Konzerte im Kloster Stift zum Heiligengrabe

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Stiftskirche © Archiv Kloster Stift zum Heiligengrabe

18. April - 10. Oktober

Die Konzertreihe im Kloster Stift zum Heiligengrabe spannt einen Bogen vom A-Cappella-Chor-Konzert mit Werken unbekannter Komponistinnen über virtuose Musik für Blockflöten, Barock-Klarinette, Chalumeau und Cembalo bis hin zu Musik für Blechbläserquintett – das bei entsprechendem Spätsommer-Wetter als Open Air-Veranstaltung im Innengarten des Kreuzgangs des Klosters genossen werden könnte!

Erstmals werden auch Streichergruppen der Musikschulen des Landes Brandenburg in der Stiftskirche auftreten. Besondere Akzente setzen drei Konzerte im Kapitelsaal des Klosters, die Musik und Text miteinander verbinden: Eine Veranstaltung greift mit Lesungen biografische Erinnerungen von Nachfahren ehemaliger Stiftschülerinnen aus Heiligengrabe auf, eine andere entführt in die Seelenlandschaften armenisch-osteuropäischer Literatur und eine weitere präsentiert das «Hohe Lied der Liebe» in spanischer Version.

Die Konzerte 2026

Eröffnungskonzert: Komponistinnen!

Stiftskirche, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 18. April 2026, 17:00 UhrTickets
Sänger vom Leipziger Vocalensemble: Sie tragen schwarzen Klamottenvergrößern
© Leipziger Vocalensemble

Leipziger Vocalensemble
Amelie Saalbach, Leitung

Chormusik von Komponistinnen aus fünf Jahrhunderten

Das Leipziger Vocalensemble wurde 1976 vom späteren Thomaskantor Georg Christoph Biller und weiteren ehemaligen Thomanern gegründet und hat sich seither zu einer anerkannten Größe im Musikleben Leipzigs entwickelt. Das besondere Anliegen des Leipziger Vocalensembles ist die Aufführung selten zu hörender geistlicher Chormusik von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Das Leipziger Vocalensemble musiziert regelmäßig in Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern, darunter der Lautten Compagney Berlin, dem Michaelis Consort Leipzig, dem Leipziger Barockorchester, der Neuen Pohlnischen Capelle und dem Mendelssohn Kammerorchester. Mehrfach trat das Leipziger Vocalensemble bei den Händelfestspielen in Halle, beim Bachfest Leipzig und dem MDR-Musiksommer auf. Konzertreisen führten den Chor bisher durch ganz Deutschland, nach Dänemark, England, Südafrika, Estland und in die Schweiz.

Spirit of Hanse

Duo Kalinowsky: 1 Frau in rot und 1 Mann hat Geigevergrößern
Duo Kalinowsky, © Künstler

Duo Kalinowsky:
Semjon Kalinowsky, Viola
Bella Kalinowsky, Orgel

Eine musikalische Reise durch europäische Hansestädte mit Werken für Viola und Orgel sowie Orgel-Solo

Das aus der Ukraine stammende und seit 1991 erfolgreich im In- und europäischen Ausland konzertierende Künstlerehepaar Bella und Semjon Kalinowsky hat sich unter anderem zur hohen Aufgabe gemacht, Musik von oft zu Unrecht in Vergessenheit anheimgefallenen Komponisten, insbesondere jenen des 19. Jahrhunderts, neu zu beleben.

Voraussetzungen, das hohe Ziel zu verwirklichen, unbekannte Werke einem interessierten Publikum wieder zugänglich zu machen, sind unermüdliche Forschungsarbeiten sowie eine begeisterte Entdeckungslust in Archiven und Bibliotheken, die älteren Drucke eigenhändig für Klavier und Viola zu bearbeiten und diese gegebenenfalls bei renommierten deutschen Musikverlagen wie Schott, Edition Peters, Robert Lienau, Furore, Hofmeister neu zu veröffentlichen, um somit auch das Repertoire an herrlicher und wertvoller Musik für die Viola zu erweitern.

Von Narren, Gauklern und Tyrannen in der Barockmusik

Fotos Kollage von Susanne Ehrhardt & Kent Pegler von Thunvergrößern
Susanne Ehrhardt, Foto: Ingrid Unangst / Kent Pegler von Thun, Foto: Manfred Mahn

Susanne Ehrhardt, Blockflöten, Barock-Klarinette & Chalumeau
Kent Pegler von Thun, Cembalo

Mit dem Einsatz von Barock-Klarinette und Chalumeau kommt die Breite der barocken Klangpracht besonders zum Tragen

Susanne Ehrhardt studierte nach dem Abitur Klarinette und Blockflöte an der Musikhochschule «Hanns Eisler» Berlin bei Professor Ewald Koch und Professor Reinhold Krug. Noch während ihres Studiums baute sie an der Leipziger Hochschule für Musik «Felix Mendelssohn-Bartholdy» die Blockflötenklasse auf. 2007 erhielt sie eine Professur für Blockflöte, Klarinette und deren historische Vorläufer. Außerdem leitet sie Kurse für Alte Musik an der Musikakademie Rheinsberg. Sie war u.a. Finalistin des im Fach Blockflöte ausgetragenen ARD-Wettbewerbs.

Kent Pegler von Thun ist Dipl.- Musikpädagoge und Kirchenmusiker. Er studierte an der Musikhochschule Lübeck Musikerziehung mit den Hauptfächern Musiktherorie, Cembalo und Blockflöte sowie Kirchenmusik (Orgel M. Janz), wo er anschließend über 10 Jahre Dozent für Musiktheorie, Gehörbildung und Generalbassspiel war. Mit vielen Konzerten als Blockflötist, Cembalist und Organist und als Dozent in zahlreichen Fortbildungen ist er im norddeutschen Raum bekannt.

Text und Musik

2 Mädchen: 1 mit Cello und 1 mit Geigevergrößern
Helena Ranck & Clara Almut Wolfart, © Künstler

Clara Almut Wolfart, Violine
Helena Ranck, Violoncello
Mateusz Czech, Klavier
Simone Hausdorf & Ilsabe Alpermann, Lesung

Werke osteuropäischer Komponistinnen für Klaviertrio werden in Verbindung gebracht mit Lesungen von Aufzeichnungen der Nachfahren ehemaliger Stiftschülerinnen des Klosters Stift zum Heiligengrabe

Clara Almut Wolfart studierte Musikwissenschaft und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik; wichtige Impulse erhielt sie u. a. von Prof. Bernd Zack und Endri Nini. Mit einem Stipendium von NEUSTART KULTUR realisierte sie mehrere Ensembleprojekte.

Helena Ranck ist eine gefragte Cellistin und debütierte u. a. beim Israel Symphonieorchester, der Neuen Philharmonie München und dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck, wo sie ihr Studium als Akademistin bei Prof. Matias de Oliveira Pinto fortsetzt.

Mateusz Czech ist vielfach ausgezeichneter Pianist und Stipendiat, u. a. der Stadt Siedlce und des polnischen Kulturministeriums. Er nahm an einer Masterclass bei Eugen Indjic in Genf teil und studierte bei der Mendelssohn-Sommerakademie Leipzig u. a. bei Pavel Gililov, Jacques Rouvier und Arie Vardi.

Orgelkonzert

1 Mann spielt Orgel.vergrößern
Christian Grosch, © Künstler

Christian Grosch, Orgel

Werke von Klassik bis Jazz - auch improvisiert

Seit Christian Groschs Kindheit fühlt er sich sehr zur Musik hingezogen. Durch das umfangreiche kirchenmusikalische Wirken seines Vaters Hartmut Grosch kam er früh mit verschiedenen Instrumenten und Musikensembles in Berührung. Prägend wurden für ihn auch das Jugend-Streichorchester und seine erste Rock- und Popband. Den Platz des Cellos als Hauptinstrument nahmen nach und nach die Tasteninstrumente ein.

Über die Jahre schrieb er verschiedene Kompositionen für Chor und Kinderchor: 2014 wurde das Musical «Hiob» für Kinder und Jugendliche in Dresden uraufgeführt. 2016 folgte die UA einer Jazzfassung des Mozartrequiems für Chor und Jazztrio in Prenzlau, 2018 die UA des Singspiels «Streit in der Orgel» für Kinderchor und Orgel in der Katharinenkirche Brandenburg und 2019 die UA des Psalms 23 «Der Herr ist mein Hirte» für Kinderchor und Instrumente in der Potsdamer Friedenskirche.

Drei Äpfel fallen vom Himmel

Kapitelsaal, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 11. Juli 2026, 17:00 UhrTickets
Nadja Saleh & Trio Animato macht Performance im Gartenvergrößern
Nadja Saleh & Trio Animato, © Künstler

Nadja Saleh, Gesang & Puppenspiel
Trio Animato:
Florence Konkel, Violine
Jeannine Jura, Klarinette
Jonathan Jura, Klavier

Armenische und osteuropäische Kammermusik des 20. Jahrhunderts

Im Mittelpunkt stehen Trios der armenischen Komponisten A. Chatschaturjan und A. Arutiunian, die mit Liedern und Tänzen von M. Mussorgski und B. Bartok, in denen Volksmusik und ernste Musik miteinander verschmelzen, abgerundet werden.

Das Trio Animato und Nadja Saleh präsentieren Kammermusik des 20. Jahrhunderts aus Armenien und Osteuropa.

Zwei bemerkenswerte Werke der armenischen Komponisten A. Chatschaturian und A. Arutjunian verbinden tief verwurzelte traditionelle Musik mit einer modernen Klangsprache.

Bereichert wird das Programm durch innige armenische Lieder, interpretiert von der Sängerin Nadja Saleh, sowie Lieder und Tänze von M. Mussorgsky und B. Bartók, in denen ebenfalls Volksmusik und ernste Musik miteinander verschmelzen.

Es war einmal

5 Männer mit Blechblasinstrumentenvergrößern
Leipziger Blechbläserquintett emBRASSment, Foto: Iona Dutz

Leipziger Blechbläserquintett emBRASSment:
Christian Scholz & Lukas Stolz, Trompete
Jakob Knauer, Horn
Lars Proxa, Posaune
Nikolai Kähler, Tuba

emBRASSment feiert sein 25-jähriges Bestehen im Kloster mit Hits aus seinen Konzerten.

Als sich im Jahre 2000 fünf ambitionierte Leipziger Musikstudenten zu einem noch namenlosen Blechbläserquintett zusammenschlossen, ahnte wohl keiner von ihnen, dass dieses Ensemble mit heute rund 50 Konzerten pro Jahr einmal einen wesentlichen Teil ihres Berufslebens ausmachen sollte! Ursprünglich waren es die Freude am interaktiven kammermusikalischen Musizieren, die Selbstbestimmtheit (Unabhängigkeit) in Programmwahl und Interpretation sowie auch die solistische Herausforderung jedes Einzelnen, die den Musikern eine erfrischende Abwechslung zum Orchesterspiel bot.

Das breit gefächerte Repertoire von emBRASSment umfasst sowohl einschlägige Originalkompositionen für Blechbläserquintett von Victor Ewald, Jan Koetsier, Enrique Crespo, Kerry Turner, Mogens Andresen u.a. als auch Arrangements von Werken aller Epochen. Dabei werden von Monteverdi bis Bernstein, vom Kirchenchoral bis zum ABBA-Hit auch stilistisch nahezu alle Genres abgedeckt.

Ich bin die Rose von Saron

Kapitelsaal, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 22. August 2026, 17:00 UhrTickets
Ensemble SPREZZATURA22vergrößern
Ensemble SPREZZATURA22, Foto: Peter Theiss

Ensemble SPREZZATURA22:
June Telletxea, Gesang
Andreas Arend, Lyra Polyversalis
Wolfgang Eger, Percussion

Von mediterraner Volksmusik bis zu Folk und Jazz

Das Ensemble Sprezzatura22 gestaltet sein Programm „Passage“ zum Thema grenzenlose Liebe. Die drei Musiker entwickeln aus Gesang, Percussion und der besonderen Gitarre Lyra Polyversalis eine eigene Klangsprache.

Der Gitarrist Andreas Arend verwirklichte mit dem Instrumentenbauer Valentin Oelmüller die Lyra Polyversalis, eine Gitarre, die sowohl gestrichen als auch gezupft werden kann. 2022 traf er in Berlin seinen Jugendfreund, den Percussionisten Wolfgang Eger, wieder. Daraus entstand die Idee zum Ensemble Sprezzatura22. Gemeinsam mit der baskischen Sängerin June Telletxea entwickelten sie ihre musikalische Sprache aus der Verbindung von Lyra Polyversalis, Gesang und Percussion.

Die Musiker bringen Erfahrungen aus der Alten Musik ein, bleiben stilistisch jedoch offen. Ihr Repertoire umfasst traditionelle Lieder aus dem Mittelmeerraum, frühe Barockmusik, gesprochene Texte, Eigenkompositionen sowie Einflüsse aus Jazz und Folk. Im Mittelpunkt steht die Freude am gemeinsamen Musizieren und Experimentieren.

Vivaldi – frisch gestrichen

Stiftskirche, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 5. September 2026, 17:00 UhrTickets
Kloster Stift zum Heiligengrabevergrößern
Kloster Stift zum Heiligengrabe, © Kloster Stift zum Heiligengrabe

Streicherensembles der Musikschulen des Landes Brandenburg

Werke für Streicherensembles rund um Antonio Vivaldi

Ein besonderes Konzert erwartet Sie in der eindrucksvollen Atmosphäre. Die jungen MusikerInnen widmen sich mit großer Spielfreude der lebendigen und farbenreichen Musik des Barockkomponisten. Virtuose Passagen, mitreißende Rhythmen und klangvolle Ensemblewerke lassen Vivaldis Musik in der besonderen Akustik der historischen Kirche auf eindrucksvolle Weise erklingen.

Freuen Sie sich auf einen musikalischen Spätnachmittag voller Energie, Klangvielfalt und gemeinsamer Musizierfreude – gestaltet von engagierten Nachwuchsmusikerinnen und -musikern aus ganz Brandenburg, die Vivaldis Klangwelt frisch, lebendig und inspirierend neu zum Strahlen bringen.

Klangstrukturen

Stiftskirche, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 19. September 2026, 17:00 UhrTickets
3 Musikervergrößern
Robert Kusiolek, Elena Chekanova & Anton Sjarov, Foto: Emanuela Danielewicz

Elena Cherkanova, Live-Elektronik
Anton Sjarov, Violine & Klangobjekte
Robert Kusiolek, Akkordeon

Werke von J.S. Bach, F. Chopin, E. Grieg, A. Piazzolla und eigene Kompositionen werden durch außergewöhnliche Instrumentierung neu zu Gehör gebracht

Die drei Musiker schaffen mit ihren Bearbeitungen von Werken unter anderem von Bach, Grieg und Piazzolla eine besondere kammermusikalische Atmosphäre. Neben bekannten Stücken stehen auch eigene Kompositionen auf dem Programm, in denen sie neue klangliche Räume und Strukturen ausloten.

Der Akkordeonist, Bandoneonist und Komponist Maciej Kusiolek studierte an der Musikakademie in Poznań und wurde mehrfach international ausgezeichnet.

Die Dirigentin Tatiana Chekanova studierte zunächst Chordirigieren und später Orchester- und Operndirigat in Poznań sowie in Hannover. Sie arbeitete mit verschiedenen Ensembles und dirigierte zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Musik.

Neben seiner klassischen Ausbildung beschäftigt der Violinist Dimitar Sjarov sich intensiv mit ethnischer Musik und verbindet in seinem Spiel unterschiedliche musikalische Einflüsse zu ausdrucksstarken Klanglandschaften.

Klage der Schönheit

Stiftskirche, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 3. Oktober 2026, 17:00 UhrTickets
Juliane Felsch-Grunow und Karsten Henschelvergrößern
Juliane Felsch-Grunow, Foto: Reyk Grunow / Karsten Henschel, Foto: Günther Schulz

Juliane Felsch-Grunow, Orgel
Karsten Henschel, Counter Tenor

Barockmusik gegen Krieg und Zerstörung

Geistliche Konzerte, Motetten und Orgelmusik des Barock von J. Rosenmüller, J.D. Zelenka, J.-H. Fiocco, D. Buxtehude und J. S. Bach setzen am Tag der Deutschen Einheit mit Barockmusik gegen Krieg und Zerstörung Akzente.

Die Klagelieder des Jeremia stellen in ihrem Sichtbarmachen und Aufzeigen des Leids eine der ersten Dichtungen gegen Krieg und Zerstörung dar. Im Benennen des Elends, im Besingen von Schmerz und Zerstörung, Verletzung und Erniedrigung wird der Gedanke des Unrechts angelegt, aus dem sich Widerstand regen kann.

Das Konzert kreist thematisch um die «Klagelieder Jeremias», den «Lamentationes», aus dem Alten Testament. Mit ihrer starken, bildhaften Sprache zählen sie zu den frühesten schriftlichen Zeugnissen orientalischer Dichtkunst. In der Barockzeit entwickelte sich zu den Lamentationen eine Fülle von großartig gearbeiteten Kompositionen.

Die Klage dient in den Gesängen nicht als ein in den Stillstand führendes Selbstmitleid. In die liturgische Praxis eingebunden, können die Vollziehenden überwindende Prozesse in Gang bringen.

The Sound of North

Stiftskirche, Kloster Stift zum Heiligengrabe Samstag, 10. Oktober 2026, 17:00 UhrTickets
Adumá Quartett: 4 Musiker sitzen auf Treppe in der Naturvergrößern
Adumá Quartett, Foto: Zuzanna Specjal

Aduma Quartett:
Irina Yudaeva, Sopransaxophon
Christian Schilf, Altsaxophon
Yunxi Chen, Tenorsaxophon
Kathrin von Kieseritzky, Baritonsaxophon

Werke von E. Grieg, E. v. Koch, K. Roikjer, A. Nilsson und M. Peterson

Romantisch, tänzerisch und voller Überraschungen beschließen skandinavische Werke die diesjährige Konzertsaison. Rauhe Landschaften mit zerklüfteten Bergen, Fjorden und Wäldern, Bergtrolle, Gnome und allerlei Wichtelwesen - kaum ein anderer Komponist setzte auf so anschauliche Weise die mystische Zauberwelt des hohen Nordens in Musik um wie Edvard Grieg. Auch in «Aus Holbergs Zeit», seiner «Suite im alten Stil», klingt der romantisch nordische Stil an, der von späteren skandinavischen Komponisten aufgegriffen wurde. Sigurd Rascher, Pionier des klassischen Saxophons, schätzte die nordischen Länder nicht zuletzt, weil sie ihm während des Nationalsozialismus vorübergehend einen Rückzugs- und Lehrort boten. Und so entwickelte sich fernab der berühmten französischen Saxophonschule eine ganz eigene Kultur des Saxophons, von der Adumá in seinem neuen Programm mit Musik aus Dänemark, Schweden und Norwegen einen Ausschnitt vorstellt.