Stadt- und Regionalmuseum Perleberg
Mönchort 7-11
Schwerpunkt ist die Vorgeschichte der Prignitz, die von der Steinzeit über die Bronzezeit und Eisenzeit bis hin zu den Wenden und der deutschen Besiedlung im 12. und 13. Jahrhundert reicht. Weiterhin ist die Stadtgeschichte Perlebergs ein zentrales Thema wobei ein besonderer Fokus auf das Mittelalter, die verschiedenen Innungen und die Garnisongeschichte gelegt wird. Außerdem spielen die mittelalterliche Kunst der Prignitz, die Gerichtsbarkeit in Perleberg sowie das ländliche Leben in der Prignitz allgemein eine Rolle in der Ausstellung. Der Schwerpunkt beim ländlichen Leben liegt vorrangig bei den Themen Handwerk, Besiedlung der Prignitz und Dorfstrukturen. Einige der Ausstellungsbereiche sind anschaulich in der Art von Stil-Räumen eingerichtet, etwa in einen vollständig erhaltenen Perleberger Kaufmannsladen, ein Biedermeierzimmer sowie eine Bauernküche und -stube. Die Flachsverarbeitung bis hin zum Leinentuch nimmt einen breiten Raum ein und wird mit den entsprechenden Geräten - u. a. einem Webstuhl aus dem Jahre 1772 - anschaulich präsentiert.
Eine neue Dauerausstellung zur Landwirtschaftsgeschichte gewährt Einblicke in Alltag und Arbeit in der Westprignitz zwischen 1800 und 1960 und widmet sich auch den Kapiteln der sog. "demokratischen" Bodenreform und der Zwangskollektivierung in der DDR.
Das Museum verfügt über eine umfangreiche Fotosammlung zur Perleberger Geschichte, eine Münz- und Siegelsammlung sowie über eine reichhaltige Bibliothek zur Regionalgeschichte.