Brandenburgisches Literaturbüro

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Villa Quandt in Potsdam

Die Mitarbeitender des Brandenburgischen Literaturbüros planen mit Autoren und Schauspielern über 60 Lesungen jährlich, die in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Theatern, Verlagen, Buchhandlungen, Galerien und Museen im Land Brandenburg stattfinden. Besonders die Veranstaltungsreihen in Cottbus und Lübbenau (Lausitzer Lesart), die Premnitzer und Luckenwalder Literaturgespräche sowie Textlandschaften Zossen-Wünsdorf finden großen Zuspruch.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit ist die Popularisierung der regionalen Literaturgeschichte. In Ausstellungen zu Schriftstellern sowie über einzelne Epochen und Themen der Literaturgeschichte, aber auch in begleitenden Publikationen über die Literaturgedenkstätten des Landes werden die literarische Tradition der Region thematisiert.

Das Literaturbüro betreibt außerdem das Portal Zeitstimmen, ein Archiv des Alltags für die Region Berlin-Brandenburg. Neben literarischen Texten und literaturgeschichtlichen Informationen zu mehr als 3000 Schriftstellern und deren Beziehung zu Orten in der Region werden dort auch private Zeugnisse präsentiert.

Programm 2026

Die letzte Chance. Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie

Villa Quandt Potsdam Donnerstag, 12. Februar 2026, 19:30 Uhr
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 18:30 Uhr Kulturzentrum Rathenow
Tickets
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Robin Alexander, Foto: Gudrun Senger

Robin Alexander, Lesung und Gespräch
Hendrik Röder, Moderation

Bestseller Hardcover Sachbuch Platz 1

Friedrich Merz steht vor gewaltigen Aufgaben. Während Trump und Putin die alte Weltordnung zerstören, droht die AfD die politische Mitte in Deutschland zu sprengen. Der neue Bundeskanzler will ganz anders regieren als die abgewählte Ampel-Koalition. Dabei sind die Herausforderungen, an denen die Ampel krachend gescheitert ist, dieselben geblieben: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Migration und Aufrüstung der Bundeswehr. Ist Friedrich Merz, der bislang keine Regierungserfahrung hat und schon angeschlagen sein Amt antritt, seiner Aufgabe gewachsen? Und was muss er aus dem Desaster der Ampel lernen, um die vielleicht letzte Chance zu nutzen, unsere Demokratie vor dem endgültigen Aufstieg der extremen Rechten zu bewahren?

In dieser entscheidenden Phase der deutschen Politik erzählt Bestsellerautor Robin Alexander die Geschichte hinter den Kulissen: von Merz‘ Tabubruch mit der AfD und Geheimgesprächen mit Olaf Scholz bis hin zum Drama um das Billion-Schuldenpaket. Ein packend erzähltes Buch, das zeigt, warum die politisch Handelnden in einer zersplitterten Parteienlandschaft und einer aufgeheizten Öffentlichkeit immer weniger imstande sind, die großen Herausforderungen zu bewältigen.

Robin Alexander zählt zu den Topjournalisten im politischen Berlin. Sein Buch „Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (Siedler 2017) stand wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste und bildet die Grundlage für das gleichnamige ARD-Dokudrama, das 2020 ein Millionenpublikum erreichte. "Machtverfall" (2021) war ebenfalls ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik und bestätigte seinen Ruf als herausragender politischer Kommentator. In seinem erfolgreichen Podcast "Machtwechsel" diskutiert er wöchentlich mit Dagmar Rosenfeld über die wichtigsten politischen Fragen Deutschlands.

Alle Schönheit, aller Zauber. Lucie und Hermann von Pückler

Villa Quandt Potsdam Matinee: Sonntag, 10. Mai 2026, 11:00 Uhr
Sonntag, 30. August 2026, 16:00 Uhr Schloß Nennhausen
Tickets
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Dagmar von Gersdorff, © privat

Dagmar von Gersdorff, Lesung und Gespräch
Peter Walther, Moderation

Geschieden, um für immer zusammenzubleiben: Das schillerndste Paar der Goethezeit

Viel ist über Fürst Pückler und seine einzigartigen Parkanlagen geschrieben worden; wenig weiß man dagegen über seine Frau Lucie, ohne deren liebevolle Zuwendung sein Leben wohl anders verlaufen wäre. Dagmar von Gersdorff, bekannt durch ihre erfolgreichen Darstellungen von Goethes Mutter, Caroline von Humboldt, Julia Mann und Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe, erzählt temperamentvoll und dabei bestens dokumentiert von diesem schillerndsten Paar der Goethezeit.

Ihre Heirat war eine Sensation: Lucie von Hardenberg, schwerreiche Tochter des preußischen Staatskanzlers, Mutter von zwei Töchtern und frisch geschieden, heiratete mit 40 Jahren den deutlich jüngeren Abenteurer Hermann Fürst Pückler. Noch war er nicht der erfolgreiche Schriftsteller und berühmte Gartenkünstler, sondern Standesherr mit altem Schloss und hohen Schulden. Dafür war er charmant und eloquent – man bewunderte seine Geistesblitze ebenso wie sein elegantes Auftreten.

Nach neun glücklichen Jahren plötzlich die Scheidung, ein Skandal, der die Gesellschaft erschütterte. Die exorbitanten Ausgaben für Schloss und Park Muskau hatten das Paar finanziell an den Rand des Ruins getrieben; der Fürst will im reichen England eine vermögende Erbin finden. Seine Briefe an Lucie von dieser Reise, sprühend vor Witz und zärtlicher Liebe, werden unter dem Titel Briefe eines Verstorbenen zum europäischen Bestseller. Sensationell wiederum seine Reise in den Orient, von der er als »Conkubine« die blutjunge Sklavin Machbuba mitbringt – ein bis heute diskutiertes unerhörtes Ereignis.

Dagmar von Gersdorff, studierte an der Freien Universität Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin. Ihre Biographien (unter anderem Goethes Mutter) sind insbesondere den Frauen des Goethe-Umfelds gewidmet.

Der neunzigste Geburtstag: Ein ländliches Idyll

Landtag Brandenburg Potsdam Donnerstag, 13. August 2026, 18:00 UhrTickets
Christian Brückner, © privatvergrößern
Christian Brückner, © privat

Christian Brückner, Lesung

Auszüge aus dem Roman von Günther de Bruyn

Eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart.

Wittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt, einem pensionierten Bibliothekar, im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge verbinden. Es ist das Jahr, in dem die Kanzlerin sagt: »Wir schaffen das.« Die Monate vergehen, es wird Winter und bitterkalt in der märkischen Provinz. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Die Jahreszeiten wechseln sich ab, das große Fest für Hedwig Leydenfrost rückt immer näher. Der letzte Frühling, der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ...

Erstmals seit über dreißig Jahren, nach seinen hochgelobten autobiographischen und kulturgeschichtlichen Büchern über Brandenburg und Preußen, erzählt Günter de Bruyn wieder eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leiden an der Politik, über den Wert unserer Erinnerung und eine fremd gewordene Zeit.

In Kooperation mit dem Landtag Brandenburg/Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen

Eintritt frei

Geschichtsfälschung als Instrument der Politik

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 23. August 2026, 18:00 UhrTickets
Jan Tombinski, © Botschaft der Republik Polenvergrößern
Jan Tombinski, © Botschaft der Republik Polen

Botschafter der Republik Polen in Deutschland Jan Tombiński, Vortrag
Vorsitzende der Stiftung «Gegen Vergessen - für Demokratie» Linda Teuteburg, Grußwort

Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer aller totalitären und autoritären Regime

Nachdem das Europäische Parlament die Errichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert mit übergroßer Mehrheit seiner Abgeordneten gefordert hat, bestimmte die OSZE 2009 den 23. August zum «Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus».

Der Gedenktag wurde 2008 in der «Prager Erklärung» vorgeschlagen. Vaclav Havel und Joachim Gauck gehören zu den Unterzeichnern der Erklärung. Er wird seitdem vor allem in den ehemals von der Sowjetunion beherrschten Ländern begangen. In diesen Ländern war es bis 1989 verboten, an die Verbrechen des Kommunismus der Stalinära und danach zu erinnern. Auch das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus war von der herrschenden Partei vereinnahmt worden. Zivilgesellschaftliches Engagement war nicht erwünscht. So wurde 1982 eine Gedenkfeier Jugendlicher zur Erinnerung an die Zerstörung der Potsdamer Synagoge 1938 durch Polizei und Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst.

In Kooperation mit der Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis e.V und der Konrad Adenauer Stiftung/ Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Eintritt frei

Buchpremiere: Die zweitgrößte Liebe

Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus Montag, 31. August 2026, 18:00 UhrTickets
Ruth-Maria Thomas, Foto: Jonas Holthausvergrößern
Ruth-Maria Thomas, Foto: Jonas Holthaus

Ruth-Maria Thomas, Lesung und Gespräch
Hendrik Röder, Moderation

Lausitzer LesART: Preis der Freiheit und Sorglosigkeit

Michelle ist Anfang dreißig, als ihr Leben im Osten des Landes auseinanderbricht. Sie lässt alles hinter sich und fängt von vorne an: Als Hotel-Rezeptionistin trifft sie auf Luxus, westdeutschen Reichtum und mit Henry auf einen, der ganz andere Startmöglichkeiten hatte als sie. Sie verlieben sich, allen Unterschieden zum Trotz.

Mit großer Sogkraft und berückender Leichtigkeit erzählt der Roman von Aufstiegswünschen, Abstiegsängsten und von der Frage, was Freiheit und Sorglosigkeit für einen Preis haben.

Ruth-Maria Thomas war als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe tätig. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und ist Mitgründerin des erotischen Literaturmagazins Hot Topic!. 2022 war sie Finalistin des Open Mike. In ihren Texten, die u. a. im Rundfunk und in Literaturmagazinen erscheinen, beschäftigt sie sich immer wieder mit den Fallstricken weiblicher Sozialisation. Zuletzt erschien ihre Kurzgeschichte Glitzer in DAS GRAMM und wie ich frau bin bei SuKuLTuR.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Cottbus. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins «Bibliothek und Lesen» e.V.

Potsdamer Lyriknacht «Der Mond im Wolkenkragen»

Villa Quandt Potsdam Samstag, 5. September 2026, 18:00 UhrTickets
l.n.r.: Jan Wagner, Foto: Nadine Kunath / Nadja Küchenmeister, Foto: Dirk Skiba / Ulf Stolterfoth, Foto: Dirk Skiba / Rike Scheffler, Foto: Gunnlöð Jóna / Andreas Koziol, © privat / Lutz Seiler, Foto: Jürgen Bauervergrößern
l.n.r.: Jan Wagner, Foto: Nadine Kunath / Nadja Küchenmeister, Foto: Dirk Skiba / Ulf Stolterfoth, Foto: Dirk Skiba / Rike Scheffler, Foto: Gunnlöð Jóna / Andreas Koziol, © privat / Lutz Seiler, Foto: Jürgen Bauer

Lesung:
Jan Wagner: «Tanzt die Orange» und «Steine & Erden»
Nadja Küchenmeister: «Der Große Wagen»
Ulf Stolterfoth: «Rückkehr von Krähe»
Rike Scheffler: «Der Rest ist Resonanz» und «Lava. Rituale»
Lutz Seiler, Moderation & «Gedichte vom Andreas Koziol»

Lesung & Getränke: großes Potsdamer Gipfeltreffen der Poesie

Auf jeder Shortlist der faszinierendsten deutschen DichterInnen der Gegenwart fänden diese fünf ihren Platz. Alle fünf haben kürzlich neue Bücher vorgelegt:
– «In ihrem neuen Band Der Große Wagen erweist sich Nadja Küchenmeister als eine Dichterin, deren federleichte und zugleich majestätische sprachliche Eleganz auf eindrücklichster Könnerschaft gründet», schreibt die Jury zum kürzlich verliehenen Bettina-Brentano-Preis.
– Mit «rückkehr von krähe» (Ernst-Jandl-Preis 2025) ist Ulf Stolterfoth gelungen, «eine epische Volkssaga zu dichten, eine Verserzählung von atemberaubendem Ausmaß und überbordender Kombinationslust. Was für ein Werk!» schrieb Christian Metz in der FAZ.
– Rike Scheffler arbeitet übergreifend in Gebieten der Lyrik, Performance, Installation und Musik und hat mit ihren Lyrik-Performances international auf sich aufmerksam gemacht. Ihr Gedichtband «der rest ist resonanz» erhielt den Orphil-Debütpreis für Lyrik, 2023 erschien «Lava. Rituale».
– Der Büchnerpreisträger Jan Wagner hat mit «Tanzt die Orange» gerade (mit Norbert Hummelt) eine einzigartige Anthologie herausgebracht: Rilke-Gedichte im Dialog mit neuer deutscher Lyrik – quer durch die Vielfalt heutiger Sprech- und Schreibweisen. Sein letzter Gedichtband «Steine & Erden» erzählt einen neuen lyrischen Kosmos – von der Karottenrakete auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt bis hin zu Dürers «Rhinozeros».
– «Der Dichter Andreas Koziol hat einen Namen und ist doch ein unbekannter Meister», so hat es Henryk Gericke kürzlich in einem Nachruf geschrieben. Tatsächlich ist Koziols Poesie wunderbar einzigartig und elegant. Unerreicht ist sein funkenschlagende Gebrauch uns vertrauter Strukturen wie Reim und Strophe, die im Spannungsfeld von Benennen und Benanntem jenes «Letterleuchten» (Koziol) erzeugen, das in den Farbtönen des Witzes, der Trauer und der Ironie ein betörend flirrendes Spiel treibt. Gelesen und vorgestellt wird Andreas Koziol von Lutz Seiler.

Eine Veranstaltung des Peter Huchel Hauses und des Brandenburgischen Literaturbüros mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH.

Buchpremiere «Die Sprache der wilden Hunde»

Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus Montag, 7. September 2026, 19:00 UhrTickets
Reinhard Stöckel, © privatvergrößern
Reinhard Stöckel, © privat

Reinhard Stöckel, Lesung und Gespräch
Hendrik Röder, Moderation

Lausitzer lesART: Kriminalroman

Die letzte Buchhandlung einer kleinen Stadt in der Lausitz ist abgebrannt und ihr Inhaber, Hubertus Mandel, verschwunden. Der Laden, vor der Wende auch Ort politischer Debatten, steht inzwischen einer modernen Shopping-Mall im Wege. Doch Mandel hadert auch mit der schlesischen Herkunft seiner Mutter und mit seinem rechtsrockenden Sohn. Da stößt der Buchhändler auf ein altes Schulheft und damit auf die Spur eines fast vergessenen Verbrechens: Während des 2. Weltkrieges entführten die deutschen Besatzer zehntausende polnische Kinder, um sie zu «germanisieren».

«Die Sprache der wilden Hunde» erzählt von Verdrängung und vom Schmerz der Erinnerung und davon, was es heißt, wenn ein Riss durch die Familie geht.

Der Autor und Publizist Reinhard Stöckel lebt in einem Dorf nahe Cottbus. In diesem Jahr erhielt er das Spreewald-Literaturstipendium 2026.

In Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Cottbus und dem Brandenburgischen Literaturrat e.V.

Gussi

Stadtbibliothek Zossen Mittwoch, 16. September 2026, 19:30 Uhr
Donnerstag, 17. September 2026, 19:30 Uhr Bibliothek in Bahnhof Luckenwalde
Tickets
Christoph Wortberg, Foto: Jan Knoffvergrößern
Christoph Wortberg, Foto: Jan Knoff

Christoph Wortberg, Lesung und Gespräch
Katarzyna Zorn, Moderation

Ein berührender Roman über das Schicksal einer außergewöhnlichen Frau: Auguste «Gussie» Adenauer, die zweite Frau Konrad Adenauers.

1948: Die Frau im Bonner Johannes-Hospital weiß, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf dem Sterbebett lässt sie Szenen ihres Lebens an sich vorbeiziehen. Gussie Zinsser ist 24, als sie den 19 Jahre älteren Witwer Konrad Adenauer heiratet und zur Stiefmutter seiner drei Kinder wird. Sie schenkt fünf Kindern das Leben, doch ihr Erstgeborener stirbt nach nur vier Tagen. Als Frau des Kölner Oberbürgermeisters steht sie in der Öffentlichkeit und engagiert sich eigenständig sozial und politisch. Hitlers Machtübernahme verändert alles. Adenauer muss sich vor den Nazis verstecken. Allein gelassen mit ihren Kindern, versucht Gussie, das schwierige Leben im Dritten Reich zu bewältigen. Bis sie von der Gestapo vor eine unmenschliche Wahl gestellt wird.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

So voller Leben. Über meine Mutter

Villa Quandt Potsdam Montag, 21. September 2026, 19:30 UhrTickets
Pascale Hugues, Foto: Dagmar Morathvergrößern
Pascale Hugues, Foto: Dagmar Morath

Pascale Hugues, Lesung und Gespräch
Claudia Steinitz, Übersetzung
Katarzyna Zorn, Moderation

Die Spuren der Mutter, die viel zu früh starb.

Pascale Hugues, die Bestsellerautorin von Marthe und Mathilde, folgt in ihrem neuen Buch den Spuren ihrer Mutter, die viel zu früh starb. Eine feinfühlige literarische Erzählung von Schmerz und Lebensfreude.

Yvette wird im elsässischen Colmar geboren, 1929, im Jahr der Großen Depression. Ihre Eltern wünschen sich einen Jungen und bekommen ein Mädchen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche, wechselt sie im kriegsgeschüttelten Elsass drei Mal die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen. Später, als erwachsene Frau, schwankt sie zwischen dem Charme der Bourgeoisie und der Verlockung des Aufruhrs, zwischen Patriarchat und Feminismus. Yvettes Leben ist stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit. Bipolar.

Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand. Die Erwachsenen sagten ihr nicht, dass sie in der Klinik war. Jetzt begibt sie sich auf die Suche. Sie zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, die man hinter schützenden Lügen verbirgt. In diesem Buch kommt sie ihrer Mutter, die so voller Leben war, wieder näher.

Pascale Hugues, geboren in Straßburg, ist Deutschlandkorrespondentin des französischen Nachrichtenmagazins «Le Point», Kolumnistin beim «Tagesspiegel» und schreibt regelmäßig für verschiedene deutsche Medien. Sie lebt in Berlin.

In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Potsdam-Versailles

Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945

Waschhaus Potsdam Donnerstag, 24. September 2026, 20:00 UhrTickets
Götz Aly, Foto: Andreas Labesvergrößern
Götz Aly, Foto: Andreas Labes

Götz Aly, Vortrag und Gespräch
Ministerin für MWFK Dr. Manja Schüle, Grußwort
Hendrik Röder, Moderation

Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust – hier stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen?

In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?

Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.

Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.

2002 erhielt Götz Aly den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bei S. Fischer erschienen von ihm u.a. 2011 «Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933» sowie 2013 «Die Belasteten. "Euthanasie" 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte». Im Februar 2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust «Europa gegen die Juden 1880–1945». Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.

Eine Kooperationsveranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses und des Literaturladens Wist.

J.S. Bach. Wie wunderbar sind deine Werke

Villa Quandt Potsdam Sonntag, 27. September 2026, 11:00 UhrTickets
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Michael Maul, Foto: Gert Mothes

Michael Maul, Lesung
Bernhard Schrammek (rbb), Moderation

Matinee «BACH II» - Gleim-Preis der Stadt Halberstadt
Eine Liebeserklärung an die Musik des Thomaskantors Bach!

Johann Sebastian Bachs 300 Jahre alte Kirchenmusik begeistert heute Musikfreunde auf der ganzen Welt. Der bekannte Bachforscher Michael Maul, Intendant des Leipziger Bachfestes, bietet mit seinem neuen Buch eine fundierte und zugleich gut verständliche «Gebrauchsanweisung» für die Musik des berühmten Leipziger Thomaskantors. Er staunt anschaulich über atemberaubende Momente in Bachs Kantaten, Passionen oder der h-Moll-Messe, und er lässt in seinen sehr persönlichen Monologen mit Bach den Entstehungskontext der Werke und die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen Text und Musik - und manchmal auch Biographie - lebendig werden. Zugleich deckt Maul auf, warum Bach alsbald an seiner "wunderlichen Obrigkeit" verzweifelte, er die zunächst unbändige Lust auf das Komponieren von Kirchenmusik nach fünf Jahren im Thomaskantorat fast gänzlich verlor und sich mehr und mehr in eine innere Emigration zurückzog.

Kurz: Mauls neues Buch ist eine ebenso glühende wie berührende Liebeserklärung an seinen Komponisten-Gott. Sie verfolgt vor allem ein Ziel: bei den Leserinnen und Lesern Lust zu wecken, sich Bachs Werke anzuhören. Zahlreiche Abbildungen und eine bei Spotify abrufbare Playlist ergänzen den Band und machen ihn zu einem Geschenkbuch für alle Musikliebhaber.

Zusammen mit Bernhard Schrammek betreibt Maul den einzigartigen Podcast Bach-Kanal, der sich dem gesamten Werk ihres Idols, unterhaltsam und auf dem neuesten Forschungsstand widmet.

Holzfällen

Villa Quandt Potsdam Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19:30 UhrTickets
Ulrich Noethen, Foto: Irène Zandelvergrößern
Ulrich Noethen, Foto: Irène Zandel

Ulrich Noethen, Lesung

Roman von Thomas Bernhard / Lesefassung von Hans-Jochen Röhrig

«Holzfällen» erzählt die Geschichte eines »künstlerischen Abendessens« im Wiener Haus des Künstlerehepaars Auersberger. Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, sitzt in einem Ohrensessel und beobachtet aus der Distanz die Abendgesellschaft, die auf den Schauspieler des Burgtheaters wartet. Mit bösartiger Genauigkeit seziert der Erzähler die versammelte Gesellschaft, die auf besondere Weise miteinander verbunden ist: denn am selben Tag wurde die durch ihren Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana zu Grabe getragen wurde. Dieser zweite Roman der «Künstler- bzw. Künste-Trilogie» richtet sich gegen die unauthentische Künstlergesellschaft, als deren (gleichwohl verlorenes) Gegenbild Joana gesetzt ist, die Züge der Ingeborg Bachmann besitzt. Die polemische Darstellung, die reale Vorbilder der Figuren wiedererkennen ließ, veranlasste den Komponisten Gerhard Lampersberg, einen ehemaligen Freund und Förderer Bernhards, zu einer Klage gegen das Buch, was für knapp fünf Wochen zum Verbot des Buches führte. Das Ganze entwickelte sich zu einer der größten literarischen Affären seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Österreich.

Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.

Mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags.

Mein Warnemünde

Stadtbibliothek Zossen Montag, 12. Oktober 2026, 19:30 UhrTickets
Hanno Hochmuth, Foto: Nadja Zobelvergrößern
Hanno Hochmuth, Foto: Nadja Zobel

Hanno Hochmuth, Lesung und Gespräch
Katarzyna Zorn, Moderation

Die Fahrt aus Berlin auf der Rückbank des Familien-Ladas in den Achtzigern

Warnemünde gilt als der Strand von Berlin, und doch wurde Hanno Hochmuth die Fahrt aus der Hauptstadt auf der Rückbank des Familien-Ladas in den Achtzigern oft lang. Aber sie wurde belohnt: mit einem Stopp bei Tante Antje in den Hochhäusern von Lütten Klein, der Weiterfahrt in den dunkelgrünen Doppelstockzügen der Deutschen Reichsbahn und schließlich dem Ankommen auf der Warnemünder Mole, wo man sich vor Feuerquallen gruseln und über die weite Ostsee gen Dänemark blicken konnte. Mit diesen Erinnerungen im Kopf besucht Hochmuth den «Teepott» beim Leuchtturm, die Seehundstation und den Gespensterwald, erzählt vom Hotel Neptun mit dem Duft seiner Broiler-Bar sowie von der Tradition der FKK-Strände, an denen schon Edvard Munch gern badete, und verrät, warum man sich vor den Warnemünder Möwen in Acht nehmen und mit der Warnemünder Herzlichkeit Nachsicht haben sollte.

Hanno Hochmuth studierte in Berlin und Minneapolis Geschichte und promovierte an der Freien Universität Berlin (FU). Er ist Historiker am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und lehrt Public History an der FU. Der Tagesspiegel wählte ihn 2025 zu einem von 100 «Köpfen der Wissenschaft». Seinem 2024 erschienenen Hauptstadt-Buch Berlin: Das Rom der Zeitgeschichte attestierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung «stilistische Prägnanz».

Der Waldmeister

Stadtbibliothek Luckenwalde Donnerstag, 15. Oktober 2026, 16:00 UhrTickets
Jens Sparschuh, Foto: Joachim Gernvergrößern
Jens Sparschuh, Foto: Joachim Gern

Jens Sparschuh, Lesung und Gespräch
Katarzyna Zorn, Moderation

Lesecafè am Nachmittag

«Der Waldmeister» ist das hinreißende Porträt eines besessenen Gourmets und seines unfreiwilligen Neuanfangs als Koch in der brandenburgischen Provinz. Böhmische Fleckensuppe, farcierter Hecht, Hirschgulasch: Jens Sparschuh lädt zu einer kulinarischen Zeitreise, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und Wunder wirkt.

Jahrzehntelang hat Odo Weingaertner als Gastrokritiker für das Berliner City Radio gearbeitet. Jetzt geht er in Rente. Und ausgerechnet seine letzte Kritik über das Landgasthaus Zur Dubrower Mühle führt zum Eklat. Inhaberin Senta Woitschke bezichtigt ihn der Lüge. Odo fährt zu ihr, um die Angelegenheit zu klären. Die Sache scheint gegessen. Da ahnt Odo noch nicht, dass ihn sein Weg schon bald wieder zur Mühle führen wird, allerdings nicht als Gast, sondern als Koch.

Der Start in der kulinarischen Ödnis verläuft holprig. Doch mit den wiederentdeckten Rezepten seiner sächsischen Oma Tilda gelingt es Odo, die schwer verdauliche Provinzküche aufzumischen. Und sogar mit Senta versteht er sich besser – ehe sich ein Schatten über die Mühle legt und Odos neues Leben infrage stellt.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Bibliothek im Bahnhof Luckenwalde

Potsdamer Buchpremiere «Das tickende Herz»

Villa Quandt Potsdam Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19:30 UhrTickets
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Lutz Seiler, Foto: Heike Steinweg

Lutz Seiler, Lesung & Gespräch
Hendrik Röder, Moderation

Ist das Liebe, Verhängnis – oder Verschwörung?

Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Wunde, die ein Kuss verursacht hat. Carl Bischoff, bekannt aus dem Roman «Stern 111», kehrt Anfang des neuen Jahrtausends zurück nach Berlin, aber nur, um bald wieder aufzubrechen: Seine Pilgerschaft folgt jener Tochter eines sibirischen Schamanen, die ihn geküsst hat und scheinbar fast alles über ihn weiß: Amsterdam, Rotterdam, die kurische Nehrung, das litauische Land und das verstrahlte Polygon in der winterkalte Steppe Kasachstans sind die Stationen dieser Liebesgeschichte zwischen Aysha und Carl. Wundersame Erfüllung findet ihre Liebe mitten im alten Atombombentest-Gelände, in dem sich Ayshas Sippe verschanzt hat, um gemeinsam mit einer Gruppe anarchistischer Umweltaktivisten ein Opfer zur Rettung der Erde vorzubereiten.

Lutz Seiler, Georg-Büchner-Preisträger und Autor der Bestseller «Kruso» (2014) und «Stern 111» (2020) geht mit «Das tickende Herz» auf Reisen. Eine kleine, niemals ganz verheilte Wunde im Ballen seiner Schreibhand hat dazu den Anstoß gegeben. Zuletzt erschienen von Lutz Seiler der Gedichtband «schrift für blinde riesen» (2021), «Am Bach Nr. 7. Zwei Essays» (2024) und die Erzählung «Sabrina» (2024).

Wenn ich eine Wolke wäre: Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens

Waschhaus Potsdam Mittwoch, 4. November 2026, 20:00 UhrTickets
Volker Weidermann, Foto: Vera Tammenvergrößern
Volker Weidermann, Foto: Vera Tammen

Volker Weidermann, Lesung & Gespräch
Thomas Böhm (rbb), Moderation

Ein ganzes deutsch-jüdisches Leben: Humor, Esprit und Melancholie

«Ich muss mich auf Wunder verlassen»: Mascha Kalékos Deutschlandreise Januar 1956: Siebzehn Jahre, nachdem Mascha Kaléko Nazi-Deutschland in letzter Minute verlassen hat, kehrt sie zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit – verbunden mit der bangen Frage, ob sie auch eine in die Zukunft sein kann. Sie fährt nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, in der sie als Dichterin erfolgreich geworden ist, die sie liebte, und durch das ganze Land, ein ganzes Jahr lang. Fast täglich schickt sie Briefe nach New York, an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, und erzählt – von märchenhaften Erfolgen, einem Wunder in Berlin, Abgründen, von einem alten, neuen Land.Volker Weidermann schreibt über ein einzelnes Jahr und zeigt darin ein ganzes deutsch-jüdisches Leben. Es ist die Geschichte einer Dichterin, in deren Humor, Esprit und Melancholie wir uns selbst erkennen.

Volker Weidermann war Gastgeber des«Literarischen Quartetts» im ZDF. Er ist Kulturkorrespondent der Zeit und Autor zahlreicher Bücher, darunter «Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen» und «Mann vom Meer». Außerdem ist er Herausgeber der Reihe «Bücher meines Lebens».

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses und des Literaturladens Wist.

100. Geburtstag von Günter de Bruyn Matinee in der VIlla Quandt

Vila Quandt Potsdam Sonntag, 8. November 2026, 11:00 UhrTickets
Jutta Hoffmann, Foto: Joachim Gernvergrößern
Jutta Hoffmann, Foto: Joachim Gern

Jutta Hoffmann, Lesung
Herausgeberin Carola Wiemers, Lesung und Gespräch
Peter Walther, Moderation

Briefwechsel «Ein fertiges Buch ist ein Argument: Brigitte Reimann und Günter de Bruyn in Briefen»

Im März 1965 begegneten sich die Schriftstellerin Brigitte Reimann und der Schriftsteller Günter de Bruyn zum ersten Mal. In Reimanns Tagebuch findet sich dazu die Notiz: «Lernte Günter de Bruyn kennen, der mir einen vorzüglichen Eindruck machte.» Wie es danach weiterging, davon war bislang nur aus den Aufzeichnungen der Schriftstellerin zu erfahren: Es gab zufällige wie geplante Treffen, und die beiden schrieben sich hin und wieder Briefe. Günter de Bruyn hat weder in seinen autobiografischen Texten noch in anderer Weise diese Bekanntschaft jemals öffentlich erwähnt. In seinem Nachlass fanden sich jedoch Briefe an Brigitte Reimann und sie betreffende Tagebucheintragungen – Dokumente eines intensiven Austausches unter Kollegen, in denen Persönliches ebenso thematisiert wurde wie Probleme bei Verbandstreffen und Schriftstellerkongressen. Im Zentrum aber standen die literarische Produktivität des jeweils anderen sowie eine respektvolle Anteilnahme füreinander. Mit der Publikation werden erstmals sämtliche bislang aufgefundenen Briefe und Postkarten zwischen Brigitte Reimann und Günter de Bruyn veröffentlicht und von Carola Wiemers literatur- und zeithistorisch verortet.

Im Anschluss spricht Peter Walther mit der Herausgeberin des Briefwechsels, Carola Wiemers.

Jutta Hoffmann zählt zu den beliebtesten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Bekannt wurde sie durch die Fallada-Verfilmung «Kleiner Mann – was nun?». Mit großem Erfolg arbeitete sie u.a. an Münchner, Hamburger und Salzburger Bühnen. 2017 wurde sie für ihre Rolle in dem Fernsehfilm «Ein Teil von uns» mit dem Grimme-Preis sowie dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet.

Ich möchte zurückgehen in der Zeit

Waschhaus Potsdam Dienstag, 10. November 2026, 20:00 UhrTickets
Judith Hermann, Foto: Andreas Reibergvergrößern
Judith Hermann, Foto: Andreas Reiberg

Judith Hermann, Lesung und Gespräch
Carsten Wist, Moderation

Ein Tabu der bundesrepublikanischen Gesellschaft

Judith Hermann folgt in «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner lange verleugneten Geschichte, reist von Polen aus weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach.

In Zwischen- und Untertönen spürt Judith Hermann das Verdrängte und die Leerstellen der Gesellschaft auf. Ebenso magisch wie magnetisch erzählt sie davon, wie fragil Menschen ihr Leben gestalten und einrichten – und zeigt zugleich, welche Schönheit darin verborgen liegen kann.

Judith Hermanns Debüt «Sommerhaus, später» (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband «Nichts als Gespenster». Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien «Alice», fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, «Aller Liebe Anfang». 2016 folgten die Erzählungen «Lettipark», die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien der Roman «Daheim», der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Judith Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien 2023 bei S. FISCHER «Wir hätten uns alles gesagt», basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

In Kooperation mit dem Waschhaus und dem Literaturladen Wist.

Brandenburg liest

Schloß Lübbenau Freitag, 13. November 2026, 18:00 UhrTickets
l.n.r.: Marianne Ludes, Foto: Simon Detel / Pete Heuer, Foto: Hendrik Hartung / Lutz Seiler, Foto: Jürgen Bauer / Jens Sparschuh, Foto: Joachim Gernvergrößern
l.n.r.: Marianne Ludes, Foto: Simon Detel / Pete Heuer, Foto: Hendrik Hartung / Lutz Seiler, Foto: Jürgen Bauer / Jens Sparschuh, Foto: Joachim Gern

Lesung:
Marianne Ludes liest «Trio mit Tiger»
Pete Heuer liest «Nenn es nicht Lüge, sag Geheimnis»
Lutz Seiler liest «Das tickende Herz»
Jens Sparschuh «Der Waldmeister»

Veranstalter:
Brandenburgisches Literaturbüro
Schloss Lübbenau
Die Land Brandenburg Lotto GmbH
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Lausitzer Rundschau

Der lange Abend der Brandenburgischen Literatur

Vier auf einen Streich! Wann hat man schon die Möglichkeit, vier Autoren und Autorinnen an einem Abend zu erleben?

Die Veranstaltung auf Schloß Lübbenau vereint in diesem Jahr ganz unterschiedliche Formen des Romans.

Der Besucher bekommt einen Einblick in das großartige und vielfältige Schaffen brandenburgischer Autoren.

Für Essen & Trinken ist gesorgt.

Service

Veranstalter

Brandenburgisches Literaturbüro
Villa Quandt
Große Weinmeisterstraße 46/47
14469 Potsdam
0331-2804103
blb@literaturlandschaft.de
www.literaturlandschaft.de

Kartenreservierungen

0331-2804103 (Mo-Fr: 10-17 Uhr)
blb@literaturlandschaft.de
www.literaturlandschaft.de/Veranstaltungen

Anreise

Bahn:
Villa Quandt: Ab Potsdam Hbf. Tram 92 oder Tram 96 bis Puschkinallee, von dort 900 m Fußweg

Tourist Information

Tourist Information Am Alten Markt
Humboldtstraße 2
14467 Potsdam

Tourist Information im Hauptbahnhof
Friedrich-Engels-Straße 99
14473 Potsdam

0331-27558899
info@‎potsdamtourismus.de
www.potsdamtourismus.de

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