Rubica von Streng, Kustwerk, Gespräch und Kuration am 12. Oktober
Kunsthistorikerin Dr. Almut Hüfler, Gespräch und Kuration am 12. Oktober
Bilder über die Entstehung des PortLand-Zyklus
12. Oktober: Rundgang durch die Ausstellung
Der Kunstverein Pritzwalk widmet seine große Herbstausstellung in diesem Jahr der Künstlerin Rubica von Streng. Die Berliner Malerin zeigt mehr als 40 Gemälde sowie eine Skulptur aus ihrem Werkzyklus PortLand, in dem es um den Erhalt der Natur geht – und um die Zukunft des Planeten in Zeiten menschgemachten Wandels. Rubica von Streng studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und an der Universität der Künste in Berlin (UdK). 2019 nahm sie an der internationalen Gruppenschau «Taking Root» der Düsseldorfer Kunsthalle (KIT) teil; zwischen 2020 und 2022 folgten zahlreiche weitere Ausstellungen, unter anderem im Haus der Kunst, München. Fast 20.000 Gäste sahen 2023 ihren Werkzyklus Totentanz im Museum der Kulturkirche St. Jakobi Stralsund. 2024 gastierte sie mit PortLand-Arbeiten unter anderem im CICA Museum in Südkorea.
PortLand könne man innerlich und äußerlich begreifen, sagt die Künstlerin. Mit ihrer speziellen Maltechnik mache sie das Innen und das Außen in den Werken sichtbar – ähnlich wie bei einem CT. Sie trägt Farbe in sehr feinen, transluzenten Schichten auf, mit einem Verfahren, das sie selbst entwickelt hat und – aus der Musik hergeleitet – Arpeggio-Maltechnik nennt. «Man hört die Einzeltöne und weiß, woher sie kommen», sagt sie, «am Ende ergeben sie einen Gesamtklang. Ebenso verhält es sich mit den Farben in PortLand.»
Die Künstlerin entwirft in ihrem PortLand-Zyklus nicht etwa Utopien oder Dystopien, sondern denkbare planetare Biotope der Zukunft. Ihre Malerei verweigert sich dem Abgeschlossenen, dem Plakativen – und bezieht daraus ihre Gegenwärtigkeit und Offenheit für sich wandelnde Prozesse. «Das Unbekannte, das Überraschende», sagt Rubica von Streng, «gehört für mich immer dazu.»