Brandenburgisches Literaturbüro

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Villa Quandt in Potsdam

Die Mitarbeitender des Brandenburgischen Literaturbüros planen mit Autoren und Schauspielern über 60 Lesungen jährlich, die in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Theatern, Verlagen, Buchhandlungen, Galerien und Museen im Land Brandenburg stattfinden. Besonders die Veranstaltungsreihen in Cottbus und Lübbenau (Lausitzer Lesart), die Premnitzer und Luckenwalder Literaturgespräche sowie Textlandschaften Zossen-Wünsdorf finden großen Zuspruch.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit ist die Popularisierung der regionalen Literaturgeschichte. In Ausstellungen zu Schriftstellern sowie über einzelne Epochen und Themen der Literaturgeschichte, aber auch in begleitenden Publikationen über die Literaturgedenkstätten des Landes werden die literarische Tradition der Region thematisiert.

Das Literaturbüro betreibt außerdem das Portal Zeitstimmen, ein Archiv des Alltags für die Region Berlin-Brandenburg. Neben literarischen Texten und literaturgeschichtlichen Informationen zu mehr als 3000 Schriftstellern und deren Beziehung zu Orten in der Region werden dort auch private Zeugnisse präsentiert.

Programm 2026

Rath. Das Gesamtwerk – Ein Rückblick

Schloß Lübbenau Dienstag, 20. Januar 2026, 19:00 Uhr
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Volker Kutscher, Foto: Andreas Chudowski

Volker Kutscher, Lesung und Gespräch
Thomas Böhm (rbb), Moderation

Kriminalroman

Familie Rath steuert auf ein dramatisches Ende zu: Gereon hat nach der Rückkehr aus den USA ein Versteck in Rhöndorf bei Bonn bezogen und schlägt sich nach Berlin durch, um Charly beizustehen. Sie muss Hannah Singer aus den Wittenauer Heilstätten befreien und Fritze verteidigen, der unter Mordverdacht gerät. Der Judenhass wächst und mit der Reichspogromnacht kulminiert eine Entwicklung, die Charly vorhergesehen und Gereon lange geleugnet hat. Damit ist beiden klar: Ein Leben in Deutschland ist so nicht mehr möglich, Widerstand ist geboten. Haben sie eine gemeinsame Zukunft und wo würde die liegen? Mit gewohnt hoher Spannung, historischer Tiefenschärfe und psychologischer Figurenzeichnung bringt Volker Kutscher seine Erfolgsserie zu einem offenen Abschluss.

Der Abend bietet einen Blick auf das gesamte zehnbändige Werk, beleuchtet noch einmal die besondere Verknüpfung von Geschichtsbetrachtung, Literatur und Unterhaltung im Gewand des Kriminalromans.

Volker Kutscher arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Er lebt als freier Autor in Köln und Berlin. Mit dem Roman Der nasse Fisch, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein großer Erfolg, dem bisher acht weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage für die internationale Fernsehproduktion Babylon Berlin.

Bach bewegt. Der Komponist im Film

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 25. Januar 2026, 11:00 Uhr
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Rob Wiegand, © privat

Knut Elstermann, Lesung
Rob Wiegand, Violine

Lesung mit Filmausschnitten und musikalischer Begleitung

Knut Elstermann begibt sich in diesem Buch auf eine außergewöhnliche Reise zu Johann Sebastian Bach. Als roter Faden dienen ihm die unterschiedlichen Kino- und Fernsehfilme, die sich im Lauf der Jahrzehnte mit dem großen Komponisten beschäftigt haben. Er reist an die Originalschauplätze von Bachs Leben und spricht mit Filmschaffenden und Musik-Enthusiasten über die Herausforderung, sich einem großen Künstler anzunähern, dessen Persönlichkeit ganz im Schatten seiner Werke steht. Elstermanns Buch ist eine Liebeserklärung an Bach, umkreist aber zugleich auf unterhaltsame Weise die grundsätzlichen Fragen nach biografischem Erzählen. Wo verläuft die Grenze zwischen Überhöhung und Banalisierung? Wie kann ein authentisches Porträt entstehen, wenn so vieles doch erfunden sein muss?

Knut Elstermann studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt in Berlin.

Die letzte Chance. Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie

Villa Quandt Potsdam Donnerstag, 12. Februar 2026, 19:30 Uhr
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Robin Alexander, Foto: Gudrun Senger

Robin Alexander, Lesung und Gespräch
Hendrik Röder, Moderation

Bestseller Hardcover Sachbuch Platz 1

Friedrich Merz steht vor gewaltigen Aufgaben. Während Trump und Putin die alte Weltordnung zerstören, droht die AfD die politische Mitte in Deutschland zu sprengen. Der neue Bundeskanzler will ganz anders regieren als die abgewählte Ampel-Koalition. Dabei sind die Herausforderungen, an denen die Ampel krachend gescheitert ist, dieselben geblieben: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Migration und Aufrüstung der Bundeswehr. Ist Friedrich Merz, der bislang keine Regierungserfahrung hat und schon angeschlagen sein Amt antritt, seiner Aufgabe gewachsen? Und was muss er aus dem Desaster der Ampel lernen, um die vielleicht letzte Chance zu nutzen, unsere Demokratie vor dem endgültigen Aufstieg der extremen Rechten zu bewahren?

In dieser entscheidenden Phase der deutschen Politik erzählt Bestsellerautor Robin Alexander die Geschichte hinter den Kulissen: von Merz‘ Tabubruch mit der AfD und Geheimgesprächen mit Olaf Scholz bis hin zum Drama um das Billion-Schuldenpaket. Ein packend erzähltes Buch, das zeigt, warum die politisch Handelnden in einer zersplitterten Parteienlandschaft und einer aufgeheizten Öffentlichkeit immer weniger imstande sind, die großen Herausforderungen zu bewältigen.

Robin Alexander zählt zu den Topjournalisten im politischen Berlin. Sein Buch „Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (Siedler 2017) stand wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste und bildet die Grundlage für das gleichnamige ARD-Dokudrama, das 2020 ein Millionenpublikum erreichte. "Machtverfall" (2021) war ebenfalls ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik und bestätigte seinen Ruf als herausragender politischer Kommentator. In seinem erfolgreichen Podcast "Machtwechsel" diskutiert er wöchentlich mit Dagmar Rosenfeld über die wichtigsten politischen Fragen Deutschlands.

STASI. Die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

Villa Quandt Potsdam Dienstag, 3. März 2026, 19:30 Uhr
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Klaus-Rüdiger Mai, Foto: Christoph Busse

Klaus-Rüdiger Mai, Lesung und Gespräch
Hendrik Röder, Moderation

Buchpremiere

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gilt als die Behörde des Bösen schlechthin, die enorme Macht und eine Vielzahl an Zuständigkeiten vereinte, darunter den Inlands- und Auslandsgeheimdienst, den militärischen Abschirmdienst und die politische Polizei. Schaut man auf die Struktur dieser Behörde, so überwiegen Alltag und Routine. James Bond wurde in der Normannenstraße nicht gesichtet. Die Gründung des MfS im Februar 1950 diente vor allem dem Zweck, die Herrschaft der SED gegen alle Widerstände zu sichern und Forderungen nach Freiheit und Demokratie schon im Ansatz zu ersticken.

Klaus-Rüdiger Mai befasst sich in STASI mit den Schicksalen von Menschen, die diese Behörde geprägt und gestaltet haben und die selbst von ihr verändert wurden, und berichtet von Hoffnungen und Ängsten, von Primitivität und Perfidie, von Eitelkeit und Verrat. Dabei geht er auch auf besondere Drehpunkte in der DDR-Geschichte ein und auf die Frage, inwieweit die Aktivitäten der Stasi bis heute nachwirken.

Klaus-Rüdiger Mai ist Germanist, Historiker und Philosoph. Sein Spezialgebiet sind die künstlerischen, philosophischen und wirtschaftlichen Kulturen Europas gestern und heute sowie die Geschichte und Gegenwart Ostdeutschlands und Osteuropas. Er ist erfolgreicher Roman- und Sachbuchautor, Essayist und Publizist.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg)

Vor dem Untergang. Hitlers Jahre in der »Wolfsschanze«

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 22. März 2026, 11:00 UhrTickets
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Felix Bohr, Foto: Max Zerrahn

Felix Bohr, Lesung und Gespräch
Katarzyna Zorn, Moderation

Matinee in der Villa Quandt

Unweit des ostpreußischen Rastenburg, des heutigen Kętrzyn in Polen, befand sich ein zentraler Ort des Zweiten Weltkriegs: das »Führerhauptquartier Wolfsschanze«. Dort verbrachte Adolf Hitler nach dem Angriff auf die Sowjetunion den Großteil seiner Zeit. Dort wurde über die systematische Ermordung der europäischen Juden entschieden. Dort ereignete sich am 20. Juli 1944 das Stauffenberg-Attentat, das der Diktator nur leicht verletzt überlebte. Doch während der Name vielen ein Begriff ist, haben die wenigsten eine genaue Vorstellung von der Anlage selbst und dem, was sich dort über knapp dreieinhalb Jahre abspielte.

Auf der Basis von Zeitzeugnissen und bislang unveröffentlichten Dokumenten rekonstruiert Felix Bohr den Alltag in der »Wolfsschanze«. Seine Schilderungen verknüpft er mit grundlegenden Fragen: Was erfährt man aus den Berichten von Offizieren, Köchinnen und Kammerdienern über Hitlers Persönlichkeit? Wie beeinflussten die zunehmend chaotischen Verhältnisse und die paranoide Atmosphäre in dem abgelegenen Komplex die dort getroffenen Entscheidungen? Aus Bohrs dichten Beschreibungen ergibt sich eine präzise Analyse der obersten Ebene des NS-Regimes, die zwischen Teestunden und Waldspaziergängen das deutsche Menschheitsverbrechen plante.

Felix Bohr ist Historiker und Journalist. Er studierte in Berlin und Rom Geschichte sowie katholische Theologie. Seit 2012 ist er für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel tätig, aktuell in der Leitung des Geschichtsressorts.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg)

Roman eines Schicksallosen

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 12. April 2026, 11:00 UhrTickets
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Hanns Zischler, Foto: Jennifer Fey

Hanns Zischler, Lesung
Hendrik Röder, Einführung
Matinee zum 10. Todestag des Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész (1929-2016)
Übersetzung von Christina Viragh, Lesefassung von Jochen Röhrig
Mit diesem Jahrhundertroman ist Imre Kertész etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.
Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 als 14-Jähriger nach Auschwitz und Buchenwald deportiert. In seinem «Roman eines Schicksallosen» hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet. Das Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti). Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm, 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück, wo er 2016 starb.

Matinee «Alle Schönheit, aller Zauber. Lucie und Hermann von Pückler»

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 10. Mai 2026, 11:00 UhrTickets
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Dagmar von Gersdorff, © privat

Dagmar von Gersdorff, Lesung und Gespräch
Peter Walther, Moderation
Viel ist über Fürst Pückler und seine einzigartigen Parkanlagen geschrieben worden; wenig weiß man dagegen über seine Frau Lucie, ohne deren liebevolle Zuwendung sein Leben wohl anders verlaufen wäre. Dagmar von Gersdorff, bekannt durch ihre erfolgreichen Darstellungen von Goethes Mutter, Caroline von Humboldt, Julia Mann und Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe, erzählt temperamentvoll und dabei bestens dokumentiert von diesem schillerndsten Paar der Goethezeit.
Ihre Heirat war eine Sensation: Lucie von Hardenberg, schwerreiche Tochter des preußischen Staatskanzlers, Mutter von zwei Töchtern und frisch geschieden, heiratete mit 40 Jahren den deutlich jüngeren Abenteurer Hermann Fürst Pückler. Noch war er nicht der erfolgreiche Schriftsteller und berühmte Gartenkünstler, sondern Standesherr mit altem Schloss und hohen Schulden. Dafür war er charmant und eloquent – man bewunderte seine Geistesblitze ebenso wie sein elegantes Auftreten.
Dagmar von Gersdorff, studierte an der Freien Universität Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin. Ihre Biographien (unter anderem Goethes Mutter) sind insbesondere den Frauen des Goethe-Umfelds gewidmet.

Georg-Büchner-Preis 2025 «Sehr geehrte Frau Ministerin»

Villa Quandt Potsdam Dienstag, 2. Juni 2026, 19:30 UhrTickets
Leseclubs

Ursula Krechel, Lesung und Gespräch
Hendrik Röder, Moderation
Ein radikal gegenwärtiger Roman über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern. Mit einer Sprachkraft, die Staunen macht, erzählt die preisgekrönte Schriftstellerin Ursula Krechel von symbiotischer Mutterschaft, von existenziell gefährdeten Frauen und von politischer Gewalt.
Mit seiner Mutter sprechen zu müssen, ist für den Sohn von Eva Patarak ein Staatsverbrechen. Für Eva hingegen ist es ein Verbrechen, dass ihr Sohn und sie offenbar ausspioniert werden. Welches Ziel verfolgt die Lateinlehrerin Silke Aschauer mit ihrer Observation? Will sie etwa einen Roman schreiben? Bieten die grausamen Familienverhältnisse der Antike, die sie für den Unterricht aufbereitet, nicht ausreichend Stoff für Faszination? Fest steht nur: Silke hält längst nicht alle Fäden in der Hand, denn ihr eigener Körper hat einen blutigen Aufstand gegen sie angezettelt, der sie in die Rolle der Patientin zwingt. In ihrer Ohnmacht wenden sich beide Frauen an die Justizministerin – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie die Staatsvertreterin damit bringen.
Ursula Krechel, geb. 1947, war Theaterdramaturgin. Sie lehrte an der Universität der Künste Berlin, der Washington University St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 2025 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

J.S. Bach. Wie wunderbar sind deine Werke

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 27. September 2026, 11:00 UhrTickets
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Michael Maul, Foto: Gert Mothes

Michael Maul, Lesung
Bernhard Schrammek (rbb), Moderation
Matinee «BACH II» - Gleim-Preis der Stadt Halberstadt
Eine Liebeserklärung an die Musik des Thomaskantors Bach!
Johann Sebastian Bachs 300 Jahre alte Kirchenmusik begeistert heute Musikfreunde auf der ganzen Welt. Der bekannte Bachforscher Michael Maul, Intendant des Leipziger Bachfestes, bietet mit seinem neuen Buch eine fundierte und zugleich gut verständliche «Gebrauchsanweisung» für die Musik des berühmten Leipziger Thomaskantors. Er staunt anschaulich über atemberaubende Momente in Bachs Kantaten, Passionen oder der h-Moll-Messe, und er lässt in seinen sehr persönlichen Monologen mit Bach den Entstehungskontext der Werke und die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen Text und Musik - und manchmal auch Biographie - lebendig werden.
Zusammen mit Bernhard Schrammek betreibt Maul den einzigartigen Podcast «Bach-Kanal», der sich dem gesamten Werk ihres Idols, unterhaltsam und auf dem neuesten Forschungsstand widmet.

Potsdamer Buchpremiere «Das tickende Herz»

Villa Quandt Potsdam Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19:30 UhrTickets
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Lutz Seiler, Foto: Heike Steinweg

Lutz Seiler, Lesung & Gespräch
Hendrik Röder, Moderation
Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Wunde, die ein Kuss verursacht hat. Carl Bischoff, bekannt aus dem Roman «Stern 111», kehrt Anfang des neuen Jahrtausends zurück nach Berlin, aber nur, um bald wieder aufzubrechen: Seine Pilgerschaft folgt jener Tochter eines sibirischen Schamanen, die ihn geküsst hat und scheinbar fast alles über ihn weiß: Amsterdam, Rotterdam, die kurische Nehrung, das litauische Land und das verstrahlte Polygon in der winterkalte Steppe Kasachstans sind die Stationen dieser Liebesgeschichte zwischen Aysha und Carl. Wundersame Erfüllung findet ihre Liebe mitten im alten Atombombentest-Gelände, in dem sich Ayshas Sippe verschanzt hat, um gemeinsam mit einer Gruppe anarchistischer Umweltaktivisten ein Opfer zur Rettung der Erde vorzubereiten.
Lutz Seiler, Georg-Büchner-Preisträger und Autor der Bestseller «Kruso» (2014) und «Stern 111» (2020) geht mit «Das tickende Herz» auf Reisen. Eine kleine, niemals ganz verheilte Wunde im Ballen seiner Schreibhand hat dazu den Anstoß gegeben. Zuletzt erschienen von Lutz Seiler der Gedichtband «schrift für blinde riesen» (2021), «Am Bach Nr. 7. Zwei Essays» (2024) und die Erzählung «Sabrina» (2024).