Bebersee Festival

Flugzeughalle mit rundem Blechdach von innen, darin Publikum und Bühne mit klassischem Konzertvergrößern
Konzerthangar Groß-Dölln, © Veranstalter

14.–19. Juli: Musik im Spannungsfeld von Natur und Geschichte

Die Konzerte leben vom bewussten Kontrast: Wo Kampfflugzeuge einst von einer Kasernenanlage aus in den Himmel stiegen, im Schatten der Spannungen des Kalten Krieges, ziehen heute Klänge durch den Flugzeughangar, verwehen über Beton und Gras und verlieren sich in der Weite der Uckermark.

Unter der künstlerischen Leitung von Gregor Sigl – Geiger und Bratschist des «Artemis Quartett» sowie Professor an der Universität der Künste Berlin – wird dieser besondere Ort Jahr für Jahr zum Anziehungspunkt internationaler Künstlerpersönlichkeiten.
Große Namen der Klassik – darunter Lars Vogt, Kirill Gerstein, Severin von Eckardstein, Augustin Hadelich, Albrecht Mayer, Jens-Peter Maintz, Julia Hagen und das Artemis Quartett – prägten das Programm ebenso wie die Stimmen der Schauspieler Ullrich Mathes, Walter Sittler und Malte Arkona.

Das Programm wird im Frühjahr auf www.beberseefestival.de und in den sozialen Medien veröffentlicht.

Die Konzerte 2026

Feierliches Eröffnungskonzert

Konzerthangar Groß-Dölln Dienstag, 14. Juli 2026, 19:00 Uhr
Busch Triovergrößern
Busch Trio, © Busch Trio

Busch Trio aus Amsterdam:
Omri Epstein, Klavier
Mathieu van Bellen, Violine
Ori Epstein, Violoncello

Werke:
– Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio d-Moll op. 49
– Franz Schubert: Klaviertrio Es-Dur op. 100, D 929

Begegnungen in der Welt der Kammermusik führen oft zu Freundschaften, doch umgekehrt ist es weitaus ungewöhnlicher: wenn aus einer Gruppe von Schulfreunden mit unterschiedlichen Hobbys ein Kammermusikensemble entsteht, dann ist die höchste Stufe auf der internationalen Bühne erreicht. So entstand das Busch Trio, das sich als eines der führenden Ensembles etabliert hat.

Dialog der Generationen: Junges Feuer, reife Kunst

Konzerthangar Groß-Dölln Mittwoch, 15. Juli 2026, 19:00 Uhr
Gregor Sigl, © Künstlervergrößern
Gregor Sigl, © Künstler

Andrian Boelcke, Klavier
Johanna Cornelia Müller, Violine
Gregor Sigl, Viola
Georg Schupelius, Violoncello

Felix Mendelssohn Bartholdy: Klavierquartett h-Moll op. 3

Der Geiger und Bratschist Gregor Sigl wurde in eine Musikerfamilie geboren. Er erhielt im Alter von fünf Jahren ersten Musikunterricht bei seinen Eltern und an der Albert Greiner Singund Musikschule in Augsburg. Bereits als Zehnjähriger begann er ein Studium an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg und wurde im Alter von siebzehn Jahren in die internationale Meisterklasse des Lettischen Geigers Philippe Hirshhorn am Utrecht Conservatorium aufgenommen


Shira Fuchs, Violine
Yukako Morikawa, Klavier

Maurice Ravel: «Tzigane» - Konzertfantasie für Violine und Klavier


Severin von Eckardstein, Klavier
Benjamin Günst, Violine
Jens-Peter Maintz, Violoncello

Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio e-Moll op. 67

Vom Quartett zur pianistischen Erzählung

Konzerthangar Groß-Dölln Donnerstag, 16. Juli 2026, 19:00 Uhr
Severin von Eckardsteinvergrößern
Severin von Eckardstein, © Künstler

Severin von Eckardstein, Klavier
Jona Schibilsky, Violine
Gregor Sigl, Viola
Claire Henkel, Violoncello

Klangwelten des Ausnahmepianisten Severin von Eckardstein
– Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett g-Moll KV 478
– Robert Casadesus: Auszüge aus den Préludes op. 5
– Nikolaj Medtner: Aus «Zwei Märchen» op. 48 & Nr. 1 «Tanzmärchen»
– Wolfgang Amadeus Mozart / Wilhelm Kempff: Pastorale variée
– Sergei Prokofjew: Auszüge aus «Romeo und Julia» op. 75

Gemeinsam mit Jona Schibilsky, Gregor Sigl und Claire Henkel eröffnet Severin von Eckardstein das Konzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierquartett g-Moll KV 478, einem Meilenstein der Kammermusik. Im zweiten Teil tritt der Pianist allein ins Zentrum des Geschehens. Er entfaltet sich eine facettenreiche pianistische Erzählung voller Poesie, Virtuosität und klanglicher Raffinesse.

Severin von Eckardstein zählt zu den bedeutendsten deutschen Pianisten seiner Generation und ist mit Solo- und Orchesterkonzerten längst auf vielen großen Podien der Welt zuhause.

Ein vertrauter Meister: Markus Groh spielt Beethoven

Konzerthangar Groß-Dölln Freitag, 17. Juli 2026, 19:00 Uhr
Markus Groh, © Künstlervergrößern
Markus Groh, © Künstler

Markus Groh, Klavier

Ludwig van Beethoven: Sämtliche Bagatellen und Klavierstücke

Die kurzen Werke zeigen Beethoven von seiner konzentriertesten und persönlichsten Seite. Auf wenigen Seiten entfaltet sich eine erstaunliche Vielfalt an Stimmungen, von heiterer Eleganz über nachdenkliche Innigkeit bis hin zu überraschender Kühnheit. Viele dieser Miniaturen wirken wie musikalische Skizzen, andere stehen den großen Sonaten in Ausdruckskraft und Originalität kaum nach.

Markus Groh, international gefeierter Pianist und profunder Kenner des klassischen Repertoires, macht die feinen Nuancen und den unverwechselbaren Erfindungsreichtum dieser Werke hörbar. Als «Symbiose von Furor und Poesie» bezeichnete die Frankfurter Allgemeine das Klavierspiel von Markus Groh.

Markus Groh konzertierte weltweit bei zahlreichen renommierten Festivals wie z. B. dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Schwetzinger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, und gibt immer wieder Klavierabende in vielen Musikzentren der Welt, so u.a. in Amsterdam, Antwerpen, Athen, Berlin, Brüssel, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, London, Mexico City, München, New York, Paris, Seattle, Stuttgart, Tokio, Toronto, Osaka, Washington D.C., Wien und Zürich.

Feurige Virtuosität und Brahmssche Seele

Konzerthangar Groß-Dölln Samstag, 18. Juli 2026, 19:00 Uhr
Jona Schibilsky, Foto: Clara Evensvergrößern
Jona Schibilsky, Foto: Clara Evens

Georg Schupelius, Violoncello
Kian Özgünsür, Klavier

Sergej Rachmaninow: Aus der Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19 «Lento – Allegro moderato»


Alina Li, Violine
Yukako Morikawa, Klavier

Nicolò Paganini: «La Campanella» Arrangement für Violine und Klavier von Fritz Kreisler


Andrian Boelcke, Klavier

Johann Sebastian Bach: Aus dem Wohltemperierten Klavier II «Präludium & Fuge F-Dur BWV 880»
Franz Liszt: Aus den 12 Études d’exécution transcendante «Feux Follets» und «Wilde Jagd»


Benjamin Günst & Johanna Cornelia Müller, Violine
Gregor Sigl & Jona Schibilsky, Viola
Marei Schibilsky, Violoncello

Johannes Brahms: Streichquintett Nr. 1 F-Dur op. 88

Jona Schibilsky stammt aus einer Berliner Musikerfamilie und konzertiert inzwischen europaweit als Konzertmeisterin, Kammermusikerin und Solistin. Orchestererfahrung sammelte sie von 2022-2024 in der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie als Konzertmeisterin des Kammerorchesters Eroica Berlin, des Symphonieorchesters der UdK Berlin und der Deutschen Streicherphilharmonie. Seit September 2025 wirkt sie als 1. Konzertmeisterin am königlichen Opernhaus in Madrid.

Abschlusskonzert: Das andere Finale – vor dem Finale

Konzerthangar Groß-Dölln Sonntag, 19. Juli 2026, 19:00 Uhr
Claire Sojung Henkel, Foto: Patrick Hürlimannvergrößern
Claire Sojung Henkel, Foto: Patrick Hürlimann

Markus Groh, Klavier
Benjamin Günst, Violine
Gregor Sigl, Viola
Claire Henkel, Violoncello

Johannes Brahms: Klavierquartett c-Moll op. 60

Claire Sojung Henkel ist seit 2008 Vorspielerin der Violoncelli der Staatskapelle Berlin. Zuvor war sie Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.

Sie studierte an der Seoul National University, an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg bei Julius Berger und machte ihr Konzertexamen an der Universität der Künste Berlin bei Jens Peter Maintz. Meisterkurse absolvierte sie u.a. bei Isaac Stern, Siegfried Palm, David Geringas und Heinrich Schiff.


Johanna Cornelia Müller & Benjamin Günst, Violine
Gregor Sigl & Jona Schibilsky, Viola
Jens-Peter Maintz, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett C-Dur KV 515

Weitere Konzerte der Uckermärkischen Kulturagentur 2026

Klassik am Weinberg

Prenzlau Seepark Samstag, 11. Juli 2026, 17:00 Uhr
Aiko Ogata, Foto: Christian Thielvergrößern
Aiko Ogata, Foto: Christian Thiel

Alexander Glücksmann, Klarinette
Solisten des Preußischen Kammerorchesters
Preußisches Kammerorchester
Aiko Ogata, Violine und Leitung

Nachmittag voller Eleganz, Virtuosität und klanglicher Vielfalt

Vor der stimmungsvollen Kulisse des Prenzlauer Seeparks lädt das Preußische Kammerorchester zu einem sommerlichen Open-Air-Konzert ein.

Unter der Leitung der Geigerin Aiko Ogata musizieren das Preußische Kammerorchester und seine Solisten. Als Solist ist zudem der Klarinettist Alexander Glücksmann zu erleben, der mit seinem ausdrucksstarken Spiel besondere Akzente setzt.

Genießen Sie klassische Meisterwerke in entspannter Atmosphäre unter freiem Himmel und lassen Sie sich von der Musik an einem der schönsten Orte Prenzlaus verzaubern.

Service

Veranstalter

Uckermärkische Kulturagentur gGmbH
Geschäftsführender Direktor: Jürgen Bischof
Grabowstraße 18
17291 Prenzlau
03984-833974
kontakt@umkulturagenturpreussen.de
www.umkulturagenturpreussen.de/spielplan/bebersee-festival/
www.beberseefestival.de

Kartenservice

Uckermärkische Kulturagentur
www.beberseefestival.de/tickets
Eventim und Eventim-Vertriebspartner (Stadtinfos u.a.)
eventim - Tickets
Abendkasse
Kartenreservierungen sind nicht möglich.

Veranstaltungsort

Driving Center Groß Dölln – Alter Militärflughafen
Zum Flugplatz
17268 Groß Dölln

Anreise

Bahn: aus Berlin RB27 (Groß Schönebeck) bis Endhaltestelle, von da aus 21 km mit Taxi oder Transfer
Auto: Wegen der schlechten Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr wird die Anreise über B10 / L100 oder A11, Ausfahrt Finowfurt, B167 / L100 empfohlen.

Touristinformation

Touristinfo Templin im historischen Rathaus
Am Markt 19
17268 Templin
03987-2631
touristinfo@templin.de
www.templin.de

Bitte informieren Sie sich vorab bei den Veranstaltern über mögliche Programmänderungen. Dort erhalten Sie auch Informationen über die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte.