Flößereimuseum Lychen
Clara-Zetkin-Straße 1
Seit 2008 darf sich die Stadt offiziell „Flößerstadt“ nennen. Über Jahrhunderte wurde in den umliegenden Wäldern und auf den Wasserwegen hart gearbeitet, damit in den Großstädten gebaut werden konnte. Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Lychener Holz über die Havel bis nach Berlin und Hamburg geflößt. Die letzten „echten“ Flöße verließen Lychen um 1970.
Mitten in der idyllischen Natur der Uckermark liegt ein Schatz regionaler Geschichte: das Flößereimuseum Lychen. Seit seiner Neueröffnung 2008 im restaurierten alten Feuerwehrhaus bewahrt es das Erbe einer Stadt, die sich mit Stolz Flößerstadt nennt.
Im Museum tauchen Besucher tief in die traditionsreiche Handwerkskunst der Flößer ein. Originalwerkzeuge, typische Kleidung, historische Fotografien und eine detailreiche Miniaturlandschaft zeigen anschaulich den Weg des Holzes von den Wäldern bis zu den großen Wasserstraßen.
Das Museum wird vom Verein Lychener Flößer e. V. betrieben, der die Tradition bewahrt und aktiv weiterlebt. Ein Höhepunkt ist das jährliche Flößerfest, das zahlreiche Besucher anzieht. Seit 2022 gehört die Flößerei zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit – eine besondere Auszeichnung für diese jahrhundertealte Praxis.
Das Flößereimuseum ist ein authentisches Stück Geschichte, ein Ort voller Tradition, Leidenschaft und regionaler Identität.
Das Museum wird vom Flößerverein Lychen e.V. ehrenamtlich betrieben. Aufgrund begrenzter personeller Kapazitäten können derzeit keine festen Öffnungszeiten angeboten werden.