Klassik ohne Grenzen

3 Frauen spielen unter freiem Himmel auf Geigenvergrößern
Klassik ohne Grenzen, Photo: Artur Kozlowski

2. – 29. August

«Klassik ohne Grenzen» ist ein internationales Open-Air-Sommerfestival für klassische Musik in der deutsch-polnischen Grenzregion. An fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden finden im August zahlreiche Konzerte in Frankfurt (Oder) und im polnischen Słubice statt. Das Publikum erwartet ein Crossover-Programm aus Kammermusik, zeitgenössischen Interpretationen und originellen Arrangements, dargeboten von internationalen Künstlern sowie renommierten Ensembles.

Hier trifft Wiener Klassik auf Romantik und Moderne. Hier wird zu Tango, Balkanfolk und Klezmer getanzt. Höhepunkt des Festivals ist das große sinfonische Abschlusskonzert am 29. August auf dem Frankfurter Anger, gespielt vom Festivalorchester, bestehend aus Musikern des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt und der Philharmonie Gorzòw. Es dirigiert Felix Mildenberger, der Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt.

Alle Konzerte bestechen durch ihre zwanglose Atmosphäre in den schönsten Parkanlagen der Doppelstadt. Gäste können eigene Campingstühle, Picknickdecken und -körbe mitbringen.

Detaillierte Informationen zum Programm von «Klassik ohne Grenzen» finden Sie ab Mai unter www.klassik-ohne-grenzen.eu.

Die Konzerte 2026

Weitere Veranstaltungen 2026

Neujahrskonzert «Garcias a la Vida»

Kleist Forum Frankfurt (Oder) Freitag, 2. Januar 2026, 19:30 Uhr
Lily Dahab singt.vergrößern
Lily Dahab, © Künstler

Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Norbert Nagel, Saxophon, Klarinette und musikalische Leitung
Mercedes Sosa, Gesang

Musik von G. Gershwin, J. Last, E.T. Rouse, J. Strauss jr., N. Nagel, J. S. Bach, E. Morricone, A. Piazzolla, C. Velázquez, V. Parra, M. Ravel, M. Steiner, M. Greger & W. A. Mozart

«Garcias a la Vida» («Danke an das Leben») – so heißt das vielleicht berühmteste Lied der großen argentinischen Sängerin Mercedes Sosa und so ist auch das diesjährige Neujahrskonzert des Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt überschrieben. Das Jahr beginnt mit einem Cocktail wunderbarer und beliebter Melodien, gewürzt mit südamerikanischem Flair.

Es erklingen Tangos von Astor Piazzolla und Lieder von Violetta Parra und Consuelo Velázquez, die unter anderem das weltberühmte «Bésame mucho» geschrieben hatte. Nicht fehlen dürfen zeitlos schöne Melodien von Bach, Ravel und Mozart.

Danceperados of Ireland

Kleist Forum Frankfurt (Oder) Sonntag, 11. Januar 2026, 19:00 Uhr
Danceperados of Ireland, Foto: Gregor Eisenhuthvergrößern
Danceperados of Ireland, Foto: Gregor Eisenhuth

Ensemble für den irischen Stepptanz Danceperados

Hooked Tour „Die Tanzwütigen“

Mit „Hooked“ (dt.: süchtig, am Haken, gebannt oder im Banne von) haben die Danceperados eine neue mitreißende Show kreiiert, die die Faszination des Fischens und des Tanzens sowie Musik und Gesang auf einen Nenner bringt. „Hooked“ ist ein Tribut an die Sitten und Bräuche der maritimen Communities, in denen es so wunderbar anders zugeht als in den großen Städten. Die Lieder und Geschichten rund um das das Meer bringen uns in eine Zeit zurück, in der die Menschen noch Selbstversorger waren und ein einfaches, aber selbst bestimmtes Leben führten. Jedoch ein Gefährliches! Das Meer hat nicht nur gegeben, sondern oft auch genommen. All dies wird zu sehen und zu hören sein. Eine Multivision mit historischen und aktuellen Bildern und Videos verbindet sich mit Musik und Stepptanz zu einem Gesamtkunstwerk für Augen und Ohren. „Hooked“ ist jedoch nicht nur eine Ode an das Meer und die Flüsse der grünen Insel oder die wilde und ungestüme Natur. Angesichts des Tempos und der Aggressivität des aktuellen Raubbaus muss man sich fragen, ob die natürliche Umwelt noch den nächsten Generationen erhalten bleiben wird. Die Danceperados of Ireland bringen den ungleichen Kampf von David gegen Goliath auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Das fliegende Orchester

Messehalle 4, Frankfurt Oder Donnerstag, 22. Januar 2026, 10:00 Uhr
Georg Köhler, Foto: Lucia Hunzikervergrößern
Georg Köhler, Foto: Lucia Hunziker

Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Georg Köhler, Dirigent

Schulkonzert

Die Orchesterinstrumente in diesem Musikmärchen von Howard Griffiths wollen endlich mal woanders spielen, als immer nur in ihrer Konzerthalle. Ihr Traum ist es, beim großen Konzert in der Walpurgnisnacht mit aufzutreten. Um dorthin zu reisen, brauchen sie 90 fliegende Besen, die Knürsch bauen soll. Knürsch ein miesepetriger Gnom, der tief im Keller der Konzerthalle haust. Wegen der vielen Arbeit, die ihm diese Reise nun macht und weil er niemand daran denkt, ihn mitzunehmen, wird er noch übellauniger. Er tut sein Bestes, um die Konzertreise zu sabotieren. So geht tatsächlich eine Menge schief. Die Instrumente landen immer dort, wo sie gar nicht hinwollten: am falschen Ort und in der falschen Zeit. Aber trifft das fliegende Orchester höchstpersönlich Berühmtheiten wie Tschaikowsky, Bach und Mozart…

3. Sonntagsmatinee: Streichquartette

Kleist-Museum Frankfurt (Oder) Sonntag, 25. Januar 2026, 11:00 Uhr
Catori Quartett ©Tobias Tanzynavergrößern
Catori Quartett, Foto: Tobias Tanzyna

Catori Quartett:
Klaudyna Schulze-Broniewska & Stefan Hunger, Violine
Claudia Georgi, Viola
Thomas Georgi, Violoncello

Traumhaft schön mit Werken von Dvořáks, Schubert & Mozart

Das Catori Quartett spielt Dvořáks Streichquartett Nr. 14 As-Dur, das die Eindrücke eines Amerika-Aufenthalts mit seinen böhmischen Wurzeln vereint. Ebenso bezaubernd sind Schuberts Quartettsatz c-Moll D 703 und Mozarts Streichquartett Nr. 8 F-Dur, in dem sich Violine und Cello umschmeicheln, als würden sie ein Liebesduett singen.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (BSOF)

Messeschlager Gisela

Kleist Forum Frankfurt (Oder) Freitag, 30. Januar 2026, 19:30 Uhr
Samstag, 31. Januar 2026, 15:00 Uhr
Messeschlager Gisela, Foto: Bernd Schönbergervergrößern
Messeschlager Gisela, Foto: Bernd Schönberger

Staatstheater Cottbus
Katja Wolff, Regie
Johannes Zurl, musikalische Leitung
u.a.

Von Gerd Natschinski, Libretto von Jo Schulz, Fassung von Axel Ranisch (2024)

Eigentlich möchte der Leiter des Volkseigenen Betriebs (VEB) Berliner Schick sein eigenes Kleidermodell auf der Modemesse in Leipzig präsentieren, doch ein verliebter Journalist, ein paar Tricks und die geheimen Anstrengungen der Angestellten bringen stattdessen den Entwurf von Gisela ganz groß raus. Dieses Kleid »für jede Frau« schlägt ein: »Gisela« wird zum Messeschlager!

Ein Hit ist auch die gleichnamige Operette von Gerd Natschinski, der oft als »DDR-Gershwin« bezeichnet wurde. Mit seinen Musiktheaterkompositionen prägte er das Genre des »Heiteren Musiktheaters« der DDR wie kein anderer. Kurz vor dem Mauerbau erlebte »Gisela« einen fulminanten Erfolg, bis »staatliche Empfehlungen« die Absetzung erwirkten – die selbstverständliche Reisefreiheit in der Handlung der Operette war der politischen Führung ein Dorn im Auge.

4. Klassik am Sonntag

Messehalle 4, Frankfurt Oder Sonntag, 15. Februar 2026, 11:00 Uhr
Mikyung Sung spielt Kontrabassvergrößern
Mikyung Sung, © Künstler

Martin Haselböck, Dirigent
Mikyung Sung, Kontrabass
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt

Werke:
– Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
– Johann Matthias Sperger: Kontrabasskonzert Nr. 8 D-Dur (tbc)
– Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 9 D-Dur KV 320 »Posthorn«-Serenade

Johann Matthias Sperger, ein Zeitgenosse Mozarts, war der innovativste Kontrabassist seiner Zeit. Davon zeugen seine 18 virtuosen Kontrabasskonzerte. Mit dem achten schenkt er dem Publikum einen großen Hörgenuss und dem Solisten ein Werk mit halsbrecherischen Schwierigkeiten. Mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt spielt die Kontrabassistin Mikyung Sung, die mit ihren virtuosen Auftritten, ihrem Temperament und ihrer überragenden Spieltechnik begeistert. Umrahmt wird das Kontrabasskonzert von zwei ebenso heiteren wie fein gearbeiteten Schöpfungen Mozarts. Geradezu beseelt setzt er in seiner Sinfonie Nr. 29 die Streicher ein, lässt die Bläser das Geschehen zärtlich untermalen.

VIDA – Siga el baile

Kleist Forum Frankfurt (Oder) Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:30 Uhr
1 Frau tanzt im blauen Kleid.vergrößern
VIDA - Siga el baile, Foto: Thomas Kölsch

Nicole Nau & Luis Pereyra mit Company, Organisation & Tangofolklore

Argentinische Tanz- und Musikshow
Mit Texten von Jorge Luis Borges, Musik von Astor Piazzolla, Eigenkompositionen von Luis Pereyra und einem hochkaratigen Reigen argentinischer populärer Musik

Die unglaubliche Vielfalt argentinischer Kultur in einer Musik- und Tanzshow voller Poesie: An der Spitze tanzen die Weltstars Nicole Nau und Luis Pereyra, begleitet von ihrer Company aus hervorragenden Solisten. Boleadoras surren durch die Luft. Absatze und Fußkanten schlagen in den Boden. Sohlen scharren. Kleider rascheln, Blicke begegnen sich. Gitarrenklänge und Trommeln, Gesang und Geschichten durchziehen das Geschehen. Die Bühne steht im Bann argentinischer Passion.

Magisch, mutig und spontan tanzen Manner und Frauen den Zauber der Vergangenheit, wagen die Umarmung zum echten Tango und das Duell der Zukunft.

5. Philharmonisches Konzert

Messehalle 4, Frankfurt Oder Freitag, 6. März 2026, 19:30 Uhr
Youngkun Kwak, Foto: Tobias Tanzynavergrößern
Youngkun Kwak, Foto: Tobias Tanzyna

Sebastian Lang-Lessing, Dirigent
Youngkun Kwak, Violine
Frauen des Philharmonischen Chors Berlin
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt

Programm:
– Peter I. Tschaikowsky Violinkonzert D-Dur op. 35
– Gustav Holst „Die Planeten“ op. 32 Suite für großes Orchester

Technisch schwierige Läufe, das Spiel in extrem hoher Lage und dann die große Solokadenz im ersten Satz – in Tschaikowskys Violinkonzert sind die Schwierigkeiten wie auf einer Perlenkette aufgereiht. So technisch anspruchsvoll dieses Werk ist, so immens ist seine künstlerische Qualität. Es gilt unangefochten als eines der größten Violinkonzerte aller Zeiten. Bei dieser Aufführung übernimmt der Erste Konzertmeister des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt Youngkun Kwak den schwierigen Solopart. Neben Tschaikowskys Violinkonzert erklingt eine Schöpfung von überirdischen Ausmaßen. In seinen »Planeten« beschreibt Gustav Holst sieben nach römischen Gottheiten benannte Planeten unseres Sonnensystems.