in Dresden. 2008 machte sie sich als Figurenspielerin und Puppenbauerin selbständig und so entstanden in den letzten Jahren in Koproduktion mit dem Theater Zitadelle eine Vielzahl erfolgreicher Produktionen, in denen sie nicht nur die jüngsten ZuschauerInnen zu verzaubern weiß.

Kasper tot. Schluss mit lustig?

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 15. März 2024, 20:00 Uhr
Samstag, 16. März 2024, 20:00 Uhr
Figur von «Kasper tot. Schluss mit lustig?»vergrößern
Figur von «Kasper tot. Schluss mit lustig?», Photo: Lutz Edelhof & Stephan Walzl

Lutz Großmann, Puppen & Spiel
Hans-Jochen Menzel, Regie

Ein Handpuppenspiel auf der Grenze zwischen Leben und Tod

Tritratrallala – seid ihr alle da? So fingen in der guten alten Zeit die guten alten Kasperstücke an. Doch das war einmal, denn dunkle Gestalten haben sich zu einer furchtbaren Macht verbündet, die nur ein Ziel kennt: nie wieder Tritratrallala. Kasper ist in der Krise, der König schimpft ihn einen asozialen Lump, der keine Steuern zahlt, nicht arbeitet und dazu keine Kinder in die Welt setzt und somit verantwortlich für die leeren Staatskassen ist. Ein Knäuel schlimmster Intrigen wird gesponnen, denen Kasper nur entgehen kann, wenn er sich auf seine ursprünglichen Kräfte besinnt und den Fluch des vorgeschriebenen Textes bricht. Ein bezauberndes Stück Figurentheater mit kleinen, hinterhältigen Exkursen zu Philosophie und Tagespolitik, Theaterwirklichkeit und Psychoanalyse.

Lutz Großmann arbeitet seit 2004 als Puppenspieler, Schauspieler, Regisseur und Puppenbauer sowohl in der freien Szene als auch an Stadttheatern. Zudem ist er als Gastdozent in der Abteilung «Zeitgenössische Puppenspielkunst» an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin tätig.

Geschichten gegen die Angst

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 17. März 2024, 16:00 Uhr
Montag, 18. März 2024, 10:00 Uhr
Lutz Großmann & Figur von «Geschichten gegen die Angst», Photo: Stephan Walzlvergrößern
Lutz Großmann & Figur von «Geschichten gegen die Angst», Photo: Stephan Walzl

Lutz Großmann, Spiel, Bühne & Puppen
Tristan Vogt, Regie
Ruta Platais, künstlerische Mitarbeit
Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH, Rechte

Figurentheater nach dem Buch «Geschichten für die Kinderseele»
von Linde von Keyserlingk (5+)

Jeder von uns hat vor etwas Angst – meist vor dem Unbekannten. Und weil für Kinder vieles unbekannt ist, begleiten Ängste ihre Erforschung und Entdeckung der Welt. «Wer keine Angst hat, kann auch nicht mutig sein», schreibt Linde von Keyserlingk. Auf ihrem Buch basierend packt Lutz Großmann seine Angstkommode aus und öffnet drei geheimnisvolle Schubladen, in denen er ganz unterschiedliche Ängste verborgen hält: «Woher die dunkle Nacht kommt», «Die Drei auf der Dachrinne» und «Bärhirsch und Hirschbär» – eine Episode über die Angst der Kinder, von ihren Eltern nicht mehr geliebt zu werden, wenn diese sich nicht mehr so gut verstehen. «Geschichten gegen die Angst» nimmt die Ängste von Kindern ernst und macht gleichzeitig Mut, neue Wege zu gehen.

Lutz Großmann arbeitet seit 2004 als Puppenspieler, Schauspieler, Regisseur und Puppenbauer – sowohl in der freien Szene als auch an Stadttheatern. Zudem ist er als Gastdozent in der Abteilung «Zeitgenössische Puppenspielkunst» an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin tätig.

Murmels Reise

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Samstag, 23. März 2024, 16:00 Uhr
Sonntag, 24. März 2024, 16:00 Uhr Montag, 25. März 2024, 10:00 Uhr Dienstag, 26. März 2024, 10:00 Uhr Mittwoch, 27. März 2024, 10:00 Uhr
Eine Szene von «Murmels Reise», Photo: Sabine Opdensteinenvergrößern
Eine Szene von «Murmels Reise», Photo: Sabine Opdensteinen

T-Werk:
Jens-Uwe Sprengel, Regie
Kristina Feix, Spiel
Heide Schollähn, Bühne & Objekte
Udo Koloska, Musik
Heather MacCrimmon, Kostüm
Henning Günther, Technik

Erzähltheater mit Figuren und Objekten frei nach einer Idee von Christoph Miethke (4+)

Auf einem geheimnisvollen Pfad führt die Erzählerin die kleinen und großen ZuschauerInnen tief in den Berg hinein, wo sie von Murmels Abenteuern erzählt. Eigentlich sollte er längst Winterschlaf halten, wie die ganze große Murmeltierfamilie, aber einmal aufgewacht, erscheint es Murmel spannender, sich auf eine Entdeckungsreise zu fremden Orten und Landschaften zu begeben. Doch der Weg ist voller Gefahren, und der kleine Ausreißer braucht nicht nur schlaue Ideen, sondern auch Freunde und etwas Glück, um im Frühjahr wieder rechtzeitig zurück zu sein.

«Murmels Reise» ist eine Einladung, die Welt auf spielerische Weise mit neuen Augen zu entdecken. In einer wandelbaren Bühne und mit vielen visuellen Überraschungen werden die Abenteuer des kleinen Murmeltiers erzählt. Zum wiederholten Mal arbeitete das T-Werk für diese Produktion mit der Figurenspielerin Kristina Feix zusammen, die mit ihren Inszenierungen bereits mehrfach in Potsdam gastierte.

3 Minuten – Fallout mit Katze und Gesang

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 5. April 2024, 20:00 Uhr
Eine riesige Katze-Figur sitzt hinter einem kleinen Hausfigurvergrößern
Eine Szene von «3 Minuten – Fallout mit Katze und Gesang», Photo: Yuna Fleig

Susi Claus (MindTheGap), Produktion & Spiel
Rike Schuberty, Livemusik & Spiel
Tilla Kratochwil, Regie
Judith Mähler, Puppen, Bühne & Kostüm
Florian Sebald & Yuna Fleig (PFA Studios Berlin), Projektion
Anouschka Trocker, Hörspiel
Max Bauer, Geräusche
Nina John, Regieassistenz

Ein spartenübergreifender Abend über den nuklearen Ernstfall

Ein ländliches Idyll. Ein kleines Haus. Zwei Menschen. Sie sitzen beim Essen, sie hören Nachrichten, sie gehen schlafen und stehen wieder auf. Der Ernstfall, das Davor und das Danach. Zwei Menschen, ganz auf sich gestellt zwischen Schock und Verdrängung, ohnmächtig inmitten des politischen Weltgeschehens. «Dies ist kein Witz. Sie haben noch 3 Minuten. Bleiben Sie im Haus! Schließen Sie Fenster und Türen! Legen Sie sich auf den Boden! Sagen Sie ihren Liebsten, dass Sie sie lieben!» Es ist erschreckend, wie schnell Situationen, die lange anachronistisch schienen, wieder absolut real sein können. Die MacherInnen dieser Produktion versuchen, dem Schrecken unserer Zeit zu begegnen. «3 Minuten» ist ein spartenübergreifender Abend über den nuklearen Ernstfall – mit Puppen, Hörspiel, Livemusik und Videokunst.

Paul und Paula - Eine Legende

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Samstag, 6. April 2024, 20:00 Uhr
Ein Mädchen liegt auf einer Wand mit verschiedene Photosvergrößern
Rike Schuberty, © Künstler

Rike Schuberty, Musik & Puppenspiel

Soloabend mit Livemusik und Puppenspiel frei nach Ulrich Plenzdorf

Die wohl schönste Liebesgeschichte der DDR wird neu interpretiert als eine sinnliche Mischung aus Theater, Livemusik und Puppenspiel. Der 1973 in der DDR erschienene Film «Die Legende von Paul und Paula» erreichte in kürzester Zeit Kultstatus. Er spiegelte das Lebensgefühl einer ganzen Generation und ist weiterhin eine unterhaltsame Reflexion über Liebe, Anpassung und den Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit. Die alleinerziehende Verkäuferin Paula kämpft bedingungslos um ihr Glück. Eine Frau aus dem Volke, die reden darf, wie sie redet. Die wissen darf, was sie weiß, die alt genug ist, um keine Zweifel zu haben an der großen Liebe. In diesem Solo mit Rike Schuberty werden auch alle anderen ProtagonistInnen der berührenden Geschichte von ihr gespielt. Und natürlich interpretiert sie auf der Gitarre auch die Hits aus dem Film, die durch die Band «Die Puhdys» bekannt geworden sind.

Rike Schuberty, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit 2002 produziert sie eigene Theaterarbeiten mit verschiedenen KünstlerInnen aus den Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Videokunst. Für einige ihrer eigenen Arbeiten erhielt sie Auszeichnungen und Preise: Heidelberger Theaterpreis 2009, Publikumspreis des 100° Festivals im HAU Berlin 2010, Nominierung IKARUS 2018.

Ich sehe was, was Du nicht fühlst

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Sonntag, 7. April 2024, 16:00 Uhr
Montag, 8. April 2024, 10:00 Uhr
Eine Frau sitzt neben einer Puppe. Die Puppe schaut sie anvergrößern
Eine Szene von «Ich sehe was, was Du nicht fühlst», Photo: Klaus Zinnecker

Theater Zitadelle:
Eva und Paul Schmidtchen (Compagnie Les Voisins), Regie & Ausstattung
Regina Wagner, Spiel
Eva Schmidtchen & Mechtild Nienaber, Puppen

Ein Theaterstück nicht nur für Enkel (4+)

Wilma findet bei Oma eine geheimnisvolle Tasche im Schrank, in die hat sie ihre Freude, ihre Wut, ihre Neugier und alle anderen Gefühle gesteckt, damit sie Oma nicht immer überrumpeln. Aber die Gefühle sind zu klein geworden! Also beschließt Wilma, Oma zu helfen. Eine Tagesreise voller Experimente und mindestens einer wichtigen Erkenntnis. In diesem Stück dreht sich alles um Gefühle: Große Freude ist gut, aber große Wut oder Trauer auch? Kinder haben manchmal ebenfalls so starke Gefühle, dass sie schwer zu bewältigen sind.

Seit 1996 hat die von Regina und Ralf Wagner 1986 gegründete Puppenbühne in der Spandauer Zitadelle ihr Domizil und erhielt so auch ihren Namen. Das Theater Zitadelle war bereits auf diversen Festivals im In- und Ausland eingeladen. Die Überschreitung der Grenzen zwischen Puppen- und Schauspiel gekoppelt mit originellen Spielideen sowie Witz und Ironie geben den Inszenierungen ihren ganz eigenen Charme.

UNIDRAM

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Dienstag, 5. November 2024 - Samstag, 9. November 2024
Ein Mann im Eimervergrößern
Eine Szene von «Bot Ramkoers», Photo: Goran Gnaudschun

Experimentierfreudiges Theater, das nach neuen Wegen sucht, Grenzen überschreitet und unterschiedliche Theatertraditionen zusammenführt, bildet auch im Jubiläumsjahr 2024 einen wesentlichen Programmschwerpunkt beim Internationalen Theaterfestival UNIDRAM. Faszinierende Bilderwelten, visuelle Experimente und das Spiel mit den Möglichkeiten des Theaters um Illusion und Wirklichkeit stehen im spannenden Kontrast zu politischen Positionierungen.

Mehr als 80 KünstlerInnen aus verschiedenen europäischen Ländern präsentieren ihre Inszenierungen in Potsdams einzigartigem Kulturareal Schiffbauergasse. Mit seinem gut etablierten Programmkonzept verdichtet das Festival den schnellen Perspektivwechsel von Theater, Tanz und Performance wieder auf fünf Tage. Eine Reihe von Doppelveranstaltungen wird ergänzt durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Durch die örtliche Nähe der einzelnen Aufführungsorte haben die BesucherInnen die Möglichkeit bis zu drei Inszenierungen an einem Abend zu erleben. So findet nur ein Teil der Vorstellungen auf den Bühnen des T-Werks statt. Weitere Kooperationspartner des Festivals sind auf dem Kulturareal der Schiffbauergasse das Waschhaus, die fabrik sowie die Schinkelhalle.

Programminformationen ab Ende August 2024

Winterzirkus 2024

WOW

Waschhaus Arena Potsdam Donnerstag, 11. Januar 2024, 20:00 Uhr
Freitag, 13. Januar 2023, 20:00 Uhr Freitag, 12. Januar 2024, 16:00 Uhr Freitag, 12. Januar 2024, 20:00 Uhr Samstag, 13. Januar 2024, 15:00 Uhr Sonntag, 14. Januar 2024, 14:00 Uhr Sonntag, 14. Januar 2024, 18:00 Uhr
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WOW - Varieté-Show, © Künstler

Duo Sienna, Performance
«Skating Phoenix»-Duo (CUB), Akrobatik
Herr Niels, Comedy
Freshdina, Gesang
Bertan Canbeldek, Joglieren
Kashka (KAZ), Performance

Varieté-Programm: Artistik, Comedy und Zauberei

«WOW» – Potsdams Varieté-Show ist wieder da! Unter der Moderation des Weltmeisters der Zauberkunst, Marc Weide, erwartet das Publikum auch in 2024 eine mitreißende Show voller internationaler Talente, die im Waschhaus das Beste aus der wunderbaren Welt der Artistik, Comedy und Magie präsentieren.

Ob es das preisgekrönte Artisten-Duo Sienna, das «Skating Phoenix» - Duo aus Kuba mit atemberaubender Akrobatik, der Visual Comedy Artist, Herr Niels, die Sängerin Freshdina, der Bouncing-Jongleur Bertan Canbeldek oder Kashka aus Kasachstan, die artistische Körperkünstlerin ist – gemeinsam gestalten sie einen unvergesslichen Abend voller Adrenalin, Humor und faszinierender Darbietungen für die ganze Familie.

Dear Doubts

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 26. Januar 2024, 20:00 Uhr
Samstag, 27. Januar 2024, 20:00 Uhr
2 Personnen balanzieren auf einer Kistevergrößern
Jakob Jacobsson & Lisa Chudalla, Photo: Tina Peißker

Revue Regret:
Lisa Chudalla & Jakob Jacobsson, Kreation & Performance
Gerindo Kartadinata, dramaturgisches Feedback
Yolande Sommer, choreografische Beratung
Susanne Pywonka & Dynamo Workspace, Produktionsassistenz
Kenneth Danielsen & Björn Hartenstein, Lichtdesign

Poetische Artistik-Show

Von der kleinsten Banalität bis zur großen Lebensfrage, jeden Tag fällen wir Entscheidungen, die Konsequenzen haben, Spuren hinterlassen und gelegentlich auch eine Narbe. Manchmal folgt auch Bereuen. Genau diesen Moment des Zweifelns fängt «Revue Regret» mit stimmungsvollen und symbolischen Bildern ein. Ein Cyr Wheel umkreist im Stroboskoplicht das drängende «Was wäre, wenn», am Vertikalseil taumelt ein beharrliches «Vielleicht». Der Absturz könnte jederzeit so tief sein wie das Bereuen. Ein nachdenkliches und anregendes Stück über die philosophischen und physischen Untiefen im alltäglichen Leben. Inspiriert durch den Film Noir machen die poetischen Bilder, die körperliche Intensität, das spannungsgeladene Thema sowie die verschiedenen artistischen Disziplinen «Dear Doubts» zu einer ungewöhnlichen Zirkus-Show.

Revue Regret ist eine junge Zirkus-Truppe, bestehend aus Jakob Jacobsson und Lisa Chudalla. Indem sie Poesie und Geschichtenerzählen mit Kabarett und Performancekunst verbinden, präsentieren sie eine sehr atmosphärische Interpretation von zeitgenössischem Zirkus.

My Body is Your Body

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 2. Februar 2024, 20:00 Uhr
Samstag, 3. Februar 2024, 20:00 Uhr
Ein Tanz von «Overhead Project»vergrößern
Ein Tanz von «Overhead Project», © Veranstalter

Overhead Project:
Tim Behren, Inszenierung & Konzept
Mijin Kim, Maiol Pruna & Francesco Germini, Performance
Patricia Carolin Mai & Susanne Schneider, Training & Outside Eye
Eric Eggert, philosophische Begleitung
Mirjam Hildbrand, dramaturgische Begleitung
Charlotte Ducousso, Licht-, Bühnendesign & visuelle Dramaturgie
Simon Bauer, musikalische Komposition & Dramaturgie
Monika Odenthal, Kostümdesign

Zirzensische Performance

«My Body is Your Body» konfrontiert das Publikum mit seiner Rolle als Zuschauende und hinterfragt spielerisch unsere Sicht auf Körper. In einer bifrontalen Anordnung – ähnlich den «opposing benches» im britischen Parlament – beginnt ein verblüffendes Spiegel-Spiel mit Blicken, Sichtachsen, Symmetrien. Der anderen Seite gegenübersitzend, geschieht Beobachten und Beobachtet-werden immer gleichzeitig. Was wir sehen und für objektiv halten, kann sich im Auge unseres Gegenübers verändern. Im Zwischenraum verschieben drei PerformerInnen präzise, kraftvoll und elegant die Rollen und Machtverhältnisse, erkunden Abhängigkeiten: Sie stehen übereinander und untereinander, voreinander, nebeneinander oder beieinander. Mit kraftvoller Partnerakrobatik, faszinierender Ästhetik und berührender Poesie zelebriert «My Body is Your Body» eine außergewöhnliche Kombination aus zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Performance.

Overhead Project steht für Performances an der Grenze zwischen zeitgenössischem Zirkus und Tanz – zwei Sprachen, die unterschiedliche Perspektiven auf den menschlichen Körper und einen multidimensionalen Zugang zu Raum und Architektur ermöglichen. Zahlreiche Produktionen und mehrere Gast-Choreografien für Stadttheater sind bisher entstanden. Die Kompanie erhielt für ihre Werke eine Reihe von internationalen Auszeichnungen und Choreografie-Preisen, zuletzt den Tabori Preis 2022 des Fonds Darstellende Künste.

LEO - 16.2.+17.02. ausverkauft!

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 16. Februar 2024, 20:00 Uhr
Samstag, 17. Februar 2024, 20:00 Uhr
Ein Mann sitzt auf der Wandvergrößern
Tobias Wegner, Photo: Andy Phillipson

Chamäleon Theater:
Tobias Wegner, Idee & Spiel
Daniel Brière, Regie
Flavia Hevia, Licht- & Set-Design
Heiko Kalmbach, Video
Ingo Panke, Animationen
Gregg Parks, Projektleitung

Spektakel jenseits der Schwerkraft

«LEO» ist die ungewöhnliche Reise eines gewöhnlichen Mannes, dessen Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Als wäre sein Körper das Gravitationszentrum des Universums, schwebt er an der Wand, dreht aberwitzige Pirouetten, wirft einen Hut in die Luft, der wie ein Bumerang zu ihm zurückfliegt. Dieser LEO, der den naiven Charme und verletzlichen Optimismus von Stummfilmspielern wie Buster Keaton besitzt, stellt jede Wahrnehmung der Realität auf die Probe. Durch das clevere Zusammenspiel von Live-Performance und Videoprojektion weiß das Publikum bald nicht mehr, wo oben und unten ist, denn scheinbar haben sich die Gesetze der Schwerkraft geändert. Tobias Wegner hat für diese verblüffend surreale Show weltweit etliche bedeutende Auszeichnungen erhalten.

Tobias Wegner absolvierte seine Ausbildung zum Akrobaten an der renommierten École Supérieure des Arts du Cirque (É.S.A.C.) in Brüssel. Seine beruflichen Wege führten ihn unter anderem nach Brasilien, Spanien und Indien. Die künstlerische Leitung der Performance «LEO» hat der experimentierfreudige frankokanadische Schauspieler, Dramaturg und Regisseur Daniel Brière übernommen. Das Chamäleon Theater ist gleichermaßen Produktionsort, Bühne und Kreativpartner für zahlreiche KünstlerInnen und Kompanien und fördert die Entwicklung neuer zeitgenössischer Zirkusstücke.

Oder doch?

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Freitag, 23. Februar 2024, 20:00 Uhr
Samstag, 24. Februar 2024, 20:00 Uhr
2 Männer bereiten zu schaukeln vorvergrößern
JARNOTH & Moritz Haase, © Veranstalter

Raum 305:
JARNOTH & Moritz Haase, Performance
Philipp Boë, Regie
Thimo Pommerening, Musik
Rudolf Giglberger, Choreographie
Jakob Vonau & Daniele Drobny, Szenographie
Julia Lochmann & Werner Wallner, Lichtdesign
Stefanie Krimmel, Kostümdesign

Luftakrobatisches Puppenspiel

In verblassenden Erinnerungen an eine gemeinsame Vergangenheit öffnen die zwei Protagonisten Türen zu imaginären Räumen, die Einblicke in die innere Zerrissenheit des Menschen gewähren. So verworren wie unser Inneres, so labyrinthisch wandelt sich die Bühne, auf der sich das klaustrophobische Kabinett in die Skyline einer City verwandeln oder als Trümmerhaufen einer Geschichte enden kann. Ob am Trapez oder tanzend am Boden sind es Menschen und Puppen, die diesen schwindelerregenden Fiebertraum durchleben. Verblüffende Parallelen entstehen zwischen den Körpern der Akteure und den scheinbar leblosen Körpern der beiden Figuren aus Stoff und Holz. Die Verschmelzung von Luftakrobatik, Puppenspiel, Physical Theatre und Tanz bietet die Grundlage für einen zirzensischen Spagat zwischen Höhenflug und Abgrund, Slapstick und Thriller.

Die junge Kompanie Raum 305 wurde 2018 von dem Regisseur Philipp Boë, dem Puppenspieler JARNOTH sowie dem Trapezkünstler Moritz Haase gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, eine spartenübergreifende, innovative Bühnensprache zu entwickeln. Die Produktion «Oder doch?» bildet den zweiten Teil einer Trilogie, bestehend aus drei stilistisch und inhaltlich miteinander verknüpften, jedoch eigenständigen Stücken. Der erste Teil mit dem Titel «Wir wollen nie nie nie» war bereits beim Winterzirkus 2023 im T-Werk zu sehen.

Radar 2024

Leicht schräg

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Donnerstag, 11. April 2024, 10:00 Uhr
Freitag, 12. April 2024, 10:00 Uhr Samstag, 13. April 2024, 11:00 Uhr
Bühen von «Leicht schräg»vergrößern
Bühen von «Leicht schräg», © Veranstalter

TANGRAM Kollektiv, Konzept & Ausstattung
Tobias Tönjes, Dramaturgie
Sarah Chaudon & Clara Palau y Herrero, Spiel & Bau
Ariel Doron, Außenblick
Lea Stöcker, Bau

Objekttheater (5+)

Warum ist eigentlich alles genau so, wie es ist und nicht anders? Warum können wir unser Glas nicht einfach in der Luft abstellen? Warum fällt der Mond nicht auf die Erde, der Apfel oder das Marmeladenbrot aber schon? Und fließt Wasser wirklich immer nach unten? Die SpielerInnen vom TANGRAM Kollektiv untersuchen das Rätsel der bodenlosen Schwerkraft, verlieren dabei die Orientierung und finden neue Perspektiven. Unwahrscheinlich, dass sie wieder auf ihren Füßen landen werden.

Das TANGRAM Kollektiv ist ein junges deutsch-französisches Ensemble auf der Suche nach neuen experimentellen und performativen Formen des Figurentheaters. Kennengelernt haben sich die sieben KünstlerInnen während des Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. In ihrer Arbeit steht die Erforschung von Objekten und Materie im Mittelpunkt. Innerhalb des Kernteams arbeiten sie regelmäßig in verschiedenen Konstellationen. Darüber hinaus kommen regelmäßig Kooperationen mit anderen KünstlerInnen zustande.

Sand fressen

T-Werk Probebühne, Potsdam Donnerstag, 11. April 2024, 19:00 Uhr
Sven Tillmann steht auf einem kleinen Boot und angelt.vergrößern
Sven Tillmann, © Künstler

Sven Tillmann, Text, Regie, Bühne, Konzept & Spiel
Enikő Szasz & Ulrike Langenbein, Co-Regie & Support

Ein Stück über die Lautstärke der Stille

Ein Mann strandet und es verschlägt ihn auf eine abgelegene Insel. Und wo zu Beginn noch das Überleben an vorderster Stelle stand, da wird schnell klar, dass hier seit seiner Ankunft ein viel größerer Feind allgegenwärtig auf ihn lauert: die Einsamkeit. Parallel, in einer ganz anderen Welt, sitzt ein Mann und starrt auf ein leeres Blatt Papier. Was diese beiden Menschen verbindet, ist die Angst vor dem, was vor ihnen liegt. Eine Geschichte über Angst, über Abhängigkeiten und darüber, das Unvermeidbare zu vermeiden.

Sven Tillmann, ist freier Puppenspieler, Puppenbauer und Schauspieler. 2016 schloss er am Düsseldorfer Schauspielhaus die Ausbildung zum Bühnenplastiker ab und arbeitete daraufhin einige Jahre für das Mehrspartenhaus Theater und Philharmonie Essen. 2020 begann er sein Studium der zeitgenössischen Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, wo er voraussichtlich 2024 seinen Abschluss machen wird.

Out of Order

T-Werk - Internationales Theaterzentrum Potsdam Donnerstag, 11. April 2024, 20:00 Uhr
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manufaktor:
Performance, Lichtdesign, Pyrotechnik, Bühnentechnik Frieder Miller
Performance, Ausstattung, Bühnentechnik Gilda Coustier
Regie, Sound Mathias Becker
Dramaturgie, Text, Übersetzung Yasmine Salimi
Szenografie, Ausstattung, Kostüme Theresa Reiwer
Produktionsleitung Charlotte Rosengarth
Mitarbeit Kostüme Sarah Schimke
Support Technik Anahí Perez
Beratung Pyrotechnik Felix Lackus
Korrektur englische Übertitel Daniel Brunet

Objekttheater-Performance

„OUT OF ORDER“ zeigt ein Theater außer Betrieb. Die Menschen, Dinge und Werkzeuge, die sonst versteckt bleiben, kriegen ihren großen Auftritt und rücken ins Rampenlicht. Denn wenn alles schiefläuft, landen die Versteckten im Fokus: Wer die ganze Zeit leuchtet, aber selbst nicht zu sehen ist. Wer den Dreck wegmacht und wer die Lampen hängt. Wer hoch hinaus will und wer das Licht verteilt. Dabei kann immer etwas schiefgehen, denn Theater ist ein Raum, der Aufmerksamkeit will, damit er kein Eigenleben entwickelt. „OUT OF ORDER“ ist Theater trotz allem: eine absurde Show von und mit BühnentechnikerInnen und den unscheinbaren Dingen auf, unter und über den Brettern, die die Welt bedeuten.

Das Figurentheater manufaktor hat seine Ursprünge im Objekt-, Figuren- und Puppentheater. Das Kollektiv mit deutsch-französischen Einflüssen, das sich an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch formiert hat, arbeitet seit 2014 in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Weitere Einflüsse sind u. a. postmigrantisches Theater, visuelles Theater sowie interdisziplinäre Kunst. Außer im Bereich Puppenspiel sind die Mitglieder auch auf den großen Bühnen und auf alternativen Straßentheaterfestivals zu finden.

Evas Apfel

Probebühne, T-Werk Potsdam Freitag, 12. April 2024, 19:00 Uhr
Freitag, 12. April 2024, 21:00 Uhr
1 Frau in Kostum eines Apfelsvergrößern
Eva Mario Hasler, © Künstler

Eva Mario Hasler, Regie & Spiel
Lotte Patzelt, Regie, Dramaturgie, Stückentwicklung & Licht
Prof. Stephanie Rinke, Künstlerische Betreuung

Von Geschlecht und anderen Mythen

«Evas Apfel» beschäftigt sich mit der Vergeschlechtlichung von Mythen. Inwiefern werden in Mythen und Legenden abhängig vom sozialen Geschlecht differenzierte Muster tradiert? Ausgehend von einem operesken Sündenfall-Reenactement begibt sich die Performer*in in ein Spiel mit Geschlechtsidentitäten und der Bedeutung von Geschlechterrollen. Ein Genderplay mit offenem Ende, das die Umkehr von Subjekt und Objekt nach sich zieht.

Eva Mario Hasler studierte zeitweise in Hildesheim «Szenische Künste» und kam dann für ihr Figurentheater-Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Stuttgart. Sie stand bereits in Inszenierungen der Stuttgarter Kompanie backsteinhaus produktion auf der Bühne, beteiligt sich an diversen Produktionen in der freien Szene und verfolgt eigene künstlerische Arbeiten. Dabei ist die künstlerische Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien Ausgangspunkt für eine Transformation von Material, Objekt und Figur.

Die Zofen

Bühne, T-Werk Potsdam Freitag, 12. April 2024, 19:30 Uhr
2 Männer und 1 Figur von einer Eidechsevergrößern
Eine Szene von «Die Zofen», Photo: Justyna Żądło

Naemi Friedmann, Regie & Tontechnik
Almut Schäfer-Kubelka, Maximilian Teschemacher & Sven Tillmann, Spiel
Jean Genet, Autor
Melanie Sowa und Mario Hohmann (United Puppets), Puppenbau

Schauspiel und Puppenspiel nach Jean Genet

Revolution und Machtmissbrauch im Wohnzimmer: Claire und Solange sind Dienstmädchen, Schwestern, Angestellte einer despotischen Herrin. Tagaus, tagein putzen sie das luxuriöse Apartment der allzu gnädigen Frau. Sie schrubben, wischen, bohnern, polieren und betudeln Mobiliar und Ego ihrer Herrin gleichermaßen. Doch wer ist in dieser scheinbar aussichtslosen Situation der gegenseitigen Abhängigkeiten und Kränkungen tatsächlich gefangen? Gibt es die gnädige Herrin auch ohne ihre Dienerinnen? Die Zofen erfüllen im Grunde alle Voraussetzungen zum Gelingen einer Demokratie. Sie sind in der Mehrheit gegen das totalitäre System in Gestalt der gnädigen Frau – die Puppe. Und dennoch können die ZuschauerInnen hier das glorreiche Scheitern verfolgen. Ein sadomasochistisches Spiel im Spiel im Spiel und eine virtuose Inszenierung über Abhängigkeiten, Macht und Führungsanspruch.

Der Grundstein für die Inszenierung «Die Zofen» entstand in einem gemeinsamen Seminar der Studiengänge «Zeitgenössische Puppenspielkunst» und «Regie» an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Die vier Studierenden Naemi Friedmann, Almut Schäfer-Kubelka, Maximilian Teschemacher und Sven Tillmann arbeiteten und improvisierten gemeinsam mit dem Zofen-Stoff von Genet und entwickelten sukzessive eine hoffnungslos menschliche Inszenierung, die um die Machtfrage kreist, wer wen mit welchen Mittel vom Spiel ausgrenzt.

The void between the head and the tail

Bühne, T-Werk Potsdam Freitag, 12. April 2024, 21:30 Uhr
Samstag, 13. April 2024, 21:15 Uhr
Eine Szene von «The void between the head and the tail»vergrößern
Eine Szene von «The void between the head and the tail»,

Rakoo de Andrade, Konzept, Regie, Spiel & Puppenbau
Nicole Mossoux, Outside Eye

Nach Dostojewskis Kurzgeschichte «Das Krokodil»

«The void between the head and the tail» ist die Geschichte eines riesigen Krokodils, in dessen Innerem ein Mann lebt. Da er es gewohnt ist, eingesperrt zu sein, werden die seltsamen Umstände ihm so selbstverständlich, dass er den Bauch des Tieres gar nicht mehr verlassen möchte. Die Situation, die 1864 in Fjodor Dostojewskis Kurzgeschichte «Das Krokodil» beschrieben wurde, wird in dieser Produktion von einer Frau nachgespielt, die in den Eingeweiden des Reptils gefangen ist. Während das Tier sie verdaut, folgt ein Dialog zwischen dem Patriarchat, das durch das Reptil repräsentiert wird, und einem feministischen Manifest, das den Weg zu einem möglichen Ausweg sucht. Mit Gewalt, Wildheit, Spannung und einem ziemlich pikanten Humor wird das Krokodil ohne Risiko für das Publikum gezähmt – ein intensives und bissiges Puppentheaterstück.

Das Collectif Spectrolab ist ein französisch-brasilianisches Theater, das in seinen Kreationen das Beziehungsgeflecht zwischen Körper, Puppe, Material und Bewegung auslotet. Die Begründerin, Rakoo de Andrade, begann ihre Karriere in Brasilien bei Straßentheater- und Puppentheatergruppen. 15 Jahre später ist sie als Absolventin der École Nationale Supérieure des Arts de la Marionnette in Charleville-Mézières immer noch auf der Suche nach künstlerischen Abenteuern, die die Begegnungen zwischen verschiedenen Puppenformen und dem Publikum neu erfinden.

Schrott und Sühne

Probebühne, T-Werk Potsdam Samstag, 13. April 2024, 18:00 Uhr
Samstag, 13. April 2024, 20:30 Uhr
2 Frauen spielen Puppenvergrößern
Eine Szene von «Schrott und Sühne», Photo: Barbara Braun

Q³:
Robert Richter, Tanja Linnekogel & Sophia Walther, Regie, Spiel, Ausstattung, Text & Licht
Sarah John, Outside Eye & Licht
Mirko Graupner, Licht
Karin Tiefensee, Puppenbau

Figuren- und Objekttheater zum Umgang mit Schuldgefühlen

Drei von ihrem Gewissen geplagte Außenseiter suchen Zuflucht auf einem Schrottplatz – einer Insel aus Elektroschrott. Doch statt sich in Ruhe ihrer Verdrängung widmen zu können, scheint ihre Schuld sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Dabei sorgen ihre unterschiedlichen Ausweichstrategien für Spannungen und führen die drei immer wieder an den Rand ihrer Belastungsgrenze. Allmählich entwickelt sich zwischen ihnen ein komplett dysfunktionales Beziehungsgeflecht.

Q³ ist ein junges, experimentelles Kollektiv, das im Rahmen des Studiengangs «Zeitgenössische Puppenspielkunst» an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin entstanden ist. Im Frühjahr 2023 haben die Studierenden Robert Richter, Tanja Linnekogel und Sophia Walther im Rahmen ihres Vordiploms ihr gemeinsames forschendes Interesse an der Puppenart Marionette entdeckt. Trotzdem sowohl die Gruppe als auch ihre erste Inszenierung «Schrott und Sühne» sehr jung ist, haben sie bereits fünfmal mit ihrer Produktion gastiert, unter anderem beim Young Animation Festival 2023 in Wels und dem Fritz-Wortelmann-Preis 2023 in Bochum.

Stand-up

Bühne, T-Werk Potsdam Samstag, 13. April 2024, 19:00 Uhr
Ein Mädchen schaut eine Figur anvergrößern
Aleksandra Gosławska, Photo Tereza Ondryasova

Aleksandra Gosławska, Text, Regie, Spiel & Szenografie
Dr. Błażej Piotrowski, künstlerische Beratung
Róża Turlińska, Szenografie
Magdalena Mickiewicz, Mirella Burcewicz, Piotr Gadomski & Agata Nierzwicka, Stimmen
Jakub Wietrzyński, musikalische Unterstützung

Monodrama von und mit Aleksandra Gosławska

Aleksandra Gosławska entführt das Publikum mithilfe des Genres Stand-up in ihre Welt und präsentiert eine tragikomische Geschichte über ihren eigenen künstlerischen Werdegang. Es ist eine Geschichte über schwierige Momente auf dem Weg zur Schauspielerei und über die Schauspielerei selbst. Das Monodrama verbindet die Bitterkeit der Wahrheit über diesen Beruf mit der Komik, die so typisch für Stand-up-DarstellerInnen ist. Ihre gesammelten Erfahrungen mit fast dreißig Ablehnungen an Schauspielschulen entpuppen sich als geniale Idee für eine Tragikomödie. Das Monodrama ist eine starke Stimme der jungen Schauspielgeneration, die versucht, eine Balance zwischen Leben und Kunst zu finden. Dadurch löste es eine breite Diskussion in der Kunstszene aus.

Aleksandra Gosławska studiert Puppenspiel an der Theaterakademie in Białystok und an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Außerdem ist sie Absolventin der Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Theaterwissenschaft. Ihr Stück wurde 2023 beim Internationalen Festival der Theaterschulen SETKÁNÍ/ENCOUNTER in Brünn in der Kategorie „Autorenschauspiel“ ausgezeichnet und gewann 2022 den Grand Prix beim Internationalen Festival für Monodrama im polnischen Tychy.

BatschBatschBatsch

Bühne, T-Werk Potsdam Samstag, 13. April 2024, 22:00 Uhr
2 Mädchen bläsen Luftballon, 1 Mädchen repariert eine Stuhlvergrößern
Eine Szene von «BatschBatschBatsch», © Veranstalter

Adeline Rüss, Anniek Vetter & Lara Epp, Spiel & Konzept
Ariel Doron, künstlerische Betreuung
Florian Feisel, Tutor

Ein Musiktheaterobjektspektakel

Ein imposantes, ein musikalisches Spektakel soll es werden. Mit bedingungslosem Einsatz setzt das Trio alles daran, der verschwenderischen Schönheit des Augenblicks durch Musik ein Denkmal zu setzen. Die Instrumente allerdings sind so dürftig wie ihr Klang. Es wird experimentiert, musikalisches Halbwissen aktiviert, zweifelhafte Entdeckungen gemacht und jegliches Register gezogen, um ein imposantes Ergebnis zu präsentieren. Das Fest der Mittelmäßigkeit schraubt sich empor zum virtuosen Chaos, zu einem tragikomischen Musiktheaterobjektspektakel.

BatschBatschBatsch ist die Abschlussarbeit von Lara Epp im Fach Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Das Stück entstand im September 2023 in einem kollektiven Prozess mit den beiden Figurenspielerinnen Adeline Rüss und Anniek Vetter, die ihr Studium an der HMDK Stuttgart im Herbst 2021 abgeschlossen haben. Das Projekt wurde von Professor Florian Feisel sowie dem Figurenspieler und Regisseur Ariel Doron künstlerisch betreut.