Choriner Musiksommer

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Choriner Musiksommer, Photo: Andreas Mroß

20. Juni – 30. August

Der Sommer 2026 wird ein musikalischer Höhepunkt par excellence. Mit 18 Konzerten und einer Fülle von erstklassigen Orchestern, Solisten und Sängern bringt das Festival in der schönsten Konzerthalle Brandenburgs – dem Kloster Chorin – Klassik, Jazz, Cross Over und Weltmusik auf die Bühne.

Für jeden ist etwas dabei: «Der Feuervogel» – moderiert von Juri Tetzlaff – ist besonders für Familien geeignet. Liebhaber des Chorgesanges werden fündig beim Dresdner Kreuzchor, und beim RIAS Kammerchor. Italienisches Flair ertönt bei «Bella Italia» wo hingegen die «Original Hoch- und Deutschmeister» wienerisch daherkommen. Das Programm «Diamonds» mit Katherine Mehrling und dem Filmorchester Babelsberg wird Chansonfans begeistern, und wer Bach-Haydn-Beethoven-Mozart liebt, hat es mit der Auswahl schwer.

Lassen Sie sich inspirieren und freuen Sie sich auf hautnahe Begegnungen mit den Künstlern und auf ein Wiedersehen in diesem besonderen Sommer voller Musik.

Programm 2026

Eröffnungskonzert

Kloster Chorin Samstag, 20. Juni 2026, 15:00 UhrTickets
1 Mädchen mit Geigervergrößern
Mariam Abouzahra, Foto: Andrej Grilc

Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
Mariam Abouzahra, Violine
Alexander Merzyn, Dirigent

  • Carl Maria von Weber: Ouvertüre zu «Der Freischütz»
  • Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1
  • Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 9

Seit 2024 bezaubert die junge Geigerin Mariam Abouzahra mit ihrer Ausdruckskraft und Virtuosität das Choriner Publikum. Max Bruchs 1. Violinkonzert erfreut sich bis heute einer anhaltenden Popularität: Beim Publikum wegen seiner wegen seines melodischen Erfindungsreichtums und seiner Ausdruckskraft bei den Geigerinnen und Geigern, weil sie hier die ganze Bandbreite ihres Könnens einbringen können. Bruchs Credo, dass die Melodie die Seele der Musik sei, wird von diesem Werk vollendet verkörpert. Mit Dvořáks Symphonie «Aus der Neuen Welt» erklingt ein weiteres, gern gehörtes Highlight. Dazu auf seiner Amerikareise angeregt, schöpft er aus einem reichen Fundus an Melodien und kleidet sie in energetischer Rhythmik und reiche Orchesterfarben. Und mit der Ouvertüre zu der romantischen Oper «Der Freischütz» den Choriner Musiksommer an diesem so besonderen Ort zu eröffnen, kann nicht passender sein.

Bella Italia

Kloster Chorin Sonntag, 21. Juni 2026, 15:00 UhrTickets
Ein Mann mit blauer T-Shirtvergrößern
Olivier Tardy, © Olivier Tardy,

Staatskapelle Weimar:
Elisa Maayeshi, Sopran
Sangmin Jeon, Tenor Udo Wachtveitl, Moderation
Olivier Tardy, Dirigent

  • Vincenzo Bellini: Ouvertüre zu «Norma»
  • Nicolo Paganini: Caprice
  • Luigi Denza «Funiculi, funicula»
  • Luigi Boccherini: Menuet Nr. 5
  • Giuseppe Verdi: Prestissimo aus «Don Carlo»
  • Gaetano Donizetti: Arie «Caro elisir, sei mio» aus «L’elisir d’amore»
  • Johann Strauss «Wo die Zitronen blüh'n»
  • und Kompositionen von Mendelssohn, Donizetti, Wagner, Stolz u.a.

Spätestens seit Goethes berühmten Gedicht «Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn?» ist Italien Sehnsuchtsort und Inbegriff eines paradiesischen Arkadiens. Nicht nur die Fülle der Kunstwerke in den Kirchen und Palazzi, sondern vor allem die Sonne, die mediterrane Landschaft und das vermeintlich gute Leben lassen uns Deutsche immer wieder nach Italien ziehen.
Alles, was sich in der Musik mit Italien verbinden lässt, bringt die Staatskapelle Weimar unter Oliver Tardy mit nach Chorin und lässt uns einen Nachmittag in Italiensehnsucht schwelgen. Im Programm: Das zum Schlager avancierte volkstümliche neapolitanische Lied ebenso wie die Belcanto-Arie eines Donizetti, die wahnwitzig-virtuose Geigenmusik Paganinis wie das freundlich-friedliche Menuett Boccherinis, sehnsuchtsvolle Walzer, dramatische Opern-Ouvertüren und vieles andere mehr.

Jugend- und Familienkonzert «Der Feuervogel hebt ab!»

Kloster Chorin Samstag, 27. Juni 2026, 15:00 UhrTickets
Juri Tetzlaff legt seinen Kopf auf Handvergrößern
Juri Tetzlaff, © Juri Tetzlaff

Neubrandenburger Philharmonie
Juri Tetzlaff, Moderation
Steffen Tast, Dirigent

  • Igor Strawinsky: Der Feuervogel (Version von 1945)

Nach ihrem erfolgreichen Debüt vor zwei Jahren gastiert die Neubrandenburger Philharmonie 2026 erneut beim Choriner Musiksommer. Diesmal führt das Programm mit Igor Strawinskys Ballettmusik «Der Feuervogel» in russische Märchenwelten. KiKA-Moderator Juri Tetzlaff wird die Geschichte des Prinzen Iwan, der mithilfe des Feuervogels den bösen Zauberer Kastschej und seine Dämonen besiegt, erzählen.

Strawinsky hat dieses Werk zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die sogenannten Russischen Ballette in Paris komponiert und erlebte damit 1911 in Paris seinen Durchbruch. Ebenso mystisch und elektrisierend wie die Geschichte, ist die Musik Strawinskys mit ihren komplexen Rhythmen und impressionistisch-irisierenden Klängen im großen Orchester.

1. Choriner EuropaKonzert

Kloster Chorin Samstag, 4. Juli 2026, 15:00 Uhr
Konzerteinführung: vor dem Konzert um 14:15 UhrRefektorium vom Kloster Chorin
Tickets
1 Mann sitzt hinter einem Guitarvergrößern
Emmanuel Rossfelder, © Xavibes

Orchester der Komischen Oper Berlin
Emmanuel Rossfelder, Gitarre
Markus Huber, Dirigent

  • Ottorino Respighi: Fontane di Roma
  • Joaquín Rodrigo: Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester
  • Georges Bizet: Symphonie C-Dur

Das Konzert ist der Musik der südeuropäischen Länder Italien, Spanien und Frankreich gewidmet. Der Italiener Respighi drückt in seiner Symphonischen Dichtung «Fontane di Roma» die Empfindungen aus, die vier besondere Brunnen Roms zu verschiedenen Tageszeiten in ihm auslösten. Er übersetzt seine Eindrücke in atmosphärisch schillernde musikalische Bilder und koloriert sie meisterhaft in impressionistischer Manier. Der Spanier Rodrigo verdankt seine Bekanntheit allein dem berühmten Konzert für Gitarre und Orchester, das er nach der ehemaligen Sommerresidenz der spanischen Könige in Aranjuez benannte und in dem er dem spanischen Flamenco ein Denkmal setzt.
Die Reise führt weiter nach Paris, wo der erst 17-jährige Franzose Bizet 1855 seine Symphonie C-Dur schreibt. Erst 80 Jahre später, 1935, erfährt sie ihre Uraufführung und Bizet wird endlich nicht mehr ausschließlich als der «Carmen»-Komponist wahrgenommen.

Dresdner Kreuzchor

Kloster Chorin Sonntag, 5. Juli 2026, 15:00 UhrTickets
Die Kinder singen und lächeln.vergrößern
Dresdner Kreuzchor, © Dresdner Kreuzchor

Dresdner Kreuzchor
Kreuzkantor Martin Lehmann, Leitung

Aus den Liederbüchern der Kruzianer

Mit dem Dresdner Kreuzchor verbinden die meisten Menschen vor allem die Magie der hellen, klaren Knabenstimmen, eine Magie, der sich niemand entziehen kann. Als älteste Kultureinrichtung Dresdens ist der Kreuzchor mit dem kulturellen Leben der Stadt eng verbunden und repräsentiert das auch nach außen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Kruzianer ist, auch nach über 800 Jahren, in den liturgischen Diensten der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt zu singen. Darüber hinaus prägt er das städtische Konzertleben in Chorkonzerten mit einem umfangreichen Repertoire an Chormusik, das von Schütz, Bach, über Mozart, Mendelssohn Bartholdy, Brahms, Schumann, Weber bis in die Musik unserer Zeit reicht und sowohl geistliche als auch weltliche Musik umfasst. Und so «nebenbei» wirken Kruzianer immer wieder in den Aufführungen der Semperoper mit. Als Botschafter dieser so einzigartigen Musiktradition sind die jungen Sänger auf Gastspielen in Deutschland und Tourneen um die ganze Welt unterwegs.

Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt

Kloster Chorin Samstag, 11. Juli 2026, 15:00 Uhr
Konzerteinführung: vor dem Konzert um 14:15 UhrRefektorium vom Kloster Chorin
Tickets
1 Mann lächeltvergrößern
Alexander Krichel, Foto: Jan Prengel

Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Alexander Krichel, Klavier
Dirk Wucherpfennig, Dirigent

  • S. Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2
  • F. Poulenc: Orchestersuite zu «Les Animaux modèles»
  • M. Ravel: Boléro

Nachdem seine 1. Symphonie und sein 1. Klavierkonzert beim Publikum durchgefallen waren, stürzte Rachmaninow in eine tiefe Schaffenskrise. Fast vier Jahre lang komponierte er nicht. Erst mithilfe des Arztes Nicolai Dahl überwand seine Depression und schrieb dieses Klavierkonzert, das mehr zu seinem legendären Ruf beigetragen hat als alle anderen Werke. Der Pianist und ECHO-Klassik Preisträger Alexander Krichel stellt sich den pianistischen Herausforderungen dieses Werks. Auch der «Bolero» von Ravel hat heute Kultstatus in den Konzertsälen der Welt. Er selbst sah dieses Werk «nur als eine Instrumentationsübung – leider völlig ohne Musik» und spielte damit natürlich auf die Rhythmik an, die in einem auskomponierten Crescendo das Stück dominiert.
Zwischen diesen beiden musikalischen Kolossen erklingt Poulencs Ballettmusik, die, inspiriert von den Fabeln Jean de la Fontaines, den Menschen einen Spiegel vorhält.

Einfach klassisch 1

Kloster Chorin Samstag, 18. Juli 2026, 15:00 UhrTickets
2 Jungen und 1 Mädchenvergrößern
Trio Hélios, Foto: Lyodoh Kaneko

Philharmonisches Orchester Vorpommern
Florian Csizmadia, Dirigent
Trio Hélios:
Eva Zavaro, Violine
Raphaël Jouan, Violoncello
Alexis Gournel, Klavier

  • Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu «Coriolan»
  • Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 «Jupiter-Sinfonie»

Mit «Coriolan» hat Beethoven die Ouvertüre aus dem Zusammenhang mit dem Theater herausgelöst und eine eigene instrumentale dramatische Form gefunden. Als solche verwandelt sie eine tragische Geschichte, die des Titelhelden, in eine für sich stehende Konzert-Eröffnungsmusik. Auch im Tripelkonzert experimentiert Beethoven, hier mit der Form des Konzerts, in dem er die Gattungen Klaviertrio und Solokonzert miteinander kombiniert. Dadurch eröffnet er mehr Möglichkeiten des Dialogs zwischen Orchester und Solisten. Das exzellente Trio Hélios aus Paris übernimmt dabei den Part der Solisten.
Mozarts Jupitersymphonie markiert ein Ende und einen Anfang. Es ist Mozarts letzte Symphonie und sie fasst dessen ganze Erfahrung in höchster Vollendung zusammen. Gleichzeitig ist sie der Ausgangspunkt für das symphonische Schaffen Beethovens und anderer Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Klänge der Welt – Crossover total

Kloster Chorin Sonntag, 19. Juli 2026, 15:00 UhrTickets
1 Ensemble: 1 Mann dabon hat Alphornvergrößern
Ensemble «Jacaranda», © Ensemble «Jacaranda»

Ensemble «Jacaranda»:
Sebastian Pietsch, Saxofon & Fagott
Richard Mosthaf, Didgeridoo & Alphorn
Thomas Hoffmann, Alp- & Waldhorn
Matthias Dressler, Marimba & Percussion
Thomas Ringleb, Perkussion

Crossover - Musik mit einem Ensemble der Brandenburger Sinfoniker

Fünf Musiker und Solisten der Brandenburger Symphoniker fanden sich aus Lust am Experimentieren mit neuen Klangwelten zu einem einzigartigen Ensemble zusammen. Das Instrumentarium spiegelt diese Idee deutlich wider: Alphorn, Didgeridoo, Saxophon und Percussion; Instrumente, die ihrem Ursprung nach oft tausenden Kilometer voneinander entfernt sind, werden in einem Geflecht aus komponierter und improvisierter Musik zu Klangteppichen verwoben. Das «Jacaranda Ensemble» baut mit seiner Musik eine Brücke zwischen den Kulturen der Welt.

Let's swing Again!

Kloster Chorin Samstag, 25. Juli 2026, 15:00 UhrTickets
David Hermlin and his SWING DANCE ORCHESTRAvergrößern
David Hermlin and his SWING DANCE ORCHESTRA, © Künstler

David Hermlin and his SWING DANCE ORCHESTRA

Swing aus den 30er Jahren

Energetisch, mitreißend, wild - all das passt auf den Swing. Der Swing ist aber noch mehr – ein Lebensgefühl.

Dieses Jahr ist der Schlagzeuger und Sänger David Hermlin zusammen mit dem Swing Dance Orchester beim Choriner Musiksommer zu Gast und präsentiert hinreißend authentischen Swing aus den 30er Jahren.

Die Band lebt in ihrer Musik das Swing-Lebensgefühl, sogar ihre Garderobe, ihr musikalisches Equipment wie Pulte, Mikrophone, Instrumente spiegeln diese magische musikalische Epoche.

Das Repertoire umfasst die Klassiker des Swings wie auch viele weniger bekannte Titel, deren Wiederentdeckung sich lohnt.

Barocker Trompetenzauber

Kloster Chorin Samstag, 1. August 2026, 15:00 UhrTickets
Matthias Höfs und sein Trompetevergrößern
Matthias Höfs, Foto: Sibylle Zettler

Kammerakademie Potsdam
Matthias Höfs, Trompete

  • Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur
  • Georg Friedrich Telemann: Concerto in B-Dur für 3 Oboen, 3 Violinen und Basso continuo
  • Olli Mustonen: Nonetto II
  • Johann Sebastian Bach: Concerto in D-Dur BWV 972 (nach Vivaldis Violinkonzert RV 230, arr. für Trompete von Matthias Höfs)

Eines der fundamentalen Merkmale barocker Musik ist das Prinzip des Konzertierens. Es beschreibt ein wetteiferndes Zusammenwirken verschiedener Stimmen oder Stimmgruppen. Der Komponist kann so komplexe musikalische Strukturen schaffen, in denen verschiedene Instrumente oder Instrumentengruppen abwechselnd in den Vordergrund und miteinander in einen musikalischen Dialog treten. Genau diese lebendigen und abwechslungsreichen Klanglandschaften, die so charakteristisch für die Barockmusik sind, eint Bach und seinen Zeitgenossen Telemann ebenso wie den finnischen Komponisten, Pianisten und Dirigenten Olli Mustonen. Dessen irrwitziges und energetisches «Nonetto II» für Streicher ist ein Bravourstück für die Musiker und Musikerinnen. Das gilt auch für Bachs Konzert in D-Dur, mit dem Ausnahme-Trompeter Matthias Höfs sein Instrument brillieren lässt.

Einfach klassisch 2

Kloster Chorin Sonntag, 2. August 2026, 15:00 UhrTickets
1 Mann dirigiert.vergrößern
Przemysław Fiugajski, Foto: Bartek Barczyk

Philharmonisches Orchester Gorzów
Darius Preuss, Violine
Przemysław Fiugajski, Dirigent

  • Karol Kurpiński: Ouvertüre zur Oper «Zwei Hütten»
  • Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester F-Dur op. 50
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert Nr. 3 für Violine und Orchester G-Dur KV 216
  • Joseph Haydn: Symphonie G-Dur Nr. 88
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur «Haffner-Symphonie»

Das Philharmonische Orchester eröffnet sein Konzert mit einem hierzulande weniger bekannten, aber bedeutenden polnischen Komponisten, Karol Kurpiński, der Wegbereiter der polnischen nationalen Oper war.

Haydn, Mozart und Beethoven stehen heute mit ihrem Namen und ihren Werken für die Epoche der Klassik ein. In dieser Zeit experimentierten sie vielfach mit überlieferten Formen und Kompositionsweisen und entwickelten daraus Neues, was wiederum nachfolgende Generationen inspirierte. So hat Mozart in seinem 3. Violinkonzert Maßstäbe für kommende Violinkonzerte gesetzt und in der Haffner-Symphonie neue Qualitäten symphonischer Musik geschaffen.

In seiner «Romanze» für Violine und Orchester schulte Beethoven seine kompositorischen Werkzeuge für sein eigenes Violinkonzert. Und für beide war Joseph Haydn Impuls- und Ratgeber.

2. Choriner EuropaKonzert

Kloster Chorin Samstag, 8. August 2026, 15:00 UhrTickets
Konzert im Kloster Chorin: viele Besuchervergrößern
Konzert im Kloster Chorin, © Kloster Chorin

Philharmonisches Orchester Szczecin
Przemyslaw Neumann, Dirigent

  • Mieczysław Karłowicz: Serenade C-Dur für Streichorchester op. 2
  • Mieczysław Karłowicz: Symphonische Dichtung op. 10 «Ewige Lieder»
  • Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Die Reise des zweiten Choriner Europakonzerts geht in den nordöstlichen Teil Europas, nach Polen und Finnland. Sie macht uns mit Mieczysław Karłowicz bekannt, einem der bedeutendsten Musiker und Komponisten der frühen polnischen Moderne. Seine Musik trägt spätromantische Züge, beeinflusst von Richard Wagner, Richard Strauss und Tschaikowsky. Die dreiteilige Symphonische Dichtung «Ewige Lieder» ist musikalischer Ausdruck des pantheistischen Credos des Komponisten, eine Apotheose der Natur und des Universums. Von Sibelius’ umfangreichem symphonischen Schaffen ist die 2. Symphonie die beliebteste. Der heroische und optimistische erste und letzte Satz waren genau das, was das finnische Publikum 1902 inmitten der ersten russischen Unterdrückungsperiode brauchte. Die Uraufführung besiegelte Sibelius’ Ruf als Nationalheld.

Katharine Mehrling: Songs & Chansons

Kloster Chorin Samstag, 15. August 2026, 15:00 UhrTickets
Katharine Mehrling lächelt.vergrößern
Katharine Mehrling, Foto: Jan Windszus

Katharine Mehrling, Gesang
Filmorchester Babelsberg

Songs & Chansons aus Berlin, Paris, New York und Buenos Aires
Repertoire von Kurt Weill, Édith Piaf, Astor Piazzolla, aus Broadway-Musicals und eigene Lieder

Ein Programm mit «Diamonds» zu betiteln, heißt, weltbekannte Hits heraufzubeschwören.

Diamanten sind heißbegehrter Schmuck, wovon Marilyn Monroe in «Diamonds Are a Girl’s Best Friends» und Shirley Bassey in «Diamonds for ever», dem Titelsong im gleichnamigen James Bond Film singen.

Ausnahmekünstlerin Katharine Mehrling und das Filmorchester Babelsberg präsentieren jedoch mehr: Schmuckstücke, Bekanntes und Raritäten aus der Welt der Songs und Chansons aus Berlin, Paris, New York und Buenos Aires, aus Mehrlings umfassendem Repertoire, das Musik von Kurt Weill, Édith Piaf, Astor Piazzolla, Broadway Musicals und eigene Lieder umfasst.

Berliner Barock Solisten

Kloster Chorin Sonntag, 16. August 2026, 15:00 Uhr
Konzerteinführung: vor dem Konzert um 14:15 UhrRefektorium vom Kloster Chorin
Tickets
Berliner Barock Solistenvergrößern
Berliner Barock Solisten, © Berliner Barock Solisten

Ensemble der Berliner Philharmoniker «Berliner Barock Solisten»
Reinhard Goebel, Dirigent

  • Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046a (1713) (in der frühen Fassung als Sinfonia zur Jagdkantate BWV 208)
  • Georg Philip Telemann: Ouvertürensuite F-Dur «La Chasse»
  • Antonio Vivaldi: Konzert für Violine (Oboe), Streichorchester und Basso continuo. B-Dur «La Caccia»
  • Johann Friedrich Fasch: Konzert für 2 Jagdhörner, 2 Oboen, Fagott und Streicher D-Dur «La Caccia»

Eine historisch-informierte Aufführungspraxis mit modernen Instrumenten – das war die Idee, als sich 1995 Musiker und Musikerinnen der Berliner Philharmoniker zu den Berliner Barock Solisten zusammenschlossen. Seither entwickelten sie eine eigene, unverwechselbare Klangkultur. Reinhard Goebel, spezialisiert auf das Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts, gilt als inspirierender Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte Musik-Ensembles. Mit seiner Fähigkeit, als Dirigent auf einzigartige Art und Weise seine Leidenschaft für Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft. Für den Choriner Musiksommer haben sie ein Programm zusammengestellt, das sich dem Thema Jagd widmet, so wie sie Eingang in die Barockmusik gefunden hat.

Miserere

Kloster Chorin Samstag, 22. August 2026, 15:00 UhrTickets
1 Chor läuft.vergrößern
RIAS Kammerchor mit Justin Doyle, Foto: Thomas Koy / Matthias Heyde

RIAS Kammerchor
Justin Doyle, Dirigent

  • James MacMillan: «Miserere» für gemischten Chor a cappella
  • Domenico Scarlatti: «Stabat Mater» für Sopran, Alt, 2 Violinen und Basso continuo
  • Nana Forte: «Miserere mei» für gemischten Chor
  • Frank Martin: Messe für 2 vierstimmige Chöre

Der RIAS Kammerchor unter seinem Leiter Justin Doyle sind eine Klasse für sich, und das verspricht auch dieses Chorkonzert, das um zwei Themen kreist: um Schuld und und Vergebung (in den Miserere-Vertonungen) und um Trauer und Verlust, Empathie und Trost (im Stabat Mater).

Der schottische Komponist James MacMillan entführt in seiner Version des «Miserere» in Klangwelten voller Strahlkraft und Wärme. Herber und mystischer, aufgewühlter, aber nicht minder innig ist das «Miserere» der slowenischen Komponistin Nana Forte. Domenico Scarlattis prachtvolles zehnstimmiges «Stabat Mater» von 1724, ein viel zu selten aufgeführtes Werk von unvergleichlicher Aura, kreist um zentrale Fragen der menschlichen Existenz und berührt ganz direkt. Und Frank Martins Messe zählt zu den bedeutendsten und zugleich schönsten Chorwerken des 20. Jahrhunderts.

3. Choriner EuropaKonzert 2026

Kloster Chorin Sonntag, 23. August 2026, 15:00 Uhr
Konzerteinführung: vor dem Konzert um 14:15 UhrRefektorium vom Kloster Chorin
Tickets
1 mann lächeltvergrößern
András Schiff, © András Schiff

Staatskapelle Halle
András Schiff, Klavier
Peter Gülke, Dirigent

  • Georg Friedrich Händel: Concerto Grosso op. 6, Nr. 6 g-Moll
  • Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73

Zwei verschiedenen Formen des Konzerts stehen sich im Konzert der Staatskapelle Halle gegenüber: Auf der einen Seite ein barockes Concerto grosso, das für ein eher kammermusikalisches Konzerterlebnis konzipiert ist, bei dem eine Gruppe von Solisten im Mittelpunkt miteinander spielt oder «concertiert».

Auf der anderen Seite Beethovens fünftes und letztes Klavierkonzert, das in Form und Ausdruck den Typus des groß angelegten dramatischen Werks repräsentiert, und einen einzelnen herausragenden Virtuosen und ein großes, kraftvolles und klangmächtiges Orchester erfordert.

Mit András Schiff bringt Peter Gülke, der dem Brandenburger Festival seit langem eng verbunden ist, einen ausgewiesenen Kenner des Beethovenschen Werks mit nach Chorin.

Original Hoch- und Deutschmeister

Kloster Chorin Samstag, 29. August 2026, 15:00 UhrTickets
1 Kapelle spielt Musik im Kloster.vergrößern
Original Hoch- und Deutschmeister, © Veranstalter

Original Hoch- und Deutschmeister
Nadja Plattner, Gesang

Galakonzert der Kapelle des kaiserlichen und königlichen Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4

Es ist immer ein Erlebnis, wenn die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister aus Wien auftritt. Sie repräsentiert auf einzigartige Weise die Tradition der Militärmusik Österreich-Ungarns. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist vor allem der spezifische Klang ihrer Instrumente – sie spielen auf heute kaum mehr üblichen Instrumenten wie Es-Trompete, Drehventilposaunen, Basstrompete und Helikone und in der hohen Stimmung – und das Zusammenspiel einer eingeschworenen Gemeinschaft an Musikern. Mit dabei auch diesmal die Sopranistin Nadja Plattner.

Abschlusskonzert

Kloster Chorin Sonntag, 30. August 2026, 15:00 Uhr
Konzerteinführung: vor dem Konzert um 14:15 UhrRefektorium vom Kloster Chorin
Tickets
1 Frau mit Geigervergrößern
Maria Ioudenitch, Foto: Andrej Grilc

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Maria Ioudenitch, Violine
Vladimir Jurowski, Dirigent

  • Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
  • Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Der Choriner Musiksommer endet so wie er begonnen hat, mit dem Auftritt einer jungen Geigenvirtuosin.

Die russisch-amerikanische Geigerin Maria Ioudenitch, die Beethovens Violinkonzert interpretieren wird, hat die renommiertesten Musikwettbewerbe gewonnen und ihr Repertoire umfasst den gesamten Korpus der großen Solokonzerte.

Service

Veranstalter, Informationen und Kartenservice

Choriner Musiksommer e.V.
Eisenbahnstr. 3
16225 Eberswalde
www.choriner-musiksommer.de

Kartenservice

Tickets über die Website sowie bei Reservix und Vibus erhältlich.
03334-818472
info@choriner-musiksommer.de
www.choriner-musiksommer.de
vibus - Tickets
reservix - Tickets

Veranstaltungsort

Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin

Anreise

Bahn: RE3 bis Chorin, von dort Busshuttle zu den Konzerten zwischen Dorf Chorin und Kloster Chorin. Fahrplan unter www.choriner-musiksommer.de > Anreise und Unterkunft > Busshuttle
Auto: Von Berlin aus A11 Richtung Stettin, dann Ausfahrt Finowfurt B167 und weiter über L200 bis Kloster Chorin oder Ausfahrt Chorin L23, weiter über L200 bis Kloster Chorin.
Fahrrad: von Dorf Chorin: Hüttenweg, Angermünder Chaussee bis Kloster Chorin
Zu Fuß: von Dorf Chorin: Klostersteig über Hotel Haus Chorin bis Kloster Chorin

Tourist-Information

Tourismusinformation im Kloster Chorin
Amt Chorin 11A
16230 Chorin 033366-70377
info@kloster-chorin.org
www.kloster-chorin.org/touristinfo/

Bitte informieren Sie sich vorab bei den Veranstaltern über mögliche Programmänderungen. Dort erhalten Sie auch Informationen über die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte.