Rasha Ragad, Rezitation
Uli Kempendorf, Saxofon
Kalle Kalima , E-Gitarre
Andreas Behrendt, Orgel
Burkard Wehner, Gesang
Konzert mit Steinharfe: mittelalterliche Vokalmusik, Jazz, Improvisationen und Neue Musik sowie Sufi-Lyrik (über 1000 Jahre alter arabische Dichtung) der Mystikerin Rabi’a von Basra
Es geht um die Liebe zur Schöpfung als eine der spirituellen Verbindungen zwischen den religiösen Strömungen. Dabei richtet sich der besondere Blick auf die historische Bedeutung von Frauen.
Im Islam wie im Christentum gab es Mystiker und Mystikerinnen, die ihre Liebe zum Göttlichen, zum Schöpfer in manchmal beinahe schon erotischen Texten ausdrückten. Die Sufis Rumi und Hafis sowie der Karmeliter Johannes vom Kreuz sind bekannte männliche Beispiele hierfür. Lange vor ihnen wirkte Rabi’a al-’Adawiyya (um 717 – 801). Sie war eine der frühesten und bis heute wichtigsten Sufimystikerinnen, die ihre Liebe zum Schöpfer in vielen Gedichten besang. 300 Jahre danach lebte Hildegard von Bingen (1098 – 1179), die als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters gilt. Später folgten Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn, Gertrud von Helfta, Teresa von Avila, u.a. mit ihren Minnedichtungen.
KLANGLICH ist die Konzertperformance getragen von großer Innerlichkeit und meditativer Stille. Gesang, Flöten, Sprechstimme, Wasserperformance und Steinharfe wechseln einander ab und bilden eine Einheit in einer kontemplativen Atmosphäre. Steinharfen sind bisher noch wenig bekannte Instrumente. Steinblöcke, die auf spezielle Weise eingesägt sind, werden mit nassen Händen zum Klingen gebracht. Es entstehen dabei auch körperlich stark wahrnehmbare, sphärische Klänge mit großem Obertonreichtum und sehr weitem Klangspektrum. → Projektbedingt werden auch internationale Gastkünstler:innen mit einbezogen.