Potsdamer Tanztage 2018Potsdam

vergrößern
Time Takes The Time Time Takes
Photo: Sandra Morgenstern

International Festival of Contemporary Dance 29. Mai - 10. Juni

150 Menschen tanzen im Lustgarten Potsdam und bilden damit den Auftakt zu den Potsdamer Tanztagen 2018. «Le Grand Continental ®» ist eine Mega-Performance vom Choreographen Sylvain Émard, die in Kanada ihre Uraufführung feierte und das Vergnügen am Tanz in den Mittelpunkt stellt. In Potsdam wird sie das erste Mal in Europa zu sehen sein. Die Nähe von Publikum und Künstlern wird stark thematisiert.
Zwölf Tage lang wird die Landeshauptstadt Brandenburgs zur Bühne der internationalen Tanzszene. Das Festival lädt Tanzkompanien aus der ganzen Welt nach Potsdam ein und bietet damit ein international hochkarätiges Spektrum verschiedener Tanztheaterformen an und bleibt im Land Brandenburg einzigartig.
Die Aufführungen bilden das Kernstück des Festivals: Solo-Arbeiten und große Ensembles, erzählerisches Tanztheater und reine Bewegung, Stücke für Kinder und ungewöhnliche Performances wechseln sich in einem reichen Programm ab.
Fester Bestandteil der Potsdamer Tanztage sind deshalb die Workshops, die sich an interessierte Laien und an professionelle Tänzer richten, sowie die Künstlergespräche, die nach den Aufführungen zum Austausch mit Tänzern, Choreographen und dem Publikum anregen.
Konzerte ergänzen das Programm und laden zum Verweilen in der Schiffbauergasse ein.

Programm

Le Grand Continental - Europapremiere

vergrößern

Gemeinsam schweben, blühen, wogen, funkeln – zusammen tanzen und sich einer ganz neuen Herausforderung stellen. Über 100 AmateurtänzerInnen aus Potsdam, Stahnsdorf, Teltow, Michendorf und Berlin sind zusammen mit Sylvain Émard das Wagnis eingegangen. Gemeinsam performen sie den Le Grand Continental® als Prolog der diesjährigen Potsdamer Tanztage und anlässlich des 1025ten Geburtstages Potsdams. Der kanadische Choreograf kreierte 2009 für das Montréal Festival TransAmérique erstmals mit 60 LaientänzerInnen den Le Grand Continental®, eine von Linedance inspirierte zeitgenössische Choreografie. Die Freude der Beteiligten sowie ZuschauerInnen bescherte Folgeprojekte von New York über Boston, Seoul, Wellington bis Mexico City und begeisterte die Menschen weltweit. In drei Monaten intensiver Probenzeit haben sich die TeilnehmerInnen kennengelernt, gemeinsam trainiert, gelacht und geschwitzt, persönliche Grenzen ausgetestet und letztlich etwas Großartiges geschaffen. Nun gilt es, das Potsdamer Publikum mitzureißen, in einer spannenden ersten Europa-Aufführung des Le Grand Continental® unter freiem Himmel.

Eintritt frei

Sa, 26. Mai 21:30 Uhr Lustgarten Potsdam

Le Grand Continental

Gemeinsam schweben, blühen, wogen, funkeln – zusammen tanzen und sich einer ganz neuen Herausforderung stellen. Über 100 AmateurtänzerInnen aus Potsdam, Stahnsdorf, Teltow, Michendorf und Berlin sind zusammen mit Sylvain Émard das Wagnis eingegangen. Gemeinsam performen sie den Le Grand Continental® als Prolog der diesjährigen Potsdamer Tanztage und anlässlich des 1025ten Geburtstages Potsdams. Der kanadische Choreograf kreierte 2009 für das Montréal Festival TransAmérique erstmals mit 60 LaientänzerInnen den Le Grand Continental®, eine von Linedance inspirierte zeitgenössische Choreografie. Die Freude der Beteiligten sowie ZuschauerInnen bescherte Folgeprojekte von New York über Boston, Seoul, Wellington bis Mexico City und begeisterte die Menschen weltweit. In drei Monaten intensiver Probenzeit haben sich die TeilnehmerInnen kennengelernt, gemeinsam trainiert, gelacht und geschwitzt, persönliche Grenzen ausgetestet und letztlich etwas Großartiges geschaffen. Nun gilt es, das Potsdamer Publikum mitzureißen, in einer spannenden ersten Europa-Aufführung des Le Grand Continental® unter freiem Himmel.

Eintritt frei

So, 27. Mai 16 Uhr Schiffbauergasse

INTENSIVE WORKSHOP

vergrößern

Verschiede Workshops mit unterschiedlichen Tänzern.

Preis: erm. 150€ bis 170€
Early Bird (bis 14. Mai 2018): 130€ bis 150€

Di, 29. Mai Fr, 1. Juni Mo, 4. Juni Schiffbauergasse

Kids Workshop

Workshops für Babys und Kids. Zeigen Sie ihrem Kind was Tanzen ist und was es mit einem Menschen macht.

Di, 29. Mai Sa, 2. Juni So, 3. Juni Sa, 9. Juni So, 10. Juni Schiffbauergasse

Workshops

Verschiede Workshops zum Thema Tanz. Gut für Körper und Geist.

Di, 29. Mai Fr, 1. Juni Mo, 4. Juni Di, 5. Juni Fr, 8. Juni Sa, 9. Juni Schiffbauergasse

MONSTRES, on ne danse pas pour rien

Mit DeLaVallet Bidiefono ist einer der engagiertesten zeitgenössischen Künstler aus dem Kongo erstmals zu Gast in Potsdam. Seine Stücke bezeichnet er vieldeutig als "Monster", Geschöpfe, die als widerständige poetische Wesen in einer nachhaltig von Krieg und Diktatur geprägten Gesellschaft entstehen. In ihnen verbinden Bidiefono und 12 TänzerInnen und MusikerInnen sowohl afrikanische als auch westliche Tanztechniken mit unterschiedlichen Musikstilen, bildkräftig in Szene gesetzten alltäglichen Erfahrungen und Zukunftsvisionen zu einer schmerzhaften, kraftvollen, unbändigen Liebeserklärung an ein schwer verwundetes Land.

Anschließend Mi 30. Mai: Konzert mit DeLaVallet Bidiefono in der fabrik Potsdam. (Eintritt frei) Der Tänzer und Choreograf DeLaVallet Bidiefono ist auch ein exzellenter Musiker und Sänger. Für das Konzert in Potsdam wird er von einigen MitgliederInnen der Compagnie Baninga begleitet und den Abend beleben ... wie ein Wind aus Afrika. Bereiten Sie sich auf Party vor !

Di, 29. Mai Mi, 30. Mai Schiffbauergasse

Solo für Lea

Solo für Lea ist eine Begegnung zwischen Isabelle Schad und Lea Moro. Entstanden ist ein sehr persönliches, choreografisches Porträt, das faszinierend mit den spezifischen Merkmalen von Moros Körper und dessen Rhythmen, Konturen, Farben und Energien spielt und diese sichtbar macht. Gemeinsam begeben sich die beiden Frauen in Konstellationen des Formens und loten die Beziehungen zwischen Körper, Bewegung, Bild und (Re-)Präsentation aus. Zergliedert und wieder neu organisiert wird der Körper zur bloßen Materialität – zum Medium energetischer Potenziale und Transformationen. An der Schnittstelle von Bildender Kunst und Tanz, Performance und Installation, sinnlicher Erfahrung und Abstraktion flirtet das Solo mit Analogien und Form-Aspekten des Kubismus, sowie Picassos Zeichnungen aus einem Strich.

Mi, 30. Mai 20 Uhr Do, 31. Mai 20 Uhr Schiffbauergasse

Stereotypes Game

Stereotypes Game ist die erste Arbeit von Yasmeen Godder für junges Publikum. Diese interaktive Aufführung baut auf Ausschnitte aus Godders Repertoire und lädt das Publikum ein, diese im Rahmen einer Diskussion über Gender Stereotype zu sehen. Männliche und weibliche Rollen werden vermischt, übertrieben, verwässert, um so die Vorurteile sowohl im Tanz als auch darüber hinaus zu beleuchten. Diese spielerische und zugleich intellektuelle Herausforderung wird von Shuli Enosh und Ofir Yudilevich aufgeführt, beides virtuose und erfahrene TänzerInnen, die ihre Kunst und Erfahrung mit dem jungen Publikum teilen.

Do, 31. Mai Fr, 1. Juni Schiffbauergasse

Mumuvitch Disko Orkestar

Diese Band explodiert live! Das Mumuvitch Disko Orkestar besteht aus elf eigenwilligen Charakteren, die sich streiten, sich abstoßen, sich lieben und ergänzen. Eine aussterbende Spezies, eine echte großbesetzte Band, deren Klang handgemacht, original, geschliffen und geschmiedet ist. Ihre Live-Shows sind mehr als ein Spektakel und ein Tanzfest. Auf der Bühne bündeln sie ihre Kräfte und verschmelzen zu einem gewaltigen Klangkörper aus Spielfreude und musikalischem Wahnsinn. Mit Phantasie, Liebe und handwerklichem Geschick lässt das Orkestar eine Musik entstehen, die zwischen HipHop, PunkRock, BalkanBeats und Ska seinesgleichen sucht. Der Zuhörer driftet gemeinsam mit den Musikern durch eine Welt voller Gegensätze – zwischen Ironie und bitterem Ernst, Kopfkino und Körperklaus, Meditation und Synapsencrash.

Do, 31. Mai 21 Uhr fabrik Club

Fruits of Labor

2012 begeisterte die Belgierin Miet Warlop mit ihrer durchgedreht absurden Objektstudie Springville zum ersten Mal das Potsdamer Publikum. Mit einer noch knalligeren Mischung aus Performance, Konzert und Bildender Kunst kehrt sie mit Fruits of Labor zurück. Warlop teilt sich die Bühne mit drei Musikern, einem Roadie und inszenierten Skulpturen. Sie überträgt Beats und Songs auf Objekte, Theatermaschinerie und Körper. Irgendwann scheint der ganze Raum ein Instrument zu sein. Diese psychoaktive Parade der Bilder und Objekte ist bei aller Verrücktheit auch die künstlerische Reaktion auf eine aus den Fugen geratene Welt. Eine Reaktion, die sich funkelnd-chaotisch gegen Kontrolle und Restriktionen stellt. "Gibt es eine andere Alternative zur schmucklosen Realität als den Griff nach der Seele der Dinge?", fragt sich Miet Warlop.

Fr, 1. Juni 19:30 Uhr Sa, 2. Juni 20:30 Uhr Schiffbauergasse

JazzLab - Almost Falling

Zwei TänzerInnen, Michal Hirsch und Tomer Zirkilevich, begegnen auf der JazzLab Bühne zwei Musikern, Soumitra Paul (Tabla) und Nicolas Schulze (Piano). Gemeinsam provozieren sie den Zustand des "davor" und ergründen den Moment vor dem Fall. Mit den Mitteln der Improvisation erzeugen sie Spannung und spielen mit den Grenzen gespannter Erwartung. Die Wegstrecke zwischen Kontrolle und Loslassen wird spielerisch erforscht, ebenso die Distanz zwischen Balance, Spannung, Gefahr und dem Moment, kurz bevor etwas passiert. Es geht um Beherrschung, um Selbstkontrolle, den Atem anhalten und loslassen, darum sich selbst "einzufangen", um an eine unbekannte Grenze zu stoßen. Nach der Performance lädt JazzLab TänzerInnen, PerformerInnen und MusikerInnen ein, sich auf der Open Stage zu begegnen. JazzLab schafft einen "Playground", einen offenen Raum für künstlerischen Kontakt, Austausch und Kommunikation.

Eintritt frei

Fr, 1. Juni 21 Uhr Schiffbauergasse

Multiverse

Warm Up: Fr 01. Juni 2018, 20:00 (T-Werk)
Publikumsgespräch: Fr 01. Juni 2018, 22:15 (T-Werk)

In Multiverse vereint Louis Vanhaverbeke seine vielen Leidenschaften Do It Yourself (DIY), Slam Poetry und Tanz zu einer provokanten und humorvollen Allround-Performance. Wie ein Alchimist erweckt er Alltagsgegenstände zum Leben während er als multifunktionaler Discjockey agiert. Ist er ein Satellit im Orbit um die Erde, ein Gott, der seine Schöpfung überblickt oder eine Verkörperung der Zeit, wenn sie sich entfernt? In Louis' Welt ist alles "Multi". Wie ein schwer fassbarer Fisch bewegt er sich zwischen verschiedenen gegensätzlichen Elementen wie männlich und weiblich, Kunst und Kitsch, Ernst und Humor, Poesie und Energie, Erde und Weltall. Seine Kreationen, Mechanismen und schlauen Erfindungen sind voller Überraschungen und trotzdem das Ergebnis umfangreicher Forschung. Aber Multiverse geht weit über das Spielen mit Objekten hinaus sondern ruft poetische Bilder hervor, die alle Tore zu weiteren rätselhaften Kunstwelten öffnen. Ein brillanter Kosmos.

Fr, 1. Juni 21 Uhr Sa, 2. Juni 19:30 Uhr So, 3. Juni 16 Uhr Schiffbauergasse

Simple Action

Empathie, Verständnis, Identifikation und Eindrücke unserer Sinne sind Erfahrungen, die Yasmeen Godder und ihre Company in ihren Stücken auslösen möchten. Auch Simple Action schafft eine starke und berührende Verbindung des Publikums mit sich selbst und mit den PerformerInnen, sowohl als Individuen aber auch als Gruppe. Die ZuschauerInnen verlassen das reine Betrachten und schlagen die Brücke zur Erfahrung. Das Stück, inspiriert durch das Stabat Mater, dem bekannten mittelalterlichen Gedicht, wurde neu vertont und wird live gesungen von der Musikerin und Sängerin Tomer Damsky. Sie hat eine eigene hypnotisierende Version geschaffen, die mit der eindringlichen und ritualisierten Qualität des Stücks verschmilzt.

Sa, 2. Juni 16 Uhr Sa, 2. Juni 18 Uhr So, 3. Juni 11 Uhr So, 3. Juni 16 Uhr Schiffbauergasse

Schnellertollermeier

Ihr neuestes Album Rights erschien im Oktober 2017 auf Cuneiform Records (US). In feinen, kontrollierten Nuancen regulieren Andi Schnellmann (Bass), Manuel Troller (Gitarre) und David Meier (Schlagzeug) die Intensität ihres Sounds, mit der Virtuosität von Feinmechanikern, die mit Daumenschrauben hantieren. Der impertinente Punch entlädt sich nicht, er dehnt, streckt und präsentiert sich. Er bewegt sich durch minimale Patterns und ambientale Zonen, baut sich zu brutalem Rock auf und kommt mehr als einmal auf dem Dancefloor an, bei einer fast schon leichtfüssig tanzbaren HeadbangerMusik.

Anschließend Party mit Gaya Kloud & Niklas on Sax (eintritt frei)

Sa, 2. Juni 22 Uhr fabrik Club

A Long talk to Oneself + Tail Language

Publikumsgespräch: Mo 04. Juni | 21:00 (fabrik Potsdam)
Warm Up: Di 05. Juni | 18:30 (Openair Studio)

Bora Kim zählt zu den jüngeren ChoreografInnen Koreas, die mit ihren Arbeiten bereits seit mehreren Jahren internationale Beachtung finden. Tradierte Muster zwischenmenschlichen Verhaltens und ritualisierte Gesten und Symbole sind wiederkehrende Themen ihrer Arbeiten. Einfühlsam, formal stilisiert, mit Ironie und zugleich geheimnisvoll bis düster beschreibt sie die fragile Positionierung des weiblichen Körpers als Subjekt und die Einsamkeiten und Verletzlichkeit des Individuums in einer Welt zwischen moderner Entfremdung und entleerten Traditionen. Choreografie, Soundgestaltung, Lichtdramaturgie, Bühnen- und Kostümdesign schaffen dabei spannungsgeladene, atmosphärisch dichte Landschaften vielschichtiger Bedeutungsebenen. In A Long Talk to Oneself, einer ihrer ersten Arbeiten Kim Boras, erscheint Choreografie und Körper bereits als formuliertes Experimentierfeld für die Übertragung von teils schmerzlichen persönlichen Erinnerungen. Für Tail Language nutzen die Choreografin und ihre TänzerInnen die Bewegungssprache von Katzen und orientalische Fabelwesen. Eine überraschende, originelle und präzis minimalistische Tanzsprache, die ihre Protagonistinnen fast vollständig gefangen zu halten scheint.

Mo, 4. Juni 19:30 Uhr Di, 5. Juni 19:30 Uhr Schiffbauergasse

Voicing Pieces

Mit Kopfhörern und Mikrofon ausgestattet geht es auf Entdeckungsreise in die eigene Resonanzwelt. Drei wolkenförmige Kabinen, in denen nur ein Kopf Platz findet, schaffen einen Parcours, in dem die Stimme zum Protagonisten wird. Die gelesenen Texte werden live bearbeitet, dirigiert und ertönen überraschend wieder. Der Akt des Sprechens und des gleichzeitigen Hörens verwandelt sich in eine choreografisch theatrale Erfahrung, die so individuell wie einzigartig ist. In ihrer performativen Installation erschaffen Begüm Erciyas und Matthias Meppelink eine intime Arbeit, die die Frage stellt: Wer spricht, wenn die eigene Stimme spricht?

Einlass 1 Person alle 15 Minuten. Aufgrund geringer Zuschauerkapazität wird der Vorverkauf empfohlen.

Mi, 6. Juni 17 Uhr Do, 7. Juni 17 Uhr Fr, 8. Juni 17 Uhr Sa, 9. Juni 14 Uhr So, 10. Juni 12 Uhr Pavillon auf der Freundschaftsinsel

Bang Bang

Publikumsgespräch: Do 07. Juni 2018, 20:30 (T-Werk)

Wie kann ein Körper gegenwärtig sein und gleichzeitig verschwinden? Manuel Roque stellt sich dieser Zerreißprobe, springt, hüpft, trippelt, schwingt und dreht sich bis zur Ekstase. Die Beine sind die treibende Kraft, unermüdlich in Bewegung. Auf einer leeren Bühne werden durch Wiederholungen Schwächen sichtbar, Erschöpfung deutlich und die Euphorie der Herausforderung spürbar - wie während einer durchfeierten Nacht, in der nur der Moment existiert. Manuel Roque, der von der Zirkusakrobatik kommt und u.a. bei Marie Chouinard und Sylvain Émard tanzte, verbindet physikalische Urknall-Theorien und körperliche Grenzen mit Musik von Debussy, Chopin und Sounds zu einer pulsierend außergewöhnlichen Choreografie.

Mi, 6. Juni 19:30 Uhr Do, 7. Juni 19:30 Uhr T-Werk

Sans

Warm Up: Mi 06. Juni 2018, 20:00 (Openair Studio)

Was ist wahr und was falsch, was ist natürlich und was gespielt? Wie ein Geschenk entsteht der Tanz in sans aus einem zerbrechlichen Augenblick aus unausgesprochenen Worten. sans, 2000 in der fabrik Potsdam uraufgeführt, baut auf die Präsenz der DarstellerInnen, und auf die leere und stille Bühne. Der Übergang und die Annäherung an überraschende Veränderungen sind die Auslöser für eines der erfolgreichsten Stücke der französischen Choreografin, das weniger von einer theatralischen oder psychologischen als vielmehr von einer spielerischen Herangehensweise geprägt ist. Martine Pisanis Arbeiten laden ein, an Momenten der Freiheit sowie an der ganz überraschenden Poesie von Begegnungen und Situationen Teil zu haben, die in ihrer Zartheit beglücken und uns das Wesen des Menschen mit Humor und Achtsamkeit erfahren lassen.

Mi, 6. Juni 21 Uhr Schiffbauergasse

Undated

Publikumsgespräch: Do 07. Juni 2018, 22:00 (fabrik Potsdam)
Warm Up: Fr 08. Juni 2018, 18:30 (Openair Studio)

Undated ist durch das Phänomen der Kondensation inspiriert, dem Übergang von einem gasförmigen in einen festen Zustand. Der Dampf kondensiert, wenn die Moleküle sich verflüssigen und aus der Suspension lösen. Was wäre, wenn Martine Pisani versuchen würde alle Arbeiten zu kondensieren, die sie in den letzten 20 Jahren mit den TänzerInnen realisiert hat? Oder: Wie kann sie die Partituren von etwa 15 ihrer Stücke zur selben Zeit am selben Ort auf die Bühne bringen? Wie der Dampf in der Suspension, ist alles schon vorhanden, aber unsichtbar. Es würde genügen das Potenzial zu enthüllen, um die Dinge sichtbar zu machen, die ihr heute wichtig sind, um sie ins Hier und Jetzt zu übersetzen. Martine Pisani bringt in Undated TänzerInnen, Licht- und TonkünstlerInnen, die alle in den letzten Jahren in den Stücken der Company mitgewirkt haben, zusammen. Eine Art menschliches Kondensat.

Do, 7. Juni 21 Uhr Fr, 8. Juni 19:30 Uhr Schiffbauergasse

1.7

Publikumsgespräch: Fr 08. Juni 2018, 22:15 (T-Werk)

Zsuzsa Rózsavölgyis Stück erforscht den weiblichen Körper in seiner inhärenten Kommunikation mit der heutigen Gesellschaft. Humorvoll und selbst-ironisch wechselt sie zwischen Baywatch-, Lack-, Leder- und Nonnenkostümen, während sie offen und tabulos über Schönheitsideale, Karriere, Abtreibung und Geschlechterrollen spricht. Skurrile Fakten über die durchschnittliche Geburtenrate in Europa (1,7 Kinder pro Frau), Jiu-Jitsu gegen sexuelle Belästigung und die erlaubte Anzahl von Frauen-Haarschnitten in Nordkorea werden mithilfe von Videoclips, Popsongs, Poesie und Tanz zu einer dynamischen, emanzipierten Solo-Performance vereint. Die ungarische Künstlerin schafft einen Raum, der unterschiedliche Perspektiven auf das Konzept Frausein zulässt. (Das Stück ist auf Englisch).

Fr, 8. Juni 21 Uhr Sa, 9. Juni 19 Uhr T-Werk

Con Grazia

Publikumsgespräch: Sa 09. Juni 2018, 20:15 (Arena)

Im Rahmen von PAS DE DEUX Potsdam/Montréal

Die Anmut ist Klang, Licht, Detonation und Splitter. Meister in der Kunst, Klänge sichtbar zu machen, sind die virtuosen Alleskönner Martin Messier und Anne Thériault die Dirigenten eines Performance-Konzertes, das der akribischen und performativen Zerstörung von Objekten gewidmet ist. In Con Grazia klingt es nach Materie. Die Hämmer schlagen nach einer präzisen Partitur, Gegenstände, die aufgrund ihrer sphärischen Harmonie ausgewählt wurden, fliegen in Stücke. Dabei drucken kleine Lichtquellen zarte Wunder auf die Netzhaut, wenn die Lampen langsam in Schönheit verwandeln, was die Zerstörung hinterlassen hat. Messier und Thériault pulverisieren mit Grazie und quälen Porzellan und reife Früchte in einem intensiv musikalischen und rhythmischen Massaker. Eine sinnliche und freudvolle Ode an die Agonie der materiellen Welt.

Fr, 8. Juni 21 Uhr Sa, 9. Juni 19 Uhr Waschhaus Arena

Khaled Kurbeh & Raman Khalaf Ensemble (Syrien/Berlin)

vergrößern

Die feine und betörende Musik des syrischen Duos Raman Khalaf (Oud) und Khaled Kurbeh (Piano) zwischen zeitgenössischer arabischer Klassik, Piano und Jazz hatte schon die Besucher des Festivals 2017 in ihren Bann gezogen. Mit zwei weiteren MusikerInnen ist das Duo inzwischen zum Quartett aufgestiegen und hat sein Debütalbum Aphorisms veröffentlicht. Damit sind sie gleich vom BBC Radio und dem Piano Days Festival in Berlin eingeladen worden. Mit atmosphärischen Kompositionen schaffen sie eine Musik, die sowohl scharfsinnig als auch erfinderisch ist, ein Soundtrack für das 21. Jahrhundert.

Fr, 8. Juni 22 Uhr fabrik Club

Humanoptere

Warm Up: Sa 09. Juni 2018, 19:30 (Openair Studio)
Publikumsgespräch: Sa 09. Juni 2018, 21:45 (fabrik Potsdam)

Sieben ArtistInnen werfen Bälle, fangen sie auf, werfen sie erneut in einer hypnotisch rhythmischen Choreografie. Was treibt sie an, wenn sie wissen, dass ihre Bälle wieder fallen werden? Ehrgeiz, Akkord, Teamwork, Erfolg oder Scheitern – das neueste Stück des Ausnahmejongleurs Clément Dazin spielt bewusst mit den Themen der Arbeitswelt und der Beziehung des Einzelnen zur Gruppe. Selbst Absolvent eines Masterstudiums für Management, wirft er einen ganz eigenen Blick auf die Kunst der Jonglage und treibt, auf der Suche nach dem Grundwesen der Arbeit, die Absurdität des Alltags auf die Spitze, um sie anschließend umzudeuten. Die "Hand des Menschen" steigt und fällt, schlägt den Takt der Produktivität. Sollten sie mehr jonglieren, um mehr zu verdienen? Humanoptère lobt die Langsamkeit in einer Welt der Dringlichkeit und stellt die Poesie vor das Gebot der Effizienz.

Sa, 9. Juni 20:30 Uhr So, 10. Juni 16 Uhr Schiffbauergasse

Cats & Breakkies (Berlin)

Johannes Gottschick (keys), Benedikt Schnitzler (guitar), Bastian Kaletta (bass), Raphael Kaletta (drums) und Wanja Hüffell (sound) schaffen ein einzigartiges, unerschöpfliches Klangspektrum. Ihre musikalischen Säulen sind Techno und House, umgeben von Klassik, Jazz und Weltmusik. 2013 hat sich das Quintett gegründet und seine Energie ist unbändig, entschlossen Grenzen zu überwinden und Konventionen zu sprengen. Ungestüm, dynamisch und heißblütig, jedoch charakterfest und sich selbst treu, machen Cats & Breakkies ihrem Ruf in der Berliner Musikszene alle Ehre." Die Arbeit an ihrem Debüt-Album "Organic Electro" war für die Band ein großes Experiment im Umgang mit elektronischer Musik, anderen musikalischen Einflüssen und den eigenen akustischen Instrumenten, um organische und elektronische Klänge zusammenzuführen.

Anschließend Party mit Aucel (eintritt frei)

Sa, 9. Juni 22 Uhr fabrik Garten

Veranstalter, Informationen und Kartenservice

Veranstalter und Informationen

fabrik Potsdam
PF 60 06 07
Schiffbauergasse 10
14406 Potsdam
T: 0331-2800314
F: 0331-240924
E-mail: contact@fabrikpotsdam.de
www.potsdamer-tanztage.de
www.fabrikpotsdam.de

Kartenservice

T: 0331-240923

Anreise und Touristinformation

Bahn: Ab Berlin RE 1 oder S 7 bis Potsdam Hbf, weiter mit Tramlinien 93, 94 und 99 Tourist-Info am Alten Markt,
Luisenplatz 3, und im Hauptbahnhof
T: 0331-27558899
www.potsdamtourismus.de