African Street Dances Potsdamer Tanztage, Foto: Dajana Lothert
26. Mai – 7. Juni Festival für Zeitgenössischen Tanz
Für zwei Wochen im Mai und Juni verwandeln die Potsdamer Tanztage die Stadt Potsdam in ein Zentrum zeitgenössischer Tanzkunst. Mit jährlich 5.000 bis 8.000 Besuchern zählen die Tanztage zu den größten Tanzfestivals Deutschlands. Eine besondere Stärke des Festivals ist die enge Verbindung zum Publikum – ermöglicht durch das bundesweit umfangreichste Workshop-Angebot im Rahmen eines Tanzfestivals, zahlreiche Publikumsgespräche und die Vielfalt der Aufführungsorte.
Die Aufführungen bilden das Kernstück des Festivals: Soli-Arbeiten und große Ensembles, erzählerisches Tanztheater und reine Bewegung, Stücke für Kinder und ungewöhnliche Performances wechseln sich in einem reichen Programm ab. Ziel ist es, die Vielfalt der aktuellen internationalen Tanzszene, die sich durch ihre hohe Kreativität auszeichnet, zu präsentieren. Konzerte, Tanzfilme, Installationen, DJs ergänzen das Programm und laden zum Verweilen in der Schiffbauergasse ein.
Alljährlich verbindet das Programm international erfolgreiche Choreografen, lokale Künstler, junge Talente und die Arbeit von Studierenden zu einem dichten Programm auf den Theaterbühnen Potsdams, in Parks oder an besonderen öffentlichen Orten der Stadt. In der Schiffbauergasse mit mehreren Bühnen und den Tanzstudios der fabrik Potsdam entsteht so jedes Jahr eine kreative Atmosphäre rund um Tanz- und Körperkunst und mit Konzerten, Publikumsgesprächen und einem besonderen Angebot für Familien.
Choreografien auf der Kinoleinwand: Festivalprolog
«Film: Originalsprache Sprache Sámi, OmeU»
Árru ist ein atemberaubendes filmisches Erlebnis, in dem das «Yoiken», ein traditioneller samischer Gesang, zu einem Klagelied gegen andauernde koloniale Mechanismen der Ausbeutung wird.
Elle Sofe Sara, die zuletzt 2025 mit ihrem Stück The Answer is Land bei den Potsdamer Tanztagen zu Gast war, ist eine Choreografin, die gekonnt Disziplinen wie Tanz, Gesang und filmische Bildsprache verschmelzen lässt.
«Le Margherite» knüpft genau an diesen verspielten Zufall an und zeigt zwischen Verkleidungen und Verwandlungen eine einfühlsame Ode an das Vergängliche.
Dabei steht die Erfahrung des Zufalls als Quelle von Freude und Spaß an erster Stelle. Fünf TänzerInnen begleitet von einem Musiker entfalten auf sprachlicher, musikalischer und körperlicher Ebene ein Feuerwerk bewegter Ideen und choreografischer Spiele, aus denen sie immer wieder verschwinden, um in überraschenden Formen erneut aufzutauchen. Zufall wird zu Intensität und vor den Augen des Publikums entwickelt sich eine Poesie des schöpferischen Augenblicks – ein Versuch, die Endlichkeit zu überlisten.
Chevalier-Masson, Bühnenbild
Bert Van Dijck, Licht
Bart Celis & If Sound Matters, Ton & Gitarre
Tanzgruppe «Platform K» (Brüssel/Gent):
Anna Dujardin, Anthony Quintard & Oskar Stalpaert, Tanz, Recherche & Kreation
Tanzgruppe «ZOO» (Brüssel/Gent):
Thomas Hauert, Tanz, Kostüme, Konzept und Regie
Sarah Ludi, Samantha van Wissen & Mat Voorter, Tanz, Kostüme, Recherche & Kreation
u.a.
Tanz & Performance - Deutschlandpremiere mit Musik:
– Maurice Ravel: Klavierkonzert in G-Dur, M. 83
– Salvatore Sciarrino: Sui poemi concentrici II – Jonny Greenwood: Mata Aini Kuru kara Ne
– Aigel: Tatarin – Vienna Brass: lles Walzer «3. Satz» – Ray Charles: It Ain’t Easy Being Green
– The Communards: Lovers and friends – Hildegard Knef: Für mich soll’s rote Rosen regnen
– Patti Page: Tennessee Waltz – Peggy Lee: Is That All There Is? – George Michael: Freedom!
Für seine jüngste Kreation erweitert Thomas Hauert sein Ensemble um TänzerInnen einer inklusiven belgischen Tanzgruppe für eine außergewöhnliche Begegnung. ZOO und Platform K: zwei Kompanien mit unterschiedlichen Hintergründen und Abilities teilen die Bühne. Where is everybody? Nimmt den Blick von Menschen mit und ohne Behinderung zum Ausgangspunkt und verbindet körperliche Präsenz und unmittelbare Interaktion mit der emotionalen Kraft der Musik und der Komplexität der Tanzimprovisation.
Choreografien auf der Kinoleinwand Film: Originalsprache: Englisch, Fon, Französisch, Wolof
Germaine Acogny - Die Essenz des Tanzes ist ein Dokumentarfilm, der das Werk der einzigartigen Choreografin Germaine Acogny porträtiert. Acogny erhielt neben anderen Auszeichnungen 2021 den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig für ihr Lebenswerk. Unter der Regie von Greta-Marie Becker ermöglicht der Film einen Einblick in das reiche künstlerische Schaffen der Choreografin, die als eine der wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes gilt und diesen maßgeblich inspirierte.
Authentizität, Hartnäckigkeit und Haltung zeigen sind für Lena Stoehrfaktor mehr als nur Floskeln – sie sind das Credo einer unermüdlichen Künstlerin, die sich seit Beginn der 2000er Jahre für den Berliner Untergrund stark macht. Die Musikerin mit Liebe zum Oldschool-Rap weiß genau, worauf es ankommt: Auf der einen Seite betrachtet sie fein analytisch gesellschaftliche Missstände, statt sie unter den Teppich zu kehren, auf der anderen Seite wiederum verteilt sie frei Schnauze eine Punchline nach der anderen. Lena Stoehrfaktor geht nicht nur durch die Berliner Straßen – sie kratzt förmlich an ihrer Oberfläche, um den Dreck sichtbar zu machen.
Kurkapelle Sonnendeck:
Jannicke Hagen, Trompete & Effekt-Loop
Hannes Kempa, Saxophone & Effekt-Loop
Janne Nicolas, Synthesizer & Effekt-Loop
Leonhard Endruweit, Bass, Synthesizer & Effekt-Loop
Heinrich Eiszmann, Schlagzeug
Konzert: Dance, Electronic, Jazz
Zwischen pumpenden Beats und handgemachtem Klangrausch entsteht ein Sound, der sowohl zum Träumen einlädt als auch den Körper in Bewegung zwingt. Hier verschmelzen elektronische Elemente mit echten Instrumenten: Synthesizer, Drums, Bass, Saxophon und Trompete formen gemeinsam eine organische Welle aus Rhythmus, Wärme und Melancholie. Ein Aufguss aus Deephouse, Techno und Minimal – handgemacht, schweißtreibend. Also: Pantoffeln an, Alltag aus, Augen zu. Die Kurkapelle Sonnendeck bittet zum Tanz.
PARTS + LABOUR (Montréal):
Emily Gualtieri & David Albert-Toth, Konzept, Erstellung & künstlerische Leitung
Brianna Lombardo, Maïka Giasson, Jossua Satinée, Lou-Anne Rousseau & Frédérique Rodier, Tanz & Choreografie
Jo Laïny Trozzo-Mounet, Ersatztanz
Paul Chambers, Lichtdesign
Jonathan Saucier, Kostüm- und Bühnenbild
Frannie Holder, Komposition
u.a.
Tanz & Performance - Deutschlandpremiere
Fünf Tänzerinnen bewegen sich in enger Formation, dem Publikum direkt zugewandt. Entlang der Wände beschreiben sie ein großes Quadrat, während sich ihre synchronen Schritte mit schneller werdenden elektronischen Beats verdichten. Mit der allmählichen Beschleunigung legen sie Schicht für Schicht Kleidung ab – Sichtbarkeit wird zum Statement. In LABOUR wird Wiederholung zur politischen Geste: Die Ausdauer der Körper verweist auf die unsichtbare, permanente Arbeit, die Frauen gesellschaftlich zugeschrieben wird – physisch, emotional, strukturell.
Das Stück ist frontal und kompromisslos und lebt von der enormen Energie und Ausdruckskraft der ProtagonistInnen. Stärke und Verletzlichkeit erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als sich bedingende Realitäten der Existenz. Der steigende Rhythmus erzeugt Dringlichkeit – als Antwort auf Systeme, die Körper kontrollieren und Autonomie beschneiden. Ob als Widerstand, Protest oder kollektive Wiederaneignung – LABOUR hebt die kollektive Kraft hervor, die entsteht, wenn Frauen gemeinsam Raum, Sichtbarkeit und Handlungsmacht einfordern.
Galaxaura zeichnet sich durch kraftvolle Kicks und schnelle Breaks aus, gepaart mit einer starken Affinität zu Bassmusik, mit denen die Grenzen des Elektro erweitert und verwischt werden. Die DJ-Sets folgen oft einer intergalaktischen Erzählung, die sich durch Breakbeats, Elektro und Progressive House bewegt. Glitzernde Synthesizer, Bass-Punches, stolpernde Drums und bedrohliche Layers prägen eine Auswahl, die vor versteckten Juwelen nur so strotzt – gleichermaßen geeignet für Dancefloors zum Höhepunkt der Party sowie für introspektive Hörmomente.
Adi Boutrous (Tel Aviv), Choreografie & Soundtrack-Gestaltung
Ido Barak, Neshama Bazer, Naomi Ben David, Adi Boutrous & Uri Dicker, Tanz
Ofer Laufer, Lichtgestaltung
Yael Venezia, Dramaturgie
Stav Struz Boutrous, Kostüme & Tanz
Asaf Ashkenazy, Technische Leitung & Toningenieur
u.a.
Tanz & Performance - Deutschlandpremiere
In Nature of a Fall stellt Adi Boutrous den tiefsten Widerspruch des Menschseins in den Mittelpunkt: den Sog der Zerstörung und zugleich die Sehnsucht nach gemeinsamer Harmonie. Sechs TänzerInnen durchlaufen Zyklen von Aufstieg und Zusammenbruch. Sie erklimmen einander wie fragile Konstruktionen, nur um wieder zu fallen – werden geschleudert, getragen, widersetzen sich. Ist Erneuerung nur durch Zerstörung möglich, indem alte Wahrnehmungen aufgegeben werden, damit neue entstehen können?
Getrieben von großer körperlicher Energie kehrt das Stück immer wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück. In gemeinsamer Bewegung spiegeln sich zeitgenössische Katastrophen und kollektive Traumata ebenso wie Gesten von Solidarität und Unterstützung. Zwischen Scheitern, Widerstand und gemeinsamer Gestaltung fragt Nature of a Fall nach Fähigkeit der Menschen, einander zu sehen, zuzuhören – und zu hoffen.
Manuel Roque (Montréal), Soundtrack, Choreografie & Darstellung
Nils Levazeux, Ersatzdarstellung
Marilène Bastien, Kostüme
Karine Gauthier, Licht
Pablo Geeraert, Mix und Soundberatung
u.a.
Tanz / Performance: Hommage an die Kräfte der Natur
Für Manuel Roque ist der Körper das grundlegende Instrument der Welterfahrung. Nach bang bang aus dem Jahr 2018, kehrt Manuel Roque mit einem reduzierten und genauso körperlichen Solo nach Potsdam zurück. In ständiger Bewegung präsentiert er Tanz auch als sinnliche Arbeit zwischen Widerstand und Hingabe an die Kräfte, die ihn in Bewegung versetzen.
Zu einer hypnotischen Klangspur wirbelt der Körper umher und versucht, sich in einem nackten Raum zu verankern. Er verliert und findet seine Bezugspunkte, gerät ins Schwanken in realen so wie imaginierten Strömungen auf der Suche nach neuen Stützpunkten. Das Stück nimmt Bezug auf die gegenwärtigen Böen, die die Gewissheit erschüttern, auf der Suche nach einem befreienden Momentum. Zugleich entfaltet es sich als Hommage an die Kräfte der Natur – unkontrollierbar und berauschend, sofern man lernt, ihnen zu folgen und sie in der Unmittelbarkeit der Sinne zu erleben.
Performance: in einen Dialog mit zeitgenössischem Bewegungsvokabular
Körper umkreisen einander. Eine singende Stimme erfüllt den Raum. Schritte hallen auf dem Boden wider. Körper und Atem verschmelzen in einer kollektiven Entspannung. Mit Fokus auf Form und Rhythmus dekonstruiert Dominique Tegho in the intimacy of collision «nahöstliche» Volkstänze.
Die Performance wendet sich den vielen Variationen des Tanzes der sieben Schleier zu, einem orientalistischen Spektakel, das sich Oscar Wilde erstmals 1893 im Theaterstück Salome zu eigen machte. Mit Reibung, Kollision und Begegnung hinterfragt Dominique Tegho den Orientalismus, der die Wahrnehmung von Körpern in mehr als einem Jahrhundert westlicher Vorstellungskraft geprägt hat.
Adi Weinberg, Konzept, Kostüme, Choreografie & Tanz
Liwia Bargieł-Kiełbowicz, mitwirkender Tanz & Kostüme
Sébastien Beliah, Musik
Cat Gerrard, Dramaturgie
u.a.
Tanz & Performance - Deutschlandpremiere
Undercurrents ist eine choreografische Spurensuche nach dem, was unter der Oberfläche wirkt: Erinnerung als leise Strömung, als geerbte Bewegung, als eingeschriebene Geschichte im Körper. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, treten in Dialog, widersprechen und stützen einander.
Zwei Tänzerinnen und ein Kontrabassist verleihen verlorenen, verdrängten oder fragmentierten Erinnerungen eine physische Form. Vergrabene und vergessene Geschichten kommen langsam wieder zum Vorschein. Bruchstücke ordnen sich neu. Was lange unausgesprochen blieb, wird neu in Bewegung übersetzt. Ein Stoff wird dabei zum verbindenden Element, als Haut, Grenze, Schutz und Resonanzraum zugleich. Er erinnert an das, was uns trennt, und an das, was uns trägt. So entsteht eine intime Brücke: ein Tanz über Erinnerung, über Verbindung und Verwandlung, über Identität.
Undercurrents wurde vom SZIH und dem POLIN-Museum in Warschau in Auftrag gegeben: eine Kreation, die als Position auf die Ausstellung 1945. Nicht das Ende, nicht der Anfang entstand und im Sep 2025 im Museum uraufgeführt wurde.
Gunilla Heilborn (Stockholm), Konzept, Text & Regie
Ludvig Daae, Kristiina Viiala & Sophie Augot, Performance
Kim Hiorthøy, Musik & Lieder
Katarina Wiklund, Bühne & Kostüm
Johan Sundén, Lichtdesign
Jonas Holst, Tontechnik
u.a.
Tanz & Performance - Deutschlandpremiere
In DANTE begegnen sich drei verlorene Seelen auf einer nebeligen Irrfahrt aus Liedern, Textfragmenten und zurückhaltendem Tanz. Nach 37 hours and 3 minutes und Merkurius setzt Gunilla Heilborn ihre Arbeit über Zeit, Zweifel und das Ungewisse fort – in ihrem unverwechselbaren Stil aus trockenem Humor und zarter Poesie.
Ausgangspunkt ist eine erfolglose Reise Heilborns nach Florenz. Auf der Suche nach Dante – und einer längst vergangenen Epoche – verirrt sie sich zwischen Touristengruppen in den engen Gassen der Stadt. «Manche Menschen wollen einfach nicht, dass das Mittelalter endet.» Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich in einer unkonventionellen Lesart von Dantes ewigen Fragen. Gunilla Heilborn schafft ihre ganz eigene Divina Commedia: Antworten gibt es keine, dafür umso mehr Fragen. Sie verspricht aber: Wie alle Komödien beginnt DANTE mies – und endet gut ...
MADANII ist eine Genre-Rebellin, die Grenzen verwischt. Tief in der persischen Kultur verwurzelt und geprägt von ihrer Kindheit als Tochter politischer Geflüchteter in Deutschland, verwebt sie Rhythmen, Sprachen, Politik, Formen und Klänge zu einem neuartigen musikalischen und visuellem Mosaik. In ihrer Musik erzählt MADANII ihre Geschichte des Andersseins, des Nicht-Dazugehörens und der Zerrissenheit zwischen Kulturen. Generationenübergreifende Träume, politische Absurditäten und queere Liebe – all das spiegelt sich in ihrem einzigartigen Stil wider, der Einflüsse aus Avant-Pop, Alternative R&B und Trap vereint.
Silvia Gribaudi, Konzept, Regie & Choreografie
Marta Olivieri, Martina La Ragione, Sara Sguotti, Susannah Iheme & Vittoria Caneva, Performance & Darstellung
Matteo Franceschini, Musik
Luca Serafini, Lichtdesign
Ettore Lombardi, Styling
u.a.
Tanz & Performance - Deutschlandpremiere
In AMAZZONI greift Silvia Gribaudi den antiken griechischen Mythos der Amazonen auf – jene sagenhaften Kriegerinnen, die als Bedrohung der patriarchalen Ordnung bekannt sind. Daraus entwickelt wurde ein Stück über Körper, Macht und Gemeinschaft, das Kraft und Humor bewusst miteinander verschränkt.
Silvia Gribaudi zählt zu den profiliertesten Choreografinnen Italiens und ist für ihre präzise humorvolle Arbeit bekannt. Durch Überzeichnung, Brüche und Selbstironie legt sie gesellschaftliche Zuschreibungen offen und öffnet neue Perspektiven. In AMAZZONI bewegen sich fünf Performerinnen zwischen Stärke und Verletzlichkeit und entziehen sich klaren Rollenbildern. Nach ihrem Stück R. OSA in der fabrik Potsdam im März 2026 kehrt Gribaudi mit einer Arbeit zurück, die neue Perspektiven auf Geschichte, Geschlecht und gesellschaftliche Ordnung eröffnet.
Freitag, 5. Juni 2026, 19:30 UhrSamstag, 6. Juni 2026, 18:00 Uhr
PNEU, Fotos: Jakub Červenka
Viktor Černický, Konzept & Performance
Valentin Verdure, Marek Menšík & Lukas Blaha Bliss, Performance
Joan Catalá, künstlerische Beratung
Petra Hanzlíková & ZDRUHESTRANY, Produktion
Jatka78 & CIRQUEON – Zentrum für zeitgenössischen Zirkus, Koproduktion
u.a.
Schulaufführung: Tanz / Akrobatik
Reifen unterschiedlicher Größe liegen über die Bühne verstreut. Nach und nach betreten vier Performer den Raum, jeder mit dem Versuch, nach eigenen Vorstellungen Ordnung herzustellen. Ihre Ansätze kollidieren, Konstruktionen stürzen ein und fünfhundert Kilogramm Gummi werden zugleich Hindernis und Partner. Inspiriert vom Konzept der Antifragilität des Philosophen Nassim Nicholas Taleb untersucht PNEU, wie Körper auf Druck reagieren.
Hebend, rollend, balancierend bewegen sich die Körper an der Grenze zwischen zeitgenössischem Tanz und Zirkus. Allmählich weicht die Spannung einer gemeinsamen Dynamik und aus Unordnung entsteht ein fließendes Spiel aus Kraft, Präzision und Synchronität. Anstrengung und Widerstand sind hier nicht nur Belastung, sondern Motor der Entwicklung. Aus Reibung wächst Verbindung, aus Instabilität Kooperation. Zwischen Erschöpfung und Leichtigkeit entsteht ein choreografischer Dialog, der fragt, ob Wachstum nicht trotz, sondern gerade durch Druck möglich wird.
Anschließend am Fr 05. Jun: Publikumsgespräch Am Fr 05. Jun, 11.00: Schulaufführung
Leïla Ka ist ein aufstrebender Stern der jungen französischen Tanzszene. Ihre Stücke wurden international bereits mehr als 300-mal aufgeführt und machen sie zu einer der erfolgreichsten französischen ChoreografInnen ihrer Generation. Ihre Karriere nahm ihren Anfang als Tänzerin in May B. von Maguy Marin, bevor sie eigene Arbeiten entwickelte. Mit Petites Pièces präsentiert Leïla Ka drei Kurzstücke, die für ihre unverwechselbare Energie und den Bruch von Frauen mit gesellschaftlichen Normen stehen.
Poder Ser
Mariana Faria, Tanz
Laurent Fallot, Licht
In dem Solo Pode Ser durchquert eine Tänzerin eine innere Landschaft aus Spannungen und Widersprüchen. Zwischen rohen Gesten und plötzlichen Bewegungsimpulsen erkundet das Stück die Schwierigkeit, ganz bei sich selbst zu sein.
In You’re the One We Love bewegen sich zwei Figuren gemeinsam durch Stürze, Aufbrüche und Widerstände. Fragil und zugleich kraftvoll feiern sie jene beharrliche Energie, die uns aufrecht hält.
Bouffées
Justine Agator, Adèle Bonduelle, Mariana Faria, Inès Lopez, Flore Ruiz-Moiret, Salomé Moro, Sara Tan & Anna Tierney, Tanz
Leila Ka, Licht
In Bouffées stehen fünf Frauen dem Publikum gegenüber, die Wangen von Tränen benetzt. Trauer macht sich breit, verwandelt sich und wird zu kollektiver Stärke transformiert.
Bittersüßer Bubblegrunge-Punk, ähnlich wie bei einem Aperol Spritz, bei dem es die Tresenkraft ein wenig zu gut mit euch gemeint hat. Noch ein Schuss Postpunk und fertig ist der angenehme Mini-Schwips zur Mittagszeit. Newcomer, die längst zu Stammgästen in den Dresdner Szene-Lokalitäten geworden sind!
Angefangen hat Syndrolin klassisch an den Turntables – mit Vinyl und viel Neugier. Aus ersten Sets entstand schnell eine Leidenschaft, die sie von Streams im Lockdown zu lokalen Partys, Open Airs und schließlich auf die Club- und Festivalbühnen führte. In ihren Sets vereint sie düstere, melodische Klänge mit dubby Elementen und schafft so eine tiefgehende, mystische Atmosphäre. Neben ihren treibenden Technosets spielt sie auch gerne groovigen House, am liebsten auf Vinyl.
Tanz & Performance: Unbolting Colonial Statues from Our Consciousness
Zugleich Choreograf, Musiker, Dichter und Forscher ist Mackenzy Bergile ein interdisziplinärer franco-haitianischer Künstler. In Autothérapie begibt er sich in eine körperliche Spurensuche zwischen Erinnerung und Gegenwart. In fragmentarischen «Sitzungen» entfaltet sich ein intensiver Dialog mit Geschichte und Identität: Was im Körper gespeichert ist, beginnt zu sprechen.
Ausgehend vom haitianischen Spiralismus – einer poetischen und politischen Philosophie, die Geschichte als zyklisch und polyphon begreift – entwirft Mackenzy Bergile eine Geografie von Erinnerungen, Traumata und kulturellen Referenzen, die sich über drei Kontinente erstrecken: von der gewaltsamen Verschleppung von rund 12 Millionen AfrikanerInnen über die haitianische Revolution und die Jim-Crow-Gesetze in den USA bis ins heutige Europa. Der Körper wird zum Archiv – und zum Ausgangspunkt einer behutsamen Neuverortung.
Mit französischen/englischen Texten und englischer Übertitelung Anschließend: Publikumsgespräch
TEll A ViSiON ist eine in Berlin ansässige Songwriterin, Produzentin und Komponistin, deren genreübergreifender Post-Pop sich zu einer unverwechselbaren und kraftvollen Signatur entwickelt hat. Von KritikerInnen der deutschen Popkultur als «einer unserer aufregendsten klanglichen Innovatorinnen» gefeiert, vereint sie bluesige Gitarren, raue, manchmal dubige Beats, kreisende Synthesizer, Sample-Ästhetik und rohe, direkte Texte zu Songs, die visuell und kompromisslos sind.
THINGS at the End of the World, Foto: Dorothea Tuch
Alfredo Zinola und Salome D’Attilia, Tanz
Yoav Admoni, Bühne
Clara Pazzini, Musik
Maxwell McCarthy, Dramaturgie
Marek Lamprech, Licht
u.a.
Tanz für Junges Publikum (3+)
Zwei PerformerInnen bewegen sich zwischen geheimnisvollen Objekten, die an Steine und Fragmente einer Landschaft erinnern. Umgeben vom Publikum beginnt sich dieses seltsame Terrain langsam zu verändern. In «THINGS at the End of the World» entwirft Alfredo Zinola einen poetischen Spielraum zwischen Tanz, Objekt-Theater und Fantasie.
Steine werden verschoben, Abstand entsteht und löst sich wieder auf, während unerwartete Elemente auftauchen – ein unruhiger, erdähnlicher Ball, schimmernder Schleim und kleine Steine, die sich scheinbar von selbst bewegen. Mit zartem Humor und Neugier lädt das Stück Kinder und Erwachsene dazu ein, die lebendige Präsenz der Dinge neu zu entdecken – und sich dem Geheimnis der Natur mit Staunen und Aufmerksamkeit zu nähern.
Konzert für Kinder von 3–7: KAPellina entdeckt Musik aus aller Welt.
KAPellina entdeckt Zauberschuhe, mit denen sie die Noten der Musiker und Musikerinnen verzaubern und die Rhythmen durcheinanderwirbeln kann. Wie bei einem Jukebox-Automaten spielt eine Tanzkapelle plötzlich verschiedene Beats: eine Polka, einen Walzer, einen argentinischen Tango, einen arabischen Dabke und rumänische Volkstänze…
Die Zauberschuhe wirken aber nur, wenn alle mittanzen – hoffentlich geraten dabei nicht die Noten durcheinander?
Gemeinsam mit KAPellina tauchen die Musiker und Musikerinnen mit dem Publikum in vielen Mitmachaktionen spielerisch in die Welt der klassischen Musik ein.
Tanz & Performance:
Anja Breljak, Celeste Niemann & Wing Lam Tam
Cosima Ruppert
Tanzkollektiv
Lisa Friedmann
Lysander Voelckel & Christoph Zimmer
Miglė Vyturytė & Leonie Phillip
Panagiotis Tasoulis & Kalia Mavrofti
Karin Nishizawa & Waki Inoh
Giuliana Piel
Kurze Tanzstücke
ZwischenSpiel 2026 präsentiert kurze choreografische Arbeiten aus unterschiedlichen künstlerischen Kontexten und zeigt ein vielfältiges Spektrum zeitgenössischer Tanz- und Bewegungsformen. In Soli, Duetten und Gruppenstücken entstehen intensive, verdichtete Einblicke in persönliche wie gesellschaftliche Themen.
Im Zentrum steht der Körper als Träger von Erinnerung, Erfahrung und Beziehung. Die Stücke bewegen sich zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, Festhalten und Loslassen, Nähe und Distanz. Durch innere Prozesse und äußere Einflüsse wird Identität immer wieder neu entdeckt. Einige Arbeiten widmen sich generationsübergreifenden Erfahrungen von Trauma, Migration und Verlust. Andere untersuchen Erinnerung, Berührung und wortlose Kommunikation als körperliche Quelle von Beziehung und Geschichte.
MOLE – Schulze/Borges/Beierbach:
Alexander Beierbach, Tenor- und Sopransaxophon
Nicolas Schulze, Klavier
Sofia Borges, Schlagzeug & Perkussion
Underground, Hardcore & Punk
Das JazzLab eröffnet 2026 mit einem Konzert des brandneuen Trios MOLE. MOLE untergräbt Grenzen zwischen freier Improvisation und Komposition. Auf seinen Streifzügen wildert es schamlos im Genre-Garten, wie ein hyperaktiver Maulwurf in seinen besten Jahren. Dabei gelingt dem Trio das Kunststück, einen Spagat zwischen dissonantem Cluster, harmonischer Melodie, Groove und der Auflösung ebendiesem zu erspielen.
Die zwei BerlinerInnen in der Gruppe, Sofia Borges und Alexander Beierbach, sowie der Potsdamer Nicolas Schulze sind allesamt in verschiedenen Ensembles aktiv und setzen in dieser Besetzung eine weitere wichtige Koordinate auf der Landkarte des Jazz in Deutschland.
Mit eingängigen Melodien und punkiger Attitüde schaffen die vier Musikerinnen der Newcomer-Band Blindspell einen unverwechselbaren Sound. In ihren Songs verbinden sich Einflüsse aus Indie, Grunge und Poppunk zu einer energiegeladenen Mischung. Doch die Band steht für mehr als nur gute Laune. In ihren Texten setzen sie sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinander und brechen so manche Norm. Zwischen Rebellion und Glitzer, Energie und Emotion entsteht eine ganz besondere Stimmung.
KHUSA:
Katharina Hermann, Gesang
Sven Alperstädt, Gitarre & DJ
E-Musik mit frischem Sound, klarer Haltung und emotionalem Tiefgang
KHUSA verbindet soulige Vocals, emotionale Texte und elektronische Beats zu einem unverwechselbaren Sound zwischen Leichtigkeit und Gänsehaut. Ihre Musik ist energetisch und berührend zugleich. Nach ihrer Debüt-EP KHUSA (2023) folgten mehrere Singles, darunter FREE AS A BIRD (2025) über die Sehnsucht nach Freiheit und ihr Hit TROPHY HUNTER (2025), der den Wert des Menschen hinterfragt. KHUSA rückt dabei Mitgefühl, Liebe und Menschlichkeit in den Vordergrund – Werte, die für sie selbst und für ihre Musik zentral sind. KHUSA schafft unvergessliche Momente.
fabrik JugendTanzCompany Potsdam:
Giulia Del Balzi in Zusammenarbeit mit den TänzerInnen, Konzeption & Choreografie
Emilia Engel, Irma Haack, Anouk Otto, Norah Pfau, Luna Rehnus, Cosima Ruppert, Nelly Sakulowski, Nanouk Schuster & Valentina Vogel, Tanz
Caroline Shaw & Attacca Quartett, Musik
Nelly Sakulowski & Nanouk Schuster, Live-Musik
u.a.
Tanz & Performance
Manchmal braucht man keine Worte. Manchmal bleiben sie im Hals stecken oder reichen einfach nicht aus. In Momenten von Freude, Wut, Überwältigung oder tiefer Verbindung sagt der Körper, was Worte nicht beschreiben können. Tanz wird unsere Sprache, um gehört und verstanden zu werden und wirklich füreinander da zu sein.
«find no words to say» wird als Gastspiel im Rahmen des 11. Landesschultheatertreffens Brandenburg aufgeführt, das vom 24. bis 26. Juni in Potsdam im Treffpunkt Freizeit stattfindet.
Artists in residence
Étape Danse ist ein trilaterales, europäisches Residenzprogramm, das jedes Jahr drei ausgewählte, neue Tanz-Produktionen aus Frankreich, Deutschland und Italien unterstützt.
Körper als Orte von Erinnerung, Politik und Imagination
Nach Autothérapie arbeitet Mackenzy Bergile an einem zweiten Kapitel seiner künstlerischen Recherche: ein dichtes und intimes Solo über Identität als fragiles, bewegliches Gefüge. Zwischen Erinnerung, Erbe und Begehren wird das Selbstporträt zu einem Ort der Transformation und Befragung. Die Arbeit untersucht, was uns prägt, was wir ungefragt übernehmen und was wir zu begehren lernen – und öffnet einen Raum für ein «Ich», das sich festen Zuschreibungen entzieht und in Bewegung bleibt. Vittorio Pagani, Foto: Francesco Ruffolo
27 (posthumous work)
Vittorio Pagani (Mailand), Tanz
Performativität, multimediale Subversion & eine präzise, zugleich metaphorische Bewegungssprache
27 (posthumous work) entfaltet sich als performative Untersuchung der Schwelle zwischen Fiktion und Realität, Präsenz und Verschwinden. Inspiriert vom Mythos des Club 27 (eine journalistische Bezeichnung für KünstlerInnen, die im Alter von 27 Jahren tragisch starben) sowie von der Poetik der Filmregisseure Varda und Kiarostami nimmt 27 die Form einer Live-Dokumentation an, die Erfolg und künstlerische Identität hinterfragt. Entstanden vor dem 27. Geburtstag des Künstlers, ist die Performance zugleich Feier und Abschied. Hidden Mothers, Foto: Marcio Pontes
Hidden Mothers
Elisabete Finger (Berlin), Tanz
Zwischen Schönheit und Verstörung
Hidden Mothers ist eine choreografische Recherche über Fürsorge als sichtbare und unsichtbare Praxis, verankert in feministischer Ethik. Ausgehend von den «Hidden Mothers» (eine fotografische Praxis des 19. Jahrhunderts) und einem persönlichen biografischen Bruch arbeitet Elisabete Finger mit der Verkörperung und Belebung von Archivbildern. Sie untersucht verborgene Rollen und Kräfte, die Fürsorgebeziehungen prägen.
Yotam Peled & Nitzan Moshe, Choreografie & Performance
Robert Prideaux, Lichtdesign
Maryna Ianina, Kostüme & Bühnenbild
Valentin Braun, Dokumentation und Fotos
Ari Teperberg, dramaturgische Unterstützung
Tanz / Performance
Wie verabschiedet man sich von der Heimat? Wie trägt man Erinnerungen weiter, ohne von ihnen überwältigt zu werden? One Strike Salvation ist ein intensives Duett, das diese Fragen körperlich erfahrbar macht – durch Bewegung, Rhythmus und rituelle Gesten.
Steine, Lieder, Fahnen und Tanz – Yotam Peled und Moshe Nitzan gleiten zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen persönlichen Erinnerungen und kollektiver Geschichte. Sie greifen Traditionen von Gedenkfeiern und Unabhängigkeitszeremonien auf – und lösen diese Schicht für Schicht auf.
Laura Gary, Choreografie & Performance
Nicolas Schulze, Livemusik
Jan Wanzelius, Musikkomposition
Tanz & Performance
Welche Erinnerungen wohnen in unserem Körper? Welche Gesten wandern durch Generationen? Und was geschieht, wenn uns jemand Unerwartetes begegnet? The Cornerstone führt Laura Gary durch eine skulpturale Installation – einem Pfad aus Licht, metallisch glänzenden Wirbelsäulen, Wolle, Stoff und Alltagsmaterialien entlang. Bewegung wird hier zum Ritual, zur Spurensuche.
Der Körper tastet sich voran, langsam, lauschend. Jede Geste trägt Geschichte – familiäre Echos und persönliche Erinnerungen. In der Mitte des Weges erscheint die Musik. Für einen flüchtigen Moment begegnen sich Klang und Körper – spontan, zerbrechlich, offen. Danach geht die Reise weiter, verändert. Diese Performance lädt ein, sich zu fragen: Worauf bewegen wir uns wirklich zu – auf das Loslassen, das Ankommen oder den Weg selbst?
Angefangen hat Syndrolin klassisch an den Turntables – mit Vinyl und viel Neugier. Aus ersten Sets entstand schnell eine Leidenschaft, die sie von Streams im Lockdown zu lokalen Partys, Open Airs und schließlich auf Club- und Festivalbühnen führte. In ihren Sets vereint sie düstere, melodische Klänge mit dubby Elementen und schafft so eine tiefgehende, mystische Atmosphäre. Neben ihren treibenden Technosets spielt sie auch gerne groovigen House, am liebsten auf Vinyl.
In ihrer Freizeit widmet sich DJ Syndrolin einer weiteren kreativen Leidenschaft: der Fotografie. Ihre Werke sind derzeit im Kunstraum/Washhaus ausgestellt.
Eintritt frei
Ausstellung "Vanitasparade & Echoes of Transformation"
Finissage, Sonntag, 15. Februar 2026, 13:00 Uhr Tickets
Echoes of Transformation, Foto: Lisa Krauß
Vanitasparade, Gemälde: Max GroteÖffnungszeiten: So 18.01.–So 15.02. | Mi–So, 13:00–18:00 | Eintritt frei
Vanitasparade
Werke von Max Grote
Die großformatigen Werke von Max Grote verbinden altmeisterliche Handschrift mit moderner Perspektive: dunkle, dramatische Szenerien, Pferdefiguren, Porträts und Selbstporträts sowie Ganzkörperstudien. Bildwelten variieren von Serie zu Serie, bleiben aber eindeutig in der künstlerischen Sprache. Max Grote hatte sein erstes eigenes Atelier im Potsdamer Rechenzentrum. Der 23-Jährige studiert nun an der HFBK Hamburg bei Jorinde Voigt.
Echoes of Transformation
Werke von Lisa Krauß
Die Fotografin Lisa Krauß, auch bekannt unter ihren Künstlernamen Syndrolin, lädt in eine experimentelle Fotoausstellung ein, in der sich Realität und Vorstellung berühren. Ihre Werke erkunden Übergänge zwischen Licht und Dunkelheit, Körper und Abstraktion, Form und Material.
Silvia Remigio, Konzept, Tanz, Choreografie & Sound
Sabine Chwalisz, Mentorin
Marvin Müller, technische Unterstützung
Baldemar Bottini, Kamera
Manuel Exposito, Schnitt Tanzszene "The Art of Life and Death", Foto: Sara Guerrini
The Art of Life and Death
Claire F. Crescini, Choreografie und Tanz
Letizia Bigatton, Voiceover
Annika Stadler, Dramaturgie
Sabine Chwalisz, Mentorin
Samaquias Lorta, Tonbearbeitung
Benjamin Mélot, Außenperspektive
Tanz & Performance
The Art of Life and Death von Claire F. Crescini und 20 Seconds von Silvia Remigio sind Tanzsoli, in denen der weibliche Körper zum Ort von Erinnerung, Widerstand und Verwandlung wird – ein Aufbegehren gegen die Grenzen, die Körpern auferlegt werden und ein poetisches Erinnern an ihre kraftvolle, sinnliche Lebendigkeit.
Claire Crescini erforscht die Zartheit und Kraft des Körpers, seine Verbindung zur Natur und das Verlangen, das es zu entdecken gilt – ein Tanz zwischen Atem und Gewicht, zwischen Verschwinden und Erwachen. Silvia Remigio stellt den Körper ins Spannungsfeld zwischen Gewalt und Gesetz und dem Aufbegehren gegen gesellschaftliche Macht. Stimme und Text benennen die Verletzungen, die laut werden und nicht mehr verstummen. Die Stücke durchdringen das Schweigen, sie brechen es durch Bewegung, Klang und Stille. Zwischen Lust und Schmerz, Scham und Selbstbehauptung entsteht ein Raum der Befreiung.
Nina Bauer ist eine unabhängige Singer-Songwriterin aus Potsdam, deren Musik zwischen Indie-Pop und Folk schwebt – ehrlich, sanft und berührend.
Mit ihrer warmen Stimme und poetischen Texten fängt sie das Leben zwischen Traum und Wirklichkeit ein. Nach ihrer EP Summer Breeze (2023) arbeitet sie nun an ihrem Debütalbum.
Live begeistert sie mit Nähe, Gefühl und einer besonderen Intimität, die unter die Haut geht.
Ritournelles. Oder: Um das Kreisen kreisen, Foto: Jonas Zeidler
Johanna Ackva & Laura Gary, Konzept, Choreografie & Performance
Yuko Matsuyama, Komposition & Performance
Odile Seitz-Walser, Outside Eye & dramaturgische Beratung
Martin Sieweke, Kostüm & Szenografie
explore dance – Tanz für junges Publikum (3+)
In Ritournelles dreht sich alles um das Kreisen. Tanzend, summend und singend spannen drei Performerinnen mit ihren Körpern und Kostümen einen magischen Kreis. In diesem Kreis erfinden sie neue Worte, Rhythmen und Bewegungen. Mal wird ihr Kreis riesengroß, mal winzig klein, mal nimmt er die Form einer Höhle an. Die Performerinnen experimentieren, sind überrascht oder scheitern auch mal – und schaffen so einen Zauber, der kleinen und großen ZuschauerInnen Mut macht und Lust auf Abenteuer weckt!
The Maze Cab ist eine vier-köpfige Post-Punk-Band aus Berlin und Potsdam. Hypnotisch grinsende Gitarrenriffs und energetisch treibende Krautrock-Beats verzahnen sich mit permanent verzerrten Basslinien. Dominiert wird dieser kontrollierte Flächenbrand von den abwechselnden, zum Teil zweistimmigen Gesangslinien von Katharina und Gernot – der perfekte Mix zum Mitgehen und Abdrehen. Liebe und Revolte und die allseits bekannten menschlichen Abgründe, das moderne Leben, das autobiographische... das alles sind Themen der meist metaphorisch geschriebenen Texte von The Maze Cab. In gewissem Sinne ein Spiegelbild ihrer Musik: die Grenzen der üblichen Genres sind fließend. The Maze Cab erschaffen weiterhin ihre eigene Welt.
Anna Nowicka, Choreografie
Julek Kreutzer, Kreation und Tanz
Jasmine Guffond, Musik & Sound
Lee Méir, Kostüm und Bühnenbild
Annika Stadler, Produktionsdramaturgie
u.a.
Tanz für Junges Publikum (5+)
Die Unterwelt lädt in eine Welt ein, die sich unter einem Tisch entfaltet: eine Traumwelt, in der sich Räume und Körper verwandeln und große Veränderungen offenbaren können. Mit Fantasie und Lust auf Bewegung begibt sich das Ensemble zusammen mit dem Publikum auf eine Reise durch Licht und Dunkelheit, überschreitet Grenzen und lädt zum Träumen ein. Denn nur gemeinsam und mit viel Mut und Vorstellungskraft können wir es schaffen, unsere Ängste zu überwinden und neue Welten zu entdecken.
Die Unterwelt ist die erste Produktion für junges Publikum der Choreografin Anna Nowicka, in der sie ihre tänzerische Arbeit mit ihrer Forschung zu Träumen verbindet.
Öffnungszeiten: Do 19.02.–So 01.03. | Mi–So, 13:00–18:00 Digitale Perspektiven | Current Works: mit Werken von Maja Dierich-Hoche, Mariam Rafehi, Bruno Ridderbusch, Tim Roeloffs, Andreas Schiller, Mark Straeck, Niklas Washausen und Simone Westphals
Diese Ausstellung denkt Kunst als Ort der Grenzarbeit – als Interface zwischen Subversion und Entwurf, zwischen Widerstand und Imagination. B3Y0ND 7H3 FR4M3 lädt dazu ein, verschobene Perspektiven einzunehmen und die eigene Position im digital wie politisch fragmentierten Raum neu zu verorten.
Deliria:
David Reschke, Gitarre
Malwine Kurella, Bass
Jonas Ehrler, Schlagzeug
Conrad Katzer, Gesang, Orgel & Gitarre
Verschachtelte Texte in feinen Melodieabläufen
Irrt das Licht noch? Oder habt ihr es schon im Gesicht? Deliria gibt's und gibt es nicht. Auch nach Jahren ist das noch so. Ginster-umwachsen alle Mitglieder, Efeu-umrankt die Trommelstöcker, Staub auf den Pappen. Doch die Augen blitzen wieder. Zeit für einen Frühjahrsputz bei Deliria!
Altes wird, Neues kommt raus. Gut. In alter Besetzung, inklusive Graf Zahl und mit Orgel und Gesang und Gedanken aussprechenden Glühfäden!
Man kann nicht alle Übel dieser Welt mit Songs über Wurst lösen, aber man kann es ja mal versuchen ...
Dackelkontakt machen Synthiepunk, der klingt wie Neue Deutsche Welle hätte klingen sollen. Die Texte bewegen sich zwischen den Leutn-von-dit-Maul-abjeschautn Dokumentarismus und dadaesken Exorzisten.
Le Havre machen Noise Chansons. Ein bisschen Schwermut, ein paar gebellte Zeilen, mitunter schmachtende Gitarrenlinien, in alten und aktuellen musikalischen Vorlieben verrührt, ergeben diesen Sound.
Eine Hommage an die Liebe zur Kauzigkeit und Musik für Weinabende vorm Plattenspieler. Postpunk, Indie, Alternative was auch immer. 2023 veröffentlichte Le Havre ihre Debut-LP SO WOHL WAR MIR NOCH NIE. 2025 folgte die EP ERDBEEBAUM.
The Maze Cab ist eine vier-köpfige Post-Punk-Band aus Berlin und Potsdam. Hypnotisch grinsende Gitarrenriffs und energetisch treibende Krautrock-Beats verzahnen sich mit permanent verzerrten Basslinien. Dominiert wird dieser kontrollierte Flächenbrand von den abwechselnden, zum Teil zweistimmigen Gesangslinien von Katharina und Gernot – der perfekte Mix zum Mitgehen und Abdrehen. Liebe und Revolte und die allseits bekannten menschlichen Abgründe, das moderne Leben, das autobiographische... das alles sind Themen der meist metaphorisch geschriebenen Texte von The Maze Cab. In gewissem Sinne ein Spiegelbild ihrer Musik: die Grenzen der üblichen Genres sind fließend. The Maze Cab erschaffen weiterhin ihre eigene Welt.
Nifty5:
Ole Fischer, Schlagzeug
Dennis Hempfing, Gitarre
Richard Oeckel, Keyboards
Roman Vigdortchik, Bass
Funk, Neo Soul, Jazz Fusion
Groove ist keine Frage des Genres – und Nifty5 aus Potsdam sind dafür das perfekte Beispiel. Das Ensemble, das 2022 aus dem Potsdamer Kreativkollektiv Brausehaus hervorging und aus Dennis Hempfing, Roman Vigdortchik (beide von Liquid Silk), Ole Fischer (Kaskadeur) und Richard Oeckel (Soul Dressing) besteht, hat einen individuellen und ausgereiften Sound entwickelt. Sie haben sich von ihren ursprünglich eher harten musikalischen Wurzeln gelöst, um gemeinsam neue Klangwelten zwischen Funk, Neo-Soul, HipHop und Jazz zu erkunden. Durch komplexe Prog-Rock-Momente, schimmernde Melodien und infektiöse Tanz-Beats entsteht eine Live-Musik, bei der sich Kopf und Füße die Hände geben. Das erste Nifty-Album Drȳge erscheint im Sommer 2026 – beim Sound(g)arten feiert die Band das Release mit ihrer Potsdamer Homecrowd.
Band «Kampfer»:
René Wenner, Gesang
Lars Lamprecht, Gitarre
Roger Burand, Bass
Andreas Hoche, Schlagzeug
Alternative Rock
Kampfer mixt aus Melodie, Krach, Groove und der geheimen Zutat ein Heilmittel gegen Herzbeschwerden und niedrigen Blutdruck.
Wie das klingt? Mehr Indie als Pop, mehr Metal als Indie; mehr Shoegaze als Metal; mehr Hardcore als Shoegaze; mehr Noise als Hardcore. Gute Musik also, die man noch nicht gehört hat.
MN5T ist das Solo-Projekt des in Berlin lebenden deutsch-türkischen Multiinstrumentalisten Mesut Krüger-Gürsoy mit Fokus auf Schlagzeug. Als international erfahrener Live-Musiker arbeitete er mit Acts wie East Cameron Folkcore, Tubbe, Felidae und Roman Fischer und spielte auf Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park und dem Øyafestivalen. Mit der Indie-Rock-Band Cosmic Casino veröffentlichte er zwei Alben und war in der ARTE-Sendung «Tracks» zu sehen. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in Städte von London bis Sydney. Seit 2018 verbindet MN5T als Live-Looping-Projekt rhythmische Präzision mit experimentellen Sounds. Aktuell ist Mesut außerdem mit Jackie Charles, Smalltape und PRCDRL aktiv.
Henn Miller, Konzept, Performance & Musik
Oscar Loeser & Clemens Kowalski, Video
Barbara Steinitz, Musik
Live-Loops, perkussiven Klängen
Im hinteren Teil dieses Vans ist Platz für einige Fahrgäste. Sobald die Autotür geschlossen ist, beginnt ein Roadtrip der besonderen Art. Henn Miller’s MusicVan nutzt das Auto als Klangraum, Instrument, Projektionsfläche und Bühne. Im Van läuft ein improvisierter Soundtrack aus elektronischen und akustischen Instrumenten und Live-Loops von perkussiven Klängen.
Motorengeräusche, Schläge auf Fensterscheiben, Vibrationen und Klänge von Metall und Blech lassen den Eindruck einer musikalischen Reise entstehen, die sich wie eine rasante Fahrt auf der Autobahn anfühlt. Es riecht nach Freiheit!
BV.R vereint alte und neue Freunde, Lebensfreude und den Spaß an der Musik. In diesem Jahr haben BV.R ihre erste LP Surferboy veröffentlicht. Alternative, Mainstream…?
Egal, Schubladen interessieren BV.R nicht, die Mitglieder spielen sonst in Bands wie Sandow, The Maze Cab und Varganova.
«They say you never know the mystery of life. Someday we all must die. There’s no need for you to cry!» (BV.R – We’re All Gonna Die)
Never change a winning team: Wegen des Mega-Erfolgs im vergangenen Jahr sind die Crawfishe wieder mit ihrer krachenden Wundertüte zu Gast.
In der bandeigenen intensiven Art und Weise hämmert euch die Band feinste Klassiker um die Ohren, von Ost bis West, von Underground bis Pop, von Feeling B bis Nena.
Irie Member ist ein achtköpfiges Reggae Live-Ensemble aus Potsdam und Berlin.
Das Repertoire aus eigenen Songs und neu interpretierten All-Time-Favorites folgt dem Motto «vom Ohr ins Bein».
Die mit Ska und Dub gewürzten Songs führen mit druckvollen Bläsersätzen, singenden Gitarrensoli und Elementen aus Jazz, Hip Hop und Rock durch sonnige und schattige Seiten des Menschseins.
Unbekannt, unkartiert, unkariert, rasterfrei aber balanciert, das sind AURALIS.
Dies ist das Debüt um die drei Musiker Conrad, Pike und Enrique, die vor einem halben Jahr die Karten der Genres neu gemischt haben, um ihr Inneres nach Außen zu kehren, ihre innere Pataphysik in Linien und Kästchen zu schieben, sie zerknüllen und in die Lautsprecher zu drücken!
Bahn: Ab Berlin RE1 oder S7 bis Potsdam Hbf., weiter mit Tramlinien 93, 94 und 99
Bitte informieren Sie sich vorab bei den Veranstaltern über mögliche Programmänderungen. Dort erhalten Sie auch Informationen über die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte.