Der Kirschgarten

Andreas Hueck, Regie
Willi Händler, Dramaturgie
Arne Assmann, Musik
u.a.
Nach der Komödie von Anton Tschechow
Die verwitwete Gutsbesitzerin Ranevskaja kehrt nach langem Aufenthalt im Ausland auf ihr Anwesen zurück. Über viele Jahre hatte sie weit über ihre Verhältnisse gelebt und Schuldenberge angehäuft. Nun muss sie sich von ihrem Eigentum trennen. Auch den blühenden Kirschgarten, der Erinnerungen an ihre Kindheit zu glücklicheren Zeiten hervorruft, soll sie verlieren. Lopachin, der aus einfachsten Verhältnissen zu einem wohlhabenden Kaufmann aufgestiegen ist, schlägt vor, die Bäume fällen zu lassen und auf dem riesigen Grundstück Sommerhäuser für Touristen zu errichten. Doch darauf will sich Ranevskaja nicht einlassen. Sie hängt an ihrem Besitz, der seit Generationen Zeichen ihres gesellschaftlichen Standes war.
Das letzte Schauspiel von Anton Tschechow wurde 1904 uraufgeführt. Deutlich zeigten sich im damaligen Russland Signale der untergehenden Welt des Adels, und noch höchst unbestimmt waren die Antworten für ein Leben morgen.


